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Dämmplatte mit Aluminiumbeschichtung an Kupferrohr

24.11.2011, 08:57
Für die Kellerdeckendämmung würde ich gerne Polyurethan (PUR) Dämmplatten mit einer beidseitigen Aluminiumbeschichtung verwenden. Diese haben eine Wämeleitgruppe von 024. Da unter der Decke auch Wasserleitungen verlaufen, kommt es wahrscheinlich zum Kontakt zwischen Aluminium und Kupfer. Besteht da z.B. die Gefahr des Rostens oder ähnliches?

Als Alternative gibt es nur EPS 032 für ca. den halben Preis.
Was würdet ihr verwenden? Seht ihr Probleme beim Kontakt der Alubeschichtung mit dem Kupferrohr?
 
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18 Antworten
Du wirst dabei auf jeden fall eine galvanische Corrosion haben.
Kupfer und Alu liegen zu weit auseinander und haben ein stark abweichendes elektrisches Potenzial.

Für die galvanische reaktion langen die beiden Metalle und etwas feuchtigkeit.
In diesem Fall wäre Alu die Anode (annehmend) und Kupfer die Katode (abgebend).
Damit würdest du über kurz oder lang undichte Stellen in deiner Kupferleitung bekommen.

 

Funny08  
Edit: Bei Legierungen unproblematisch - wenn aber ein Trägermedium dazwischen kommt - Problematisch.
Also ich sehe da keine Probleme drin - früher gab es mal kupferbeschichtete Aluminiumkabel Cupal hies des glaub ich - und Alu kann auch mit Kupfer legiert werden, einzigst mit Säuren sollte man da vorsichtig sein - aber bei normalem Dämmmaterial brauchst dir meineswissens nach keine Sorgen zu machen

 

Geändert von Funny08 (24.11.2011 um 09:38 Uhr)
Zitat von Funny08
Also ich sehe da keine Probleme drin - früher gab es mal kupferbeschichtete Aluminiumkabel Cupal hies des glaub ich - und Alu kann auch mit Kupfer legiert werden, einzigst mit Säuren sollte man da vorsichtig sein - aber bei normalem Dämmmaterial brauchst dir meineswissens nach keine Sorgen zu machen
Solange man es trocken hält gibt es da kein problem, das stimmt

 

Also ich würde hierfür die Metallische Spannungsreihe zu rate ziehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektro...Spannungsreihe

Dort ergibt sich als Spannungsdifferenz für Cu - Al folgende Rechnung:

0,35V - (-1,66V) = 2,01V was relativ hoch ist.
Das Kupfer würde angegriffen werden, da das Alu die Kathode bildet.

Bei Schiffen werden zwischen Eisen (Fe) und Zink (Zn) extra Opferanoden angeklemmt. OK schwimmt auch im Salzwasser.
Aber die Spannungsdifferenz ist auch deutich geringer. Fe - Zn = 0,32V

Müsste eigentlich schon gehen, musste halt auf Berührungsfreiheit achten.
Und so feucht wird Dein Keller schon nicht sein.

 

Geändert von Bastelfuchs (24.11.2011 um 09:23 Uhr)
Funny08  
Muss euch da recht geben - hab die Galvanik ganz vergessen - da ja beim Verlgen sicher auch Schweiß (Salz) und Luftfeuchtigkeit dazwischen kommt - könnte sich da schon ein Problem mit galvanischer Korrosion einstellen - auch wenn in der Regel die Oxydschicht des Aluminiums das ganze weitestgehend verhindern sollte.

 

Ich habe es befürchtet. Da ich keinen direkten Kontakt ausschließen kann, werde ich dann wohl auf EPS 032 umschwenken.

 

kann es sein, daß Du vergessen hast, die blanken CU-Rohre mit ISO-Schläuchen einzupacken, wenn auch nur wenig Platz zur Decke ist, die dünneren Wickelschläuche
dürften noch Platz haben, dann erst kommt die Decke dran mit den kaschierten PU-
Platten !
Viel Erfolg wünscht Hazett

 

Das lag mir den ganzen Tag auf der Zunge, konnte es aber mit dem Handy nicht loswerden.
Egal wofür die Rohre sind, sie sollten immer isoliert sein. Die Wärme im Raum sollte mit den Heizkörpern geregelt werden und nicht mit den Rohren. Warmes Wasser soll am Wasserhahn ankommen und nicht den Raum heizen und an Kaltwasserleitungen soll sich kein Kondenzwasser sammeln. Also, alles einpacken. Dann klappts auch mit den Platten

 

Ekaat  
Kann nicht recht nachvollziehen WER das mit den kaschierten Kupferrohren gesagt hat, aber es gilt folgendes:
Ein metallischer Überzug auf anderem Metall bildet kein galvanisches Element *) (Sonst wäre verzinktes Stahlblech in nullkommanix korrodiert!)*. Da Al »unedler« als Cu ist, würde sich bei einer Feuchtigkeitsbrücke zwischen beiden Materialien das Al zersetzen. Unangenehm, aber schadet den Leitungen nicht. Eine dünne Isolationsschicht (Farbe, Folie) kann das verhindern, da bei einer Spannungsdifferenz von knapp 2 Volt kaum mit einem Funkenschlag zu rechnen ist .

*)Ganz genau: Nur bei Verletzung der Oberfläche, die bis auf das Grundmaterial geht, beginnt der kathodische Schutz zu wirken, und das bereits duch Luftfeuchtigkeit.

 

Zitat von Ricc
Das lag mir den ganzen Tag auf der Zunge, konnte es aber mit dem Handy nicht loswerden.
Egal wofür die Rohre sind, sie sollten immer isoliert sein. Die Wärme im Raum sollte mit den Heizkörpern geregelt werden und nicht mit den Rohren. Warmes Wasser soll am Wasserhahn ankommen und nicht den Raum heizen und an Kaltwasserleitungen soll sich kein Kondenzwasser sammeln. Also, alles einpacken. Dann klappts auch mit den Platten
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Die Diskussion über die Spannungsreihe find ich toll. Hier wird doch aber über eine Alukaschierte Dämmung gesprochen. Ich hab noch nie einen Korosionsschaden an Kupferrohr und Alukaschierter Dämmung gesehen. Pack die Leitungen vernünftig ein und gut ist.

 

Ich stimme dem zu, dass die Leitungen eingepackt werden sollten.

Ob es dennoch unbedingt alikaschierte Platten sein müssen ....?
Das kommt wohl auch darauf an, wie dicht, warm der Keller ist und wie dich die Platten sind. Ich habe selbst an einer Außenwand noch keine alukaschierten Platten gesehen.

 

Zitat von kindergetuemmel
Ob es dennoch unbedingt alikaschierte Platten sein müssen ....?
Dabei geht es um die WLG. Ich habe an manchen Stellen nur 4 cm Dämmhöhe zur Verfügung. Daher wollte ich ein Material mit niedriger Leitgruppe.

 

Zitat von Tpercon
Dabei geht es um die WLG. Ich habe an manchen Stellen nur 4 cm Dämmhöhe zur Verfügung. Daher wollte ich ein Material mit niedriger Leitgruppe.
Dann verwende doch ein Material mit entsprechend niedriger WLG.

Die Alu Folien bringen für die WLG annähernd nichts, da ALU ein recht guter Wärmeleiter ist.
Bei den Patten mit ALU Kaschierung dient das ALU dazu, eindrigende Feuchtigkeit
zu verhindern. Ist also bei einigermaßen trockenem Keller entbehrlich.

Solltest Du feuchtigkeits Bedenken haben, so empfehle ich "geschlossen Zelligen"
Kunststoff zu verwenden.

 

Es gab aber nur EPS Platten mit 032 oder 024er PAltten mit Alukaschierung.;-)

 

die frage die ich mir da stelle.... wie lange dauert es bis da etwas korrodiert???

vermutlich würde das rohr in ca. 726 jahren durchgerostet sein und langsam anfangen zu tröpfeln ?!?!

 

Geändert von chefskipper (30.11.2011 um 08:53 Uhr)
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