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Dachzimmer dämmen?

21.06.2011, 10:58
Wir wohnen in einem Haus zur Miete. Im Dachgeschoss haben wir ein großes Zimmer welches mitlerweile zum gemeinsamen Spielzimmer geworden ist. Es war anfangs mal das Zimmer meines großen Sohnes, da es im Sommer aber unerträglich heiß ist, mußte er mit runter ziehen.

So wird das Zimmer im moment kaum genutzt. Leider. Weil die Miete zahlen wir ja auch dafür...

Unser Vermieter hat allerdings schon neue Fenster einbauen lassen, was leider nicht ausreichend gebracht hat.

Nun ist es so das wir das Dachgeschoss nun eventuell gern als Schlafzimmer nutzen wollen würden. leider bei der Sommerhitze (wenn sie denn noch kommt ) nicht wirklich machbar.

Nun wollen wir natürlich mit unserem Vermieter sprechen, ob da was machbar ist. Aber wir wollen nicht das er die Kosten auf uns umlegt und selber zahlen wollen wir es auch nicht. Klar.

Was gibt es für Möglichkeiten das ganze nachträglich zu rel. günstigen Kosten zu dämmen?

Wir wollen mit unserem Vermieter auch keinen Streit und trotzdem haben wir ja das Recht drauf den Raum vollwertig nutzen zu können, oder?

Wir haben schon überlegt es von Innen mittels Styropurplatten zu dämmen?

Für ein paar Tipps und Ratschläge wäre ich euch dankbar. Bevor wir das Gespräch suchen wollten wir uns gern mehrere Möglichkeiten die wir ihm dann auch vorschlagen könnten, anhören.
 
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13 Antworten
Funny08  
Naja um das Dach wirklich gut zu Dämmen müsste es wohl komplett gedämmt werden. Was ihr evtl machen könntet wäre zB Tapeten aus Climapor - welche etwa 20% besser sein sollen als die bekannten Styropor-tapeten. Google liefert dir zu "Climapor Dämmtapete" einige gute infos.

 

Geändert von Funny08 (21.06.2011 um 15:26 Uhr)
Wenn es wirklich was bringen soll,kommt man um eine Richtige Dämmung nicht drumrum.
Da grade im Sommer die Hitze länger anhält,heitzt sich der Raum langsamer auf
aber wenn es abends kühler wird,kriegt man die Wärme nur schwer raus weil die Wände noch warm sind.
Im Winter spart eine gute Dämmung natürlich Heizkosten,und das nicht zu Knapp.

 

Eine Dachdämmung muß fachgerecht durchgeführt werden. Es werden dabei Dämmwolle zwischen die Spanten eingearbeitet. Dies sollte von aussen geschehen und mit einer Folie gegen Wasser geschützt werden, damit sich die Dämmung nicht mit Wasser vollsaugen kann, wenn mal Dachziegeln brechen. Eine Isolierung von Innen kann 
als Notlösung
mit Rigipsplatten, beschichtet mit einer dicken Dämmschicht geschehen, was aber die Maße des Zimmers stark verändert.

Ein Vermieter, der diese Arbeiten durchführen lässt, wird die Kosten umlegen, das heißt, die Miete wird leicht steigen. Sprecht im jeden Fall mit dem Vermieter. Natürlich kann die Isolierung auch nach Genehmigung des Vermieters in eigener Regie durchgeführt werden um den Mietpreis zu halten. Sollten jedoch mal Ziegel brechen und Wasser dringt ein, kann es sehr schnell zur Schimmelbildung kommen,

deshalb wäre eine Isolierung von aussen das Beste. Im Sommer kühl, im Winter warm und spart Heizkosten.

 

Geändert von reikla (21.06.2011 um 12:03 Uhr)
Hey AnJuJo,
dein Fall ist leicht prekär. Also euch bleiben zwei reelle Möglichkeiten. Lasst es vom Vermieter machen, er muss ab bestimmten Energiewerten sowieso was machen, dies liese sich dann durch einen Gutachter schätzen. Mit dem und dem Vermieter setzt ihr euch dann an einem Tisch und besprecht alles weitere.

Ihr könntet es auch selber machen, indem ihr eine isolierte Trockenbauwand vor der Vorhandenen aufbaut. Wenn ihr dies in Eigenregie macht, bleibt der Preis der Miete stabil. Da aber der Vermieter nun ein gut gedämmten Raum hat, soll er diesen Umbau euch einfach abkaufen. Sonst reißt ihr später alles wieder ab und er sitzt auf den späteren Kosten, der schlechten Dämmung.
Heißt soviel wie, entweder er bezahlt euch diesen Umbau was euch zu Gute kommt und alle Vermieter dies dann oft machen, weil der Umbau eine Wertsteigerung für ihrer Wohnung ist. Und dies können sie dann in ihrem Ernergieausweis mit eintragen lassen. Somit drückt ihr dann den Mietpreis zusätzlich über die Nebenkosten.
Oder er bleibt stur und sitzt nachher auf einem schlecht isolierten Raum. Weil ihr den Trockenbau wieder zurückgebaut habt.
(Es ist natürlich für euch mehr Arbeit, aber Abriss geht meist schneller als der Aufbau)

 

Geändert von Pirenci (21.06.2011 um 13:00 Uhr)
also ich weiß nicht ob da ein isoliert Raum wirklich ausreicht...ich persönlich würde mich als Vermieter darauf nicht einlassen.

Setzt euch imt eurem Vermieter zusammen und besprecht welche Möglichkeiten es gibt. Je nach dem wie sich die Gesetzeslage entwickelt, muss er mittelfristig eh etwas machen... lieber dann doch ein Jahr warten und ein gutes Verhältnis zum Vermieter behalten. Wenn da die Fronten erstmal verhärtet sind, ist das für die Zukunft nicht sehr angenehm

 

Prinzipiell würde ich dagen, dass eine "Vorwandisolierung" egal in welcher Form nicht viel bringt. Im ersten Moment heizt es sich nicht so auf, das ist richtig. Aber wenn nicht direkt am Dach isoliertwird, kann sich der ganze Rest (hinter Deiner Isolierung) aufwärmen und gibt auch nachts diese Wärme nach und nach durch Deine Isolierung ab.
Normal wird zwischen oder auf den Sparren gedämmt. Es können sich im Sommer also nur die Ziegel aufwärmen. Diese geben nachts ihre Wärme recht gut ab. Anders sieht es aus, wenn sich erst Dachziegel, Sparren, Wandverkleidung (Putz oder ähnliches)..... aufwärmen.
Einen ähnlichen Effekt hat man in einem alten Lehmhaus. Durch die dicken Wände ist es im Sommer erstmal kühl, aber haben sich die Wände erstmal aufgeheizt, reichen auch zwei Tage nicht, um die Wärme wieder aus dem Haus zu bekommen.

 

ich war eben mal auf dem spitzboden. da ist nur dachpappe, also keinerlei dämmung. auf dem boden des spitzboden liegen allerdings dicke styropurplatten.

im kniestock des dachgeschosses (der kniestock ist ca. 60 cm hoch (geschätzt)) sind auf einer seite türen. wenn ich die aufschiebe kann ich an der dachschräge querlatten sehen mit spalten dazwischen durch die die dämmwolle (älteres material denke ich) gut sichtbar ist. heißt, da ist keine folie dazwischen....

nun ist halt meine meinung...wir zahlen ja für das ganze haus bereits miete und dafür das wir ALLES voll nutzen können. wenn aber die dämmung da oben überall so aussieht...hat er dann allen ernstes das recht die nachträglichen kosten für eine dämmung auf uns umzulegen?

klar, wir wollen auch keinen streit. aber irgend eine möglichkeit muß es da doch geben.

da der kniestock so niedrig ist ist eine vorgestellte wand sinnlos. die müste ja von der ecke (decke-dachschräge) grade runter zum boden gehen, oder? da geht uns ja haufen platz verloren....das bringts ja auch nicht....

 

Ricc hat vollkommen recht. Das einzig sinnvolle ist eine vernünftige Dämmung zwischen und evtl zusätzlich noch vor den Sparren zumindest nach aktueller Energiesparodnung (EnEv). Alles andere müsst ihr mit eurem Vermieter besprechen. Nur er hat dann einen guten Grund das anteilmäßig auf die Miete anzurechnen.
Gute Hinweise von Isover.

 

Eventuell könnte man mit einer Einblasdämmung was machen,dann müste nicht alles aufgemacht werden,aber das ist was das vor Ort geprüft werden müsste.

 

Ihr habt alle recht wenn ihr sagt das die Sinnvollste Dämmung zwischen den Sparren ist. Doch ist es nicht in Vermieters Sinne soviel für seine Mietimmobilie zu investieren.
Zudem ist eine Trockenbauwand mit einer 5-8 cm dicken Glaswolldämmung sehr nutzbringend. Kniestöcke heizen sich generell immer mehr auf, erst recht im Sommer!
Sie gehören auch nicht zum Wohnraum, sondern gelten als Dachkonstruktion.
Allenfals werden dort Sachen wie Koffer oder so gelagert...

Dann ist das noch die Sache mit dem Aufbau eines Dachstuhles:
Ein Querschnitt eines Daches ist in der heutigen Zeit meistens Dachpfannen, Lattung, dffionsoffene Folie, Sparren mit Dämmung und dann der Unterbau (bei Dachböden heute eine Dampfsperre mit Randversiegelung).
Sollte euer Dach noch älterer Bauart sein, so wird keine Folie vorhanden sein sondern die Glaswolle mit Aluschicht die vor Nässe schützen sollte, oder eben Ähnliches.

Meine Meinug bleibt, setzt euch hin, besprecht die Sache. Denn sehr oft werden gute Kompromisse gefunden. Hierbei hilft in sehr vielen Fällen ein Schlichter der Ahnung vom Fach hat.
Denn solltet ihr was in Eigenregie machen, und euer Vermieter segnet das ab. Ist die Chance das die Miete stabil bleibt oder ihr einen Zuschuss bekommt bzw. Geld wiederbekommt sehr gut.
Denn ist ja (leider nicht immer) im Eigeninteresse des Vermieters, das seine Immobilie gut in Schuss ist.

Für das richtige Wohnen in der Dachebene ist es vom Vorteil, ein gut gedämmtes Dach zu haben. Die billigere Variante, aber eben nicht so Gute, ist die mit Trockenbau.
Ich weiß es, weil ich Zimmermann bin und jahrelang im Trockenbau gearbeitet habe.

 

Geändert von Pirenci (21.06.2011 um 20:44 Uhr)
Mein typ bei der Sache. Sucht euch einen Energieberater und setzt eu mit diesem und dem Vermiter an einen Tisch. Dann kann dabei sicher was Brauchbares herrauskommen.

 

Mein ich ja.
Sowas ist immer der sanfteste Weg ein gestecktes Ziel zu erreichen. Jemand der sich auskennt, im Idealfall jemanden, der eine möglichst neutrale Position hat.

 

Hallo an AnJuJo

ich war eben mal auf dem spitzboden. da ist nur dachpappe, also keinerlei dämmung. auf dem boden des spitzboden liegen allerdings dicke styropurplatten.

Immerhin hat der Vermieter bereits eine thermische Abtrennung vom DG zum Spitzboden eingebaut. Der Spitzboden ist sicherlich nicht als vermietete Fläche angesetzt. Somit stellt Er diesen kostenfrei zur Verfügung.

im kniestock des dachgeschosses (der kniestock ist ca. 60 cm hoch (geschätzt)) sind auf einer seite türen. wenn ich die aufschiebe kann ich an der dachschräge querlatten sehen mit spalten dazwischen durch die die dämmwolle (älteres material denke ich) gut sichtbar ist. heißt, da ist keine folie dazwischen....

Ließt sich nach Kaltdach Auslegung. Dürfte bei dem Gebäude Baujahr normal sein.
Übrigens beginnt die Mietflächenberechnung erst bei 1m Stand Höhe.
zwischen 1m und 2m zählt die Fläche nur zu 50%.
Ab 2m Stand Höhe die Fläche zu 100%.
Also der Drempel mit Zugang und die Fläche zwische 60cm und 1m Standhöhe
bekommt Ihr vom Vermieter geschenkt !
Die Flächenangabe darf bis maximal 10% im Mietvertrag überschritten werden!
Alles andere ist rückforderbar. Nachmessen kann sich lohnen.

nun ist halt meine meinung...wir zahlen ja für das ganze haus bereits miete und dafür das wir ALLES voll nutzen können. wenn aber die dämmung da oben überall so aussieht...hat er dann allen ernstes das recht die nachträglichen kosten für eine dämmung auf uns umzulegen?

Warum sollte Er das nicht machen dürfen?
Ihr wollt doch die Anpassung an aktuellere Dämmwerte.
So weit ich weiß bis zu 11% Mieterhöhung.

klar, wir wollen auch keinen streit. aber irgend eine möglichkeit muß es da doch geben.

Also ich machs im Hochsommer halt so, das die Rollo´s geschlossen bleiben.
Tagsüber Fenster geschlossen. Nachts Fenster auf Kippen und ein Fenster
im kühlsten Kellerraum öffnen und mit Lüfter durch Türrahmen blasen lassen.
Treppenhaus bis DG durchgängig öffnen.
Sprich kalte Kellerluft zwangsweise ins DG pumpen.
Hat bei mir bis jetzt immer geklappt.
Die dämmwerte im Winter werden dadurch natürlich auch nicht besser.

Und wenn´s doch nx hilft, bleibt ja immer noch die Wahl eines neuen
Domiziels.

da der kniestock so niedrig ist ist eine vorgestellte wand sinnlos. die müste ja von der ecke (decke-dachschräge) grade runter zum boden gehen, oder? da geht uns ja haufen platz verloren....das bringts ja auch nicht....

Gut erkannt.
Wie bereits geschrieben bekommt Ihr ja die Fläche zwischen
0-1m sowieso geschenkt.
Nachrechnen und mit Mietvertrag vergleichen!
Dann habt Ihr ja bei Fehlberechnung zumindest ein Argument in der Hand.

Grüße vom Bastelfuchs

 

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