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Dachdecken ist das was für Heimwerker?

12.04.2015, 21:55
Dachdecken ist das was für Heimwerker?





Ich gestehe, das hatte ich damals machen lassen. Das Dach war recht groß, ich hatte das noch nie vorher gemacht und es gab einige Änderungen (Dachüberstand an allen Seiten verlängern, Vorbau inkl. Balken, Dachrinnen, Schornsteineinfassung....)

Dagegen hatte ich den Holzschuppen mit Dachpappe selbst aufgebaut und gedeckt.

Was meint ihr?

Ist das eine Arbeit, die ihr euch zutraut oder habt ihr das schon einmal gemacht?
Wo ist eure Grenze?
Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht?
Welche Arbeiten kann man definitif selbst machen?
 
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21 Antworten
Also ich mache alles am Haus. Von Holzbearbeitung, Fliesen, Verputzen oder Elektrik. Wirklich alles. Aber Dach decken wäre für mich eine Grenze. Zumindest wenn ich es allein machen müsste. Wenn ein Profi da helfen würde der zeigt wie es geht würde ich es sogar gern tun. Aber alleine glaube ich kann man sehr viel falsch machen was gravierende Folgen haben kann.

 

Wir haben bereits drei Dächer in der Familie selbst eingedeckt. Beim ersten Mal war ein Onkel dabei, der hat als Zimmermann am Dach alles passend für die neuen Ziegel vorbereitet. Dann waren es zwei Neubauten, bei denen die Lattung ebenfalls bereits passend gemacht wurde. Bei unserem Haus haben wir allerdings nur die Ziegel selbst entfernt und der Dachdecker hat die neuen Ziegel gelegt. Die Dachneigung hat allerdings auch 30 Grad, so dass man da nicht so einfach auf dem Dach laufen kann, sondern auf den Ziegeln nur mit Leitern aufwärts kommt.

Problematisch ist, dass neue Ziegel oftmals andere Maße haben und so die bisherige Lattungsabstände nicht passen. Die Breite ist eher unproblematisch, da die Ziegel jeweils eine Nut mit etwas Spiel haben. Man legt unten die erste Reihe an der Dachrinne und kann die Ziegel "ziehen" oder "drücken". So kann man diese Reihe je nach Dachbreite um halbe oder ganze Ziegelbreite variieren. Gibt es dann Dachfenster oder Dachgaube muss man das möglichst auch gleich beachten, so dass die Ziegel dann einigermaßen an diesen Kanten bzw. den Verwahrungen auslaufen. Zu beachten ist auch der Abschluss der Firstziegel. Viele werden heute zum Schutz vor Sturm mit Klammern genagelt. Da sollte ein Profi ran, spätere Reparaturen sind schwierig und ohne Gerüst extrem gefährlich.

Je nach Dachneigung, Verwahrungen und Kaminen, Dachgauben, Fenster etc. ist das Dachdecken eine besondere Herausforderung und ohne einen Profi mit dabei zu haben würde ich mich trotz oder gerade wegen der Erfahrungen an so ein Projekt nicht herantrauen.

Was sicher immer geht, ist dass man mithilft, Ziegel schleppt, in Form einer Menschenkette die Ziegel aufs Dach befördert und dem Dachdecker zureicht. Das Abdecken ist mit einer Schuttrutsche auch schon eine Ersparnis. Oder das Zuschneiden und Einpassen des Isoliermaterials. Mit dem Streichen der Windbretter, dem Verkleiden von Dachgaubenseiten mit z.B. Isolierung, OSB und anschließend Schindeln hat man ohnehin einiges was man tun kann. Sodann ist es auch nicht jedermanns Sache, auf dem Dach herumzuklettern. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, man gewöhnt sich recht schnell daran und nach meinen Dachgaubenverkleidungen - stundenlanges Eternitschindeln schneiden und annageln - habe ich die schöne Aussicht vermisst.

 

Schon gemacht, Flachdach mit Pappe zu Hause und die Scheune (Schopfwalm-/Krüppelwalmdach) mit Betondachsteinen.
Unser Wohnhaus wurde damals von Dachdeckern gemacht (Mansarddach).
Ansonsten jeweils die Häuser meiner 2 Brüder, Sattel-/Giebeldach mit Flachdachanbau.

Also das Dachpappe bzw Dachbahn legen/Schweißen, die ganzen Abschlußbleche bzw Wandanschlüsse hab ich mir von einem Dachdecker (ausm Freundeskreis) einen Samstag Vormittag erklären und vorführen lassen, waren schließlich 130 Rollen auf 4 verschieden Gebäuden (Stall bzw Schuppen). Einmal davon Balken u Bretter erneuert, aber das ist nun wirklich einfach bei einem Flachdach.

Komplizierter ist das mit dem Dachrinneneinlauf und dem Biegen der Rinneneisen, ich würde einstellbare Empfehlen oder bei einem Simskasten/Simsbrett: Stirnbrettrinneneisen. Generell lieber Metall als Kunsstoff, wenn man nur mit größerem Gerüst/Aufwand später rankommt definitiv Metall.

Eine einfache schräge Fläche mit Dachsteinen /Dachziegeln auszulegen, ist jetzt auch keine Kunst, die Abstände der Lattung, weiß der Baustoffhändler.
Komplizierter ist der First, Giebelschräge, Erker, Dachfenster, Schornstein da hatten wir aber auch jedesmal einen Dachdecker vor Ort um uns das erklären zu lassen, bzw eigentlich hat der das dann in Angriff genommen.

Ein normal kleines Einfamilienhaus um 100m² Grundfläche einfaches Satteldach, eine Seite davon ist an einem Samstag erledigt, also jetzt die Fläche abdecken, neu latten und eindecken, wenn 2 bereits beim Abdecken mit der Dachrinne anfangen, vorausgesetzt einer davon weiß was er tut. Erfahrungswert bei 7 Personen, einer davon Dachdecker, einer mit Höhenangst und 2 nur 3h geschlafen und mit Restalkohol wegen Discobesuch, dabei hat sich nichtmal einer todgearbeitet und es war eigentlich relaxt zu schaffen. Erker bzw Dachfenster wurden später gemacht, First mit der zweiten Seite, an den Rändern gab es entsprechende Randsteine und Bretter drunter , genug Pausen und ordentliche Versorgung gab es auch. Dafür eben keine Geld, aber in der Verwandschaft und im Freundeskreis nimmt man das ja auch nicht.

 

Ein Pappdach kann man schon noch selbst machen. Auch mit Isolierung drunter und allen drum und drann.
Aber ein Ziegeldach? Da würd ich mich nicht rantrauen. Da kann man soviel verkehrt machen. Wenn ein Fachmann bei ist, dann ist es was anderes. Aber alleine ? Lieber nicht !
Wo ich zugesehen habe als mein Dach neu gedeckt wurde, alle Achtung. Alleine die Dachneigung war ganz schön steil und die sind daruf rumgeklettert das wäre nichts für mich.
Apropos Fehler ! Bei der Gauben eindeckung mußte dan ndoch der Meister rann weil die Ziegel nicht symetrisch waren.

 

Ohne Fachmännische Begleitung sage ich: Nein, ist nichts für Heimwerker!

Beim Dach sind so viele Feinheiten zu beachten, da ist es sinnvoller einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Hatte unser Dach auch mit zwei Zimmermännern gedeckt.

 

Man darf nicht vergessen, das Dachdecker ein Lehrberuf ist ;-)
ich habe letztes Jahr bei meinem Schwager mitgeholfen. Das Machen ist nicht so das Problem. Dachlatten zusägen, Folie festtackern, Ziegel schneiden, und und und... Das kann man selbst hinbekommen.
Aber die Normen und die Kniffe kenne ich nicht. Da war es wirklich nötig, das ein befreundeter Dachdecker die Regie übernommen hat. Er hat halt einen ganz anderen Blick und sieht Probleme, bevor sie auftauchen.
Ich habe teilweise nicht schlecht geschaut, als ich verstanden habe, warum er einen Tag vorher manche Sachen "so kompliziert" machte. Einfach nur weil es nötig war bzw. weil es am Ende dann doch einfacher ist.
Zudem kommt, das man gewisses Werkzeug (welches hilfreich ist), nicht in jedermanns Werkstatt vorhanden ist, wie z.b. ne Kettensäge, Nagelschussgerät, Lötbrenner, große Flex, Bauradio (Scherz).

 

Janinez  
oh nein danke,keine 10 Pferde bekämen mich auf ein Dach, nicht mal auf das des Gartenhäuschens............................

 

Sagen wir mal dass ich's mal versuchen würde aber wie Cib schon sagte nur wenn ein Profi mich, zumindest, anleitet.

 

Auch Tischler ist ein Lehrberuf,und wenn ich so bei den Projekten Stöbere ?
Wenn man weiß wies geht ist alles ganz einfach.

 

Zitat von HOPPEL321
Wenn man weiß wies geht ist alles ganz einfach.
Da ist was dran!

 

Funny08  
Also helfen sicherlich - selbst machen - öhm ohne RadiaklDiät - eher nicht *g auch ne Dachlatte hat so ihre Grenzen
Ich erinner mich noch gut daran, wie mein Vater nach einem Sturm mal einige Ziegel die verrutscht waren wieder zurechtrücken wollte - dabei verabschiedeten sich so 3-4 qm Ziegel... das hatte sich eingeprägt.
Musste später ja auch hier und da mal ein Dach aufmachen um eine Satschüssel zu montieren usw... mir ist es nie wohl dabei.
Aber da ich auch erwarte, dass ein Dachdecker seine Finger von Stromverteilern lässt, halte ich es ebenso mit kompletten Dacheindeckungen - es ist nicht umsonst ein Lehrberuf

 

Man kann durchaus einen Tischler und einen Dachdecker vergleichen. Aber die Grenzen sind ganz schnell erreicht. Beim Tischler wie auch beim Dachdecker kann man sich vieles abgucken.
Aber wenn man selbst tichlert und es klappt nicht oder irgendwas ist schief, dann ärgert man sich und macht es das nächste mal besser.
Wenn man selbst ein Ziegeldach deckt und man macht was verkehrt, dann merkt man es erst beim nächsten großen Regen. Dann ist aber der Wasserschaden da. Und das erste was die Versicherung sagt - Wer hat das Dach gedeckt ? - Ach ja - so - in Eigenleistung - na dann !
DEN Schaden bezahlen wir nicht.
Bei dem Dachdecker als Helfer arbeiten ist doch OK.
Aber sonst sollte man sich schon überlegen was man selbst macht oder wo eine Firma ran muß.

 

Woody  
Zitat von Kneippianer
Ohne Fachmännische Begleitung sage ich: Nein, ist nichts für Heimwerker!

Beim Dach sind so viele Feinheiten zu beachten, da ist es sinnvoller einen Fachmann zu Rate zu ziehen.
*unterschreib*

Abgesehen davon, nicht mal für 1 Million Euro würde ich aufs Dach steigen. Krieg schon die Krise beim Vorhängewechseln in der Wohnung.

 

Bei der ein oder anderen "Arbeitsanweisung" bin ich mir sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch genug Arbeit bekommen.....


zünftige Grüße.

 

Mein Arbeitskollege hat sein ganzes Dach selber gemacht. Hat sich ein Gerüst für 2500 Euro selber gekauft und für ein jahr an seinem Haus befestigt und so gerechnet das er das alles selber macht. dabei hat er 10000 Euro gespart musste aber alles selber machen. Gerüst für 2500 wieder verkauft weil mieten für ein jahr hätte 3500 Euro gekostet.

 

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