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Das 1. Türchen - der 1-2-do-Adventskalender 2014!

01.12.2014, 00:36
Dieses Jahr habe ich die Ehre und das Vergnügen das erste Türchen unseres 1-2-do-Adventskalenders zu öffnen! Dafür möchte ich mich sehr herzlich bei Sandburg bedanken, die hier alles organisiert und abstimmt!

Das Motto lautet ja "Vergangene Jahre". Was liegt da näher, als euch zu erzählen, wie Weihnachten bei uns in der Oberpfalz - zumindest in unserer Familie - in den 80igern gefeiert wurde.

Wöis g'wen iis, des moog i enk vazöiln!
Ok, doch lieber so, dass es alle verstehen


Weihnachten, das fing bei uns in der Familie immer schon irgendwie am 1. Adventssonntag an, oder besser gesagt, am Samstag davor. An dem Tag ging es immer zu unserer "Müller-Oma" - damals schon gut in ihren siebzigern - eine alte Bauersfrau, die ihre eigenen Hühner, Hasen und Enten hatte. Bei ihr wurden dann leckere Butterplätzchen und Spitzbuben gebacken. Und während wir so die Leckerein schon mal probierten, waren unsere Eltern daheim damit beschäftigt, die Weihnachtsbeleuchtung im und ums Haus zu montieren. Besonders schön war natürlich der Tannenbaum hinten im Garten - ein richtiger kleiner (später größerer) Weihnachtsbaum mit seinen vielen Lichtern.

Die Adventszeit war bei uns dann weiter eher ruhig. Wir Kinder schrieben unsere Wunschzettel ans Chriskind. Mal wurde noch ein Gedicht eingeübt, mal ein Lied.

Wirklich spannend wurde es dann erst wieder am Heiligen Abend. (Die großen und kleinen Katastrophen, die da wohl in jeder Familie ihren Lauf nehmen, lass' ich hier mal weg ). Vormittags wurde der Baum aufgestellt. Meist eine Fichte aus dem eigenen Wald meiner Großeltern und ja, Oberpfälzer Christbäume sind schon eine ganz eigene Sorte. Da muss es immer viel Abstand zwischen den Astreihen geben, damit man auch die Kugeln und das Lametta gut aufhängen kann/konnte. Und wenn da ein Ast falsch gewachsen war, wurde er raus gesägt, oder eben an eine andere Stelle "verpflanzt". wenn der Baum dann fertig war, hieß es warten... ... ... Bis um 18 Uhr. Dann ging es in die Kirche - was bei viel Schnee bei uns manchmal garnicht so leicht war, denn von uns zur Kirche ging es erstmal ein Stück den Berg runter und auf der anderen Seite wieder hoch. Und bei glatten Straßen konnte es schon mal sein, dass man da mit dem Auto nicht mehr den Berg hoch kam. Aber meistens hat es dann doch geklappt.

Nach der Kirche ging es dann erstmal wieder zur "Müller-Oma". Dort wurde deren Baum "angezunden" - klar, nicht der ganze Baum, aber die Kerzen und die Wunderkerzen. Dann wurde dort ein Lied gesungen, eine kurze Geschichte erzählt und ein paar "Plätzerl g'nascht".

Zusammen fuhren wir dann zurück nach Hause - also, mitsammt der "Müller-Oma". Dort hatte derweilen das Christkind die Geschenke unter den Baum gelegt. Dass das Christkind aber eigentlich die "Fischer-Oma" war, die nicht mit in der Kirche war, das haben wir Kinder erst etwas später verstanden. Bevor es aber nun die "Bescherung" gab, "durften" wir erstmal die Lieder oder Gedichte vortragen, die wir gelernt hatten. Gut, die waren nie allzulang, so dass es schnell ans Verteilen der Geschenke gehen konnte. Wie wir Kinder uns da immer gefreut haben, könnt ihr euch alle sicher vorstellen.

Aber zumindest bei uns, war damit Weihnachten noch nicht vorbei. Nach der "Bescherung" und nach dem ersten Ausprobieren der Geschenke, packte sich die ganze Familie nochmal in die Winterjacken und es ging hinaus in den Wald. Dort wurde eine kleine Tanne, Fichte oder Kiefer ausgesucht, die mit Kerzen und Kugeln geschmückt wurde. Um diese versammelten wir uns dann alle nochmal und mein Vater spielte ein paar Lieder auf der Trompete.

Meistens gut ausgefroren, ging es dann so nach einer halben Stunde, Stunde wieder heim und für uns Kinder ins Bett...




Aas is - des woars!

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Oh oh oh... da habe ich heute mitten in der Nacht doch glatt noch was vergessen: Ich darf euch ja auch noch eine kleine Rätselaufgabe stellen!

Also, es gibt oder gab so ein ganz typisches Handwerkzeug, dass viele von uns "Buben" zumindest, seeehr oft zu Weinachten, als erstes eigenes echtes Werkzeug geschenkt bekamen - auch ich. Von der Bosch Gruppe gibt es dieses Werkzeug seit etwa 2 Jahren als "moderne Version". Wie heißt diese moderne Version (Produktbezeichnung)?

Unter den richtigen Antworten werden dann kleine Überraschungen verlost.
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40 Antworten
Ekaat  
Scara - hast die Adventszeit würdig eröffnet!

 

Funny08  
@ Scara - Was waren das früher noch für Zeiten, Dezemberanfang - man hoffte auf viel Schnee, damit man den Schlitten rausholen konnte - und wenn es soweit war, dann konnte man garnicht genug davon bekommen. Nach der Schule wurde der Ranzen in die Ecke gepfeffert und es ging ab auf eine der Schlittenbahnen im Dorf...zuhause roch es mal nach Gebäck mal nach frischer Wurst und wenn es mal zu eklig draußen war, dann ging es in die Scheune zu den Katzen....

 

Janinez  
so ähnlich lief es bei uns auch ab, zumindest wenn wir in München gefeiert haben

 

Ich wünsche euch allen eine so friedliche Adventszeit, wie sie Scaras Geschichte beschreibt...

 

Janinez  
Aber bitte mit weniger Schnee und Kälte, alles Andere kann ja bleiben

 

Ein Weihnachten, wie mans kennt

 

Scara, solch ähnliche Weihnachten kenne ich auch
Nur im flachen Land mit Seewind

 

Ich wünsch allen eine schöne Adventszeit, auch wenn wir kein Schnee haben.

 

Hey Scara...

das erste Türchen ist dir prima gelungen. Solche Zeiten und Erlebnisse sind schon lange her, aber mit unseren Enkelkindern erleben wir hier und da noch die eine oder andere Erinnerung live wieder
Nur der Schnee fehlt, was mir aber ganz recht ist

 

Woody  
Hast du sehr würdig eröffnet scara. Bei uns lief es auch so ähnlich ab, bis auf die Christmette. Die war nie auf'n Plan.

 

Sehr schön, vielen Dank für das erste Türchen.

 

Bine  
Ohhh wie schön Du hast die Adventzeit schön mit deiner Erzählung einklingen lassen und ich hätte noch Stunden weiter lesen können . Man kann es sich richtig schön vorstellen wie ihr Weihnachten gefeiert habt

 

Vielen Dank an euch alle für die schönen Rückmeldungen!

Zitat von Funny08
@ Scara - Was waren das früher noch für Zeiten, Dezemberanfang - man hoffte auf viel Schnee, damit man den Schlitten rausholen konnte - und wenn es soweit war, dann konnte man garnicht genug davon bekommen. Nach der Schule wurde der Ranzen in die Ecke gepfeffert und es ging ab auf eine der Schlittenbahnen im Dorf...zuhause roch es mal nach Gebäck mal nach frischer Wurst und wenn es mal zu eklig draußen war, dann ging es in die Scheune zu den Katzen....
hoffte?!?!! Ich hoffe immer noch! Weihnachten mit Schnee ist einfach noch mal so ein ganzes Eck schöner! Irgendwie...

Zitat von Janinez
Aber bitte mit weniger Schnee und Kälte, alles Andere kann ja bleiben
Pft... dazu sag ich jetzt nichts..

Zitat von sandburg
Scara, solch ähnliche Weihnachten kenne ich auch
Nur im flachen Land mit Seewind
Bei uns ist es nicht der Seewind. Bei uns ist es "da Böimische dea bloust" (die kalten Ostwinde aus dem böhmischen Becken). Und das manchmal richtig fies und beißend. So wie die letzten Tage. Aber leider bringt er keinen Schnee mit.

Ich hab jetzt mal die ganzen Schreibfehler von letzter Nacht korrigiert - war wohl doch schon zu spät und ein kleines Rätsel dazu geschrieben.

 

Zitat von Woody
Hast du sehr würdig eröffnet scara. Bei uns lief es auch so ähnlich ab, bis auf die Christmette. Die war nie auf'n Plan.
Naja, die Kirche war Pflicht, so lange die "Müller-Oma" noch gelebt hat. Zumindest an Weihnachten, Ostern und bei der Kirchweih.

Zitat von Frank
Hey Scara...

das erste Türchen ist dir prima gelungen. Solche Zeiten und Erlebnisse sind schon lange her, aber mit unseren Enkelkindern erleben wir hier und da noch die eine oder andere Erinnerung live wieder
Nur der Schnee fehlt, was mir aber ganz recht ist
Genieß die Zeit mit deinen Enkeln! Die werden wohl genauso schnell, oder vielleicht noch schneller, erwachsen, wie wir es damals wurden.
Aber Schnee muss sein - und bei euch fällt ja eh nicht viel...

 

Auch von mir einen schönen und ruhigen 1. Advent.
Meine Antwort : Laubsäge

 

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