Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Dampfsperre reparieren

24.03.2014, 20:21
Geändert von Babelfisch (24.03.2014 um 20:26 Uhr)
Hallo Forum!
Wir haben ein 1989 erstelltes Holzständerahmenbauhaus gekauft. Die Küche wird jetzt umgebaut, die Leitungen müssen umgelegt werden. Der Wandaufbau ist wie folgt: Gipskarton, dann Spanplatte, dann Dampfsperre, dann Dämmwolle, dann weiss ich nicht weiter...
Problem:
a) Der Elektriker hat beim Bohren für die Hohlraumdosen die Dampfsperre teilweise angebohrt, teilweise in Grösse der Dose "weggebohrt
b) Hinter den alten Installationen (Hohlraumdosen) war die Dampfsperre teilweise ebenfalls nicht mehr vorhanden.

Probleme mit dem Haus bzgl Feuchtigkeit sind bisher nicht aufgetreten.

Wie kann ich die Dampfsperre reparieren? Flicken draufkleben?

Ich möchte NICHT die kompletten Gipskartonplatten und Spanplatten runternehmen

Danke

Michael
 
Dampfsperre Dampfsperre
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
15 Antworten
Moin.

Bist du dir sicher, dass in deinem Haus mit einer Dampfsperre gearbeitet wurde?
Hast du zufällig alukaschierte Dämmung?

Zum erneuten verkleben kannst du eigentlich jedes geeignete Klebeband nutzen.
So zum Beispiel: Siga Sicrall, Beta Betral oder Ampacoll INT undsoweiterundsofort

 

Die Folien an sich kannst du einfach mit einem anderen Stück Dampfsperre verschließen. Es gibt dafür auch geeignete Klebebänder. Der entscheidende Trick an einer Dampfsperre ist aber, dass sie dicht sein muss weil sonst dahinter Schäden entstehen.

Also schau bitte mal nach wie es hinter den alten Dosen aussieht. Ein optischer Vergleich zu den neuen Bohrungen sollte reichen.

Durch die Bohrungen für die Hohlwanddosen musst du nun erst mal die Folie fummeln. Dann die Folie mit Tape befestigen (Fummelarbeit) und zum Schluss dann die Dosen rein. Da die Dosen die Dampfsperre nach innen drücken werden, sollte die Folie nicht zu stramm sitzen.

 

Da es langfristig, gerade bei den stillgelegten und somit schlecht belüfteten Stellen Probleme geben kann, würde ich versuchen die Löcher mit dem passenden Klebeband und Folienflicken zu schliessen. Die Feuchtigkeit in der Dämmwolle ist Anfangs nicht zu sehen. Sinn und Zweck der Folie ist, das keine Feuchte Luft zum Taupunkt gelangt. Wo dieser sich befindet muss berechnet werden. Sieht man schon Flecken ist es i.d.R. zu spät. Gegen Flicken spricht nichts, da der unterschiedliche Diffusionswiderstand an so einer kleinen Stelle kaum in's Gewicht fällt. Am Besten immer im gleichen System arbeiten. Also gleiche Folie, gleiches Band.

Für die Unterputzdosen gibt es auch Luftdichte Ausführungen, so das keine Raumluft in die Dämmung eindringen kann. Prinzipiell darf die Folie nie verletzt werden.

 

Wenn du die Möglichkeit hast lad mal ein paar Bilder von deinem Sorgenkind hoch.

 

Die Baubeschreibung sagt:
Aussenwände:
9,5mm Gipskarton
13 mm Spanplatte
Polyäthylenfolie als Dampfsperre
120 mm Holzrahmenkonstruktion
80mm Steinwolle als Ausfachung
13 mm Spanplatte
20 mm Spezial Hartschaumplatte
Zwischenspachtel
3 mm Struktur-Kunststoffputz

Was bedeutet alukaschierte Dämmung?

 

Es gibt Dämmstoffe mit aufgeklebter Alufolie als Dampfsperre. Wurde lange verbaut. In diesem Fall aber nicht.

 

Fotos werd ich machen, kann sie aber erst übermorgen hochladen

 

Das ist eigentlich ein total beschissener Wandaufbau gerade nach außen die Harschaumplatte. Das ist nochmal eine Dampfbremse auf der Außenwand.

 

Holzwurm,

daran werde ich aber ohne grösseren Aufwand nix ändern können...

 

... würde hierzu eine Stück Dampfsperrfolie nehmen und das Abklebeband von Siga ( Grün oder Gelb )

 

Geändert von Straubi (27.03.2014 um 12:48 Uhr)
Ne wenn du da was ändern willst ist das mächtig Aufwand deswegen muss deine Dampfsperre um so besser ausgeführt sein.
Aber wenn wenn du eh alles runter nehmen willst würd ich die alte Dampfsperre entfernen die Wand ein bisschen auffüttern und noch ein bisschen mehr dämmen weil 8cm Dämmung ist ja nicht wirklich was. Ist denn Luft zwischen Hartschaumplatte und der 8cm Dämmung?

 

So siehts aus...

Bild 1 hinter einer alten Dose
Bild 2 mit Bohrung und Sägung für neue Dose
Bild 3 die alten Wasseranschlüsse

Reparaturmaterial Siga Rissan und Sicrall ist bestellt...
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Wand-1.jpg
Hits:	0
Größe:	375,2 KB
ID:	25397   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Wand-2.jpg
Hits:	0
Größe:	348,3 KB
ID:	25398   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Wand-3.jpg
Hits:	0
Größe:	418,6 KB
ID:	25399  

 

Oh je wenn man die Bikder sieht möchte ich gar nicht wissen wie die ganen Anschüsse und Kabeldurchführungen aussehen. Wenn du jetzt einen neue Küche bekommst kann ich Dir nur raten sanier richtig weil Küche und Bad sind die Räume die am wenigsten renoviert werd.... also wenn da die neue Küche rein kommt wird die Wand bestimmt in den nächsen 20Jahren nicht mehr aufgemacht. Zu dem sind Küche, Bad und Schlafzimmer die Räume wo an meisten Wasserdampf entsteht.

 

Die Folie sieht mir aber nicht nach Dampfsperre oder -bremse aus. Könnte es sein, dass der Verbauer das nur vor die Unterlattung genagelt hat um die Dämmung gegen herausfallen zu sichern bis die Platten drankamen? Es sieht so gestopft aus, deswegen komme ich drauf.

Als Hohlwanddosen gibt es auch die von Kaiser mit windichten Durchführungen, kann ich Dir ans Herz legen!

Und irgendwie muss ich ja dem Holzwurm recht geben - machs lieber jetzt anständig und Du wirst mehr ruhige Nächte habe als Du urlaub kriegst, wenn's **** endet und Du nach kurzer Zeit MUSST aber nicht gut kannst!

Die Spanplatten sind eventuell ja auch noch voll mit Formaldehyd und Weichmachern...

nun gut, Du bist ja schon groß!

Gruß, Ingo

 

Zitat von pflymli
[...]Die Spanplatten sind eventuell ja auch noch voll mit Formaldehyd und Weichmachern...
Das ist eine sehr gewagte Behauptung und ist ohne genaue Kenntnis der verbauten Werkstoffe gar nicht zu treffen. Die Konzentration gefährlicher VOCs (Volatile Organic Compounds - Flücjtiger Organischer Verbindungen) ist in Städten oder Nadelwälder stets höher als bei Verwendung von OSB-Platten der Emissionsklasse E1. Sei Anfang der 80er werden die auch heute geltenden Grenzwerte nicht mehr überschritten.
In D dürfen seit längerem keine anderen Plattenwerkstoffe als Klasse E1 mehr verkauft werden und sind durch die Gefahrstoffverordnung schlicht und ergreifend verboten..

hierzu auch ein Zitat von Ökotest:
"Wie unser Testergebnis zeigt, haben OSB-Platten ein höheres VOC-Risiko als andere Holzwerkstoffplatten, jedoch kein Formaldehyd-Problem."

Ja, die unbelegte Behauptungen und Überdramatisierungen finde ich unverantwortlich und sehr ärgerlich! Ob das bei dem von Babelfisch gekauften Haus tatsächlich so ist, ließe sich nur und auschließlich durch eine umfangreiche Untersuchung feststellen.

Hier auch noch was zur Wissensvermehrung.

Dramatischer ist da schon die zerstörte Dampfsperre, die letztlich zu Belastung mit Schimmelsporen in der Raumluft führen kann.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht