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Das Wunder im Komposthaufen

27.08.2013, 18:30
Geändert von Heinz vom Haff (27.08.2013 um 18:33 Uhr)
Heute habe ich ja - wie immer in der letzten Augustwoche den mittleren Komposthaufen umgesetzt.
Wie in jedem Jahr habe ich Ringelnattereier gefunden. Über den Daumen waren es etwa 200 - das ist viel weniger als bisher. Ich vermute, dass das am sehr strengen und langen Winter liegt, denn die anderen natürlichen Bedingungen hier werden eher von Jahr zu Jahr besser.
In diesem Jahr lagen die Eier deutlich tiefer als bisher und ganz unten fand ich ein dutzend 2-3 Tage alte Nachzügler.
Die will ich Euch nicht vorenthalten, damit Ihr auch wat Spass habt.
;-)

(auf dem Bild seht Ihr 9 Ringelnattern)
Wenn Ihr selbst gute Bedingungen für Ringelnattern schaffen wollt, dann steckt ein mit dutzenden von Löchern durchsetztes Kunststoffrohr bis auf den natürlichen Boden in den Komposthaufen. Oben sollte es noch ein wenig rausschauen. Ab und zu kippt ihr in das Rrohr 2 oder 3 Eimer Wasser.
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Kompost, Komposthaufen, Ringelnatter, Schlangen Kompost, Komposthaufen, Ringelnatter, Schlangen
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34 Antworten
Sehr schöne Sache. Ich fürchte aber ich hätte den Nattern ausser einem Komposthaufen dann wenig zu bieten. Das Umfeld stimmt einfach nicht.

 

Nett, dass du dich so toll um die Kleinen kümmerst :-)

 

Bei uns in der Stadt gibt es leider weder Nattern, Blindschleichen oder Echsen.
Obwohl stimmt nicht so ganz. Als Kind ist mir meine Strumpfbandnatter aus dem Fenster abgehauen.
Schön, dass Du Schlangen schlüpfen läßt und nicht die Eier vorher gleich entfernst oder kaputt machst.

 

Danke für das Bild...

Wir Großstädter sehen solche Naturereignisse leider nicht mehr, daher finde ich das persönlich sehr interessant

 

Woody  
Geht mir wie Fernton, die Umgebungsbedingungen sind nicht wirklich optimal. Obwohl ich vorigen Sommer 2 Schlangen in meinem Garten gesehen habe, keine Ahnung was das war, unheimlich aggressiv und Baumkletterer. Eine Katze hats versucht, sich mit einer anzulegen, irgendwann gab der Vierbeiner entnervt auf

 

Wie cool ist das denn? Wenn ich in meinem Kompost rumbuddel, dann hab ich höchstens Regenwürmer

 

@woody
das waren mit Sicherheit entflohene Exoten. Die Äskulapnatter klettert schon mal auf Bäume, ist aber nicht aggressiv. Ich glaube auch nicht, dass es in Österreich Äskulapnattern gibt. Die Schlingnatter macht ziemlich viel Show, wenn sie überrascht wird, klettert aber nicht. Beide stellen sich gelegentlich wie eine Kobra auf; das hat aber nichts mit Aggresivität zu tun.
Und gegen Katzen haben beide Arten keine Chance (leider).

 

Woody  
Nein Äskulap wars keine, ich hab dann eh versucht in meinen schlauen Büchern was zu finden, leider erfolglos. Die Schlange war braun, ohne besondere Zeichnung. Kann mich leider nicht mehr so genau erinnern. Hab zwar Bilder gemacht, aber darauf erkennt man kaum was. Und mit aggressiv meinte ich, dass sie die Katze ganz schön anpfauchte und auch in deren Richtung zustieß. Irgendwie war die ganze Show so 3m überm Boden im Baum recht gruselig zum Anschauen.

 

zum glück gibts nur zwei giftschlangenart in deutschland...
die Kreuzotter und die aspisviper
.
bei der Kreuzotter muss man schon mit dem fuß in ein nest treten, damit es gefährlich wird, die Aspisviper ist geringfügig ungefährlicher.

allerding: bei allergischen reaktionen reicht eine halbe giftmenge für einen anyphylaktischen schock oder sonstige folgen

Wenn ein Grosser Mensch einer kleinen schlange nahe kommt, flüchtet die in der regel..
dennoch rate ich zur vorsicht...

(ich hab den Reptilienschein mit gefahrenprüfung)

 

Bine  
Hallo Heinz
ja wie G**l ist das denn ? Ich darf oder muss meinen Komposter von 3x2x1 Meter jedes Jahr von Hand umsetzen
Vor paar Jahren habe ich über 170 riesige Maden gefunden und mich erst mal daran gemacht im Inet zurecherchieren .
Die Recherche ergab das es sich um den vom aussterben bedrohten Nashornkäfer handelt . Ich habe mich mit der NABU in Verbindung gesetzt wie ich denn weiter vorgehen solle denn Laut Gesetzt ... ach lest selbst
Nach §44 Bundesnaturschutzgesetz ist es danach verboten, "sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören" (§44 Abs.1 BNatSchG). Außerdem dürfen ihre "Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" nicht beschädigt oder zerstört werden; es ist außerdem verboten, sie zu kaufen, zu verkaufen oder in Besitz zu nehmen.

Die Nabu hat mir gesagt das ich meinen Komposter von Hand umsetzen solle und vorsichtig die Larven und Puppen der Käfer erst mal in ein mit Erde gefülltes Gefäß legen solle und nach dem Umsetzen des Komposters diese wieder in den Komposter geben .
Und jedes Jahr mache ich mir die Mühe und setze meinen Komposter von Hand um .. dauert zwar ganze 2 Tage aber das ist es mir wert

Larve des Nashorkäfers


zum Größenvergleich mal ein Daumen von meinem Mann daneben


Hier auch eine Puppe vom Nashornkäfer


Erwachsenes Männchen

 

@cherubias
aus medizinischer Sicht sind grundsätzlich alle Reptilienbisse sehr gefährlich, da sie mit einem hohen Infektionsrisiko verbunden sind.
Auch die kaum sichtbaren Nadelstiche der Schlingnatter müssen beispielsweise unbedingt beobachtet werden. Waranbisse oder Bisse von Tejus sind lebensgefährlich.
Ich weiss, dass Terrarianer das nicht so eng sehen, aber deren Tiere erhalten kontrollierte Nahrung und leben in streng kontrollierter Umgebung.
@bine
wir haben auch immer jede Menge Larven, habe mir aber keine Gedanken gemacht, was das denn sein könnte.
Die Handumschichtung ist m.E. Teil der Hexenkunst, mit der manche naturschützende Organisationen ihre Arbeit mystifizieren. Das ist mit Sicherheit nicht notwendig.
Groben Kompost schichte ich mit der Grabegabel, feinen mit der Kartoffelerntegabel um. Ich habe noch nie ein Tier "erwischt".
Wichtiger ist, sich an die Zeiten zu halten. Dass es Ende August noch Ringelnattern im Komposthaufen gibt, habe ich noch nie erlebt.

 

Wie Gschaft schon schrieb, in der Stadt ist so etwas leider kaum anzutreffen.
Du hast wirklich ein schönes Umfeld.

 

Zitat von Heinz vom Haff
@cherubias
aus medizinischer Sicht sind grundsätzlich alle Reptilienbisse sehr gefährlich, da sie mit einem hohen Infektionsrisiko verbunden sind.
Auch die kaum sichtbaren Nadelstiche der Schlingnatter müssen beispielsweise unbedingt beobachtet werden. Waranbisse oder Bisse von Tejus sind lebensgefährlich.
Ich weiss, dass Terrarianer das nicht so eng sehen, aber deren Tiere erhalten kontrollierte Nahrung und leben in streng kontrollierter Umgebung.
@bine
wir haben auch immer jede Menge Larven, habe mir aber keine Gedanken gemacht, was das denn sein könnte.
Die Handumschichtung ist m.E. Teil der Hexenkunst, mit der manche naturschützende Organisationen ihre Arbeit mystifizieren. Das ist mit Sicherheit nicht notwendig.
Groben Kompost schichte ich mit der Grabegabel, feinen mit der Kartoffelerntegabel um. Ich habe noch nie ein Tier "erwischt".
Wichtiger ist, sich an die Zeiten zu halten. Dass es Ende August noch Ringelnattern im Komposthaufen gibt, habe ich noch nie erlebt.
Heinz... ich nehm das schon ernst...
Grundsätzlich muss man alle Tierbisse von fremden Tieren behandeln lassen.

Gifttiere sind jedoch ein ganz anderes Kaliber.
Eine reie Infektionsvergiftuing von Wildtieren ist das eine. Aber gift z.B. von Kreuzottern ist halt eine Nummer härter.
Bei einem ungiftigen Biss gibt es vielleicht eine Infektion. (solane es sich nicht um einen Waran oder ähnlich handelt) Und die kann man allgemein behandeln. Gifte hingegen brauchen ein sehr spezifisches Antitoxin.

Und was Warane betrifft: Deren Speichel ist Toxisch. Bei einigen arten würde beim Bis in einen Finger nur eine Amputation helfen. Ein grund, warum ich keine giftigen Tiere halte.
Aber mein Schein gilt auch für Tiere die ungiftig sind. Theoretisch auch Schnappschildkröten.
Aber ich bin nicht wahnsinnig genug für soetwas.

Ergänzung für Eierfinder:

Bitte niemals die Eier von Reptilien einfach so umsetzen!

oberseite bitte vorsichtig mit einem Edding punkt markieren, die Eier sehr Vorsichtig bewegen und genauso wieder ablegen, wie sie lagen!

Grund (vereinfacht ausgedrückt) : Der Inhalt pappt im inneren fest und wird statisch. Wenn man sie umdreht, krepieren die jungtiere im Ei.

 

Geändert von Cherubias (28.08.2013 um 00:00 Uhr)
Zitat von Cherubias
Theoretisch auch Schnappschildkröten.
Aber ich bin nicht wahnsinnig genug für soetwas.
wir werden a weng off topic. Ist aber ein spannendes Thema.
Immer mehr zoologische Gärten gehen dazu über, die Tiere ohne menschlichen Kontakt zu halten. Das früher übliche Herausnehmen, Streicheln und Vermenschlichen entfällt. Neben besseren Haltungsbedingungen erfolgt nun auch kein eingriff in die soziale Struktur oder das natürliche Verhalten. Ausnahmen sind natürlich Tiere, die Beschäftigung brauchen (wie z.Bsp. Robben oder Elefanten).
Bei Hobbyhaltern hat sich diese Einstellung noch zu wenig herumgesprochen. Da wird die Königspython auch gerne mal beim Sonntagskaffee aus dem Terrarium geholt, damit die Oma sie mal streicheln kann.
;-)
Aus meiner Sicht spricht überhaupt nichts gegen die Haltung gefährlicher Tiere, wenn der Grund der Haltung die Freude an der Kreatur und das Interesse an ihrem Verhalten ist.
Dann wird man ganz automatisch die Tiere so halten, dass ein Kontakt ausgeschlossen ist. Leider aber werden exotische Tiere oft nicht deshalb gehalten, weil sie so interessant sind, sondern damit jeder sieht, was für ein toller Typ der Halter ist.
;-)

 

Geändert von Heinz vom Haff (28.08.2013 um 00:14 Uhr)
Zitat von Heinz vom Haff
wir werden a weng off topic. Ist aber ein spannendes Thema.
Immer mehr zoologische Gärten gehen dazu über, die Tiere ohne menschlichen Kontakt zu halten. Das früher übliche Herausnehmen, Streicheln und Vermenschlichen entfällt. Neben besseren Haltungsbedingungen erfolgt nun auch kein eingriff in die soziale Struktur oder das natürliche Verhalten. Ausnahmen sind natürlich Tiere, die Beschäftigung brauchen (wie z.Bsp. Robben oder Elefanten).
Bei Hobbyhaltern hat sich diese Einstellung noch zu wenig herumgesprochen. Da wird die Königspython auch gerne mal beim Sonntagskaffee aus dem Terrarium geholt, damit die Oma sie mal streicheln kann.
;-)
Aus meiner Sicht spricht überhaupt nichts gegen die Haltung gefährlicher Tiere, wenn der Grund der Haltung die Freude an der Kreatur und das Interesse an seinem Verhalten ist.
Dann wird man ganz automatisch die Tiere so halten, dass ein Kontakt ausgeschlossen ist. Leider aber werden exotische Tier oft nicht deshalb gehalten, weil sie so interessant sind, sondern damit jeder sieht, was für ein toller Typ der Halter ist.
;-)

Du sprichst mir aus der Seele..
Wr nehmen sie zwar auch, aber nur um ihnen zu zeigen, das WIR keine Gefahr sind.
Und auch in der regel nur, wenn maximal fachkundige da sind.
Für Omma Gerda nicht.
Ich erinner mich an einen fall vor einiger Zeit in der Nachbarstadt. Da ist einem deppen eine Kobra aus ihrem Terra ausgebüxt.
Die Feuerwehr hat das Haus geräumt, versiegelt und die Dachgeschosswohnung KOMPLETT zerlegt und durch ein Sieb geschüttet.
Zum Schluss hat man Klebestreifen ausgelegt, in denen das Tier verendet ist.

Wenn ich da nur an die vorkehrungen denke, die ich treffe, wie ich die Ungiftigen hier halte.
alles gesichert!

 

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