Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Dämmen des Dachgeschosses

03.12.2013, 10:28
Moin,

im Laufe des nächsten Jahr möchte ich mein Dachgeschoss dämmen. Zum Set-Up:
Dachgeschoss ist auf dem Stand von 1981, und natürlich nicht mehr zeitgemäß. Der Aufbau sieht so aus:

1. Dachpfannen
2. Luftschicht
3. Dämmwolle, ca. 10 cm
4. Luftschicht
5.Holzvertäfelung in kackbraun

Jetzt sind meinem Kopf 2 Alternativen entsprungen:

1. Da die Holzvertäfelung bombenfest sitzt, wollte ich eine 2 cm starke Lattung aufschrauben und 2 cm starkes Styropor auf die Vertäfelung kleben. Darauf dann 9,5 mm starkes Rigips.

2. Holzvertäfelung runter, nochmal 10-20 cm zusätzlich Dämmwolle rauf, Dampfsperre und denn den Rigips.

Welche Alternative würdet ihr wählen? ich bin der ersten nicht abgeneigt da meiner Meinung nach gerade die stehende Luft ein guter Isolator ist!

Mfg
 
Dachgeschoss, dämmung, Innenausbau Dachgeschoss, dämmung, Innenausbau
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
13 Antworten
Hallo,
Variante 1 --> Alles nur das nicht !!!
Mit Styropor zerstörst Du das Raumklima, da dieser nicht atmet und dann auch noch die Täfelung versiegelt. Außerdem wirst du ein Problem mit Feuchtigkeiten durch Kondensate bekommen, diese können wegen mangelder Hinterlüftung nicht abziehen und führen im Endeffekt zu Schimmel.
Ich habe gerade in diesem Jahr sehr schlechte Erfahrungen bezüglich Vertäfelungen und Styropor im eigenen Haus gemacht. Hier hatte der Vorbesitzer auch eine Lattung auf die Wände gebracht und dazwischen Styropor geklebt, Resultat --> Stockschimmel, welche mit enormen Aufwand entfernt werden musste.
Variante 2 --> Schaut wesentlich besser aus.
Hier solltest Du Dich auf jeden Fall von einem Fachmann bezüglich der Unterkonstruktion und den zu verwendenden Dampfsprerren beraten lassen. Nur wenn die Dampfsperren "richtig" verarbeitet werden kannst du hier auch die Wirkung erzielen die Du möchtest.
ACHTUNG !!! auch an dieser Stelle sind ganz leicht Fehler möglich. Entstehen z.B. Falten in der Folie, kann sich auch in diesen Kondensat sammeln welches bis in den Innenraum vordringt oder zumindest zu Schimmel führen kann. Auch die Anschlüsse zu Wand, Decke und Kniestock müssen entsprechend fachgerecht durchgeführt werden um Bauschäden zu vermeiden.

 

Hallo,
mit dem Styropor würde ich das auch lassen. Das Problem ist, dass bei Wärme sich Kondenswasser bildet und sich dadurch, wie mein Vorredner schon gesagt hat früher oder Später Schimmelbilden kann. Das gleiche Problem hatte ich jetzt auch bei meiner Haussanierung vor 3 Jahren.

 

Nur mal als Hinweis: Styropor ist diffusionsoffener als Holz.

 

Zitat von vividas

1. Dachpfannen
2. Luftschicht
3. Dämmwolle, ca. 10 cm
4. Luftschicht
5.Holzvertäfelung in kackbraun
Ohne Unterspannung, Pappdocken oder vermörtelte Pfannen?

Zitat von vividas

1. Da die Holzvertäfelung bombenfest sitzt, wollte ich eine 2 cm starke Lattung aufschrauben und 2 cm starkes Styropor auf die Vertäfelung kleben. Darauf dann 9,5 mm starkes Rigips.
Da hast du die Schimmelfarm gleich im Haus.
Mein Vorredner hat vollkommen recht.

Zitat von vividas
2. Holzvertäfelung runter, nochmal 10-20 cm zusätzlich Dämmwolle rauf, Dampfsperre und denn den Rigips.
Nun ja, es ist ein Schritt in die richtige Richtung.


Zitat von vividas
Welche Alternative würdet ihr wählen? ich bin der ersten nicht abgeneigt da meiner Meinung nach gerade die stehende Luft ein guter Isolator ist!

Mfg
Stehende Luft? In einem Kaltdach?
Was meinst du warum an First und Traufe Gitter zur Belüftung sein sollten.



Mein Vorschlag ist:
Alte Dämmung raus, neue rein. Und einen kompletten Neuaufbau machen.

Der Aufbau sieht dann wie folgt aus:
- Pfannen
- Lattung
- Hinterlüftung
- Dämmung nach EnEV, eventuell Aufdopplung der Sparren.
- Dampfbremse, evtl. Variabel
- Schaltbretter , getrocknet
- 12,5er GKB

Alternativ würde ich einen Umdecker in Betracht ziehen, dann hättest du keine halben Sachen auf dem Dach.
Ja, ich weiß. Günstig ist anders.

 

Ich kann Dir nur raten den alten Mist alles raus und alles an Dämmung neu machen. Ich hab da ein Projekt kann Dir vielleicht weiterhelfen

 

Vielen Dank schon einmal für die ganzen Antworten, ich werde den gesamten alten Mist rausreißen und alles neu machen - wenn schon denn schon.

Und mich dabei an den von Tackleberry genannten Aufbau halten!

 

Dann bist du auf dem richtigen Weg. Aber unter einer 180er Dämmung würd ich nichts machen.

 

Wie stark ist die Dämmung in deinem verlinkten Projekt?

 

Ich habe das auch grad hinter mir und eine Unterdeckung aus DWD-Platten (wasserabweisend beschichtete Holzfaserplatten) gemacht, da keine Unterspannbahn vorhanden war und darauf dann die Isolierung aufgebaut. Habe ich ausführlich drüber gebloggt, vielleicht ist das ja interessant:
http://www.dannwollenwirmal.de/?p=36

 

Kleiner privater Tipp zu Deinem Blog:
Wenn Du große Bilder einfügst, skaliere diese nicht runter sondern fertige Vorschaubilder (Thumbnails) im kleineren Format an und verlinke die größeren. Deine klein dargestellten Bilder ändern nichts daran, dass die volle Größe von etwa 1,5Mb pro Bild geladen werden.
Ich habe den Tab nach dem zweiten Bild geschlossen. Dauert bei mir einfach zu lange.

 

180er Dämmung ist natürlich das Minimum, da hat der Holzwurm vollkommen recht.

Geh am besten zum örtlichen Baustoffhandel und lass dich über möglich Dämmungen und Folien beraten.
Das ist einfacher als eine ferndiagnose durchs Netz.

 

@Ricc mach ich mittlerweile auch. Das waren noch die Anfänge

 

Ich hab jetzt bei mir eine 180er Dämmung drin es kommt bei mir aber noch eine 80er Steinwolle aufs Dach wenn ich das Dach neu mache. Dann werd ich die Sparren mit 5/8cm Kathölzern auffüttern und mit Steinwolle gedämmt. Auf die Kanthölzer kommt noch 19mm Schalung und eine Unterspannbahn.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht