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Dachkonstruktion Carport

14.08.2014, 21:19
Hallo!
ich baue gerade einen Carport, 6x6m.
Es handelt sich um einen Bausatz, also eigentlich nichts kompliziertes.
Kommt am Dienstag.
Wenn ich keine Sonderwünsche hätte.
So hat das mitgelieferte Stahl-Trapezdach ja die Angewohnheit, bei Wetterwechsel von unten zu beschlagen, folglich tropft es dann aufs Auto.
Das will ich vermeiden, und unter das Trapezblech eine Lage Rauhspund (natürlich mit Holzschutz gestrichen) legen.
Nun meine Frage:
Muss ich zwischen Rauhspund und Trapezblech etwas zwischen legen?
Ich habe etwas sorge, dass dort ja auch ab und an Wasser kondensiert, was mir dann Holz und Blech weggammeln lässt.

Jemand eine Idee?
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13 Antworten
Funny08  
Also ich kenne solche Bleche auch mit einem Flies ab werk darunter welches das Tropfen verhindert. Ansonsten könntest du auch eine Folie nehmen, über welche du das Wasser abführst, aber auf jeden Fall solltest du für eine gute Lüftung sorgen.
Je nach Statik, würde auch eine Dachbegrünung helfen...

 

Danke für die schnelle Antwort!
Diese beschichteten Bleche wollte ich zuerst auch haben, aber der Carportlieferant hat die nicht mehr im Programm, da die im ersten Winter gefroren sind, um dann stückweise abzufallen....
Begrünung fällt aus, dafür ist die Statik nicht ausreichend.
Ich meine, es werden ja keine Unmengen an Wasser sein, aber zwischen Holz und der Talseite der Trapeze kann es ja nicht weg....
Ich habe noch eine Rolle Dampfsperrbahn, was wäre denn damit?

 

Moin.

Das Abschalen der Balkenlage wird nur kurzzeitig funktionieren,
danach wird dir die Schalung wegrotten.

Die beste Lösung ist eine Lage Unterspannbahn unter den Blechen.
Dann wäre der Aufbau wie folgt:
Trapezblech
Traglattung
Unterspannbahn (Dörken Delta Maxx z.Bsp)
Balkenlage

Von der Dampfsperrfolie solltest du die Finger lassen.

 

Funny08  
Dampfsperre funktioniert wohl auch denke ich , du musst aber schauen, dass das Wasser ablaufen kann.

Nachtrag: also mit Abstand zum Blech nicht fest dran.

 

Nun habe ich aber den Rauhspund schon hier, und gestrichen.
Dann also so:
Trapezblech
Lattung
Rauhspund

???

 

Wolfman  
Würde auch eine Folie nehmen. Mit dem Rauhspund kannst du ja von unten das Dach verkleiden.

 

Schweißbahn auf das Rauhspund aufbringen, ist mit Sicherheit dich, wenn Du ordentlich arbeitest!
und natürlich ein Gefälle!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

vermute mal, die tragende Balkenkonstruktion läuft quer zum Gefälle des Trapezbleches..
für den Aufbau mit Rauhspund ca. 24er ( und ca.0,2mm Folie ), können die (auch angestrichen mit Yladekor od. ähnlich ) Dachlatten ( ca. 24x48 oder grösser ) wie ein " Fischgrätmuster" je 45° z.B. auf den Rauhspund verschraubt werden ! So kann , sollte sich wirklich mal ne Pfütze bilden, a.) dieselbe den Weg nach unten finden und b.) durch
das Fischgrät-Muster im Raster von ca. 30 cm, (richtig sich auch nach der Blechstärke )
kann das Blech an fast beliebigen Punkten angeschraubt werden... sofern
Du hier lange Schrauben nimmst, welche durch die Latten in den Rauspund ca. 2cm eine gehen!
Wichtig ist... wenn Du in der Sicke ..unten.. verschraubst... brauchst entsprechende U-Scheiben mit UV beständiger Dichtplatte ! ( U-Scheiben brauchst sowieso, am besten... aus VA ! )
Einige extra lange Schrauben, welche in die Balken eine gehen, sind nicht verkehrt !
Im Übrigen,... brauchst Dir wegen der Feuchte keine Sorgen machen , ist zwischen dem Blech und der Tragkonstruktion eine dichte Folie und Holz drunter, wird der Temperatur-
Unterschied , wo die Feuchte aus dem Umfeld sich anlegt.. minimal .... !
Gruss......
Nachtrag.... statt Gummi- Dichtscheiben kann auch UV-beständiges Dichtmaterial ( in Tuben)zum Dichten der U-Scheiben genommen werden !
Also nochmals die Reihenfolge.. von unten bis zum Trapezblech ...
1. Grundaufbau ist die Balkenkonstruktion
2. darauf kommt der Rauhspund ( verschraubt )
3. dann wird vollflächig ( bei Überlappung das Gefälle beachten ) eine Folie aufgelegt,
zunächst mit Gewichten und Latten am Davonsegeln hindern !
4. Jetzt kommt die Lattung im Fischgrät-Muster drauf, Gefälle immer nach außen !
5. jetzt die langen Profilbleche erst mal probelegen, ob alles passt ?.... und dann die erste Bahn mit U-Scheiben (+ Dichtung ) verschrauben !... lieber 2x messen, bevor nur Löcher ins Blech gebohrt werden, das Fischgrätmuster ist zwar praktisch, aber etwas schwieriger
zum Anbohren ( Latten finden ) das Anzeichnen mit einem Filzstift und lange Schiene erleichtert den Arbeitsgang !

 

Geändert von Hazett (15.08.2014 um 16:09 Uhr)
Trapezblech verschraubt man in der Regel mit selbstbohrenden Belchschrauben inkl. EPDM-Dichtscheibe.
Diese machen die genannten Arbeitsschritte überflüssig.

Der Vorschlag mit der Folie ist auch alles, aber nicht optimal.
Sobald sich Wasser unter die Folie verirrt hat kann es nicht mehr abtrocken, die Folge sind hässliche Wasserflecken und Schimmel.
Das dauert meist nur ein paar Jahre, man erkennt es aber erst viel zu spät.

Richtig wäre hier das Aufbringen einer diff. offenen Schalungs- oder Unterdeckbahn.
Diese werden auch im Dach- Und Fassadenbereich bewohnter Gebäude verwendet.
Diese verhindert optimal, dass sich Wasser den Weg zwischen Schalung und Folie bahnt.
Und wenn dieser Fall eintreten sollte ist der Abtransport des Wasser auch sicher gestellt; die Schimmelbildung ist somit langfristig unterbunden.


zünftige Grüße!

 

wer Camping als Hobby betreibt, weiß aus den Anfängen, warum unter einem einfachen Vorzeltdach eine Gewebe- Unterspannung gezogen wurde ....
weil auch bei den nicht isolierten Vorzelten die feuchte Luft etwas wärmer ist .....und deshalb sich auf der kalten Dachfolie ( von Innen ) sammelt.... die an den Dachstangen gehängte Stoffbahn verhinderte nur das Abtropfen des Kondenswassers... und wurde mit der Zeit auch fleckig ( musste öfters gewaschen werden !)
und beim CARPORT ?
deutlich besser ist es, wenn unter dem Trapezblech ( auch bei anderen Profilen ) ein
möglichst flacher Zwischenraum ist ( hier die Dachlatten ) ... denn Luftfeuchte ist immer
im Luftvolumen verteilt, ist das Volumen gering, wird auch die Kondenswasser-Bildung gering sein !
Ob jetzt im Bausatz die Schrauben und Dichtscheiben dabei sind, ist eine andere Frage...
ebenso sollten auch etwa die Schraubabstände vom Bausatz vorgegeben sein !
( z.B. durch die Balkenabstände, bei der Lattung wäre das z.B. nur jede Zweite zwecks Verschraubung, weil durch die Schräge..Fischgrätmuster.. gut ein versetztes Raster gemacht werden kann )
Gruss.....

 

Danke für all die guten Tipps!
Ich werde also nun auf den gestrichenen Rauhspund eine Folie legen, und darauf dann ein Kunststoffgeflecht, das verhindert, dass das Blech direkt auf der Folie liegt.
So kann es dazwischen wieder trocknen.

 

Zitat von derrote
Danke für all die guten Tipps!
Ich werde also nun auf den gestrichenen Rauhspund eine Folie legen, und darauf dann ein Kunststoffgeflecht, das verhindert, dass das Blech direkt auf der Folie liegt.
So kann es dazwischen wieder trocknen.
++++
hast Du denn mal eine Bezeichnung oder Type von dem Plastikgeflecht, so was brauch ich auch gelegentlich !
Anmerkung... da die Feuchtmenge da oben im First gering ist, dürfte das " Polster " noch
nicht mal feucht werden !
Gruss....

 

Na, ja, normalerweise sollte man wohl eine Art Wirrgeflecht nehmen.
So was:
http://www.kloeber.de/products.php?p...ducts=Grid+sec

Ist mir aber viel zu teuer, daher nehme ich, was ich habe.
Und das ist vergleichbar mit einem Hasendrahtzaun, nur eben komplett aus Kunststoff.
Wo man den bekommt, keine Ahnung, fällt bei uns aus der Arbeit als Rest an .

 

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