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Dauerholz statt Tropenholz

01.05.2012, 09:49
Geändert von rogsch (01.05.2012 um 09:55 Uhr)
rogsch  
Muss die Liege für unseren Garten denn unbedingt aus Tropenholz sein? Oder der Parkettboden im Wohnzimmer? Sicherlich nicht.

Jan Nies, ein Hamburger Tischlermeister ist mit seinem Dauerholz das gelungen, wo die Industrie seit über 200 Jahren immer gescheitert ist - der Durchbruch auf dem Gebiet der Holzschutzforschung.

In einer früheren Bundeswehrkaserne im mecklenburgischen Dabel im Landkreis Parchim wird Holz nach einem patentierten Verfahren bis tief in den Kern hinein mit Wachs getränkt.

Dauerholz (Wachsholz) ist zu hundert Prozent heimisches Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, und zugleich gegen Wind und Wetter bis ins Kerninnere geschützt.

Bei einer streng geheimen Methode fließt das umweltfreundliche Wachs (Paraffin) in jede einzelne Holzzelle und ersetzt bis ins Innere von Brettern, Bohlen und Stämmen hinein alles Wasser.

Dadurch vereinigt es in sich sämtliche Eigenschaften, die bisher nur Tropenhölzern (Teak, Bankirai, Makkaser usw.) zugeschrieben wurden.


  • Es ist nicht nur belastbarer und härter als lediglich oberflächengeschütztes Holz, sondern auch dauerhaft resistent gegen Witterungseinflüsse sowie den Befall von Insekten und Pilzen.


  • Es braucht im Gegensatz zu konventionell konservierten Hölzern keine Nachbehandlung mehr.


Wenn wir nun auf Tropenholz verzichten, betreiben wir aktiven Regenwaldschutz, ohne unsere Lebensqualität zu verlieren.

Hat schon jemand eigene Erfahrungen damit gemacht oder würdet ihr das Wachsholz den Tropenholz den Vorzug lassen?





weitere Informationen unter: Dauerholz AG
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42 Antworten
ich glaube, jeder wird grundsätzlich einheimische Hölzer bevorzugen.

Ein Problem ist (zumindest im Moment) die Erhältlichkeit in sagen wir mal haushaltsüblichen Mengen.
Deshalb habe ich mit diesem Verfahren noch keine Erfahrung. Mein Grosshändler hat acetyliertes Holz und sagt, es gäbe keine Nachfrage nach dem Wachsverfahren.

Der Vollständigkeit sollte man auf jeden Fall dieses alternative Verfahren erwähnen.Info zu acetyliertem Holz hier:

http://www.wald-rlp.de/fileadmin/web...uebersicht.pdf

Mit diesem Holz habe ich schon Erfahrung gemacht (Terrasse, Rankgitter). Selbst Buche verliert sein Quell- und Schwindverhalten.

Wegen der erheblich verbesserten Dimensionsstabilität sollte man Konstruktionen aus den verbesserten Hölzern immer vollständig aus behandeltem Holz machen, sonst kommt es zu Rissen.

Bei der Acetylierung stört mich der doch recht starke Essiggeruch und man muss seine Werkzeuge immer sofort und gründlich reinigen, damit sie nicht korridieren.
Wegen des Essiggeruchs kann man daher z.Bsp. keine Sonnenliegen oder Bänke aus diesem Holz machen. Andererseits kann man dieses Holz problemlos verleimen und schleifen.

Bei dem von Dir vorgestellten Verfahren scheint das ja anders zu sein.

 

rogsch  
Eine Alternative wäre auch noch Thermoholz. Da wird das Holz quasi nur "gekocht".

 

Das Klingt nacheinem guten Konzept. Stellt sich noch die Preisfrage. Ich hoffe dass sich das durchsetzen kann. Nicht nur wegen dem Regenwald sondern auch wegen den CO² ausstoß der beim Transport entsteht man muß doch nicht um die Welt fahren wenn wir selbst die Lösung im eigenen Land haben!

 

Ich habe vor 15 Jahren unserer Terrasse mit Bankirai-Dielen zu einer neuen Optik verholfen. Hätte ich damals von ähnlich haltbaren Alternativen gewusst so hätte ich anders entschieden. Ich hatte auch vor das schöne Holz immer schön zu pflegen. Letztlich hat man dann doch immer was anderes zu tun. Jetzt wo unser jüngster gerne mit nackten Füssen herumlaufen will fängt das Holz zu spleissen an. Feinste Nadeln lösen sich und setzen dem Füsschen sehr zu. Mist... Ich würde trotzdem wieder Holz nehmen.

 

MicGro  
Sehr interessant, mich würden die Preis bei den verschieden Hölzern interessieren.

 

Bei Dauerholz wird vom Hersteller nur aus einheimischen Hölzern angegeben! Genau spezifiziert wird die Holzart aber nicht! Es kann also sein das z.b auf der Terrasse mehrere unterschiedliche Hölzer mit unterschiedlichen Eigenschaften liegen. In anderen Foren wurde Dauerholz auch schon thematisiert. Scheinbar kann aus den genannten Gründen zu starken Rissen und Abplatzungen kommen und Splittern ist scheinbar ein grosses Problem. Als ich meine Terrasse gemacht habe stand ich vor der Wahl Tropenholz oder Einheimisch! Ein berfreundeter Dipl. Holzwirt hat mir dann die Bedenken was Tropenholz angeht genommen! Er hat mir gesagt das ledilglich 3% des WEltweit geschlagenen Tropenholz in den Export gehen, der Rest wird einfach bei Brandrodungen Verbrannt! Ich habe es nicht bereut Ipe verwendet zu haben!

 

der preis liegt bei beidem bei ca. 10-12 euro pro laufmeter terassendiele - von daher wirds keinen unterschied machen ;-)

@congstar12345: ich dachte, bei dauerholz wird nur kiefernholz verwendet - durch die verzinkung sollen ja gerade risse und krumme bretter vermieden werden!???

 

rogsch  
So ist es. Dauerholz wird i.d. Regel aus Kiefer gemacht. Splittern kann es eigentlich nicht, da alles so mit Wachs vollgepumt ist.

 

da kann ich ja mal meine Hände in völliger Unschuld baden
Terrassenmöbel sind aus Plastik bzw aus Metall mit Gewebe, Fußboden sind Fliesen / Laminat und die Möbel aus Esche / Buche (größtenteils, zumindest die Echtholzmöbel)
Ach ist das schön, mal nicht mit vollem Anlauf in einen Fettnapf gesprungen zu sein.

 

[QUOTE=galjuergen;183626]der preis liegt bei beidem bei ca. 10-12 euro pro laufmeter terassendiele - von daher wirds keinen unterschied machen ;-)

Meines Wissens nach verwendet diese eine spezielle Firma mehrere Sorten und nicht nur Kiefernholz!

http://www.woodworker.de/forum/erfahrungen-dauerholz-t52046.html

 

Geändert von congstar12345 (01.05.2012 um 19:05 Uhr)
Liebe Holzprofis,

jetzt einmal Info direkt von uns. Möglichst werbefrei - verspochen!

Dauerholz besteht nur aus Kiefer (für Terrassendielen) oder Buche (für Fassadenprofile). Natürlich wird da nix gemixt. Wir kappen die Äste (Kiefer!) und fügen die Teile wieder zusammen - das ergibt schnurgerade Bretter.

Durch die Wachsimprägnierung bis in den Kern ist das Holz splitterarm. Bei Holz, auch bei uns, kann es immer zu Splittern und Abschilfungen kommen - das wurde auch in dem Woodworker-Forum thematisiert. Wie das eingeschätzt wird (sehr unzufriedener Kunde vs. verständige Holzprofis, die die natürlichen Eigenschaften kennen) ist eben unterschiedlich.

Wer möchte, kann sich mal den Galileo-Beitrag http://www.prosieben.de/tv/galileo/v...olz-1.2732464/ über uns ansehen - da wird vieles erklärt. Außerdem kann man uns anrufen (040-23 644 899-0) oder schreiben (info@dauerholz.de) und wer Profi ist (Tischler, Schreiner etc.) ist herzlich eingeladen, zu uns ins Werk in die Dauerholz-Akademie zu kommen. Da kann die Produktion besichtigt und dann auch mit Dauerholz gearbeitet werden.

Viele Grüße
Das Dauerholz-Team

 

rogsch  
Das klingt sehr interessant. Danke übrigens für die PN und Einladung DAUERHOLZ

 

sonouno  
Werbefrei is was anderes....na ja ;-)

hmmm, versau ich mir da nicht mein ganzes Werkzeug beim sägen z.B. ?
wenn ich Wachsrückstände von der Säge auf anderes Holz übertrage kanns zu Beizproblemen führen bzw Lacke haften schlecht etc pp

nur mal so thematisiert ;-))

ps:
auch wenn Moderator dransteht...is nur ein Co-Moderator drinn ;-))
der Video funzt z.Z. nicht, na ja....
bin aus der Farbenbranche...daher meine Fragen !

 

MicGro  
@Dauerholz
Wie wäre es mit einer Werksführung für Leute hier aus dem Forum, da finden sich bestimmt welche die aus euerer Nähe kommen und sich das ganze gerne anschauen würden.
Danach könnten sie ja hier berichten wenn das erlaubt ist ?!
Oder verstösste das gegen die Foren Regeln?

 

Funny08  
Solange Dauerholz nicht gegen die AGB´s verstößt ( 5.3 bezüglich kommerzielle Eigenwerbung und 5.4 Private Nachrichten) wird die Forenleitung wohl nichts dagegen haben.
Die Weitergabe von Wissen - und das Angebot, dass interessierte Fachleute sich vor Ort informieren können - finde ich persönlich als User - immer Vorteilhaft, als CoMod betrachte ich das Posting und die PM an rogsch als leicht Grenzwertig.

 

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