Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Das Elektroauto [USERTALK]

10.01.2016, 18:42
Fahrzeuge elektrisch zu betreiben kommt mehr und mehr ins Gespräch. Es gibt viele Versuche und viele Kleinfahrzeuge. Aber wie sieht es mit Kraftfahrzeugen (Autos und Motorräder) aus? Hier ist das Laden noch sehr problematisch, weil nur wenige Möglichkeiten bestehen. Außerdem kann man sich nicht darauf verlassen, dass dort nicht schon ein anderer sein Fahrzeug angeschlossen hat.


Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht?
Wo kann man als Privatbürger ohne Eigenheim sein Fahrzeug sinnvoll und sicher laden?
Ist das eurer Meinung überhaupt schon sinnvoll?
Was sollte gemacht werden/erfunden werden damit ihr euch dafür entscheidet?
 
Elektroauto, Elektrofahrzeug, Solarenergie, Sonnenenergie Elektroauto, Elektrofahrzeug, Solarenergie, Sonnenenergie
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
27 Antworten
Zunächst einmal, das Bild gefällt mir!
Zum Thema:
Solange ich mit einem E Auto nicht annähernd das gleiche Mass an

  • Reichweite
  • Langlebigkeit
  • Kosten
  • Betriebssicherheit
  • Fahrkomfort
  • Ladekapazität (Gepäck)
erreiche, sind die für mich kein Thema. Geschwindigkeit spielt eine eher untergeordnete Rolle. Ich fahre selten schneller als 130.

 

kjs
Wir waren Zulieferer von Tesla und ich durfte einen für eine Woche fahren. Klasse Auto und Spitze zu fahren aber:
1.) Reichweite viel zu klein
2.) Aufladen dauert viel zu lange. In der Zeit tanke ich einen Schwerlaster mit 2*800l Tanks mit der Handpumpe auf
3.) Obwohl Tesla in Kalifornien schwer ausbaut nur in dichter besiedelten Gebieten Ladestationen. Hab mich mal verrechnet und brauchte 30km vor der nächsten Ladestation den Abschleppdienst.
4.) Ökologisch sinnvoll wenn man vom Energieverbrauch bei der Akkuherstellung und dem anfallenden Sondermüll mal absieht. Ökonomisch? Für den Differenzpreis zu einem normalen Gefährt kann man eine Menge Sprit kaufen. Der Strom ist ja auch nicht umsonst.
5.) Im Winter ist es auch so eine Sache. Da kommt man plötzlich noch weniger weit weil die Heizung eben auch aus der Batterie kommt und nicht aus der Abwärme. So ein Verbrennungsmotor ist eben doch eine perfekte Heizung mit etwas Antriebskraft.

Für mich war es nett das mal kostenlos auszuprobieren und die Beschleunigung ist der Renner aber kaufen würde ich so etwas noch nicht.
Wenn man anstelle von Ladestationen Batterietausch Stationen hätte und da immer eine da wäre wo einem der Saft ausgehen könnte....
Das Zusatzgewicht der Batterien ist auch nicht ohne. Da braucht man auch ganz schön Energie um das zu beschleunigen und das merkt man auch beim Bremsen. Leichtere Batterien mit höherer Energiedichte wären da der Bringer aber das wird wohl noch dauern.
Für den echten Nahverkehr als Zweitwagen könnte es wohl gehen aber bei den derzeitigen Spritkosten geht die Rechnung sehr schwer auf.

 

Brutus  
Da kann ich mich dem Chief nur anschließen, wir sind keine jungen Hüpfer mehr, die es immer und überall eilig haben aber die Reichweite sollte schon stimmen. Ein Kofferaum voller Bosch-Akkus und ab geht die Post. Habe gerade erst ein E-Bike zugelegt und könnte es mir von daher an einem Motorrad schon vorstellen aber wohin mit den vielen Akkus ? Bis zur Brennstoffzelle am Motorrad ist es noch was hin ;O)

 

Der Trend geht zum Elektroauto weil die Ressource Öl wohl zu Ende geht und nicht umweltfreundlich ist. Das Elektroauto gilt wohl als Umweltfreundlich und schadstoffarm. Das ist leider nur das Auto aber nicht immer die Art der dafür benòtigten Energie Strom denn wie wird denn der Strom für das Auto muß auch irgendwoher kommen und erzeugt werden. Das geschieht nicht selten durch Kohlekraftwerke oder Atomkraftwerke die kaum Schadstoffe erzeugen wenn man mal die Endentsorgung der Brennelemente wegdenkt. Man stellt sich mal vor dass es nur noch Elektroautos gibt. Toll! Denkt man sich dann ist es ja wahnsinnig umweltfreundlich. Nix da, was glaubt ihr wieviel Kraftwerke, welcher Art auch immer, man braucht um diesen bedarf zu decken. Ich persönlich glaube nicht dass das das Elektroauto sehr erfolgreich sein wird. Zumindest nicht so schnell. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen ist extrem teuer und es ist nicht klar wie der Energiebedarf in Zukunft gedeckt werden soll. Bei mir im Geschäft gibt es 3 BMW i3 die eine Reichweite von 100km haben und regelmäßig auf der Strecke liegen bleiben. Ne danke. Es wird noch eine Zeit brauchen bis wir elektrisch unterwegs sind. Ich persönlich glaube dass eine andere Technologie einzug halten wird bevor die Akkutechnik reif und bezahlbar sein wird. Für mich ist jedes zur Zeit fahrende E-Auto ein rollender Versuch der Automobilindustrie der am Kunden getestet wird.

 

Brutus  
Zitat von kjs
... Hab mich mal verrechnet und brauchte 30km vor der nächsten Ladestation den Abschleppdienst...

... Im Winter ist es auch so eine Sache. Da kommt man plötzlich noch weniger weit weil die Heizung eben auch aus der Batterie kommt und nicht aus der Abwärme. So ein Verbrennungsmotor ist eben doch eine perfekte Heizung mit etwas Antriebskraft...
Da wäre es doch prima, wenn man einen kleinen Verbrennungsmotor mit an Bord hätte, der einen, wenn auch langsam zur nächsten Steckdose bringt ;o)

Eine kleine Benzin-Standheizung wäre auch nicht schlecht ;o)

 

kjs
Zitat von Brutus
Da wäre es doch prima, wenn man einen kleinen Verbrennungsmotor mit an Bord hätte, der einen, wenn auch langsam zur nächsten Steckdose bringt ;o)

Eine kleine Benzin-Standheizung wäre auch nicht schlecht ;o)
Das nennt sich dann ein Hybrid Fahrzeug und ist in den USA sehr beliebt (da kostet Diesel auch einiges mehr als Benzin). Verglichen mit den gleichen Autos aber mit (PSA) Diesel im EU Markt verbrauchen die aber durch ihr wesentlich höheres Eigengewicht mehr Sprit und der Kaufpreis ist viel höher. Dafür hat man dann auch noch weniger Stauraum und höheren Reifenverschleiß und nach 5-7 Jahren die saftige Rechnung für einen neuen Akkublock. Und eine lahme Ente ist es auch noch. Auch nicht der Bringer!

 

Geändert von kjs (10.01.2016 um 19:57 Uhr)
Ich finde die Idee, das Auto an einer Steckdose zu laden und überall auf der Welt Steckdosen und Leitungen zu installieren auch nicht so gut.
Ich habe z.B. einen relativ kurzen Arbeitsweg und das Auto steht sehr lange. Ich könnte mir durchaus vorstellen die meisten Fahrten mit der durch Solarenergie zugeführten Ladung machen zu können.
Für Reisen und längere Fahrten müsste dann ggf. ein zweites oder geliehenes Fahrzeug herhalten.

 

kjs
Zitat von kindergetuemmel
Ich finde die Idee, das Auto an einer Steckdose zu laden und überall auf der Welt Steckdosen und Leitungen zu installieren auch nicht so gut.
Ich habe z.B. einen relativ kurzen Arbeitsweg und das Auto steht sehr lange. Ich könnte mir durchaus vorstellen die meisten Fahrten mit der durch Solarenergie zugeführten Ladung machen zu können.
Für Reisen und längere Fahrten müsste dann ggf. ein zweites oder geliehenes Fahrzeug herhalten.
Meine Tochter in Zürich ist sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Gar kein Auto und dafür eine Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel. Die ist in der Schweiz für Familien echt günstig. Wenn sie doch mal ein Auto braucht: City-Mobil.....

 

Woody  
Bei uns gibt es sogar 2 Stromtankstellen im Ort und im näheren Einkaufszentrum auch eine Stromtankstelle mit 3 Anschlüssen.

Ich teile aber auch die Meinung meiner Vorredner: solange die Reichweite mit einer Akkuladung nicht mehr wie 100km oder so beträgt und die Ladezeit Stunden und vor allem der Kaufpreis nicht jenseits von gut und böse ist, würde ich eine Anschaffung nicht einmal andenken. Zudem Strom kostet auch und muss ja auch erzeugt werden.

Hybrid wäre eine gute Alternative, aber auch hier ist der Kaufpreis weit über das erträgliche Maß.

 

So lange die Lobby in der Erdölindustrie so immens stark ist wird das E-Auto es schwer haben sich durchzusetzen und solange der Staat an jedem Liter Sprit kräftig mitkassiert wird sich kaum was ändern. Erdöl gibt es noch zur genüge entgegengesetzt dem was man uns erzählt dass es nicht mehr lange reicht.

 

Ich bin der Meinung, dass Elektroautos mit Batterie keine besonders sinnvolle Entwicklung sind. Die Nachteile sind da, meiner Meinung nach, zu groß. Ich hielte es für sinnvoll auf Brennstoffzellen mit Wasserstoff als Treibstoff zu setzen. Zum einen sind hier jetzt schon Reichweiten um 500km möglich und das Auftanken ist genauso unproblematisch und schnell wie bei klassischen Treibstoffen. Zum anderen lässt sich Wasserstoff relativ günstig als Abfallprodukt der erneuerbaren Energien gewinnen: Immer dann, wenn ein Stromüberschuss in der Erzeugung vorhanden ist, könnte dieser Strom zur Elektrolyse genutzt werden und so die Überschussenergie gespeichert werden. Auch wenn der Wirkungsgrad noch nicht extrem hoch ist, wäre es besser die entstehende Energie so zu speichern, als Solorparks und Windräder abzuschalten.

 

Zitat von kjs
Wir waren Zulieferer von Tesla und ich durfte einen für eine Woche fahren. Klasse Auto und Spitze zu fahren aber:
1.) Reichweite viel zu klein
2.) Aufladen dauert viel zu lange. In der Zeit tanke ich einen Schwerlaster mit 2*800l Tanks mit der Handpumpe auf
3.) Obwohl Tesla in Kalifornien schwer ausbaut nur in dichter besiedelten Gebieten Ladestationen. Hab mich mal verrechnet und brauchte 30km vor der nächsten Ladestation den Abschleppdienst.
4.) Ökologisch sinnvoll wenn man vom Energieverbrauch bei der Akkuherstellung und dem anfallenden Sondermüll mal absieht. Ökonomisch? Für den Differenzpreis zu einem normalen Gefährt kann man eine Menge Sprit kaufen. Der Strom ist ja auch nicht umsonst.
5.) Im Winter ist es auch so eine Sache. Da kommt man plötzlich noch weniger weit weil die Heizung eben auch aus der Batterie kommt und nicht aus der Abwärme. So ein Verbrennungsmotor ist eben doch eine perfekte Heizung mit etwas Antriebskraft.

Für mich war es nett das mal kostenlos auszuprobieren und die Beschleunigung ist der Renner aber kaufen würde ich so etwas noch nicht.
Wenn man anstelle von Ladestationen Batterietausch Stationen hätte und da immer eine da wäre wo einem der Saft ausgehen könnte....
Das Zusatzgewicht der Batterien ist auch nicht ohne. Da braucht man auch ganz schön Energie um das zu beschleunigen und das merkt man auch beim Bremsen. Leichtere Batterien mit höherer Energiedichte wären da der Bringer aber das wird wohl noch dauern.
Für den echten Nahverkehr als Zweitwagen könnte es wohl gehen aber bei den derzeitigen Spritkosten geht die Rechnung sehr schwer auf.
Hier gibt es einen Test (Video) eines Tesla bei einer Fahrt durch / über die Alpen.
Dafür dass der Tester eigentlich schon öfter Autos getestet hat, ist er ganz schön aus dem Häuschen.

 

kjs
Ja, wenn man nur mal kurze Strecken fährt ist der Tesla echt Spitze. Wie zu erwarten beschleunigt er rasant weil Elektromotore da echt im Vorteil sind. Maximales Drehmoment bei null Umdrehungen. Wenn das Ding mit einer Akkuladung so 200-300km schaffen würde und man zum Aufladen nicht 2 Mahlzeiten bräuchte wäre das eine echte Alternative. Am Preis müßte auch noch etwas gefeilt werden damit ich ihn schön finden würde aber in CA gibt es genügend Leute bei denen das Preisschild keine Rolle spielt.

 

Janinez  
Bei uns im Ort hat eine Nachbarin als Zweitauto so ein kleines Ding, aber regelmäßig ist sie nicht in der Nähe einer Aufladedose wenn sie eine braucht,oder es hängt schon einer dran und sie hat ewige Wartezeiten - nochmal würde sie sich kein Elektroauto anschaffen..............

 

Zitat von kjs
Für den Differenzpreis zu einem normalen Gefährt kann man eine Menge Sprit kaufen. Der Strom ist ja auch nicht umsonst.
Doch ist er, zumindest bei Tesla. An deren Superchargern kann man als Teslafahrer kostenlos aufladen. Dummerweise ist die Dichte der Superchargern im Moment noch etwas dürftig. Mal abgesehen davon, dass ich keine Kohle habe, um mir einen Tesla zuzulegen, müsste ich im Moment fast 50 Kilometer fahren, um kostenlos aufladen zu können. Das lohnt sich meiner Meinung nach nur, wenn man viele lange Strecken fährt und die Route entsprechend planen kann.

Zitat von kjs
Wenn man anstelle von Ladestationen Batterietausch Stationen hätte und da immer eine da wäre wo einem der Saft ausgehen könnte....
Der ehemalige SAP-Vorstand Shai Agassi hatte die Firma Better Place in Israel gegründet, um eine flächendeckende Infrastruktur für den Austausch von Batterien aufzubauen. 2013 ging die Firma aber in Insolvenz. Meiner Meinung nach dürfte das auch ein ziemlich schwieriges Unterfangen sein. Damit sich das betriebswirtschaftlich lohnt, müssten sich die Autohersteller schon auf einen einheitlichen Standard einigen. Schon das dürfte illusorisch sein (gleicher Akku für S-Klasse und Fiat 500?). Klappt ja bei Werkzeugherstellern mit deren Akkus auch nicht.

Besser wäre es meiner Meinung nach einen verhältnismäßig kleinen Akku zu haben, mit dem man sagen wir 150 Kilometer fahren kann, um von der Arbeit und zurück zu kommen und es einen herstellerübergreifend einheitlichen Anschluss für ein externes Akkupack gäbe. Dann kann man sich für längere Fahrten einfach einen Leihakku anschließen und den ggf. an einer anderen Batteriestation gegen einen aufgeladenen austauschen. Hat den Vorteil, dass man die doch noch recht hohen Kosten für Akkus nicht trägt, sondern nur bei Bedarf eine Leihgebühr zahlt.

Zitat von kjs
Leichtere Batterien mit höherer Energiedichte wären da der Bringer aber das wird wohl noch dauern.
An dem Thema ist beispielsweise Bosch ja bereits dran. Angeblich soll da bis 2020 etwas verfügbar sein.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht