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Dämmwolle Nass durch Kondenswasser! Was tun?

16.11.2013, 15:44
Hallo,
Ich baue mir seit einem Jahr ein Gartenhaus,es ist nun fast fertig,nurnoch ein paar Kleinigkeiten am Boden und an den Wänden.
Doch nun habe ich was schlimmes entdeckt:
Als ich die Letzen OSB Platten für den Boden verlegen wollte und die Dampfbremse ausrichten wollte,sah ich das die Glaswolle komplett durchnässt ist!Sie liegt jetzt seit gut 3 Monaten.
Der aufbau des Bodens sieht so aus:
Erde-> Stein(knochenstein)->Holzbalken,dzwischen Steinwolle(40mm)->Dampfsperre->OSB Platten.
Das hesst die Glaswolle liegt direkt auf den Steinen auf,ich vermute das die Bodenfeuchtigkeit in die Glaswolle eingedrungen ist.Ich weiss nicht ob es im kompletten Boden Nass ist,da der meisste Teil fertig ist,kann ich es nicht sehen.Ich gehe aber davon aus...
Die Dampfsperre Spert allerdings super,die OSB Platten sind Trocken...
Kann man dagegen noch was unternehmen??? Ist es sehr schlimm wenn ich es Ignoriere,ausser das die Glaswolle nichtmehr Dämmt? Ich nehme an die Schimmelgefahr ist sehr gross?
Die Wände und das Dach ist (noch) Trocken.
 
Dämmwolle, Kondenswsser Dämmwolle, Kondenswsser
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15 Antworten
Du bist doch der Spezialheld mit der Gartenhütte, oder?

Zitat von Tackleberry
Kurze Frage:
Wie hast du dir das mit dem Dämmen vorgestellt? Nach deinen Vorstellungen garantiere ich dir, dass du nach kürzester Zeit eine feuchte Dämmung hast.
Mach die vorher Gedanken über den Boden-Wand Anschluss und denk mal über die Nutzung einer Dampfsperre nach.
Hier ist ein optimaler Gartenhauswandaufbau skizziert.
Das habe ich vor gut einem Jahr geschrieben. Daran ändert sich auch nichts, weder am Boden noch an der Decke.
Jetzt hast du die Soße.

Rausreißen und vernünftig neu machen.
Wenn du es vernünftig machen willst, melde dich zu Wort.

 

Das nasse Material muss erst mal raus. Wenn du Hütte schon drauf steht wird das natürlich lustig. Wenn das Dämmmaterial im Wasser liegt, werden wohl. auch die Balken im Wasser liegen und dir in ein paar Jahren wegfaulen. Spätestens dann kannst du die Hütte mit einem vernünftigen Bodenaufbau neu machen.

 

Erde-> Stein(knochenstein)->Holzbalken,dzwischen Steinwolle(40mm)->Dampfsperre->OSB Platten.

da liegt schon der Fehler......deine Steinwolle liegt direkt auf dem Stein ohne Schutz ...
sind deine Holzbalken wenigstens behandelt?
ich denke du musst alles wieder zurückbauen so wird das nix mit feuchter Steinwolle...
irgendwo kommt ja die Feuchtigkeit her...

Ps: aber warum dämmst du ein Gartenhaus? wird es bei kalten Temperaturen bewohnt?

 

Geändert von TroppY777 (16.11.2013 um 17:00 Uhr)
Wir hatten so was auch schon damals im Dach. hilft nur alles raus. Holz trocken werden lassen und dann behandeln und nach der Ursache suchen. Hol Dir einen Fachmann.
Hört sich nach fehlender Hinterlüftung an , die Steinwolle darf nicht mit den Boden in Verbindung kommen

 

Geändert von MopsHeim (16.11.2013 um 17:20 Uhr)
Ich denke auch, dass es die Hinterlüftung ist. Die Dämmung darf nach außen nicht aufliegen. Da sollten etwa 2cm Luft sein.

 

@Ricc und Mopsheim

Das wird aber auch die Hinterlüftung wenig Abhilfe schaffen.
Durch die Steine wir noch mehr als genug Feuchtigkeit in die Dämmung ziehen.

Da fehlt entweder eine Schalung mit Folie, DWD Platte oder nur Folie.


Aber bei dem Schuppen ist selbst der Abriss zu teuer.....

 

Wenn Die Dämmung keinen Kontakt zu den Steinen hat (darum die 2cm) wie soll die Feuchtigkeit da rein ziehen?

 

Dafür wird die Luftfeuchtigkeit schon reichen.
Leg man ein Stück Dämmung mit ein bisschen Hinterlüftung auf eine gepflasterte Fläche.
Ich garantiere dir, dass die im Herbst nach einer Woche schön feucht ist.


Nächstes Problem wären Insekten und Tiere die deine Dämmung sicherlich angenehm finden.

 

Ich habe nun erstmal den kompletten Boden geöffnet,erstes Dämmaterial habe ich rausgenommen,morgen kommt das letzte Zeug raus.
Meine Überlegung ist nun,die Wolle raus zu lassen,und nur die Dampfsperre zu lassen,damit keine Feuchtigkeit ins innere kommt.
Da mache ich mir allerdings Gedanken wie schon angesprochen,um die Holzbalken(sind allerdings behandelt)
Und vorallem,das die Feuchtigkeit vom Boden entlang der Dampfsperre in die Wände zieht.
(siehe Zeichnung)
Kann ich das Dämmstoff weglassen?Und kann ich mit silikon z.B. zwischen Dampfsperre und balken verhindern das die Feuchtigkeit in die Wände zieht,oder kommt Feuchtigkeit auch durch den Holzbalken?
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Name:	Unbenannt.jpg
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Im übrigen sollte ich erwähnen,das es sich NICHT um die Baracke aus den alten Themen Handelt!!! Der Schuppen wurde bereits abgerissen!
Kurz dannach habe ich begonnen einen komplett neuen an einer anderen Stelle zu erbauen.
Dieser Schuppen besitzt nun Kunststoffenster,ein Bitumendach,Strom,der Professionell (!!!) in den Wänden verlegt wurde usw.Es lief auch alles wie geplant,aber dann kam halt der Rückschlag mit den Boden...

Die Dämmung soll übrigens zu 80 % nur für Schallschutz sein,daher ist sie am Boden nicht allzu Wichtig.

 

Frei nach dem Motto:
Schaum und Silikon ersetzen die Präzision!

Erstens ist OSB für Außen denkbar ungeeignet.
Hier hätte eine DWD-Platte eingesetzt werden müssen, oder eine vgl. Folie.
Ich verstehe auch den Sinn der Kombination aus OSB und Folie nicht, OSB ist mit verklebten Nähten auch als Dampfbremse einsetzbar.


Wie willst du denn da unten ran kommen?
Wenn du es vernünftig machen willst kaufst du dir ein paar Beutel Primur o.ä. und verklebst alles feinsäuberlich, die Holz Folien Verbindung klappt auch mit Sicrall o.ä.
Grundvorraussetzung: Trockener und Staubfreier Untergrund.

Hast du denn überhaupt den Rest der Folie verklebt?

Dein nächste Problem wird die Dämmung in der Wand sein, hier kann mgl. Feuchtigkeit nicht entweichen. Die OSB, Folien, OSB Kombination ist so dicht, dass möglicher Wasserdampf nicht entkommen kann.
Hier hättest du entweder eine Hintelüftung oder eine diff. offene Platte/Folie verbauen müssen.

Fragen beantwortet?


EDIT:
Du bist also zur Venunft gekommen.
Sehr gut.

 

Geändert von Tackleberry (16.11.2013 um 19:57 Uhr)
Ich habe mich vor den Neubau gründlich im Internet Infomiert,Zudem bekam ich ein paar Infos von meinen Tischlerchef.
Daher ist mir auch klar,das OSB Dampfdicht ist.Das war sogar die Überlegung.Ich wollte gezielt das es doppelt dicht ist,da ich dachte,lieber zu viel als zu wenig...
Das OSB 3 wurde aussen mit Holzschutzmittel gestrichen,und das Dach 15 cm überlappend gemacht,unten so,das es kein Direkten Bodenkontakt hat(mit Bitumen)
Aber darum soll es nicht gehen.
Bezüglich Abdichtung zwischen Balken und Dampfbremse:
Da ich den kompletten Boden geöffnet habe, inklusive Dampfbremse,komme ich Locker noch an der fraglichen stelle dran.
Kann ich da also mit doppelseitigen "Klebeband", http://www.ebay.de/itm/2x-bauFIT-TK2...item51b0888502 oder mit diesen Anschlusskleber:http://www.ebay.de/itm/2-bauFIT-DK60...item27da77bce2 abdichten?

 

Letztlich ist das Klebeband die Wurst auf der Rolle.
Ich würde aber zum Beutel raten, eine geeignete Spritze sollte man aber besitzen.

Anstelle eines Tischlers hättest du auch einen Glaser fragen können, die haben auch wenig Plan von korrekten Wandaufbauten.
Ob OSB/3 oder nicht ist wumpe. Fakt ist, dein Aufbau ist zu Dicht und bauphysikalisch nicht sinnvoll.
Ich möchte dich nur auch die Fehler hinweisen um zu vermeiden, dass du nächstes Jahr alles wieder zerlegen darfst.

 

Geändert von Tackleberry (16.11.2013 um 20:46 Uhr)
Hallo Boxenbauer,
wollte mich eigentlich nicht mehr in diesem Forum beteiligen... aber hin und wieder
schau ich doch mal eine !
Also Deine Steinwolle ist so ziemlich das BESTE Material für grosse HI-FI Boxen !
Für Deine kl. Hütte kann ich Dir nur Perlite empfehlen !!! das sind geschäumte
Kunststoffperlen ( etwa 2 - 8 mm Durchm.) aus PE... und da hier keine Sonne drauf
scheint, hält das Zeug ( zum Schütten in Säcken , im Baumarkt noch recht preiswert )...
ewig.. verrottet nicht, verklumpt nicht.... und kann auch die senkrechten Hohlräume
gut füllen.. geht auch ( bei Senkrecht ) etwas zu verstampfen ( verdichten ! )
Hier fühlt sich kein Ungeziefer wohl... schmeckt nicht nach "hüh oder hott" und nimmt
keine Muffgerüche an !
Im Übrigen sollten auch Innenflächen aus OSB usw. mind. 1x gestrichen werden, an den Aussenplatten ( Innenseite) eine 0,2 mm Folie auftackern ( mit Überlappung = lückenlos )
dann die Innenwand anbringen ! ( Öffnungen für Perlite-Schüttung nicht vergessen)
Viel Erfolg von Hazett

 

Geändert von Hazett (17.11.2013 um 16:50 Uhr)
Die Gesetze der allmächtigen Natur kann man nicht übergehen. Es lohnt sich, ein wenig Bauphysik zu studieren.
Ich empfehle dazu den folgenden Link:
http://tinyurl.com/d62mhy2 oder
https://docs.google.com/document/d/168Zip6awcfaz8VBjjyGgj_GvaoEN3ON8pQVBKwTrfjo/edit?hl=en#

Das Beispiel ziemlich am Schluß läßt sich leicht auf alle anderen Fälle abwandeln. Man muß nur die für die jeweiligen Baustoffe gültigen Werte einsetzen und nicht vorhandene Schichten weglassen. So kann man eine dauerhaft wirksame Isolierung schaffen.

 

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