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Diverse Fragen zum Thema Tischkreissäge

05.05.2014, 22:58
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und hoffe, ich verwende für meine Anfrage die richtige Rubrik.

Ich habe eine ältere Tischkreissäge (Marke: Alko Kober Holzmeister H). Den Hersteller gibt es wohl noch, hat aber wohl keine Kreissägen mehr im Sortiment. Das vorhandene Sägeblatt ist derzeit ziemlich stumpf und muss entweder geschärft oder durch ein neues ersetzt werden?

Welche Kosten muss man für das Schärfen eines Sägeblattes ansetzen?
Worauf ist beim Kauf eines neuen Sägeblattes achten (es sollen feinere Sägearbeiten durchgeführt werden, z.B. Zuschneiden von Brettern für ein Regal)? Sind die Sägeblätter nur für bestimmte Hersteller ausgelegt oder grundsätzlich an allen TKS-Typen montierbar?

Ich suche auch nach einer Möglichkeit, den vorhandenen Längsanschlag zu verbessern. Der vorhandene Anschlag ist aus Metall und sehr stabil, allerdings nicht lang genug. Kann man so etwas auch preisgünstig selber bauen, z.B aus einer Alu-Richtlatte?

Es gibt TKS, an denen man Federklemmen befestigen kann, damit das Holzstück während des Sägens an Anschlag gedrückt wird. Auch hierfür würde ich gerne eine Befestigung, z.B. eine Führungsschiene, selber konstruieren.

Danke für alle Hinweise.

Viele Grüße

Kaminello
 
Sägeblätter, Schärfen, Tischkreissäge Sägeblätter, Schärfen, Tischkreissäge
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14 Antworten
Woody  
Zunächst einmal herzlich Willkommen bei uns

Zu deinen Fragen:

Sägeblätter für TKS sind nicht Typgebunden. Du kannst eigentlich von jedem Hersteller kaufen. Beachten musst du nur die Größe und den Lochdurchmesser. Es gibt aber irre Preisunterschiede, wobei man nicht unbedingt im untersten Preissegment kaufen sollte. Die Standdauer dieser Sägeblätter ist gelinge gesagt - lächerlich.

Klar kann man die Sägeblätter auch schärfen. Entweder selbst oder man bringt sie zum Schärfdienst. Da müßtest dich in deiner Gegend umsehen, wer sowas anbietet. Manche Baumärkte haben diesen Service auch schon. Die Kosten? Keine Ahnung, billiger als ein neues Blatt auf jeden Fall. Oder du schaffst dir eine eigene Schärfstation für Sägeblätter an (ich habe eine um 70,--), da amortisiert sich das Gerät bereits nach 1x Schleifen.

Anschläge können durchaus selbst hergestellt werden. Sieh dich mal Projektebereich (Stichwort eher Richtung Werkstatthelfer) hier um, da gibt es etlich sehr gute Vorschläge. Eine Verlängerung des Anschlages ist mit Hilfe von Siebdruckplattenkonstruktion ohne weiteres machbar.

 

debabba  
Woody hat dir eigentlich schon alles wissenswerte gesagt!

Stichwort Parallelanschlag, da würde ich deinen bereits vorhandenen Metallanschlag mittels einer Verlängerung aus Holz pimpen. Da ich nicht weiß wie der vorhandene Anschlag ausgeführt ist, kann ich dir dies nicht näher beschreiben.

 

Das Sägeblatt zu schärfen lohnt nur in den wenigsten Fällen.
Beim Kauf eines neuen Blattes must du folgende Masse berücksichtigen:
Durchmesser des Blattes
Durchmsser der Bohrung
Dicke des Blattes
Dicke der Zähne
Die Dicken werden durchaus im Bereich von zehntel Millimetern gemessen und die Zähne dürfen nicht dicker sein als der dahinter liegende Spaltkeil.

Man kann für Anschläge eine Verlängerung bauen, das ist aber nicht in jedem Fall sinnvoll.

Wenn du einen Tisch aus Eisen hast, kannst du die Federklemmen mit Magneten befestigen, sonst halt in der Führungsschine links vom Blatt.

 

Woody  
Stimmt Fernton, die Sägeblattstärke hab ich vergessen - Schande über mich.

Wegen schärfen bin ich anderer Ansicht. Bei einem Preis von mind. über 50,--/Stück für ein neues Blatt rechnet sich das Schärfen auf jeden Fall. Ich glaube, mein Schärfdienst (der schärft auch die Ketten der Motorsägen) verlangt pro Blatt um die 25,-- . Genau weiß ich es aber nicht, weil ich schon sehr lange nicht mehr dort war.

 

Zum Parallelanschlag kann ich Dir diesen Link empfehlen. Allerdings ist eine Verlängerung des Parallelanschlags (z.B. Plattenware sägen) nicht immer sinnvoll. Zu den Sägeblättern selbst gibt es noch zu sagen, dass es für fast jeden Einsatz spezielle Blätter gibt. Natürlich gibt es auch sog. Universalsägeblätter. Hier kann man sich bei vielen Herstellern im Netz kundig machen.

 

Geändert von Holzpaul (06.05.2014 um 12:38 Uhr)
Zitat von Fernton
Dicke des Blattes
Dicke der Zähne
Die Dicken werden durchaus im Bereich von zehntel Millimetern gemessen und die Zähne dürfen nicht dicker sein als der dahinter liegende Spaltkeil.
Wenn die Zähne dünner sind wie der Spaltkeil wird ein Schnitt unmöglich, das Werkstück bleibt am Keil hängen.
Ich nehme an du meinst, das das Stammblatt nicht dicker wie der Keil sein darf.
Die Zähne aber dicker wie der Keil.

 

Zitat von HansJoachim
Wenn die Zähne dünner sind wie der Spaltkeil wird ein Schnitt unmöglich, das Werkstück bleibt am Keil hängen.
Ich nehme an du meinst, das das Stammblatt nicht dicker wie der Keil sein darf.
Die Zähne aber dicker wie der Keil.
Ich nehme an: Er meinte nicht dünner als der Spaltkeil.

 

wenn links der verstellbare Anschlag ist, sollte der Spaltkeil mit der zugewandten Sägeblattseite in einer Flucht sein, ....das Sägeblatt muss immer einige Zehntel-mm
dicker sein als der Sp.Keil !
Also könntest Du auch im Billigbaumarkt ein Widia- bestücktes Sägeblatt kaufen, wenn der Wellen... und Aussendurchm / Dicke passt !....bei der Alkosäge war auch kein Profiblatt drauf ! Schärfen nur, wenn Du zufällig so ein Gerät hast !
Immer bedenken, zum Vorschub an der Säge immer ein Holzstück oder ähnl.benutzen....
bei einem Niederhalter bist da nur am FUMMELN ! ( mit den Händen )
wichtiger als Ohrenschutz ist eine Schutzbrille ...da fliegt nicht sellten was davon... und
sehr laut sind die TKS meistens nicht.....
Gruss........

 

Zitat von Holzpaul
Zitat von HansJoachim
Ich nehme an du meinst, das das Stammblatt nicht dicker wie der Keil sein darf.
Die Zähne aber dicker wie der Keil.
Ich nehme an: Er meinte nicht dünner als der Spaltkeil.
Ich meine:
Sind die Zähne schmaler als der Keil, bleibt das Werkstück am Keil hängen. Sind die Zähne breiter als der Keil, kann der Keil das Werkstück nicht davor schützen von den Zähne erfasst und nach vorne geschleudert zu werden (kickback).
Deshalb muss das Blatt zum Keil passen. Die meisten Hersteller haben in der Anleitung Vorgaben was die Definition von "passen" ist.

 

Von mir als Laie noch eine kleine Info (die mir recht wichtig war):

Je mehr Zähne das Blatt hat, desto feiner der Schnitt - ob du jetzt ein 80er brauchst, musst du entscheiden - aber für deine geplanten Schnitte sollten es mehr als 24 sein

 

Zitat von Fernton
Ich meine:
Sind die Zähne schmaler als der Keil, bleibt das Werkstück am Keil hängen. Sind die Zähne breiter als der Keil, kann der Keil das Werkstück nicht davor schützen von den Zähne erfasst und nach vorne geschleudert zu werden (kickback).
Deshalb muss das Blatt zum Keil passen. Die meisten Hersteller haben in der Anleitung Vorgaben was die Definition von "passen" ist.
Hier mal ein Zitat aus der BA der PTS 10.
Besonders das Kürzel bezüglich der Zähne ist interessant.
Mindestens xx, darf aber auch mehr sein.

"Sägeblattdurchmesser mm 254
Stammblattdicke mm 1,8
min. Zahndicke/-schränkung mm 2,5
Bohrungsdurchmesser mm 30"

Auch eine andere Stelle in der BA sagt was aus.
"Beachten Sie die Abmessun-
gen des Sägeblatts. Der Loch-
durchmesser muss ohne Spiel
zur Werkzeugspindel passen.
Verwenden Sie keine Redu-
zierstücke oder Adapter.
Achten Sie beim Wechsel des
Sägeblatts darauf, dass die
Schnittbreite nicht kleiner
und die Stammblattdicke
nicht größer ist als die Dicke
des Spaltkeils."

 

Geändert von HansJoachim (06.05.2014 um 20:46 Uhr)
...man muss auch aufpassen, für welche Drehzahl das Sägeblatt zugelassen ist !!!

 

Hast du denn schon mal beim AL-KO Ersatzteilservice angefragt? Selbst wenn sie die Maschinen nicht mehr vertreiben können sie vielleicht die Spezifikation für dich herausfinden. Dann kannst du mit den Daten ganz normal einkaufen gehen.

 

Noch ne Kleinigkeit. Kauf kein Blatt für Kappsägen, auch wenn das vielleicht genau passen würde. Die haben andere Sägezahngeometrie ...

 

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