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Douglasie als Holz für Terrasse empfehlenswert?

18.03.2012, 20:23
Hallo zusammen,


ich habe vor in diesem Frühjahr in unserem kleinen Garten (bisher nur Rasen, der nicht mehr wirklich schön ist) eine Holz-Terrasse anzulegen. Zur Zeit stellt sich die Frage, welches Holz ich verwenden soll?! Wir müssen ein bisschen auf's Budget achten und darum fallen die sehr teuren Holz-Arten wie z.B. Bankirai leider raus.


Zur Zeit gibt sehr günstig Douglasie und ich konnte bisher noch keine großen Nachteile entdecken (außer natürlich, dass wesentlich teurere Holzarten nicht so schnell verblassen und länger halten), deshalb meine Frage: Ist Douglasie empfehlenswert für eine Holz-Terrasse. Worauf sollte man beim Kauf achten?


Hier noch ein paar Eckdaten: ca. 30m² und kleine Kinder im Haus


Vielen Dank schon einmal für Eure Tipps


Gruß
Daniel
 
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19 Antworten
Ich würde dir Lärche oder Douglasie empfehlen die können schon mal Wetter ab und sind auch recht günstig der lfm liegt da so bei 3,50-4,00 Euro. Mir persönlich gefällt Lärche sehr gut. Bankirai gefällt mir gar nicht, das Holz finde sieht so künstlich aus.

 

Munze1  
Ja da stimme ich zu, es geht Lärche, wie auch Douglasie.
Geschmacksache.
Bei der von mir verwendeten Lärche war am Anfang öfters Harzausfluss festzustellen, legt sich nach einem warmen Sommer.

 

Zitat von Munze1
Bei der von mir verwendeten Lärche war am Anfang öfters Harzausfluss festzustellen, legt sich nach einem warmen Sommer.
...das kann Dir bei fast jedem Holz passieren...

Vom Ökologischen Gesichtspunkt her empfehle ich Lärche, da hier die Wege (normalerweise) kürzer sind als bei Douglasie, FSC sollten beide sein... die Lärche ist halt in den meisten Teilen unseres Landes heimisch...

Von der Haltbarkeit werden sich die Beiden nichts nehmen...

mfg Dieter

 

ja ich finde Lärche optisch auch am schönsten

 

Da Du keine Steinplatten-Terrasse hast, wird für Deine Holzterrasse erst mal ein Unterbau notwendig sein ( 30 m2 ist ein Riesen Teil )....spreche dieses Thema an,
weil bei der Größen-Bestimmung eventuell die Standard-Längen der Bretter
( Dielen ) mit berücksichtigt werden sollten !
bei der Holzsorte, ob Douglasie od. Lärche...(ist auch eine Money-Frage ), sollte aber
bei einem Balken-Unterbau nicht an der Dicke gespart werden !
Gruss von Hazett
Nachtrag....beim Unterbau das Tragegestell vor Bodenkontakt schützen !

 

Hallo zusammen,


danke erstmal für die Tipps!


Ich habe folgendes vor:


Nachdem der Rasen abgetragen ist und ich eine Ebene Fläche mit etwas Gefälle weg vom Haus habe wollte ich das ganze mit einem Vlies auslegen und dann die Unterkonstruktion aus stabilen Querbalken auf Steine legen. Darauf sollen dann die eigentlichen Dielen befestigt werden. Das ganze passt ganz gut mit 3m langen Dielen, da wir eine Länge von 5,50m haben, die mit Holz werden soll. Am Haus soll bei den Kellerschächten ein Teil mit Randkanten abgetrennt und an der hinteren Seite auch (dahinter sind Regale für Kaminholz). 


Gruß
Daniel

 

wen Douglasien richtig verlegt werden (kein andauender bodenkontagt und gute belüftung) halten diese ca 15 jahre.

 

Willst Du die Steine direkt auf die nackte Erde legen? Das würde ich nicht machen. Besser noch etwas ausschachten. Mineralgemisch rein, verdichten, mit Pflastersand abziehen, Platten drauf. Zwischen Unterkonstruktion und Platten noch Bautenschutzmatte legen. Damit es nicht knarrt und die Kanthölzer nicht direkt auf den nassen Platten liegen.

Wäre doch schade, wenn die Dielen noch einwandfrei sind, aber die UK das zeitliche segnet.

Gutes Gelingen

 

An unserem früheren Wohnsitz hatten wir eine 36qm grosse Terrasse aus Lärchenholz, doe nach 20 Jahren (ohne Behandlung) in Ehren ergraut ist. Das ist nicht jedermanns Sache, aber uns hat es gefallen. Wir hatten kleine Kinder und wollten daher auf jeglichen Holzschutz verzichten. Bis auf drei oder vier Stellen, wo Blumenkübel standen, gab es keine sichtbaren Schäden (Verfaulung, Pilz ...).

Zusätzlich zum Geschriebenen (Unterkonstruktion etc.) haben wir die Bretter von unten verschraubt; es war zwar eine ordentliche Schinderei, die 3x6m großen Einzelteile rumzudrehen und an die richtige Stelle zu buxieren (ich hatte das Gewicht sträflich unterschätzt), aber der Aufwand hat sich gelohnt.

Wir haben Torx-Edelstahlschrauben verwendet, Edelstahl wäre vielleicht garnicht notwendig gewesen, aber Torxbits sind deutlich schneller und sicherer zu verarbeiten als Kreuzschlitz.

 

Hallo Heinz,


wie habt Ihr es mit dem Boden gemacht?


@Hobbyholzwerker: Mir hatte man jetzt mehrfach gesagt, dass ich eben bei der Holzterrasse nicht diese Kiesschicht einziehen muss.


Meint Ihr Boden -> Unkrautvlies -> Steine (6cm) -> Bautenschutzmatte  -> Unterkonstruktion ist nicht ausreichend?


Gruß
Daniel

 

Du hast geschrieben, dass da momentan Rasen ist. Also vermute ich relativen weichen Boden. Da hätte ich bedenken, dass die Steine sich durch die die Last der Terrasse ungleichmäßig in den Boden drücken und die Terrasse mit der Zeit uneben wird bzw. sich absenkt.

 

Zitat von daniel_ka
Hallo Heinz,


wie habt Ihr es mit dem Boden gemacht?
Das ist mit Deiner Situation nicht zu vergleichen.

Wir hatten das Glück, dass da vorher schon eine Terrasse aus Betonsteinen war. Diese war etwa 30cm tiefer als die Verandatür. So konnten wir uns durch Kreuz- und Querlatten ;-) auf das Niveau der Verandatür hocharbeiten, um einen ebenerdigen Zugang zu erhalten.

Aber vielleicht hilft ja das: Ein Bekannter hatte vermutlich eine ähnliche Ausgangssituation wie Du. Er hat sich mit Abwasserrohr als Form dutzende von schätzungsweise 1 m langen Betonröhren mit einer Gewindestange an einer Seite gemacht und die mit einem Pfahlbohrer in einem Raster von schätzungsweise 60x60cm im Boden versenkt, so daß noch 10 bis 20 cm rausguckten (die Wiese war nicht gerade).

Darauf kam dann ein Skelett, das mit den Gewindestangen verschraubt wurde usw. Das sah aus als würde die Terasse über dem Rasen schweben und der Niveauausgleich ist auch elegant gelöst.

Das Ganze hält nun auch schon mindestens 20 Jahre und Im Falle eines Falles läst sich das "Fundament" relativ leicht entfernen.

PS
In der Vorschau funktioniert der Zeilenumbruch nicht. Ich hoffe, man kann alles vernünftig lesen.

 

Hallo Daniel...

Du kannst Douglasia für die terrasse verwenden. Ich habe auch eine verlegt. Das sind jetzt 5 Jahre her. Es gibt damit keinerlei Probleme. Außerdem habe ich sie imprägniert, Das hält dann ewig. Und ist wesentlich billiger als Bankirai.
LG.. Dieter

 

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Tipps!

Gruß
Daniel

 

Ein Bekannter von uns hat auch Douglasie. Ist bisher sehr zufrieden. Von der Haltbarkeit mit Lärche wohl gleich zu setzen. Douglasie gibt es auch aus heimischer Produktion. Bei Lärche wird oft die sibirische angeboten. Da ist die Öko-Bilanz natürlich schlechter.
Bankirai als Tropenholz käme bei mir nicht in Frage. Es hat aber den Vorteil, dass es ein Hartholz ist und viel weniger splittert als Douglasie oder Lärche. Ich habe mir auf der Lärche Terasse meiner Eltern schon einige Splitter eingezogen. Hier spielt natürlich die Verlegerichtung und die Richtung in der man meißtens geht eine Rolle.
Bei günstigen Holz würde ich auf die Dicke schauen. Ich hab teilweise Terassendielen mit nur 2cm Dicke gesehen. Hier würde ich eher was dickeres verwenden weil es einfach länger hält.

 

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