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Drainage erstellen

28.08.2013, 14:31
Geändert von maria198704 (28.08.2013 um 14:52 Uhr)
Hallo,

wir haben ein altes Haus gekauft, Baujahr 49 - laut Verkäufer wäre noch nie Wasser im Keller gewesen.
Da es ja heuer im Frühjar mal länger regnete hatten wir aber prompt Wasser im Keller :-( -

Um erneutes Wassereindringen vermeiden wollen wir eine Drainage bauen, unser Budget ist aber begrenzt.

Unser Haus steht an einem Hang. Als es so stark regnete beobachtete ich schon mehrere Tage bevor das Wasser in den Keller kam, dass das Wasser, welches vom Hang herunterläuft, an der Nordseite unseres Hauses gestaut wurde, nur langsam im Boden versickerte und eine matschige Lake entstand. Auch die Hausmauer genau an diesem Bereich an dem sich das Wasser staute wurde Wochen im Haus drinnen etwas gelblich und riecht seitdem auch seltsam, ich gehe davon aus, dass die Wand etwas von dem Stauwasser aufgesaugt hatte. Es besteht also dringend Handlungsbedarf.

Wenn wir jetzt die Nordseite unseres Hauses aufgraben kommen wir aber nicht direkt zur Kellermauer, da unser Haus nur 1/2 Unterkelltert ist und der Keller sich auf der Südseite des Hauses befindet.

Wenn wir jetzt trotzdem an der Nordseite des Hauses aufgraben und ein Drainagenrohr + Kies verlegen, wie tief müssten wir graben? Wirklich bis zum Kellerniveu oder würden 50-100 cm unter der Nordwand des Hauses ausreichen?
 
Drainage, Keller Drainage, Keller
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9 Antworten
Radio Eriwan antwortet: "Im Prinzip ja..."

 

Hallo Maria, herlich willkommen im Forum.

Leider ist deine eigentliche Frage nicht sichtbar.
Ich hatte gestern beim erstellen meiner ersten eigenen Frage auch zuerstprobleme... du kannst weiter unten anfangen deinen Text zuschreiben, das erste Feld soll nur als Überschrift dienen.

 

Geändert von Hjargo (28.08.2013 um 14:51 Uhr)
Nur zum Verständniss:

Ich stelle mir vor das der Keller nur halb so breit ist wie das Haus.
An der Nordseite ist die Aussenwand quasi mittig unter dem Haus und da kommt wasser rein?

Für mich gibt es da 2 Fragen die zu klären wären.

1. Läuft das wasser wirklich durch die Kellerwand oder Zieht es durch eine andere Wand in den Keller hinein. Wenn ersteres ist das Problem etwas grösser.

2. Wie sieht es unter dem nicht unterkellerten Teil aus.
Wenn sich da hohlräume durch absacken gebildet haben, dient das als Wasserspeicher.

Wir hatten mal so ein Problem unter einer Terrasse. Sie war mit Bauschutt befüllt, Regenwasser lief in den Bauschutt und dann in den Keller. Der grund war in dem fall ein Riss zwischen Bodenplatte der Terrasse und einer halbhohen begrenzungsmauer. Nach dem auszemerntieren hatte sich das Problem erledigt.

In deinem Fall würde ich folgendes überlegen:
Es gibt Firmen, die Waagerecht unter den Häusern durchohren können. evtl können die dort einen Kanal bohren, in die man eine Drainageleitung einziehen kann..

Ansonsten hilft es nur (nach altem Bundeswehrmotto) Klappspaten frei und buddeln
So Tief wie möglich.

vielleicht kannst du dir aber mit einem Trick Provisorisch helfen:

Besorg dir Plane und leg sie da aus, wo du das Wasser hast versickern sehen. Sorg da für, das das Wasser gut am Haus vorbei ablaufen kann. (irgednwas aus einem Alten schlauch oder rohr basteln.

Wenn das reicht (beim nächsten Regen beobachten), kannst du folgendes als erste Hilfe betrachten:

An der Hauswand entlang einen Bodenabfluss kanal z.b. http://www.hornbach.de/shop/Rinne-Re...vl=artikel_img

dann musst du zwischen Hauswand und diesem Drainagekanal und noch ein stück weg dafür sorgen das der Boden Wasserdicht wird.

Das Funktioniert aber nur, wenn das Wasser aus dem Hang NICHT gegen Die Kellerwand drückt und dann einläuft.

Grundsätlich würde ich an eurer Stelle auf jeden Fall eine echte Dranage legen...
alles andere ist nur vorübergehendes Flickwerk.

Zumal die Folgeschäden im laufe der Zeit eher grösser werden.

Und immer nur flicken kost das gleiche, wie einmal richtig....

 

Geändert von Cherubias (28.08.2013 um 15:14 Uhr)
ALso ich hab das jetzt auch mal so wie Cherubias verstanden. Eigentlich sollte das Wasser in dem nicht unterkellerten Bereich ja nach unten weg und nicht waagerecht an die Kellerwand???
Ich glaube bei diesem Problem sollte ein Profi ran. Ihr könnt ja gar nicht bis an die betroffene Wand graben. Ich warne auch davor an der Nordseite oder am Rand unmittelbar am Haus zu graben, da ihr sonst Gefahr läuft die Fundamente freizulegen.

 

Das Oberflächenwasser ist schon mal ein Anfang, aber für eine vernünftige Lösung wirst du um den höheren Aufwand nicht herum kommen.

 

das hört sich nach sehr viel aufwand an... schriftlich hat man so etwas ja leider meistens nicht vom verkäufer das das nicht passieren soll...falls doch irgendwie solltet ihr euch überlegen einen gutachter kommen zu lassen und evtl den verkäufer in anspruch zu nehmen?
gerade bei einem "hang-bau" würde ich aber davon ausgehen das gerade die "berg-seite" speziell abgedichtet wurde...allerdings ist euer haus schon etwas älter (wie meins, das ist nicht böse gemeint). wenn es momentan nicht anders geht würde ich es wahrscheinlich mit einer einfachen drainage an der bergseite probieren in der hoffnung das es durch unglückliche umstände evtl wirklich nur stauwasser an der hauswand/fundamentbereich war.
wir haben übrigens viel über unser haus vom nachbarn erfahren...der war im gleichen alten wie der verstorbene vorbesitzer und hat einiges mit dem am haus gemacht

 

Ich hab mal eben nachgesehen:

Das System für die Nachträgliche Drainage erstellung durch bohrung nennt sich
Horizonztale Verlaufsbohrtechnik, abgekürzt mit HDD. (vermutlich sächsisch für Horizondal drill dechnik) google mal nach "HDD Drainage".

 

Ja, ihr habt es richtig verstanden.

Und das Wasser kam wirklich durch die Kellerwand an der Nordseite rein. Man konnte dabei zusehen, wie das Wasser in den Kellerraum läuft/tröpfelt. Der alte Betonkeller ist sehr grobporig, scheinbar sind ein paar löcher drinnen. Es begann erst an einem Loch ganz unten am Boden und später kam das Wasser bissl weiter oben an der ersten Kellerstufe.
Gott sei dank hörte es am nächsten Tag zu regnen auf :-) Zuvor regnete es ja schon tagelang, so eine Extremsituation gibt es ja nicht häufig, daher werden wir uns das quer unterm Haus durchbohren sparen und erstmal die preiswertere Version machen.

Wir haben momenten einen kleinen graben gebuddelt von dem aus das Stauwasser etwas ablaufen kann.

Wir wollen aber natürlich vorsorglich eine Drainage an der Hauswand entlang Bauen, wie tief soll ma da ca graben?

 

Wenn das Haus VOLL Unterkellert wäre, soll man die Drainagerohre UNTERHALB der Bodenplatte Verlegen.

Dazu wird ein Graben entlang des Fundametes gegraben, ca 1 meter Tiefer, mit speziellem Drainagekies ausgefüllt und darin das Rohr verlegt. wichtig ist das Gefälle von 10 -15 %

Auch Revisionsschächete (zum spülen) an den ecken sind wichtig. Dann muss das ganze seitlich am Haus abgeleitet werden.

Eine genauere Anleitung gibt es z.B. auf den Seiten von Hornbach.

Dennoch würde ich die sache mit der Drainagebohrung als weitere Option im Kopf halten.

Und zusätzlich zur drainage eine Oberflächenentwässerung. Das entlastet die Drainage.

 

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