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Dachpfannenbleche als alternative Dacheindeckung?

27.02.2010, 11:36
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Es gibt leider keinen Bereich "Dach", deshalb hab ich es erstmal hier bei "Wand + Boden" einsortiert.

Irgendwann braucht mein Dach (etwa 180 qm, zwei Schornsteine, keine Gauben) ne neue Deckung.

In Vorbereitung darauf bin ich auf sogenannte Dachziegelbleche gestossen, lieferbar in jeder gewünschten Länge bis 13 Meter.

http://www.dachziegelblech.de/farben.html

http://www.metall-dachpfannenprofile.de/


Hintergrund:
Handwerkerkosten sparen und selber machen.
Vorteile denke ich mir dabei:
- dicht für immer
- nie wieder lose Dachziegel
- Nutzung der vorhandenen Lattung (müsste bei andersformatigen Dachsteinen wohl neu gemacht werden.
- einfacherer, auch späterer Einbau von Dachfenstern
- geringeres Gewicht/ Dachlast
- kostengünstiger inbezug auf Material (?)

Was gibts für Nachteile, hat da jemand Erfahrungen gemacht?
Regengeräusche bei späterem Dachgeschossausbau?
Rost/ Beschädigung der Oberfläche nach wieviel Jahren?
Wie genau muss die Geschichte darunter aussehen (Reihenfolge Unterspannbahn, Dämmung usw.)?
Blech, Dachbearbeitung, Dachdeckung, Dachziegel, Geräusche Blech, Dachbearbeitung, Dachdeckung, Dachziegel, Geräusche
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Ich hatte sowas bereits drauf und war sehr zufrieden. Ein Wochenende altes Dach runter, in der Woche Kleinarbeiten und am nächsten WE war das neue Dach drauf. Neue Lattung wird aber nötig sein, da auch der Abstand stimmen muss. Der Unterbau ist genau der selbe wie bei einem Ziegeldach. Günstiger wird es kaum, zumindest materialtechnisch nicht. Unser Dach (120qm nur Bleche und Schraubmaterialien) hat komplett, inkl. Getränke und grillen für die Helfer, etwa 5000€ gekostet. Unser Dach auf dem neuen Haus (150qm inkl. glasierten Ziegeln, Dämmung, Dampfbremse, Dachrinne, wirklich allem was man braucht) auch nur 5400€.Wir haben uns damals wegen dem Gewicht dafür entschieden. Unser Dachstuhl vom alten Lehmhaus war ziemlich marode und wirklich drinne rumwerkeln wollte ich nicht. Ja, es ist lauter als ein Ziegeldach, fand es aber auch ohne Dämmung in der oberen Etage nicht so schlimm. Unten hat man gar nichts gehört.

Ich kann gerne noch ein paar Bilder raussuchen und auch spezielle Fragen beantworten.

 

Wenn ich das mal grob über den Daumen peile ist es wohl doch ein ganzes Ende preiswerter.
Bei meiner Dachfläche und Einsatz von Dachpfannen hab ich da rundgerechnet etwa 10.000 im Hinterkopf. Mal abgesehen davon, dass ich mir das mit Einzelpfannen nicht unbedingt zutrauen würde...

Wieso muss bei Blechen der Dachlattenabstand stimmen?
Die werden doch als eine komplette Länge geliefert. Da müsste es doch reichen, wenn man sich die entsprechenden Latten für den Mindestschraubabstand raussucht?-
Natürlich nur, sofern sie noch zu gebrauchen sind.

 

Die Bleche haben ja eine Wellenoptik wie Ziegel (meine Nachbarin wusste erst ein Jahr später das es Bleche sind). Dadurch ist das Blech an manchen Stellen höher und flacher. An den höheren Stellen kann man schlecht die Platten festschrauben, es würde ich ja alles verziehen.

Zum Preis, ja es ist alles verhandelbar. Unser erstes Angebot lag auch deutlich drüber.

Mit Bilder siehts schlecht aus, da hatten wir noch keine DigiCam. Mal sehen, ob ich die Fotos durchs Fax zu scannen kriege.

Bild 2: an diesen Punkten muss geschraubt werden.
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Geändert von Ricc220773 (27.02.2010 um 14:39 Uhr)
Jo, sieht echt gut aus.

Zum Verschrauben: Das an der tiefsten Stelle ist mir neu- läuft man da nicht Gefahr, das Wasser eindringt?
Ansonsten: Die Abschlusslage Latten ist doch waagerecht aufgenagelt, da kommt man doch eigentlich immer hin?
So wie auf den Bildern erkennbar habt ihr jede vierte "Ziegelreihe" geschraubt?
Das Blech für den First gibts passend zu den Wellen bei der gleichen Firma oder muss man sich da anderweitig behelfen?

Aber ich denke mal, die waagerechten Latten müssen eh nochmal ab., weil zwischen Balken und waagerechten Latten wohl die Unterspannbahn kommt- oder liege ich da verkehrt?

Nur mal so ein Gedankengang:
Könnte man die waagerechten Latten auch belassen, darauf die Unterspannbahn aufbringen und mit Latten senkrecht aufdoppeln (sa dass die senkrechten Latten zum Schrauben unter dem Wellenberg zu liegen kommen)?
Aber ich denke, das wird auf einer Länge von ca. 6m schlecht machbar sein...

 

Ja, könnte man vielleicht. Ich würde dann aber gerne sehen, wie Du auf den senkrechten Latten läufst

Nein, ich würde schon die ordentliche Anordnung lassen. Alle Latten runter, Unterspannbahn drauf, mit senkrechten Latten befestigen, Lattung drauf und dann die Bleche.

Wie ich geschrieben habe, würden sich ja die Bleche verbiegen wenn Du auf dem Berg verschraubst. Darum muss an der tiefsten Stelle, im Tal, schrauben. Dazu werden Spenglerschrauben genommen, die unten eine Gummidichtung haben. Das sollte eigentlich abdichten. Genug Gefälle solltest Du schon haben. Bei uns war alles dicht. Haben das Dach ja nach drei Jahren wieder runter genommen und das Haus abgerissen.

 

Nimmst Du glatte Bleche oder normale Wellbleche spielt der Lattabstand natürlich keine große Rolle. Nur da wir die Ziegeloptik wollten, muss man den schon einhalten. Sieh mal hier. Auf dem Bild unten siehst Du das ganz gut. Könnte bei uns aufgenommen sein, genau dieses haben wir (sogar noch rumliegen).

 

Wie Ricc schon schrieb, unbedingt den Dachaufbau richtig anlegen. Schalung, Unterspannbahn, Lattung (senkrecht), Konterlattung (waagrecht)
Die Unterspannbahn ist ja dazu da, eventuell eintretendes Wasser abzuleiten. Würdest du siese auf die alte waagrechte Konterlattung befestigen, können sich wassersäcke bilden und deine Neue Lattung wäre in schneller im Eimer als dein altes Dach.
Dazu kommt noch das balanzierproblem ;-)

Diese Art Blechdächer haben wir schon oft verbaut, jedoch eher die Trapezblechbahnen. Ich steh mich nicht so sehr auf Dinge, die vortäuschen etwas anderes zu sein, aber das ist Geschmackssache.
Bei Regen sind diese Bleche auch nicht wesentlich lauter, als andere, besonders dann nicht, wenn sie auf eine Holzlattung geschraubt werden. Und sind wir uns mal ehrlich, wenn es regnet, ist es immer etwas lauter und es gurgelt irgendwo, oder tropft, oder,....

Da du offenbar ein sehr einfaches Dach hast, ohne viele Durchdringungen und ohne Gauben, würde ich dir das durchaus empfehlen.

 

Kann dir nur dabei abraten weil Dachziegel auch günstiger sind wenn du eine Beton oder oder Glanzziegel nimmst hält die auch länger als 100 Jahre. Unter dem Blech sammelt sich Schwitzwasser was sich in der Dämmung oder an den Latten niederschlägt. Blech ist sehr laut bei regen...... Die alten Latten auf keinen fall drunter lassen weil dir die Nägel abrosten und dann liegen die Bleche mit Latten beim nächsten Sturm unten. Ein Regensicheresunterdach ist ein muss ohne das macht man heute kein Dach mehr weil wenn es dir wirklich mal bei einem Sturm ein paar Ziegel abdeckt, kannst du ruhig im Bett liegen bleiben. Auch die Gummidichtungen an den Schrauben womit die Bleche befestigt werden lösen sich mit der Zeit in wohlgefallen auf wegen der UV-strahlung. Ich kann dir nur aus erfahrung zu Ziegeln raten Bleche gehen gehen zwar schön schnell aber günstiger sind die auch nicht weil wenn du eine bisschen dickere Bleche nimmst (was du auch machen musst sonst hast du beim hochmachen schon Beulen drin)...... tut sich da preislich nicht mehr viel.

 

@ Ricc & igorle:

Stimmt- da hatte ich wohl ein paar Denkfehler...

@ Holzwurm:

Also bei den Ziegelpreisen, die mir bisher unterkamen hab ich ganz schön mit den Augen geklappert...

Und eine gegenteilige Meinung ist auch da.
Mir ist schon klar, dass ein normal gedecktes Ziegeldach länger hält.
Aber, wenn man wie ich eine nicht gerade üppige Rente hat spielt der Preis schon eine nicht unwesentliche Rolle.

Ich hab ein normales Satteldach, Dachneigung etwa 45 Grad, keine Gauben- lediglich zwei Schornsteine. Schräge Länge einer Hälfte etwa 6 m, Hauslänge etwa 16 m.
Dachfenster sollten schon rein- schade um den ungenutzten Bodenraum.
Wer weiss, was einem später noch einfällt.

Wäre es nun möglich, sich vorerst auf die Unterspannbahn zu beschränken und die Dämmung aus Kostengründen erst nachträglich einzubringen?
Und die Dachfenster evt. auch? Ich denk mal, beim nachträglichen Ausschneiden müssten die Kanten neu versiegelt werden?
Der Bodenraum ist (noch) unbeheizt, so dass eigentlich ein Temperaturausgleich vorhanden sein müsste.

 

Gummi- oder Kunststoffdichtungen (Neoprene) werden beim Verschrauben stark gedrückt und haben im äußeren Bereich eine hohe Zugspannung aufzunehmen (weil sie größer werden). Die Temperaturschwankungen von 50°C und mehr und das UV-Licht zersetzen die innere Struktur mit der Zeit, so daß sich radiale Risse bilden, in die Wasser eindringt. Jetzt tut die im Ragen gelöste Säure ein Weiteres. Irgandwann kommt es zum Abbröckeln durch das Ausdehnen und Zusammenziehen des Dachbelages, und die Dichtung fehlt. Bereits vorher dringt an der Schraube Wasser in das darunterliegende Holz ein und jenes fängt an, zu Schimmeln.
Habe so etwas bei meinem Dachflächenfenster gehabt: Morsches Holz abfräsen und neues einleimen.
Gruß
Ekaat+++

 

Wenn du wirklich Dachfesnster rein machen willst mach es gleich und die Unterspannbahn auch gleich drunter weil wenn du das Dachfstenster später einbauen willst müssen die Platten in dem bereich nochmal runter wegen dem Eindeckrahmen den wirst du nicht drunter bekommen wenn die Bleche drauf sind .........und wenn du die Blech schraubst dann nicht im Tal lieber auf der höhe weil wenn es wirklich mal undicht wird läuft da nicht das Hauptwasser lang.

 

Unterspannbahn sofort ist klar.
Also Dachfenster dann auch. Stimmt- entfällt dann die spätere Quälerei. Und so budgetbelastend sind sie auch wieder nicht.

Das mit den Dichtungen gibt mir mehr zu denken...

 

Holzwurm - hast Du solch Bleche schon verarbeitet? Mir ist mal aufgefallen, dass die, die rigoros gegen eine Sache meckern meist keine Erfahrung damit haben.
Ich habe dieses Dach verbaut und war von der Verarbeitung begeistert. Ich habe auch mit jemanden gesprochen (man informiert sich ja vorher) der sein Blechdach inzwischen 14 Jahre drauf hat. Auch er ist immernoch zufrieden. Klar, Ziegel sind was anderes und darum hat auch unser neues Haus lasierte Ziegel bekommen, aber bei einer Sanierung würde ich die Bleche immer wieder nehmen. Ich bin jetzt 36, schön, wenn Ziegel 100 jahre halten, aber was hab ich davon?
Und wenn Dir Schwitzwasser auf die Dämmung tropft hast Du wohl die Unterspannbahn vergessen. Also ich hatte keine Probleme damit und ich habe die Lattung drunter genau sehen können, da ich das Dach nach drei Jahren wieder abgebaut habe.
Um Fenster einzubauen müssen die Bleche auch nicht wieder runter. Die werden von innen mit einer Stichsäge ausgesägt. Das wird auch beim Neuaufbau und Fenstereinbau so gemacht. Wer möchte schon das Risiko eingehen durch vermessen eine Platte zu verhaun? Ganz wichtig ist dabei die Säge. Keine Flex nehmen! Die Hitze macht das verzinkte kaputt.
Wie Igorle schon sagte, so viel lauter sind die Bleche auch nicht. Den einzigen Nachteil den ich sehe, ist der Preis. Wer sich natürlich mit den Blechen die Eigenleistung zutraut, mit Ziegeln aber nicht, hat hier eine Lösung gefunden.

 

Übrigens hat mein Blechdach Kyrill überstanden, während beim Nachbarn Ziegel fielen. Auch Statiker, die mein Haus wegen Sturmschäden untersuchten, meinten mit Ziegel hätte mein Dach auf dem Dachboden gelegen,

 

@ Ricc
Ich bin Dachdecker und Zimmerer hab jede menge erfahrung damit. Was sind schon 14 Jahre auf dem Dach???? Also wenn ich mein Dach machen dann soll es mich auch aushalten. Hab auch schon einge Schrauben ausgetausch weil das Gummi total porös war. Die Hersteller sagen aber oft "klar könnt ihr im Tal schrauben" können die auch weil wenn die Probleme kommen ist die Gewehrleistung schon abegelaufen. Also ich kann nur aus erfahrung reden. Was die Lattung betrifft haben auch schon den fall gehabt wollt auch einer sparen und die Latten drauf lassen geht auch wunderbar mit der richtigen Ziegel.......jetzt schiebt er alle jahre wieder die Ziegeln hoch und nagelt die Latten neu ab weil die Nägel abgerostet sind und die Latten mit der Ziegel runter rutschen.

 

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