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Dämmstoffe - ihre Vor- und Nachteile

03.02.2012, 16:11
Da es hier ja offensichtlich einige Styroporliebhaber und - gegner gibt, würde ich gerne ausführlicher darüber diskutieren.


Natürlich sind auch Eure Erfahrungen mit anderen Dämmstoffen interessant. So können wir uns gegenseitig informieren und vielleicht bei der Entscheidungswahl helfen.



  • Welchen Dämmstoff nutzt Ihr oder würdet Ihr gerne nutzen.
  • Wo liegen, Eurer Meinung nach, die Vor- und Nachteile?
  • Hattet Ihr schon schlechte Erfahrungen sammeln müssen?
  • Was ist bei welchem Dämmstoff zu beachten?
 
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35 Antworten
Mein Favorit ist Styropor/Neopor/Styrodur.



  • Hingegen einigen Behauptungen enthält Styropor keine Giftstoffe. Styropor darf zum Verpacken von Lebensmittel genutzt werden und darf somit keine Giftstoffe enthalten oder abgeben.
Zitat Wikipedia:
"Polystyrol ist physiologisch unbedenklich und für Lebensmittelverpackungen uneingeschränkt zugelassen.
1967 wurden in der staatlichen Versuchsanstalt Wien Versuchstiere den Verschwelungsgasen von Holz, Filz, Leder, Kork, Schafwolle und verschiedenen Typen von Polystyrol-Hartschaum ausgesetzt. Polystyrol-Hartschaum war das einzige Material, dessen Schwelgas alle Versuchstiere überleben ließ."


  • Styropor enthält weder Algenmittel, noch Antipilzmittel noch Brandverzögerer.



  • Hingegen mancher Meinungen weiß man genau, wie sich Styropor mit der Zeit verhält und wie man es recycelt.
Zitat www.bauweise.net:
"Für Styropor liegt seit 1994 eine umfassende "Lebenswegbilanz" vor, die sämtliche Aspekte von der Produktherstellung bis zur Entsorgung von Abfällen berücksichtigt und die im Vergleich zu anderen Dämmstoffen ganz hervorragend abschneidet."


  • Styropor kann bestens recycelt werden. In Müllverbrennungsanlagen kann Styropor zu 100% verbrannt werden und was nicht verbrannt wird, kann andersweitig (Dämmstoff in Ziegel, Auflockerung von Pflanzenerde....) eingesetzt werden oder wird auf Deponien eingelagert, wo es kein Giftstoffe abgibt.

 

<div>Bitte zuvor alle Beiträge lesen bzw. anschauen, dann Meinung bilden, dann schreiben http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&amp;obj=28888


http://www.3sat.de/page/?source=/hit...832/index.html


http://www.youtube.com/watch?v=rXzRlyyM7bY


http://mediathek.daserste.de/sendung...nn?buchstabe=P</div>

 

Geändert von 2011jes (03.02.2012 um 17:58 Uhr)
  1. Der Link bringt leider nichts, da ich hier an meinem Rechner keinen Ton habe.
  2. Dem Link stimme ich zu, der sagt allerdings nichts gegen Dämmung und Styropor aus.
  3. Leider wieder nur ein Video. Hast Du auch die Kommentare gelesen? Auch Mineralwolle und auch ein unisoliertes Haus brennt. Ein Holzhaus natürlich erst recht. Bei uns ist übrigends Neopor verbaut, welches zwar unter Flammenzugabe brennt aber nicht selbstständig. Wird die Flamme also weggenommen, brennt auch das Neopor nicht weiter. Es wird also weiterentwickelt.
  4. Wieder nur Video.


Es wäre nett, wenn Du auch etwas dazu schreiben würdest.

 

Es ist nicht ein Video sondern drei.
Styropor bzw. ihre Abkömmlinge brennen nicht weil Diese mit Brennhemmmittel durchsetzt sind. Nach wenigen Minuten Großbrand verhalten sich Styropordämmplatten wie Brandbeschleuniger.
Schau Dir alle drei Filme an, dann bitte kommentieren.

 

Geändert von 2011jes (03.02.2012 um 18:17 Uhr)
Styropor wird bekanntlich aus Erdöl hergestellt. Leider ein sehr begrenzter Rohstoff, für Fassadendämmung eigentlich viel zu schade. Geschweige denn verbrennen, bzw. deponieren. Deponieren geht allein schon wegen der immensen Massen was in Deutschland verbaut worden sind schon nicht mehr!
Früher und das weiß ich aus eigener Erfahrung wurden Böden mit Heu und Stroh gedämmt. Es gibt Häuser die werden komplett aus Stroh gebaut, vielleicht ein Ansatz dem man sich zukünftig auch überlegen sollte.

 

Sehr gutes Anschauungsmaterial.... dennoch ist, wenn es einmal wo brennt,
nicht mal die Aussenisolierung die größte Gefahr ...sondern das PVC !!!
welches zu unseren Füßen und als Fensterrahmen ganz nah dran ist !
Warum : Styrol ist ein Erdölprodukt ...auch das Styropor... egal welchen
Handelsnahmen dieses hat ! Die sogenannte "Schwerentflammbarkeit" ist
eine Luftnummer...kommt eine Flamme dran..dann brennt es sehr gut !
ABER::: die Rauchdämpfe sind mit event. feuchten Tüchern vor der
Nase nicht sofort lebensgefährlich !!
ANDERS beim PVC :: PVC ist ein Polyvinylchlorid... das Chlorid sagt aus, daß
es aus SÄURE hergestellt wird....und das macht es so gefährlich...wenn
das Zeug brennt....sind die Rauchschwaden " SALZSÄURE-haltig "
und "zersetzen" beim Einatmen die Lungenbläschen, diese Verletzung ist
fast immer "lebensgefährlich"!
Soviel mal als INFO.... Gruss von Hazett

 

Ekaat  
@Hazett: Schon richtig, daß Chlorgas gesundheitsschädlich bzw. lebensgefährlich ist, da es sich mit der Feuchtigkeit im Rachenraum zu Salzsäure verbindet. Bevor jedoch das PVC so brennt, daß es gefährlich wird, ist meist der Betreffende an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben - von dem, was um PVC herum brennt. Und Polystyrol kann man auch mit einer niedrigen Temperatur (Feuerzeug) zum Brennen bringen.

 

2011jes, Du schreibst von Stroh und Heu als Dämmstoff, aber brennt das nicht noch schneller?

 

Zitat von Hazett
Sehr gutes Anschauungsmaterial.... dennoch ist, wenn es einmal wo brennt,
nicht mal die Aussenisolierung die größte Gefahr ...sondern das PVC !!!
welches zu unseren Füßen und als Fensterrahmen ganz nah dran ist !
Warum : Styrol ist ein Erdölprodukt ...auch das Styropor... egal welchen
Handelsnahmen dieses hat ! Die sogenannte "Schwerentflammbarkeit" ist
eine Luftnummer...
Das stimmt nicht ganz. Die Neoporsteine, welche ich habe, brennen angeblich nicht alleine. Morgen früh bin ich leider arbeiten, aber wenn ich daran denke, mache ich am WE eine Flammprobe.

 

http://www.baupraesent.de/strohhaus.htm

 

sonouno  
Zitat von Ricc
Das stimmt nicht ganz. Die Neoporsteine, welche ich habe, brennen angeblich nicht alleine. Morgen früh bin ich leider arbeiten, aber wenn ich daran denke, mache ich am WE eine Flammprobe.
hihi, der Ricc fackelt am WE sein Haus ab....

 

Brutus  
Zitat von sonouno
hihi, der Ricc fackelt am WE sein Haus ab....
Nix da Haus abfackeln, er meint damit nur Großraumgrillen ;O)

 

Also ich habe Jahre lang WDVS (Wärmedämmverbundsystem) verarbeitet und damit schon zig Häuser eingepackt.Also meine Ansichten...

Vorteile

- Eine höhere raumseitige Wandtemperatur
- Mann spart sich Heizkosten
- Die Schalldämmung wird verbessert
- verminderung der Rißbildung am Aussenputz
- Schutz vor großen Temperatur Schwankungen
- Heizkosteneinsparung (durch geringere Energieverluste)

Nachteile

- relativ hohe Kosten (das Material wird immer teurer)
- sollte nur von Fachleuten ausgeführt werden,da mann viele Fehler machen kann
- Fenster müssen mit gewechselt werden,wenn sie zu alt sind (zusatzkosten)
- nur bedingt mechanisch belastbar
- Anfällig gegen Hagel
- Größere Befestigungen (z.b. Vordächer) sollten vorher abgeklärt werden,das mann einen entsprechenden Unterbau vor der Fassadendämmung anbringen kann
- bei falscher Belüftung kann aufgestaute Feuchtigkeit zu Schimmelbildung führen
- Gerüst wird benötigt (Mehrkosten)


Ich hab da mal einen Bericht gesehen über einen Pilz,der einen höheren Dämmwert wie Styropor hat,nicht entflammbar und zu 100% biologisch abbaubar ist.

Kann mich jetzt auch nicht mehr zu 100% daran erinnern,aber mann kann den Pilz in jede form wachsen lassen (zb.einer 10cm starken Dämmplatte),muss ihn danach nur auf eine Bestimmte Temperatur erhitzen das er nicht mehr weiterwachsen kann.Und kann ihn dann verarbeiten.

Für mich eine echte alternative,da es zu 100% abbaubar ist,weniger Müll bei der Herstellung erzeugt usw.Das Problem werden nur wieder die großen Konzerne und ihre Lobbyisten sein,die sowas natürlich garned brauchen können.

Gruß Stampi

 

Zitat von Brutus
Nix da Haus abfackeln, er meint damit nur Großraumgrillen ;O)
Grillen ??? Wo wann ? da muss ich hin;-)

 

ob eine Verschalung schnell brennt, oder sehr zögerlich, hängt von dem Oberflächen-Schutz derselben ab !
1.) zum Vergleich ( in der Nachbarschaft ) 8 cm Styropor direkt mit Kleber und
spez. Dübeln auf's Mauerwerk befestigt...dann Klebemörtel ( partiel) aufgezogen...
und in diesem Gewebe eingebettet ! Nach Trocknung eine dünne Mörtelschicht
mit der gewünschten Körnung aufgebracht (event.eingefärbt)
abschließend den Fassaden - Anstrich drauf !
Bei dieser Lösung ( wenn es um die Fensterlaibung gut gemacht ist ) ist die
Brandgefahr wesentlich geringer, da das Styropor von der Luft abgeschlossen ist..
und die Zementhaut einen guten Flammen-Widerstand hat !
2.) Segment-Isobauweise : z.B. Großobjekte :: Dabei sind die grossen Styropor-Elemente ( mit abgefasten Kanten, schauen aus wie Blähbetonquader !) ebenfalls mit Kleber und Dübeln befestigt...hier werden nur Fehlstellen verspachtelt....und
dann kommt der Fassaden-Anstrich drauf !
Zwei Dinge sind da von Nachteil... leichter brennbar ! und der UV-Schutz ist nur durch die Fassadenfarbe gegeben !
Styrol (auch die stabilisierten) ist sehr UV- empfindlich...vor allem, wenn es jahrelang
der Sonne ausgesetzt ist...d.h. es versprödet mit der Zeit !

Trotz Bindemittel, sind die mineralischen Dämstoffe im Brandschutz die beste Lösung,
aber die ISO-Werte sind wegen Feucht-Luft Einschlüsse nicht besser als das Styropor !....und sehr umständlich zu verarbeiten, dabei sollte man einen ganzteiligen
Schutzanzug und Maske tragen ! ( für mich wäre das nichts , wie kann man da
die Aussen- Sichtfläche gestalten ?.....wird sehr teuer !!
Gruss von Hazett

 

Geändert von Hazett (05.02.2012 um 10:23 Uhr)
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