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Der neue PSR 18 LI-2 - Erneute Steigerung zum schon sehr guten Vorgängermodell!

15.08.2011, 22:37
Hallo,

da ich neu hier im Forum bin, aber schon mehr als genug Bosch-Heimwerkergeräte mein Eigen nenne, möchte ich mit der Vorstellung meiner neuesten Errungenschaft beginnen - dem neuen PSR 18 LI-2; auch wenn ich ihn schon fast zwei Monate besitze.

Der Einfachheit halber übernehme ich größtenteils meine Amazon-Rezension, die ich bereits am 30. Juni diesen Jahres verfaßt habe.
Also dann...


Nachdem ich schon seit über einem Jahr den Vorgänger dieses Modells nutzte, dachte ich mir, als ich auf der Bosch-Webseite die Ankündigung des neuen Modells sah: Kleiner, 200 Gramm leichter? Und was bitte schön ist "Bosch PowerControl"?

Nachdem mir ein freundlicher Bosch-Mitarbeiter auf meine Mail-Anfrage schnell das Nötigste erklärt hatte, war ich neugierig geworden und suchte zunächst vergeblich nach einem Händler, der den Schrauber schon anbot - bis ich dann bei *** fündig geworden bin.
Der Anschaffungspreis von knapp unter 100,- € hielt sich zudem in Grenzen, denn dank der "Bosch Power4All" Taktik habe ich schon mehr als genug passende 18V-Akkus durch die bereits in meinem Besitz befindlichen und kompatiblen 18V-Geräte, weswegen ich auch nur das Modell ohne Akku(s) kaufen mußte.

Als ich dann nach knapp einer Woche die Generation 2011 endlich in den Händen halten durfte, war ich mehr als begeistert: die "nur" 200 Gramm Gewichtsersparnis sind durchaus spürbar, der Schrauber ist noch kompakter und wirkt dadurch fast niedlich, aber dies bei der exakt selben Leistung wie das ältere Modell aus 2010. Dies liegt wohl hauptsächlich daran, daß keine mechanische Drehmomentbegrenzung im Bereich des Bohrfutters mehr stattfindet, sondern dies nun elektronisch geregelt wird, ebenso wie der zweite Gang (Drehmoment und Gangwahl nun nur noch über einen einzigen Schieber).
Die Blende um die 3 LEDs, die den jeweils aktuellen Akku-Ladezustand anzeigen, ist nun schwarz anstatt weiß, was eine bessere Ablesbarkeit gewährleistet. Zudem sind die LEDs jetzt rechteckig anstatt rund.

"Bosch PowerControl" ist jetzt die elektronische Drehmoment- und Gangwahl-Funktion. Anstatt wie früher den (meist schwergängigen) roten Schieber oben auf dem Schrauber zum Umschalten zwischen dem 1. und 2. Gang zu betätigen, schiebt man nun den quer angebrachten Schieber einfach ganz nach rechts auf die Bohrstufe (= 2. Gang).
Der 1. Gang beinhaltet gleichzeitig die "Bosch PowerControl"-Funktion: Schraubt man eine Schraube z.B. in Holz bis zum gewünschten Punkt, leuchten in der PowerControl-Anzeige bis zu einer entsprechenden Stelle kleine LEDs auf. Schiebt man nun den Schieber (der zuvor am Ende des 1. Ganges stehen sollte, da ansonsten das Drehmoment zu früh abgeregelt werden könnte) zurück bis zum Endpunkt der leuchtenden LED-Reihe, werden alle folgenden Schrauben automatisch nur bis zu dem Drehmoment der ersten Schraube eingeschraubt - aber ich denke mal, das funktioniert wie früher auch nur dann, wenn das Holz immer die gleiche Härte hat.
Aber das Beste: Beim Erreichen des eingestellten Drehmoments rattert der Schrauber nun nicht mehr, indem er das Bohrfutter entkoppelt, sondern jetzt wird die Stromzufuhr getrennt, sprich, der Schrauber bleibt einfach stehen! Und genau das finde ich persönlich am allerbesten bei der Generation 2011, konnte das ständige Geratter auf Dauer und insbesondere beim Schrauben zu ruhigen Zeiten schon etwas nerven.

Das einzige, was mir bisher negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, daß der Akku ein wenig wackelt, also nicht mehr so preß am Fuß des Schraubers anliegt (habe schon verschiedene Akkus probiert, aber bei allen dasselbe). Diesbezüglich habe ich mich bereits an einen Bosch-Kundendienstmitarbeiter gewandt, aber mehr dazu am Ende meiner Rezension.

Zusammenfassend muß ich sagen, daß es Bosch mit diesem Gerät wieder einmal gelungen ist, etwas zu verbessern, was man eigentlich kaum verbessern konnte.
Und dank eines großen Auktionshauses konnte ich meinen alten PSR 18 LI-2 noch ganz gut veräußern, so daß ich jetzt für lediglich ein wenig "Aufpreis" mit dem neuen Modell weiterschrauben werde.


Und zuletzt noch zum "Problem" mit dem leicht wackelnden Akku.
Dies ist zwar kein echtes Problem, stört aber schon ein wenig und trübt nicht zuletzt den ansonsten erstklassigen Qualitätseindruck. Gerade ich weiß, daß selbst die "grünen" Bosch-Geräte erstklassig verarbeitet sind, hatte ich viele schon im extremen Dauereinsatz, aber dennoch nie ohne Ausfälle. Und wie gesagt, wegen des leicht wackelnden und somit auch leicht klappernden Akkus hatte ich mich per E-Mail an Bosch gewandt, direkt an einen Mitarbeiter, mit dem ich schon öfter Kontakt hatte und der mir dann sogar anbot, mich diesbezüglich anzurufen; was er dann auch tat. Sein Worte waren, daß ihm selbst dieses Problem auch aufgefallen sei und daß er dieses in einer großen Besprechungssrunde ansprechen wolle. Das war Anfang Juli, doch leider habe ich bis heute noch keine Rückmeldung, weswegen ich ihn heute erneut angeschrieben habe.
Vielleicht ist es ja auch kein "Problem", sondern Absicht. Denn ehrlich gesagt ging von meinem alten Schrauber der Akku nur sehr schwer runter, lag quasi absolut fest an - vielleicht zu fest, so daß manche ihn nur mit großen Schwierigkeiten entfernen konnten und Bosch nun absichtlich etwas mehr "Spiel" gegeben hat; aber für meine Meinung leider etwas zuviel Spiel.
Auf jeden Fall werde ich, wenn ich etwas neues zum wackelnden Akku-Problem weiß, dies hier ergänzen.
 
Akku-Bohrschrauber, PSR 18 LI 2, Tipps Akku-Bohrschrauber, PSR 18 LI 2, Tipps
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18 Antworten
Hallo Heimwerkerprofi,
willkommen im Forum. Da du ein echter Bosch-Fan bist, bist du hier wohl richtig

Dein Bericht ist sehr klar und verständlich und läd ein bisschen dazu diesen Schrauber haben zu wollen...

Viel Spaß hier

 

Hallo Heimwerkerprofi,
ein sehr guter Bericht den du da über den neuen PSR 18 LI-2 ins Forum gestellt hast.

Ich habe ein Gerät zum Schrauben und Bohren gesucht und mir überlegt den PSB 18 LI-2, Uneo Maxx oder den neuen PSR 18 LI-2 zu holen.

Dazu habe ich mir die 3 Kandidaten mal in die Hand genommen und da fiel der PSB schon aus der Wahl. Der PSB hätte mich interessiert, da ich bereits so ein Kombigerät von einer anderen Firma habe und ich damit außer in Stahlbeton fast alles bohren kann. Für die Härtefälle hat man ja einen Bohrhammer ;-). Der PSB ist ziemlich groß (schwer) und mir zu unhandlich für den allgemeinen Einsatz.

Der Uneo Maxx war von Preis interessant, 109,00 (Solo)€ bei OBI - 20,00 €...
Doch die Aufnahme am Uneo finde ich nicht optimal und schränkt einen schon sehr ein. Im Baumarkt lagen am Teststand daneben die Geräte der günstigen Konkurenz und die setzten alle auf SDS Plus, dass erscheint mir praktischer.
Denn man benötigt einmal die SDS Quick Bohrer sowie die langen Bits und um normale Bohrer zu verwenden wieder ein externes Bohrfutter. Sonst aber ein tolles und sehr handliches Gerät der Uneo Maxx!!!
Da ich aber einen Bohrhammer habe und nicht so viel in Stahlbeton bohre, sah ich mir noch den neuen PSR 18 LI-2 näher an.

Der ist echt handlich und sehr gut austariert, dann noch die neue Drehmonenteinstellung mit dem Ausschalten beim Erreichen... ein sehr schönes Gerät , der kleine Große.

So viel die Wahl für mein Universalschraub- und Bohrgerät auf den PSR 18 LI-2.

 

Hallo und guten Morgen,

erst einmal vielen Dank für das Lob von kindergetuemmel und ichmagHolz. Und bei ichmagHolz freut es mich, wenn ich Dir bei Deiner Entscheidung geholfen habe. Ich denke, daß Du, wie ich auch, sehr zufrieden mit dem neuen PSR sein wirst.

Im übrigen kann ich Deine Meinung bestätigen, denn ich habe neben dem neuen PSR 18 LI-2 u.a. auch den PSB 18 LI-2 und auch den Uneo Maxx.
Vorteil beim PSB ist (gegenüber dem PSR), daß er zum einen etwas mehr Drehmoment hat; und nebenbei bemerkt natürlich auch das Schlagwerk. Zum anderen möchte ich mich auch nur ungern von ihm trennen, weil er mein einziger Akku-Bohrschrauber ist, der auch einen Zusatzhandgriff hat - wo sich praktischer Weise auch entsprechende Zusatzgeräte anbringen lassen, wie z.B. der Bosch Bohrwinkelkontroller, die Staubabsaugvorrichtung oder einfach nur der Tiefenanschlag.
Aber am wichtigsten ist der bloße zusätzliche Griff. Denn kürzlich habe ich einen massiven (alten) Türrahmen in mein neues Gartenhaus eingebaut, wofür ich sehr lange und auch dickere Schrauben verwenden mußte. Und da die Holzpfosten, an die ich den Rahmen schraubte, auch relativ hart waren, mußte ich notgedrungen (damals noch mit meinem alten PSR) auf der Bohrstufe und somit ohne Drehmomentbegrenzung schrauben. Da hat es mir doch ein paarmal faßt das Handgelenk gebrochen, als die Schraube plötzlich leicht stockte, der Schrauber aber weiterdrehen wollte.
So habe ich dann meinen PSB aus dem Keller geholt, den zweiten Handgriff montiert und im 45 Grad Winkel nach links gestellt. So konnte ich dann mit der linken Hand bequem gegenhalten, wenn der Schrauber mal wieder "ausbrechen" wollte.

Aber abgesehen davon hast Du natürlich recht, für einen Schraub-Dauereinsatz ist er doch etwas zu schwer und zu groß. Und für das oben geschilderte Problem kann man ja notfalls einfach die netzbetriebene Bohrmaschine aus dem Keller holen.

Da ich auch, nachdem ich schon zuvor den Uneo hatte, jetzt auch den Uneo Maxx besitze (den Uneo hat nun mein Schwager dankend angenommen), ist es im Prinzip noch weniger sinnvoll, den PSB zu behalten. Denn mal ehrlich, wann benutzt man heute noch einen Schlagbohrer, wenn man auch hammerbohren kann.
OK, der Uneo (Maxx) benötigt spezielle Bohrer, die zudem auch nicht gerade günstig sind. Aber genau das macht seine Kompaktheit aus, wie ich finde. Zudem ist es vorteilhaft, daß man (längere Bits) direkt einsetzen kann, aber zum Schrauben nutze ich ihn eigentlich nie, da es keine Drehmomenteinstellung gibt.
Großer Vorteil des Uneo Maxx zum Uneo: der Maxx stoppt sofort, nachdem man kein Gas mehr gibt, der Uneo (klein) dreht immer noch aus, wäre also zum Schrauben noch ungeeigneter.


Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich denke, man muß wissen, wofür man das Gerät hauptsächlich verwenden möchte. Geht's hauptsächlich ums Schrauben (und Bohren in Holz und Metall), sage ich klar, der neue PSR LI-2! Will man öfter Löcher in Stein oder Beton bohren und nur gelegentlich etwas schrauben, der Uneo Maxx. Will man einen groben Kompromiß zwischen beidem, könnte man vielleicht an den PSB denken, aber nur dann, wenn man ihn nur gelegentlich braucht. Denn aufgrund seines Schlagwerks ist er einfach zu schwer und zu groß für den häufigeren Einsatz. Ich bin daher wirklich am Grübeln, ob ich ihn wirklich noch brauche. Wobei ich so werkzeugverrückt bin, daß ich ohnehin viel zu viel Werkezuge habe. Da soll es dann auf eines mehr auch nicht mehr ankommen.

 

Geändert von Heimwerkerprofi (17.08.2011 um 18:23 Uhr)
Da hat man als Universalheimwerker doch die Qual der Wahl,eigendlich bräuchte man sie alle,da man ja nie genau weiss was als nächstes verlangt wird.

 

Na ja Heimwerkerprofi, so ganz stimme ich Dir nicht zu. Ich finde den Maxx genial zum Schrauben. Stimmt, er hat keine Drehmomenteinstellung, aber die habe ich auch bei älteren Geräten noch nie genutzt. Ich bin begeistert von dem handlichen Kraftpaket. Einfacher perfekter schneller Wechsel zwischen Bohrer und Bit. Man hat nur noch ein Gerät in der Hand.

 

Ich wollte den Uneo Maxx keineswegs komplett schlecht machen in seiner Eigenschaft als Schrauber. Aber es gibt mit Sicherheit genügend Heimwerker, die auf eine Drehmomenteinstellung nicht verzichten wollen. Und ich muß gestehen, daß ich beim Bau meines Gartenhauses schon dankbar war, daß ich sie (damals noch bei meinem alten PSR) hatte, als ich dutzende Profilbretter angeschraubt habe. Denn ohne Drehmomentbegrenzung genügt mitunter schon ein kleiner Augenblick der Unachtsamkeit und die Schraube ist komplett durch das Brett durch.

Des Weiteren finde ich den Maxx ein klein wenig kopflastig, zumindest im direkten Vergleich zum neuen PSR - was natürlich normal ist, da der Maxx-Griff sehr weit hinten sitzt. Man bedenke zudem, daß er auch ein klein wenig schwerer ist als der neue PSR 18 LI-2 (wenn auch nur rund 100 Gramm). Und nicht zuletzt besitzt der Maxx nur einen Gang, dessen Höchstgeschwindigkeit ziemlich mittig zwischen der des 1. und des 2. Gangs des PSR liegt.

OK, das mit dem schnellen Wechsel zwischen den SDS-Quick-, entsprechenden Sechskant-Bohrern und (nicht zu kurzen) Bits ist schon von Vorteil. Aber wie gesagt, man braucht schon einmal die entsprechenden Bohrer, mit den normalen Rundschaft geht es natürlich nicht. Und die meisten werden zu Hause sicher normale Rundschaftbohrer haben.
Doch abgesehen davon gibt es schließlich auch zahlreiche Schnellwechsel-Bit-Halter, die (abgesehen von den SDS-Quick-Bohrern) das gleiche bieten, wenngleich man mit einem Bit-Halter auch die wohl am weitesten verbreiteten kurzen Bits nutzen kann.


Alles in allem hoffe ich, daß wir uns hier nicht mißverstehen. Ich finde den Uneo Maxx selbst auch super und will nicht mehr auf ihn verzichten. Allerdings nutze ich ihn nahezu nur als Bohrer für Stein oder Beton, wo er als Akkugerät erstklassig ist.
Für permanente Schraubarbeiten über längere Zeit halte ich ihn dennoch nach wie vor nicht für 100%ig geeignet - zumindest nicht direkten Vergleich zum neuen PSR.

 

Geändert von Heimwerkerprofi (17.08.2011 um 18:21 Uhr)
Keine Bange, da gibt es keine Missverständnisse, Du sollst den PSR nur nicht so schön reden. Ich habe noch keinen

Nein, ist schon ein geniales Teil. Mir gings auch nur um meine persönliche Meinung. Wenn ich erst den neuen PSR habe, rede ich vielleicht auch anders.
Übrigens bietet Bosch diese X-Line-Koffer an. Da gibt es einen direkt für die Sechskantaufnahme. Den habe ich mir auch zum Maxx gegönnt

 

Wenn ich das hier so lese,glaub ich das hier wieder die Eierlegende Wollmilchsau gesucht wird.

 

Nein. Nur ein Akkugerät welches bohrt und schraubt.

 

Ich denke, wir sollten uns darauf einigen, daß man am besten den PSR 18 LI-2 und den Uneo Maxx haben sollte. Mit diesen beiden Geräten kommt man meines Erachtens dann der sog. eierlegenden Wollmichsau schon sehr nahe.
Preislich sollte es auch zu verkraften sein, da schließlich beide denselben Akku-Typ nutzen, weswegen man den PSR ohne Akku schon unter 100,- € kaufen kann.

 

Übrigens habe ich gestern schon Antwort vom Bosch Service-Mitarbeiter erhalten; aber leider mit bisher wenig Neuigkeiten. Soll heißen, das Problem mit dem wackelnden Akku wurde ins System eingespeist, es gibt bisher aber noch keine Reaktion von der entsprechenden Stelle (ich vermute mal der Produktions- bzw. Entwicklungsabteilung).

 

Gibt´s da mitlerweile was neues?

 

Nein, leider noch nicht!
Wie bereits erwähnt, sobald ich etwas Neues erfahre, werde ich es umgehend hier berichten!

 

Zitat von Ricc220773
Nein. Nur ein Akkugerät welches bohrt und schraubt.
Nur ein Akkugerät welches bohrt und schraubt mit Bärenkräften.

Nur um deinen Satz zu Ende zu führen.

 

Ein informativer Testbericht, habe ihn mit Interesse gelesen.
Das Thema "wackelnder Akku" ist meiner Meinung nach für mich nicht so schlimm, wenn man weiß, dass es "normal" ist und man nicht die Befürchtung eines Schadens haben muss. Mal sehn, in Kürze darf ich ihn testen.

 

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