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Drehzalstufe fürs Fräsen in Leimholz Buche

29.10.2013, 09:49
Hallo zusammen,
bei mir liegt heute das Fräsen der Bucheplatten an. Da stellt sich für mich die Frage welche
Geschwindigkeit wählt man, oder einfach ausprobieren?
Eine Tabelle gibt es für so etwas nicht oder ?

Lg Jens
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13 Antworten
Das kommt ganz auf die Art der Fräsung bzw. den Fräser an.

Wie mache ich es (Bspw. Nutfräsung):

* bis ca. 10mm mit Höchstdrehzahl (~22.000 - 28.000 U/min.)
* bis ca. 20mm mit mittlerer Drehzahl (~16.000 - 22.000 U/min.)
* ab ca. 20mm mit niedriger Drehzahl (~10.000 - 16.000 U/min)

Dazu muss natürlich noch die Stärke der Spanabnahme und die Geschwindigkeit des Vorschubes berücksichtigt und in Einklang mit dem Werkstück und der Anforderung gebracht werden.

 

Auf vielen Fräsern findest du Hinweise für den zugelassenen Drehzahlbereich. Das grenzt schon mal etwas ein. Danach geht es bei den meisten eher nach Gefühl weiter, Bäume wachsen einfach nicht einheitlich genug. Wenn das Holz schwarz wird, war es falsch

Ein paar Faustregeln:
- Je höher der Fräserdurchmesser, desto geringer die Drehzahl
- Auch wenn dein Fräser beliebig lang ist, fräst du nicht alles in einem Rutsch. 10mm fräst man besser als 3+3+3+1
- Für ein gutes Ergebnis ist nicht nur die Drehzahl wichtig, sondern auch die Vorschubgeschwindigkeit. Der manuelle Vorschub ist Übungssache

An die richtige Kombination aus Drehzahl und Vorschub muss man sich rantasten, sonst wird das Ergbnis nicht gut. Auch deshalb ist es wichtig immer in Schritten zu fräsen. Bei 3+3+3+1 kann es ruhig drei mal schwarz werden. Wenn der letzte Durchgang stimmt, wird alles gut

 

Okay dann werde ich ich mal rantasten und sehe wie dunkel es wird.
habe ja noch ein paar Abschnitte wo ich ein wenig üben kann.

 

Falls die Abschnitte klein sind, besteht die Gefahr, dass die Fräse sie auf eine ballistische Flugbahn befördert. Kleb sie dann mit doppelseitigem Klebeband auf ein größeres Stück Holz.

 

Hallo ,
erste Schritte mit der Oberfräse unternommen. Alle Finger dran und Gerät auch noch heil...
hatte am Anfang kleine Nuten gefräst wo die Bodenhalter reinsollen klappte so naja.....
dann noch Part alte Bretter aus der Garage zum üben genommen und es ging dann immer besser. Dann sagte ich mir jetzt die Vorderhände der einlegeböden.....gesagt und nach paar dunklen Stellen.....ging auch das besser. Beim betrachten der Kante ist oft noch feine Holzfaserplatte zusehen ...liegt das daran das die Geschwindigkeit zu niedrig war ?

im Anhang die gemachten Bilder von den Dingen die ich meine..
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

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ID:	22722  

 

Ich könnte mir vorstellen, dass du beim fräsen der Stirnseite zu viel Material in einem Durchgang abgenommen hast. Die Stirnseite ist besonders empfindlich für Ausrisse. Selbst wenn die Maschine "es schafft" das Material abzutragen, solltest du der Versuchung widerstehen. Es ist besser einen halben Millimeter stehen zu lassen und den dann in einem zweiten Durchgang sauber wegzufräsen. genau die richtige menge für den letzten Durchgang stehen zu lassen erfordert Übung. Ein Parallelanschlag den man immer nur ein klein wenig verschiebt kann helfen.

Beim unteren Brett vermute ich, dass du einen Fräser mit Anlaufring benutzt hast und aus versehen "ums Eck" gefräst hast. Auch hier kann am Anfang ein Parallelanschlag zusätzliche Stabilität geben.

 

Zitat von Fernton
Beim unteren Brett vermute ich, dass du einen Fräser mit Anlaufring benutzt hast und aus versehen "ums Eck" gefräst hast.
Wenn man genau hinsieht, ist dieser "Ausriss" an allen Brettern zu sehen. Mit der Zeit, mit der Übung wird das aber schon. (Ist mir anfangs auch so gegangen ;-)

 

Hatte zum Schluss immer ein wenig gekippelt liegt ja dann nur noch sehr wenig auf.
Beim befragen des großen Webs bin ich auf eine zusätzliche Verbreiterung der auflagefläche gestoßen sah ganz logisch aus fand ich .

http://youtu.be/81oFm03FWOk

was haltet ihr davon? Würde mir glatt so Teil nachbauen.

 

So etwas in der Art wollte ich immer mal bauen, habe es aber dann doch nie gemacht. Es hilft sicher, aber du lernst eben auch nicht ohne das Ding zurecht zu kommen. Und es vehindert wirklich nur das Kippeln, nicht aber das "ums Eck" fräsen.

 

Die Sache mit der größeren Auflage ist Hilfreich.

 

Ekaat  
Ich fräse alles volle Pulle. Als erste Schandtat hatte ich eine Nut von 5mm mit einem HSS-Fräser versucht. Nut war schwarz. Warum? Zu große Frästiefe gewählt und dadurch zu langsame Vorschubgeschwindigkeit. Ich hätte also weniger abspanen und die Schnittiefe stufenweise vergrößern sollen. Beim zweiten Versuch klappte es auch. Keine Ausbrüche oder Fransen gahabt. Und natürlich nichts Schwarzes.

 

Das "um die Ecke fräsen" (ungewollt) kannst Du auch vermeiden, wenn du vor und hinter dem Werkstück je ein Stück Abfallholz passender Stärke spannst.
Wenn die Vorderkante bündig ist, läuft der Fräser gerade aus weiter.

 

Meine Fräse hat einen Anschlag aus Metall, der Löcher zum Anschrauben von Holzanschlägen besitzt.
Die erste Übung war, zwei Anschlagbrettchen, in meinem Fall 18 mm Multiplex, auf Gehrung zu sägen und so an den Metall-Anschlag zu schrauben, dass der Frästisch der OF noch darüber gleiten kann und die beiden spitzen Seiten zum zu bearbeitenden Werkstück zeigen.
Die Leisten sind jeweils 25 - 30 cm lang, 4-5 cm breit und bieten so wesentlich mehr Auflagefläche, um solche Ecken zu vermeiden.
An die richtige Fräshöhe tastet man sich immer schrittweise heran. Die "3mm-Regel" ist ein guter Ansatz. Meine Fräse kann 12 mm Schäfte aufnehmen, aber ich würde trotzdem nie eine Nut mit dem vollen Hub (bei mir 50mm) ausreizen wollen.
Ich weiss nicht warum, aber ich hänge irgendwie an meiner Gesundheit und meinem Leben...

 

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