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Dämmung

17.09.2013, 06:59
Hallo,
ich baue gerade einen Teil des Dachbodens eines sehr alten Hauses aus. Da ich nicht mehr Auf-Dach isolieren kann habe ich beschlossen zwischen den Sparren mit 200mm Mineralwolle zu isolieren. Darunter kommt dann dir Schweisfolie und dann die Verkleidung (Rigips oder OSB).
Jetzt meine Frage zum Wandanschluß:
Da die Wände ebenfalla mit mind. 80mm Mineralwolle gedämmt werden frage ich mich ob die Schweisfolie dann an allen Seiten bis zum Boden zu ziehen ist oder wird diese nur an den Decken (Dachachrägen) benötigt?
Gruß Dirk
 
Dachausbau, dämmung, Isolation Dachausbau, dämmung, Isolation
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15 Antworten
hab hier was gefunden ;
http://www.youtube.com/watch?v=YOlxJWmsOSI

 

Interessantes Video...

Ich frage mich nur, warum er die Folie über die Trockenbauwand legt?

In meinem Haus ist das drunter...

Vllt. erklärt sich das mit Ton - ist bei mir in der Arbeit aus...

Die Trockenbauwände hat er auch schlecht verlegt -> Kreuzungen vermeiden...

 

Hab es so auch noch nicht gesehen.

 

Hab ich das richtig verstanden, dass du die Wände auf der Innenseite auch mit Mineralwolle dämmen willst? Willst du Platten nehmen oder die Rollenware?

 

Ein altes Gebäude richtig zu dämmen ist gut, eine falsch ausgeführte Dämmung kann letztlich die Bausubstanz zerstören. Klar kannst du das selber machen, aber ich würde es definitiv nur mit einer fachlich kompetenten Beratung machen z.B. durch einen BAFA-zertifizierten Energieberater.

 

Bevor du dein Dach verschlimmbesserst habe ich ein paar Fragen.

200mm, also vollgedämmte Sparren? Dann hast du also eine diff. offene Unterspannbahn?
Soll Schweißfolie eine Dampfbremse sein?

Hast du dir das mit der Vorsatzschale mal durchrechnen lassen?
Welche Dämmung soll da rein? Steinwolle Kerndämmung?

Grundsätzlich musst du die Dampfbremse überall bis auf den Boden runterziehen, also auch an der Vorsatzschale.
Das kannst du dir allerdings sparen wenn du zugelassene OSB Platten verlegst und deren Stöße verklebst (mit Sicrall o.ä.)

Wenn du mehr Fragen hast, nur zu!

 

Wenn Du noch ein paar cm Platz unter den Sparren hast, wär vielleich das Hallerdach eine Überlegung wert - ich hab damit sehr gute Erfahrung.

 

Hallo,
danke für die schnelle Antworten - ist echt toll hier.
@Tackleberry: Das Dach ist so aufgebaut das auf den Sparren eine diff offene Unterspannbahn verlegt ist und darauf die Lattung sammt Ziegel.
Zwischen den Sparren will ich die 160-200mm Steinwolle verlegen (Rollenware) und darunter dann mit einer Dampfbremse abdichten (Hatte wohl die falsche Beteichnung gewählt). Dampfbremse ist doch die Folie die ich absolut dicht (an den überlappenden Stößen) mit Spezialklebeband verkleben muss - oder?

An den Wänden will ich zum Dämmen Plattenware des gleichen Materials verlegen und davor dann die Trockenbau-Wand. Die Wände werden teilweise mit OSB (wo ich stabile Wände für Küchenmöbel benötige) und teilweise mit Rigips (ein oder zweilagig) beplankt.

Wenn ich euch richtig verstanden habe muss ich mit der Folie bis auf den Boden gehen und dort auch dampfdicht verkleben.

Bis auf den Rohbauboden oder den aufgeständerten Holzboden (ebenfalls OSB-Platten) ?

 

Zitat von diwe63
Hallo,
danke für die schnelle Antworten - ist echt toll hier.
@Tackleberry: Das Dach ist so aufgebaut das auf den Sparren eine diff offene Unterspannbahn verlegt ist und darauf die Lattung sammt Ziegel.
Das klingt gut.

Zitat von diwe63
Zwischen den Sparren will ich die 160-200mm Steinwolle verlegen (Rollenware) und darunter dann mit einer Dampfbremse abdichten (Hatte wohl die falsche Beteichnung gewählt). Dampfbremse ist doch die Folie die ich absolut dicht (an den überlappenden Stößen) mit Spezialklebeband verkleben muss - oder?
Da du eine diff. offene Unterspannbahn hast kannst du die ganze Sparrenhöhe dämmen.
Da ist auch eine Geldfrage, aber grundsätzlich hätte ich das jedem empfohlen.
Was hast du denn für Sparren?
Hast du schonmal an die EnEV gedacht?

Zitat von diwe63
An den Wänden will ich zum Dämmen Plattenware des gleichen Materials verlegen und davor dann die Trockenbau-Wand. Die Wände werden teilweise mit OSB (wo ich stabile Wände für Küchenmöbel benötige) und teilweise mit Rigips (ein oder zweilagig) beplankt.
Ok.
Kennst du den Aufbau deines Mauerwerks und hast du dir das schonmal durchrechnen lassen?
Sonst kann es sein das sich der Taupunkt in die Dämmung verschiebt, so hättest du eine Schimmelfarm in der Wand.
Geschmackssache, aber ich muss sowas nicht haben.

Zitat von diwe63
Wenn ich euch richtig verstanden habe muss ich mit der Folie bis auf den Boden gehen und dort auch dampfdicht verkleben.

Bis auf den Rohbauboden oder den aufgeständerten Holzboden (ebenfalls OSB-Platten) ?
Genau, die Folie muss überall luftdicht angeschlossen werden.
Möchtest du auch einen Kniestock einziehen? Oder bis an die Pfette runtegehen?
Hast du vielleicht sogar ein Kniestock-Dach?
Wenn du Kniestöcke einziehst muss du an diesen die Folie runterführen und auf dem Boden verkleben.
Willst die Traufseiten nicht mit einer Vorsatzschale versehen kannst du auch die Folie auf das Mauerwerk kleben.


Optimalerweise auf den Rohfußboden.
Allerdings sollte auch nichts dagegen sprechen wenn du auf die OSB Platte gehst.
Vielleicht kann da jemand nochmal eine 100%tige Antwort geben...

 

Zitat von diwe63
An den Wänden will ich zum Dämmen Plattenware des gleichen Materials verlegen und davor dann die Trockenbau-Wand. Die Wände werden teilweise mit OSB (wo ich stabile Wände für Küchenmöbel benötige) und teilweise mit Rigips (ein oder zweilagig) beplankt.
Wände von Innen Dämmen kann bei kleinen Fehlern zu grossen Schäden führen.

Bevor du jetzt Geld in Dämmung ausgibst hol dir erst mal einen Energieberater oder ähnliches um die Dämmung auszulegen vor allem auch die Innendämmung der Wand.

 

Der Kniestodk ist bauseitig schon vorhanden und ca 1,4m hoch. Ich wollte an den Balken beginnend eine Unterkonstruktion bis auf den Boden befestigen (60x80-Kanthölzer) und dazwischen ebenfalls mit 80mm Mineralwolle isolieren. Davor dann wieder die Folie (am besten durchgehend von der Dachschräge) bis zum Fußboden. Darauf wird dann Rigips oder OSB verschraubt.

Das mit dem Taupunkt muss ich mir noch mal genau ansehen. Die Giebel- und Kniestock-Wände sind ca 30cm dick und (da das Haus 200 Jahre alt ist) aus rauhem Mauerwerk und teilweise gebrannten Ziegelsteinen. Ich dachte das ist dick genug wg der Taupunkt-Thematik.

 

Der Aufbau passt soweit.
Vergiss aber die UK unter dem GK nicht.

Zur Taupunktverschiebung sage ich besser nichts.
Da solltest du in den sauren Apfel beißen und zu einem Fachmann latschen.

Das kann dir im nachhinein viel ärger sparen.

 

Zitat von diwe63
[...] Ich dachte das ist dick genug wg der Taupunkt-Thematik.
Denken ist schon mal nicht schlecht aber rechnen und wissen ist wesentlich besser! Du wärst nicht der Erste der nur gedacht hat und sich später über die Zerstörung seiner Bausubstanz gewundert hat.

 

Geh mal auf fachwerk .de Da gibt es weiterführende Links.

 

Da gibt es viele falsche Vorstellungen, die von vielen sogenannten Fachleuten verbreitet werden, wenn sie damit Geld gewinnen können.
Näheres unter
http://tinyurl.com/d62mhy2
Die in einem einzigen Haus gefundenen Fehler zum obigen Thema habe ich unter
https://docs.google.com/document/d/168Zip6awcfaz8VBjjyGgj_GvaoEN3ON8pQVBKwTrfjo/edit?hl=en#
gesammelt. Ich bin dafür, daß jeder sein Gebäude selbst überprüfen können sollte. Anhand dieser Checkliste sollte er kaum noch einen Fehler übersehen. Die Tabelle ziemlich am Ende des Textes kann leicht auf die Verhältnisse bei allen anderen Kombinationen abgewandelt werden. Wenn man das einmal gemacht hat, bekommt man ein Gefühl dafür, wo es kritisch wird.

 

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