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Die Lehrzeit... wie habt ihr sie erlebt und was würdet ihr heute anderst machen ???

14.04.2013, 16:17
Die Lehrzeit...

war das eine klasse Zeit ?... oder habt ihr euch ausgenommen gefühlt ?... war der Lehrmeister kompetent oder seid ihr ins kalte Wasser geschmissen worden ?

Bereits in der 8ten Klasse wusste ich, dass mich Elektrik interessiert und ich gerne Elektriker werden würde... ( heute heist das Energieanlagen-Elektroniker... wow... wie geschwollen...)

Den Lehrvertrag zu unterschreiben war ein Affäre von 10 Minuten... Der Lehrbetrieb war sehr überschaubar... : Der Meister, ein Kollege im 3ten, zwei Kollegen im 2ten und ich im ersten Lehrjahr...

Den Kollegen im 3ten LJ hat der Meister noch vor der Gesellenprüfung geschmissen, weil der hatte nur Sche... gebaut; somit waren wir noch 3 AZUBIS.

Bereits im ersten Jahr hatte der Meister den Kollegen im 2ten gesagt : "...auf der Baustelle hat der Bruno das sagen ! " Wow... dachte ich... aber die anderen haben es geschluckt...

Nun muss man dazu sagen, dass ich schon sehr früh schwarz von blau und gelb-grün unterscheiden konnte und mir die Schaltungspraxis in eiiner zu installierenden Wohnung / Neubau recht simpel vorkam... Ist ja auch einfach... ist wie Wasser... " an oder aus..." ( In einem späteren Leben hatte ich mich dann auf Maschinen-Steuerungen spezialisiert...)

Werkzeug-Ausstattung und der erste Arbeitstag :

Bewaffnet mit Hammer und Meisel, einem Gips-Becher und kleiner Kelle ging es auf den Bau...
Ich hatte keine Ahnung was ich tun sollte... zumindest die ersten 2 Stunden... Der Meister hatte uns nur hingefahren und ward ab da nicht mehr gesehen... gegen 17:00 Uhr hatte er uns dann wieder abgeholt...

Will also sagen : von meinem Lehrmeister hab ich GAR-NIX gelernt ! Alles , was mir zum Abschluss mit Prädikat und Auszeichnung nach Lehrjahrsverkürzung vor der Handwerkskammer im Gesellenbrief bescheinigt wurde, hab ich selbst erarbeitet und angelernt...
So kann das aber nicht der Alltag sein !!!


Wie geht Ihr denn mit eueren Lehrlingen um bzw. was habt ihr für Erfahrungen gemacht ???


(PS: ich geh heute noch gerne an den Häusern in meinem unmittelbaren Wohn-Umfeld vorbei und denke mir... : " Hallo Steckdosen, hallo Schalter, hallo Sicherungskasten... ich kenn euch noch alle..."...)

wir sind alle 35 Jahre älter geworden...
 
Ausbildung, Lehrjahre Ausbildung, Lehrjahre
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11 Antworten
"Lehrjahre sind keine Herrenjahre" dieser Spruch ist nicht mehr Zeitgemäß, sagte unser damaliger Lehrlingswart der Innung zu unserer Einschreibung in die Lehrlingsrolle.

Er lag falsch Auch wenn es damals ca. vor 14 Jahren nicht mehr so schlimmer wie vor 35 Jahren war, dennoch war man "Mädchen für alles", was aber auch nicht schlimm und mit zur Ausbildung gehört.

Meine Lehrfirma war auch recht klein, zwei Chefs, zwei Gesellen und zwei Lehrlinge wobei der andere schon im 3ten war und ich als "Neuling".

Da ich mich damals aber schon sehr für die Materie und Technik interessiert habe, kam ich schnell von den typischen Lehrlingsarbeiten Stemmen und Schlitzen in den Kundendienst, wo ich mich dann später auch in der Lehrzeit früh selbst verwirklichen durfte

Es war schon eine schöne Zeit und die Lehr-Gesellen haben mir ordentlich viel beigebracht.

Heute bilde ich selber Lehrlinge aus und finde, das der Enthusiasmus der Lehrlinge nicht mehr so ist, wie es damals noch zu meiner Zeit war. Obwohl das ja noch gar nicht so lange her ist

Aber, es wird auch immer schwerer, gute Lehrlinge zu bekommen bzw. für die Arbeit eines Handwerkers zu motivieren. Dabei macht das Ganze doch so viel Spaß und so abwechslungsreich.

 

Nun... meine Lehrzeit zum Feingeräteelektroniker ist für mich unvergesslich.

Ich habe bei Siemens gelernt und da war die Lehrzeit zum einen sehr lukrativ was die Ausbildung anbetrifft...
zum anderen konnten wir viel Quatsch machen und so manches "Abenteuer" würde in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sein..

Unsere Ausbildungsmeister waren dazumal noch nicht einem Leistungserfolg und einer guten Abschlussqoute - wie es heute ist - unterlegen. Vielleicht hat gerade deswegen eine Prüfung mit Abschluss und Erfolg dazumal noch mehr Wert gehabt als heute, in einer mittlerweilen leistungsorientierten Zeit, die es nicht mehr möglich machen darf, dass so gut wie alle eine Prüfung bestehen können.

Schade... dass es sich so verändert hat...

 

Hallo,
ich denke heute noch sehr gerne an meine Lehrzeit zurück, sie begann am 01.09.1964 und endete im August 1967
Drei Jahre, Abschluss der mittleren Reife war Voraussetzung, dauerte planmäßig die Ausbildung zum
Rundfunk – und Fernsehtechniker.
In der privaten Werkstatt einer beschaulichen Kleinstadt.
Der Chef war Meister und sogar Elektroingenieur, er nutzte die arbeitslose Zeit in den dreißiger Jahren und studierte noch Elektrotechnik, das verlieh ihm beste Ausbilderqualitäten.
Seine quirlige und immer neugierige Frau bediente im Laden.
In jedem Lehrjahr zweimal im Jahr 4 Wochen Fachschule kaserniert in einem Internat in Krakow a. See.
Allgemeine Berufschule 1-mal wöchentlich in der Kreisstadt, war nicht so anstrengend.

Im I. Lehrjahr dominierte der Antennenbau für Westantennen, Fehlersuche schon mal an Röhrenradios.
Im einer kleinen mechanischen Werkstatt mit Drehbank Bohr – und Schleifmaschine erwarb man das Rüstzeug zum Lösen mechanischer Arbeiten.
Natürlich auch die Reinigung der Werkstatt und anfänglich auch die Leerung des Plumpsklo, was später durch
ein WC ersetzt wurde.
Später Fernsehgeräte reparieren und um Weihnachten auch mal die elektrischen Eisenbahnen der Stammkunden.
Geräte der Haushalttechnik, wie Föne, Staubsauger oder Küchenmaschinen wurden repariert.
Gerne habe ich auch im Laden die Kunden bedient, was natürlich die Popularität erhöhte.

Im Außendienst damals die Schwarz Weißen Kisten zum Laufen gebracht, war genial wenn die Kunden
zufrieden eine Mark Trinkgeld gaben, manchmal sogar eine oder zwei West Zigaretten.

Im Sommer 1966 zur Fußball WM durfte ich mit Billigung meines Chef, den Außendienstkoffer mit heim nehmen. [England siegte, ist aber bis heute umstritten]
Mein Vater hatte durch die LPG ein Telefon, einige male klingelte es während des Viertel - und einmal auch beim Halbfinale, ob ich nicht helfen könnte, weil die Mattscheibe schwarz war.
Ich flugs mit Koffer auf mein Motorrad und ab zum Bauern, dieser saß völlig unruhig und aufgelöst in der Wohnstube mit mehreren Fußballfreunden beim Bier.
Nach dem der Ball wieder rollte, rollte auch das Trinkgeld.
Mit einem elektronischen Messgerät als Gesellenstück und den anderen Prüfungen habe ich meine Lehre beendet
Diese Zeit hat mir den Weg in mein Berufsleben geebnet und ich denke noch gerne an diese Zeit zurück.
Gruß vom Daniel

P.S. Ich würde nichts anders machen wollen.

 

Geändert von danielduesentrieb (15.04.2013 um 11:07 Uhr)
Woody  
Hast wirklich schön beschrieben Daniel, man merkt, dass es eine schöne Zeit für dich war.

 

Moin,

natürlich gab es höhen und tiefen während der Ausbildung, aber ich denke das muss auch so sein.

In meiner ersten Lehre (zum Maurer), hab ich meinen Chef vielleicht nur 3 mal gesehen. Es war eine größere Firma mit mehreren BauIngenieuren und Polieren einen davon konnte ich nie so wirklich leiden und ich glaube er mich auch nicht aber wenn ich heute so darüber nachdenke ist genau der Polier mir im Kopf geblieben was die Ausbildung betrifft, will damit sagen das man gerade von ihm am meisten gelernt hat. Natürlich hat man sehr viel von den Gesellen mitgenommen und ich muss sagen das ich mich sehr gut mit denen verstanden habe und mich gerne daran zurück erinnere.

In meiner zweiten Lehre (zum Zimmerer), war es eine kleine Firma, ein Chef (Meister), noch einen Meister, einen Gesellen und zwei Azubis.
Meistens waren wir immer alle zusammen auf einer Baustelle, sogar Chef war immer mit aber gerade das war auch das Geile an der Sache, er hat immer mit gerissen und dadurch waren wir alle ein eingeschweisstes Team. Lustig war es natürlich gerade dann wenn er etwas verkehrt gemacht hat, weil man dann gut sehen konnte das kein Meister vom Himmel gefallen ist und man nie auslernt ;-). Ich kann nur sagen das ich neben der Ausbildung noch sehr viel mitgenommen habe und es dazu noch richtig viel spaß gemacht hat.

Zwischen den beiden Ausbildungen habe ich ja noch eine Zeit lang in einer Gas Wasser Heizung Elektro Firma ausgeholfen, zu erst war mein Gedanke auch dieses zu Erlernen aber ich habs dann doch nicht gemacht.
Dort hab ich natürlich auch so einiges mitgenommen aber im grossen und ganzen war es nicht so tolle, es war eine mittelgroße Firma, auch wenn man sich dann später gut mit den Kollegen verstanden hat, so war es denn noch immer nervig jeden Tag mit einem anderen Monteur los zu müssen. Zum anderen hat man immer sehr gut gemerkt das der Chef einem immer im Nacken hing und somit jedes Arbeiten dort mit Streß zusammen hing. Die zeit war leider nicht sehr schön aber irgendwo muss das Geld ja herkommen und wie gesagt ich habe trotzdem gut was aus dem Beruf mitgenommen.

Witziger weise habe ich wenn ich so recht daran zurück denke, mich in den beiden Ausbildungen nicht zwingend als Lehrling gesehen, auch wenn ich öfters mal die Halle fegen durfte. Sondern weil ich das Gefühl hatte bzw. man mir auch das Gefühl gab in den beiden Firmen dazu zu gehören. Ganz im gegensatz zu der Gas Wasser ******* Firma, ich will den Beruf jetzt aber auch nicht schlecht reden, ich finde den Beruf eigentlich recht gut nur die Frima
nicht wo ich war ;-)

So schluss jetzt.................

 

Meine Lehrzeit zum Industriemechaniker bei nem Bremsenhersteller war sehr gut. Unser Zweigwerk hatte 300 Mitarbeiter, das Stammwerk 2000. Wir waren ca. 30 Azubis und 2 Meister.

Es ging proferssionell und organisiert vor sich, auf das Wohl der Lehrlinge wurde geachtet, trotzdem musste natürlich gearbeitet werden. Wenn man in den Produktionsabteilungen war natürlich auch im normalen Takt.

Auch auf die Vermittlung von Fertigkeiten (feilen, bohren, sägen, meißeln usw.), Pneumatik, Maschienarbeit (manuell und CNC), Arbeitsvorbereitung, Berechnungen, Arbeitssicherheit, Werkunterricht wurde viel Wert gelegt.

Vor dem Hintergrund ist es fast schade, dass ich wegen des Abiturs ein Jahr von 3,5 auf 2,5 Jahre verkürzt hatte. Ich war im letzten Jahr in zwei Berufsschulkklassen gleichzeitig. Der Laufplan durch den Betrieb wurde ebenfalls entsprechend angepasst.

Ich habe viel gelernt (fachlich und im Umgang mit Kollegen) und fand meine Ausbildung und die Ausbildungszeit super.

 

Geändert von Flachkoepper (15.04.2013 um 08:11 Uhr)
Ich war in einer Lehrwerkstatt mit jeweils 10 Lehrlingen und einen ausbilder pro Gruppe. Es gab 6 Gruppen, wenn ich mich recht erinnere. Alle drei Monate wurde der Bereich/Thema/Werkstatt gewechselt. Es ging alles sehr strukturiert zu und wurde einen "vorgesetzt". Die Ausbildung war im Dualbetrieb (zwei Wochen Werkstatt, zwei Wochen Schule).
Unter dem Strich denke ich gerne daran zurück, obwohl ich die zwei Wochen Schule erst nervig fand. Insgesamt war es sehr lustig, hat viel spaß gemacht und gelernt wurde auch viel. Sogar die Schule hat mir später, ich mag es kaum zugeben, Freude bereitet.

 

Ich denke sehr gerne an meine Lehre zurück. Ich habe in einem größeren Betrieb eine Ausbildung zum Industrieelektroniker Fachrichtrung Produktionstechnik gemacht.

Wir waren eine kleine Gruppe von 3 Azubis. Immer mal wieder wurde man für einge Wochen in andere Abteiungen gesendet, um auch dort Erfahrungen zu sammeln. So war ich eben auch in der Schlosserei, Elektro-Sondermaschinenbau, Fertigung, Versuch, usw.

Mein Spaß lag im Sondermaschinenbau, sodass ich dort auch nach der Ausbildung gelandet bin. Aber nur für ein Jahr, bis das Studium los ging.

Die Lehrmeister waren recht gut, klar gab es hier und da mal Ärger, dass gehört aber wohl dazu. Als junger Mensch will man ja auch seine Grenzen ausloten.

Von dem her würde ich es jederzeit wieder so machen!

 

Ich hab in einem kleinen Betrieb gelernt,Spezialwerkzeuge waren selten,und nur vorhanden wenn es garnicht anders ging.
Dadurch hab ich viel Improvisation gelernt,hilft mir manchmal heute noch.
Ach ja,hab KFZ-Mechaniker gelernt.
Am deutlichsten wurde es immer bei Überbetrieblichen Ausbildungsblöcken,da waren dann immer die Spezialisten aus den Grossen Autohäusern,die kannten sich mit den damals Hochmodernen Testständen z.B. bestens aus.Meine "Stärke"waren damals Arbeiten wo Probierlampe und Improvisation gefragt waren,Anlasser tauschen kann jeder,aber wieder zum leben erwecken,mit minimalauffwand ist was anderes.
Bei einer Urlaubsfahrt z.B. gaben die Lima-Kohlen meines alten Autos plötzlich auf,hab als Notlösung Kohlestifte aus Monozellen Baterien unter die alten geklemt,hat gehalten bis ich "richtigen"Ersatz hatte.

 

Ich habe "damals" in einem heute nicht mehr existierendem Staatsbetrieb gelernt, das letzte Lehrjahr mit der Bezeichnung Energieanlagenelektroniker. Pro Lehrjahr waren wir mit 15 angehenden Strombeherrschern. Das erst halbe Jahr hatten wir die schlosserische Grundausbildung mit Sägen, Feilen, Schleifen, Schweissen, Fräsen und hastdunichtgesehen.

Alles in allem war es extrem unherausfordernd und wenn ich nicht genug Bastelprojekte und Reparaturaufgaben von mir, Familie mit in die Werkstatt gebracht hätte, wäre ich wahrscheinlich vor Langeweile ins Koma gefallen.

Positiv war, das wir perfekt auf die Prüfungen vorbereitet wurden, sowohl theoretisch als auch praktisch.

Ich war so froh, das mein Lehrherr, als auch die Berufsschule zugestimmt haben, das ich meine Prüfung eine halbes Jahr vorziehen durfte, das ich aus dem Verein rauskam, bevor ich mir selber eine solche Arbeitsweise zu eigen mache.

Aber das alles ist lange her und heute schau ich zurück mit dem milden Auge eines viertel Jahrhunderts, der Betrieb heißt nicht mehr Bundesbahn sondern Deutsche Bahn, der Schlendrian hat dort auch der Wirtschaftlichkeit Platz machen müssen, die Betriebsstätte, in der ich gelernt habe existiert nicht mehr und ich darf heute in einer Firma arbeiten, die u.A. der DB ihre Fahrzeuge liefert Ich ziehe keine Strippen mehr, sitze in einem bequemen Bürostuhl und konstrtuiere, was andere ausbaden müssen.

Also irgendwie schein es ja gut gelaufen zu sein.

 

Geändert von Pfanni (15.04.2013 um 08:47 Uhr)
Hallo Kollegen / innen !

Zuerst mal vielen Dank für die vielfache Resonnanz ... !

Ich darf vielleicht noch etwas im Nachsatz dazu sagen :

Eigentlich und richtig gelernt hab ich dann in meinem " Anschluss-Betrieb " .

Da kam ich zu meinem Freund, welcher in absehbarer Zeit die Fachwerkstatt für Fleischereimaschinen von seinem Vater übernehmen sollte... Der musste erst selbst noch vor der Handwerkskammer den "Meister" machen...

Dort wurden seinerzeit sämtliche Maschinen, welche in einer Metzgerei / Fleischerei standen, gewartet und repariert... sei es vor Ort beim Kunden oder bei schweren Fällen bei uns in der Werkstatt.

Ursprünglich als "Betriebs-Elektriker" eingestellt, musste ich mich sehr schnell in den Maschinenbau einfinden : somit waren Arbeiten an der Drehbank zu erlernen, die Mess-Genauigkeit wurde auf das 100stel geschärft... Mach mal an der Drehbank für eine zu erstellende Messerwelle für einen Cutter einen Lagersitz, der nicht auf das 100stel passt...
Wir haben teilweisse Passungen gemacht, bei welchen bereits der Wärme-Koeffizient ausschlaggebend war... Die Welle in den Kühlschrank und das Lagergehäuse erwärmt... das hat gesessen...

Wenn wir Maschinen hatten, welche weiterverkauft werden sollten, wurde natürlich nicht nur die Mechanik und Elektrik neu gemacht... nein... wir haben auch neu lackiert... ursprünglich mit "Hammerschlag-Lack" in Silber ( kennt das noch jemand ??? ) später haben wir "metallisiert"... da wurde mit Zink-Staub-Farbe lackiert und nach dem Trocknen mit ner Bohrmaschine und Schleifkörper runde Kringel in den Lack geschliffen, anschließend mit Klarlack drüber.

Atemschutz... war damals ein Fremdwort... kannten wir nicht...

Das war anderst als auf dem Neubau Steckdosen eingipsen... Obwohl... Mauerdreck vom Schlitze-fräsen war auch nicht besser...

Das war das Eine... Das Neue... anderstrum durfte ich für Maschinen, welche wir bei einem Neu-Verkauf in Zahlung genommen haben und neu aufgemotzt wieder weiterverkauft haben, die komplette Elektrik neu machen...

Da haben wir zumeist von der alten, anfälligen 3-Stufen-Knebel-Schaltung (Stern-Dreieck-Doppelstern ) umgerüstet auf Schütz-Steuerung. In dem Zusammenhang haben wir auch eine elektronische Messerwellen-Bremse eingebaut. Diese Schaltungen durfte ich planen und bauen.

Will also heißen : Neuland Maschinenbau und Weiterentwicklung der Kenntnisse des Elektrohandwerks... Wohnungsbau war mir eh zu langweilig...

Es war einfach nur eine lehrreiche Zeit... Da hab ich das Meiste mitgenommen !!! Insbesondere das Messen und Genauigkeit... Das ist auch heute das Wichtigste !

Was ich zum eigentlichen Thema wiederholt sagen kann... : Im Lehrbetrieb war alles selbsterlernt, im Folgebetrieb hatte ich durch den alten Meister eine gnadenlose Anleitung * und durch meinen Freund / den Chef in Folge, eine tolle Fortbildung !

*... der hat es sich nicht nehmen lassen, auch mal auf die Ohren zu geben...

 

Geändert von Baschtler (17.04.2013 um 00:38 Uhr)
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