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Dielenboden auf dem Boden kleben wie Parkett

02.07.2012, 22:08
Hallo,

es gibt doch diesen tollen Kleber für Parkett, welcher auch die Schwingungen des Holzes aufnehmen kann.
Ist auch möglich damit Massivholzdielen am Boden zu verkleben?

Wenn ja, muss da eine Dampfsperre drunter?

Und wie verhält es sich wenn das Holz doch schwindet?

VG
Daniel
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17 Antworten
MicGro  
Kann mir nich vorstellen das der Kleber für ganze Dielen geeignet ist, denke das durch die Länge der Dielen zuviel Spannung entsteht.

 

Ich habe es schon einmal bei einem auf der Homepage gesehen. Den Kleber habe ich auch gefunden, der MA der Firma versicherte mir, dass man damit auch Dielen verkleben kann.

Ich dachte vielleicht gibt es hier jemand der das schon ausprobiert hat.

 

Munze1  
Kannst du sie nicht schwimmend verlegen?
Ich wäre mir auch nicht sicher, ganze Dielen damit zu verkleben, denn dort ist einfach mehr Holzmasse in Bewegung.
Bei Stabparkett hält sich das Ganze in Grenzen und auch selbst dort bekommst du über längere Zeit Dehnungsfugen.

 

Aber wie sollen die dann halten, bei einer schwimmenden Verlegung?

Normal werden Vollholzdielen auf Lagerhölzer geschraubt oder genagelt.

Mir ist aber der Aufbau zu hoch, daher direkt auf den Boden, um Höhe zu sparen.

 

rogsch  
Trotzdem verschrauben.......

 

Abgesehen von der bauphysikalischen Problematik bedeutet Kleber = Schadstoffemission (egal, wieviele blaue Engel auf der Dose rumflattern).

Was sollen Sie den halten - ausser sich selbst?
Du musst damit rechnen, dass sich das Ganze bei einer Breite von 400cm um 10-15cm bewegt - je nach Ausgangsfeuchte/Ausgangssituation.
In unserem früheren Haus habe ich Nut und Feder verklebt und schwimend verlegt (300X500) - das hält seit mitlerweile 30 Jahren - nur die Spaltbreite an den Wänden variiert im Jahresverlauf. Allerdings waren das sehr schmale Dielen (80mm Sicht).

Breitere Dielen würde ich verschrauben - linke Seite nach oben, is ja klar.
Schraube darf in Dielendicke kein Gewinde haben.

Ist das eine Testfrage?

 

rogsch  
Zitat von Heinz vom Haff
...Ist das eine Testfrage?
Wohl nur für dich......

 

Zitat von Heinz vom Haff
Abgesehen von der bauphysikalischen Problematik bedeutet Kleber = Schadstoffemission (egal, wieviele blaue Engel auf der Dose rumflattern).

Was sollen Sie den halten - ausser sich selbst?

Ist das eine Testfrage?
Keine Testfrage.... ;-)

Aber so wie geschrieben nur die Nut und Feder verleimt, dass könnte gehen.

Daher stellte ich diese Frage um zu hören bzw. zu lesen wie andere das machen. Und auch von Ideen die man nicht überall liest.

 

Also wir haben unseren alten Dielenboden gegen einen neuen Dielenboden getauscht. Die Massivholzdielen haben wir verschraubt. Ein Verkleben ist laut Verlegeanleitung des Herstellers durchaus möglich - jedoch gehen die hier von einem festen Untergrund (Estrich) aus.

Der Kleber ist speziell für die Dielen ausgelegt und extrem flexibel. Erfahrungswerte dazu kann ich aber nicht bieten. Ich bin mit dem Ergebnis durch Verschrauben sehr zufrieden.

Hier geht's zu meinem Projekt!

Vielleicht hilft dir das ja weiter...

 

Zitat von Akzovital
Aber so wie geschrieben nur die Nut und Feder verleimt, dass könnte gehen.
Ich glaube nicht, dass das hinhaut! In meinem vorigen Posting bezog ich mich auf eine vollflächige Verklebung...

Nur Nut und Feder zu verleimen wird (meine Vermutung - keine Erfahrungswerte) wohl über kurz oder lang zu Rissen und führen.

 

MicGro  
Zitat von Mopsente
Ich glaube nicht, dass das hinhaut! In meinem vorigen Posting bezog ich mich auf eine vollflächige Verklebung...

Nur Nut und Feder zu verleimen wird (meine Vermutung - keine Erfahrungswerte) wohl über kurz oder lang zu Rissen und führen.
Heinz von Haff hat doch weiter oben geschrieben das er es verleimt hat, also sollte es doch gehen.

 

Zitat von MicGro
Heinz von Haff hat doch weiter oben geschrieben das er es verleimt hat, also sollte es doch gehen.
Uups, hab ich überlesen. Trotzdem - besser mal in der Verlegeanleitung des Herstellers nachsehen.

 

Ja, ich habe verleimt - aber nicht vollflächig. sondern Nut und Feder.

Es ist richtig, dass hierbei die Gefahr von Rissen besteht - das hatte mir der Holzhändler auch gesagt. Ich habe daher die Dielen nicht komplett verklebt, sondern nur ein wenig an die Federn gegeben, um das Ganze zu fixieren.

Um noch mehr Spannung rauszunehmen, habe ich die Dielenbretter auf 60cm gekürzt und um 1/3 versetzt verbunden. Das ergibt ausserdem eine schöne Optik.

Die "Konstruktion" hält nun schon 30 Jahre und wurde zwischenzeitlich einmal komplett abgeschliffen.
Es waren allerdings sehr schmale Bretter. Ab einer Sichtbreite von 100mm würde ich auf jeden Fall verschrauben.

So, ich hab´jetzt auf die schnelle mal gezeichnet, wie ich es gemacht habe.
Vom Original habe ich leider nur Dias.

Die Gefahr von Rissen wird durch diese Methode fast ausgeschlossen und der Verschnitt war natürlich wesentlich geringer. Risse entstehen dadurch, dass über die Gesamtlänge des Brettes sehr unterschiedliche Spannungen entstehen können.
Nimmt man kürzere Stücke (ähnlich wie bei einer Küchenarbeitsplatte z.Bsp), besteht die Gefahr (fast) nicht mehr.

Und noch was:
Vollholz und Neubau ist keine gute Idee, weil der Estrich mit Sicherheit noch zu feucht ist- Du hast zum Bauzustand nix gesagt - sicher ist sicher.
;-)
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Geändert von Heinz vom Haff (03.07.2012 um 23:15 Uhr)
Neubau ist es nicht.
Ich könnte höchstens den Altboden rausstemmen. Sind so Steinplatten und Zementkleber daraunter. Dann hätte ich 5cm.
Aber ist auch nicht gerade wenig Arbeit....

 

Ich denke, niemand wird Dir fairerweise sein Lösung als ultimativ verkaufen, weil die baulichen Verhältnisse und die individuellen Ansprüche an Wohnkomfort und Optik unterschiedlich sind.
Bei mir hat es - wie beschrieben - gut funktioniert.

Im Altbau mit Steinplatten wird es kein Feuchteproblem geben (viele Häuslebauer haben einfach nicht die Geduld, den Estrich 6 Monate trocknen zu lassen und dann gibt es ein Problem).

 

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