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Dachbodenausbau anmelden - wie und wo und sowieso

06.03.2013, 14:33
Hallo Community,

ich habe ja letztes Jahr meinen Dachboden ausgebaut (siehe Projekt).

Habe jetzt auch endlich ne Heizung installieren lassen.

Nun drängt sich mir die Frage auf. So einen Ausbau muss man doch bestimmt irgendwo melden oder eintragen lassen oder? Ist ja immerhin eine Wohnraumvergrößerung.

Hat jemand davon eine Ahnung und kann mir sagen, wo das gemacht werden muss? Und was sowas wieder kostet vielleicht? Wohne in Schleswig-Holstein, die zusätzliche Wohnfläche beträgt ca 20qm.

Dank euch!
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28 Antworten

Die besten Antworten

@Fernton:

Das hat nichts mit Sch e i s s e g a l mentalität zu tun, das ist die aktuelle Gesetzeslage.

Wenn ich keine Baugenehmigung benötige, warum sollte ich mir dann eine holen?

Oder löst Du auch ein Ticket für einen kostenfreien Parkplatz?

In den meisten Bundesländern benötigen Dachfenster übrigens keinerlei Genehmigung - weder auf dem Land, noch in der Stadt.

In solchen Fällen ist es empfehlenswert, die BV (BauVerordnung) des jeweiligen Landes sich zur Gemüte zu führen. Ich habe das auch mit der BBV getan und es hat mir in der gesamten Bauphase geholfen.

mfg Dieter

@patricvogt:
Zitat von Fernton
An dieser Wertsteigerung möchte die öffentliche Hand z.B. in Form von Grundsteuern beteiligt werden.
...die Grundsteuer rechnet sich nicht nach dem Wert der Immobilie...

Es gibt einen sogenannten "Einheitswert"(einheitlich D-weit von der Finanzbehörde festgelegt) und den "Hebesatz" (von der Gemeinde festgelegt), nach welchem sich die Steuer berechnet.

mfg Dieter
Funny08  
Wenn du nur einen Innenausbau gemacht hast, und das keine Mietwohnung ist, brauchst du das meines Wissens nach nur der Versicherung zu melden, da ja der Wert gestiegen ist.

 

Wenn es nur ein Ausbau war, nicht seperat und nicht von außen sichtbar, mußt Du nichts unternehmen.
Wenn Du Dachfenster oder Dachgauben neu eingebaut hast, oder eine seperate Wohnung gebaut hast, hättest Du dafür VORHER eine Baugenemigung gebraucht. Jetzt zum Bauamt zu rennen kommt einer Selbstanzeige gleich...

Gruß
GrünBlau

 

Super, vielen Dank für die Antworten. Versicherung hab ichs schon gemeldet. Ist alles innen und Eigenbedarf. Naja 1 Fenster ist ganz neu... Schwamm drüber

 

Hi,

wenn es nur für den Eigengebrauch ist und an Statik nix verändert wurde, brauch es nur der Versicherung gemeldet werden, damit diese die "Wertsteigerung" in der Versicherungssumme berücksichtigt (Wohngebäude und wenn selbst genutzt auch der Haurat). Sonst kann es im Schadensfall etwas Stress geben.

Wurde die Statik verändert (Tragende Wand eingerissen etc...) muss ein Statiker das eigentlich neu rechnen...

Ist von Außen ein Wohnausbau sichtbar, ob das der Stadt hätte gemeldet werden müssen...keine Ahnung...

Gruß
Uwe

Gruß Uwe

 

Ob und wenn ja was genehmigt werden muss steht in der jeweiligen Landesbauordnung.

Selbst wenn keine explizite Genehmigungspflicht besteht, kann eine Anzeigepflicht bestehen. So erhöht z.B. die Schaffung zusätzlichen Wohnraums häufig den Wert einer Immobilie. An dieser Wertsteigerung möchte die öffentliche Hand z.B. in Form von Grundsteuern beteiligt werden.

 

Wer viel fragt, bekommt viele Antworten. Wenn man von Außen nicht erkennen kann, daß etwas geändert wurde, würde ich den Ball flach halten und ersteinmal abwarten.

 

Zitat von Fernton
An dieser Wertsteigerung möchte die öffentliche Hand z.B. in Form von Grundsteuern beteiligt werden.
...die Grundsteuer rechnet sich nicht nach dem Wert der Immobilie...

Es gibt einen sogenannten "Einheitswert"(einheitlich D-weit von der Finanzbehörde festgelegt) und den "Hebesatz" (von der Gemeinde festgelegt), nach welchem sich die Steuer berechnet.

mfg Dieter

 

So wie ich Wertermittlung verstehe, ist ist die erzielbare Miete (zu Preisen von igendwann) einer der Faktoren die sich auf den Wert auswirken. Mit einer Vergrößerung der Wohnfläche sollte sich normalerweise eine höhere Miete erzielen lassen.

Allerdings bin ich weder Steuerberater, noch Rechtsanwalt und auch sonst in keiner Weise mit der Ermittlung der Werte betraut.

 

...das Haus, in welchem der Ausbau stattgefunden hat, wurde bereits bei Fertigstellung bewertet und der Steuersatz festgelegt.

Hier wird der umbaute Raum als Grundlage herangezogen. Da dieser nicht verändert wurde, ist auch keine Änderung der Steuer von Nöten.

mfg

 

@Kneippianer: So siehts aus. Der Spaß nennt sich bei uns in NDS Grundsteuerbemessungsbescheid.

In unserem Bsp. wurde der Einheitswert auf 4806,00 € festgelegt x der Messzahl 2,6 von Tausend ergibt einen Grundsteuerermessungsbetrag von 12,49 € x Hebesatz der Gemeinde.

Wir zahlen ca. 55 € im Jahr Grundsteuer ( ohne Abfall, Kehren etc. ) Abfall kommt gesondert hinzu, Kehren ist jeder selber für verantwortlich.

Dem Fiskus interessiert ein Ausbau z.B. eines Dachgeschosses nicht die Bohne. Auch ist eine Anmeldung bei der Versicherung m.E. nicht zwingend notwendig auch wenn man den Wohnraum damit vergrößert da man generell heute nicht eine feste Summe einsetzt die man im Schadensfall maximal erhält sondern nach dem gleitenden Neuwertprinzip arbeitet. D.h. man bekommt Geld in Höhe X was es kosten würde nach z.B. Brand das Haus wieder so aufzubauen wie es bei Vertragsabschluß bestand.

Sicherlich existieren heute auch noch Verträge mit festem Wert. Die alte Feuerversicherung unserer Vorgänger hätte 104.000 € vorgesehen sofern man unser Haus neu aufbauen müsste. Der gleitende Neuwert bei unser jetzigen Versicherung ARAG Recht und Heim sieht einen Neuwert von 234.000 € vor.

Ein Dachfenster einzubauen würde ich nirgendswo anzeigen weil es keine Socke zu interessieren hat und bei uns auf dem Land auch keinen juckt, anders sehe ich das bei Denkmalgeschützten Häusern oder in Städten wodurch sich das allgemeine Stadtbild verändern würde, zum Bsp. auch eine Dachgaube, vowiegend Straßenzüge mit charakteristischen Häusern.

Und wie schon erwähnt.... Dumme Gedanken hat jeder, der Weise verschweigt sie. Wer viel fragt bekommt meist doofe Antworten

 

Geändert von patricvogt (07.03.2013 um 22:57 Uhr)
Ich finds geil zu sehen wie eine Woge des Entsetzens durchs Forum geht, wenn jemand eine Deckenlampe an einer alten Zweidrahtleitung anschliessen will im Gegensatz zu der Sch*egalmentalität wenn es um Baugenehmigungen geht.

 

Ich finds geil, wie geil manche auf Ämter sind und denen jedes noch so erdenkliche kleine Vorhaben mitteilen muss. Im einen Fall raucht mir die Hütte ab und im Zuge eines Dachfensters soll ich mir ne Baugenehmigung holen ? Mensch auf dem Stern will ich auch mal leben

 

@Fernton:

Das hat nichts mit Sch e i s s e g a l mentalität zu tun, das ist die aktuelle Gesetzeslage.

Wenn ich keine Baugenehmigung benötige, warum sollte ich mir dann eine holen?

Oder löst Du auch ein Ticket für einen kostenfreien Parkplatz?

In den meisten Bundesländern benötigen Dachfenster übrigens keinerlei Genehmigung - weder auf dem Land, noch in der Stadt.

In solchen Fällen ist es empfehlenswert, die BV (BauVerordnung) des jeweiligen Landes sich zur Gemüte zu führen. Ich habe das auch mit der BBV getan und es hat mir in der gesamten Bauphase geholfen.

mfg Dieter

@patricvogt:

 

@patricvogt
Mit der Versicherung wäre ich vorsichtig!
Ob Altvertrag, oder Neuvertrag...anmelden würde ich so einen Außbau immer.
"Gleitender Neuwert" bedeutet nur, dass sich der Versicherungswert den ggf steigenden Baupreisen anpasst ist.
Ein Haus aus 1970 hat damals "neu" 100.000 DM gekostet, Heute müsste man für den selben Bau 100.000€ bezahlen...um den Vertrag nicht ständig ändern zu müssen, gibt es daher den gleitenden Neuwertfaktor, um sowas zu kompensieren.

Erhöht man nun den Wert des Hauses durch einen Dachgeschoßausbau, passt halt die Versicherungssumme nicht mehr.
Ein Haus 1970 mit Dachausbau hätte z.b. statt 100.000DM 120.000DM gekostet. Heute halt 120.000€.
Kommt es nun zu einem Schadensfall und jemand von der Versicherung kommt raus, kann es passieren, das folgende Rechnung aufgemacht wird:
Schadenshöhe durch z.B, Brand 15.000€ Versicherungssumme Haus 100.000€ Tatsälicher Neubbauwert des Hauses 120.000€ somit ist man um 20.000€zu niedrig versichert. Das bedeuet man ist zu 17% Unterversichert, somit wird von dem Schaden auch 17% abgezogen.
Selbst bei einem Vertrag ohne Versicherungssumme nur mit Quadratmeterangabe, hätte man eine Unterversicherung.

Gruß
Uwe

 

Geändert von UweOWL (09.03.2013 um 12:54 Uhr) , Grund: ...
Hi Uwe,

ja da hast du auch recht mit, es sollte jetzt nicht heißen och das ist der Versicherung egal, sondern es ist nicht zwangsläufig notwendig der Versicherung mitzuteilen, verkehrt um ggf. anzupassen ist es natürlich nicht.

Ich bin da halt von mir ausgegangen, Dachbodenausbau bei knappen 100 qm³ Fläche wovon letztendlich nur 20 qm³ ausgebaut werden, der Rest nur reine Dämmung, hält sich dort doch die Aufwertung des Hauses im finanziellem Sinne in überschaubaren Grenzen, ob sich da eine Erweiterung des Versicherungsschutzes lohnt ist dahingestellt, kommt auch drauf an was das mehr an Versicherungsprämie bedeutet.

Angenommen mein Ausbau kostet mich 2500,- €, das Haus brennt nieder, da habe ich denke ich andere Sorgen als mich um die 2500,- € zu haben. Ich lasse mich aber auch gerne anders beraten sofern meine Rechnung vollkommen falsch sein sollte.

 

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