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Dampfsperre hinter Gipskartonplatte?

15.11.2015, 19:30
Geändert von Holzamateur12 (15.11.2015 um 19:36 Uhr)
Moin!
Früher hat man es doch so gemacht!?
Von Außen nach Innen gesehen.
Dämmung, dann Dampfsperrfolie, dann die Gipskartonplatte vor.
Das wäre doch die "einfache" Version?
Für Altbau könnte ich es doch so machen? wenn ich es simpel will?

Weiß auch, das es heute mit mehreren anderen, zusätzlichen, Schichten gemacht wird!
Auch mit OSB Platten noch dazwischen.
Was wäre eine schnelle und gute alternative zum einfachen oberen, System, ohne den Aufwand zu übertreiben?

Renoviere mein Schlafzimmer! Soll ich die Wände und die Decke, komplett, mit Dampfsperrfolie, hinter den Gipskarton, machen?
Rund umzu?
Selbst an der Decke (Rigips), könnte ich dies von oben aus, nachrüsten, spartansich.

Momentan ist da weder eine Dämmung oben drauf, noch haben die damals in den 60/70 Jahren Damsperrfolien verlegt.Also nicht bei uns.

Wollte die Decke , mit 96 cm Rockwool dämmen, dann da die Dampfsperrfolie unter..?
 
Dämmschicht, dämmung, Dampfsperre Dämmschicht, dämmung, Dampfsperre
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11 Antworten
Woody  
Warum Dampfsperre? Die macht man doch nur an Außenwänden und Dach. Da wo extreme Temp.unterschiede vorhanden sind und dementsprechend auch Wasser kondensieren kann. Meinst du auch die Außenwände?

Mir wurde zudem auch mal gesagt, dass Innendämmung immer die schlechtere Alternative ist.

 

Geändert von Woody (15.11.2015 um 19:46 Uhr)
Hallo
Ich habe gerade nun auch gegoogelt!
Die Sache ist auch wieder komplizierter wie gedacht! Wie so ziemich alles, wenn man es sich genauer ansieht.
Gibt nicht nur Damsperrfolien sondern auch Dampsperrbremsen...

Es ist eine Innenwand zwischen zwei Räumen die ich erst mal neu machen muss.
Denke gerade, ich werde da Dämmung machen, dann OSB Platten anschrauben und dann einfach Gipskartonplatten darauf. Ohne Dampfsperrfolie..meinst Du ja auch?
Zumal die OSB ja schon Feuchtigkeitsdicht sind, weil ja verklebt?

Dann habe ich noch eine Wand, da ist gleich die Außenklinkerwand hinter.
Wie mache ich das da?
Da könnte ich erst Isolieren mit Rockwool, dann eine Dampfbremsfolie einziehen, weil ja Außenwand, dann die Lattung, und dann die GK Platte.


Die Lattung der GK Platte macht man immer über die Dampfbremsfolie, damit man nicht zu viel Schrauben durch die Folie haut? oder welchen Sinn hat das sonst?

 

Geändert von Holzamateur12 (15.11.2015 um 20:17 Uhr)
Woody  
Ich bin da auch nicht der Profi, nur würde ich eine Innenwand zwischen 2 Räumen nicht dämmen. Wo liegt der Sinn für dich?

Eine Außenwand von innen zu dämmen ist wie schon gesagt, immer nur Mittel 2.Wahl. Eine Ziegelwand o.ä. kann wesentlich mehr Wärme (von innen) speichern als zBsp nur eine dünne GK-Platte.

Warum man die Lattung über die Folie macht, kann ich dir auch nicht sagen. Von der Logik her meine ich aber, hält die Lattung die Folie und das dahintergestopfte Dämmmaterial an Ort und Stelle.

Es wird sich aber sicher noch ein Profi hier zu Wort melden. RedScorpion ist ja irgendwie leider seit Monaten nicht mehr anwesend. Der wäre dein Ansprechpartner gewesen.

 

Die Innenwand zu dämmen macht Sinn wegen der Schallübertragung. Die Wärmedämmung ist dabei nicht entscheident. Ggf. muss eine andere, schwerere Dämmung (Steinwolle) verwendet werden.

Zur Außenwand: Hier wäre der Aufbau interessant. Besteht zwischen der Klinkerfassade und der Hauswand nicht schon eine Dampfsperre? Dann wäre innen meiner Meinung nach nichts weiter notwendig.

 

Hallo Holzamateur12,
wenn du die Innenwände zwecks Schalldämmung dämmen möchtest warum dann nicht eine Steinwolle.
Eine Dampfsperre hat eine andere Funktion.
Mein Einfamilienhaus ist ein Fertigteilhaus von Hartl, und die haben eine Dampfsperre bei den Außenwänden aber nicht bei den Innenwänden gemacht.
Eine Hausbaufirma sollte wissen warum.

 

Würde ich nun auch sagen, alleine schon wegen der Schallübertragung, muss ich da dämmen. Ich habe ja auch Rockwool, das extra für Schalldämmung ist, bzw. dafür mehr wirbt, als mit der Wärmedämmung.

Es ist ein Uraltes Bauernhaus. Momentan ist es so...Klinkerwand, also so 10 cm normaler Rotklinker zirka, dann ist da 30 cm Luft, dann kommt die Rigipswand und dann ist schon der Innenraum. Schreibe Rigips, weil das wirklich Original Rigips noch ist 8mm

Nun setze ich die Rigipswand 20 cm weiter zurück, an die Klinkerwand. 10 cm kommt Dämmung zwischen.
Könnte auch da OSB Platten verbauen, und dann die GK Platten auf den OSB rauf.
Angeblich wirken OSB wie Dampfbremsen..

Mit dieser Dampsbremse durchblicke ich die Sache noch nicht so 100%, es geht wohl um die Ausdünstungen des Menschen, die drohen nach Außen zu kommen, dort dann mit der kalten Luft kondensieren und Wasserdampf bilden, das denn schimmelt.
Blos ganz Luftdicht darf man das auch nicht machen, sonst schimmelt es wohl auch...

 

Zur Innenwand: Hier brauchst Du definitiv keine Dampfsperre. Stell die Ständerwand auf, fülle die Zwischenräume mit Mineralfaser auf. Nun kannst Du entweder doppelt Gipskarton aufschrauben oder OSB plus Gipskarton. Wie Du magst. Das OSB hat eben den Charme, dass Du besser Schrauben für Schränke befestigen kannst.

Zur Außenwand: Das sollte sich ein Fachmann anschauen. Von Innenisolierungen rät man im Allgemeinen eher ab. Du sperrst von innen ab und Feuchtigkeit kann in feuchteren Monaten innen nicht abtrocknen, verbleibt also eher in der Wand. Das könnte Schimmel hinter der Dampfsperre fördern. Du machst durch die Isolierung den Wohnraum kleiner. Meines Erachtens solltest Du dann so vorgehen: Dampfsperre auf die Wand, genug Überstand lassen, Unterkonstruktion aufschrauben, Zwischenfächer mit Mineralfaser füllen, Dampfsperren-Überstände von hinten nach vorne klappen, antackern. Nun Dampfsperre auf diese Wand aufbringen, ebenfalls antackern und das ganze ordentlich dicht abkleben. Gipskarton aufschrauben. Abspachteln fertig. Das Problem: Der Taupunkt verschiebt sich nun in diese Wandkonstruktion. Zur Erklärung. Die Luftfeuchte kondensiert je nach Temperatur und Feuchtegehalt. Angenommen, die Temperatur ist Außen -10 Grad, innen 20 Grad. Die Luftfeuchte kondensiert bei 10 Grad, könnte dies an der Wandoberfläche passieren - Schimmelbildung. Du siehst und weißt, Du musst mehr lüften oder heizen. Jetzt hast Du isoliert. Die Wand ist innen nun nicht 10 Grad, sondern 12 Grad. Hinter dem Rigips auf der Folie sind die 10 Grad. Wo kondensiert es jetzt? Genau. Du siehst es nicht und Du hast das Problem, dass der Rigips nach und nach durchschimmelt ohne dass das jemand merkt. Deshalb isoliert man von Außen. Meine Meinung, lass die Isolierung sein und lüfte ausreichend,maorge für gute Luftumwälzung, vermeide Schränke an Außenwänden und lebe einfach damit, dass du Wärmeverluste hast. Sofern Du mit Schimmel keine Probleme hast, lass es wie es ist. Das ist in der Regel der sichere Weg.

 

Sorry, wir schrieben gleichzeitig. Du hast wirklich 30 cm Hohlraum zwischen Außenwand und Klinker? Ich würde einen Bausachverständigen holen. Es könnte evtl. auch hilfreich sein, hinter den Klinker eine Dampfsperre zu setzen, dann Styrodur anzubringen und davor eine Ytong-Mauer zu setzen. Tut mir leid, aber da kann ich auch nicht helfen. Aber eine Außenwand von insg. 40 cm wollte ich auch nicht haben.

 

Zu den Ausdünstungen des Menschen. Das kannst Du vernachlässigen. Angenommen, die Luft hat 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, was für ein gesundes Klima bei uns spricht. Jetzt lässt Du etwas verdunsten (Kochtopf, Dusche) - mit Fenster öffnen ist der Konzentrationsausgleich hergestellt. Innen und Außen wieder 60 Prozent. Das Problem ist, dass bei entsprechenden Temperaturen die warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Sie kühlt dann z.B. An der Wand ab und die Luft gibt diese Feuchtigkeit wieder ab - die Feuchte kondensiert. So wie im Gras der Tau in der Nacht. Ob nun Menschen da sind oder nicht, es passiert so oder so.

Früher hat man im Winter keine 23 Grad in den Zimmern gehabt und auch nicht zugleich noch hohe Luftfeuchte erzeugt. Die Fenster und Türen waren undicht und es gab ständigen Austausch zwischen innen und Außen. Heutzutage macht man alles dicht, hat Innen schöne Temperaturen und eben auch hihe Luftfeuchte. Man lüftet viel zu wenig, um keine Heizungswärme zu verlieren. Und so bekommt man regelmäßig Schimmel in die Häuser.

Die Frage ist lediglich, ob Du im Haus eine Stelle hast, die kühler als der Taupunkt ist. Das kann ein Fenster sein, an dem die Feuchtigkeit sichtbar wird oder eine Ecke an den Zimmerwänden, ein Kamin ... Du musst schauen, dass keine Stelle so kühl ist, dass die Luftfeuchte, die einfach da ist, kondensiert. am besten wäre einfach ein homogenes System der Außenwand, so dass der Taupunkt irgendwo mitten in der Wand liegt, wo aber keine Luftfeuchte hinkommt, die dort kondensieren kann. Meine Meinung: Innen eine Wand vormauern. Klinker, Dampfsperre, Mineralwolle, Dampfsperre, Mauer, Putz.

 

Erst mal recht herzlichen Danke! Rainerle.
Man Bruder macht schon immer Witze über diese Wohnung hier.
"Da waren die damals jeden Tag besoffen, wo die das gebaut haben", oder "da findest Du bestimmt Kümmerling Flaschen hinter der Wand"...
Andere Zeiten andere Sitten, damals hat sich kein Ars...um Isolierung und Co gekümmert, und wenn dann nur das absolute Mindestmaß. Heizöl und sonst was, war so günstig, das es sich wohl auch nicht richtig gelohnt hat.

Ich will nun auch nicht soo viel Aufwand betreiben, ein guter Mittelweg wäre schön.
Denn Aufwand = Geld = Zeit und beides habe ich eigentlich nicht oder nicht über.

Es muss das Beste draus gemacht werden, aber mir ein Weg offengehalten werden, das ich es später bei Bedarf noch mal umändern kann, bzw. erweitern kann, ohne alles wieder abreißen zu müssen.Ein Mindestmaß an Qualität muss da sein!

Ich studiere nun noch mal weiter! Danke Dir erst mal soweit! Werde mir das noch mal zu Gemüte führen!

Auch Danke an alle anderen Helfer!

 

Wenn du Dämmen möchtest mach dich mal über "Einblasdämmung" schlau. Wenn du 2 Schalige Außenwände hast, kann man dazwischen Dämmkügelchen füllen. Natrlich gilt auch dabei, vom Fachmann checken lassen, wegen Taupunkt usw.

 

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