Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Champignons en Masse - aber alle verwurmt

29.09.2013, 03:44
Hi all,
wir haben seit einigen Jahren viele Wiesenchampignons im Garten - aber alle dermaßen verwurmt, dass wir sie nicht essen wollen. Habt ihr ne Idee, wie man dem Wurmbefall der Pilze begegnen kann ohne der ansässigen Fauna (Vögel, Katzen, Mäuse, Igel, Eichhörnchen etc.) zu schaden?
 
Garten, Pilze, Würmer Garten, Pilze, Würmer
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
20 Antworten
Wie !nur im diesen Jahr,oder schon immer,es kann auch an der Witterung im diesen Jahr liegen

 

Nein, nicht nur in diesem Jahr.

 

Ekaat  
Das gleiche Problem habe ich auch. Gegenmaßnahme: (leider) recht früh ernten. Natürliche Feinde der Maden/Würmer kenne ich nicht. Und mit Chemie würde ich dagegen nicht angehen, da ich die ja essen möchte.

 

irgendwelche Insekten legen offenbar ihre Eier in die Champignons. Ich würde es mit Abdecken versuchen.
Macht natürlich nur Sinn, wenn die Champignons nur über 2 - 4 qm verteilt sind und sieht auch nicht wirklich gut aus, schmeckt aber besser.
:-)

 

@Ekaat, @Heinz: Vielen Dank für Eure Antworten! Leider wird Abdecken zumindest alleine nicht reichen - die Pilze kommen schon verwurmt aus der Erde. Ich hab das mit dem früh ernten - noch bevor sie die Erde durchstoßen - schon versucht, sogar die kleinsten sind voller Maden. Drum denke ich, die Viecher, die da ihre Maden ablegen, sitzen in der Erde. Aber natürliche Feinde sind ne prima Idee, Ekaat - vielen Dank. Ich versuch mal rauszufinden, was für Viecher das sein können und was für Feinde die haben. Einen extremen Blattlausbefall an unserem großen Holunder hab ich mal mit ner Tüte Mückenlarven bekämpft - das hat damals prima funktioniert.

 

Ekaat  
Zitat von Heinz vom Haff
irgendwelche Insekten legen offenbar ihre Eier in die Champignons....
Deswegen schrieb ich ja auch »Maden/Würmer«, wobei ich natürlich weiß, daß es keine Würmer sind.
Zitat von Heinz vom Haff
...Ich würde es mit Abdecken versuchen.
Macht natürlich nur Sinn, wenn die Champignons nur über 2 - 4 qm verteilt sind und sieht auch nicht wirklich gut aus, schmeckt aber besser.
:-)
Guter Witz! Meine Pilze kommen überall im Garten vor, man kann nur nicht voraussagen, wo.

 

Ekaat  
Zitat von baldwin
...Aber natürliche Feinde sind ne prima Idee, Ekaat - vielen Dank. Ich versuch mal rauszufinden, was für Viecher das sein können und was für Feinde die haben...
Interessiert mich auch dolle, obwohl ich damit wahrscheinlich nichta anfangen könnte, weil das Areal, auf dem sich Pilze zeigen, 450m² groß ist und die Pilze zu unterschiedlichen Zeiten (die ersten im Juni, die letzten im November - alles Champignons!) und an unterschiedlichen Plätzen auftauchen: Mal mitten im Rasen, mal unter dem Ahorn, mal unter der Eibe...

 

@Ekaat: Dank Deines Hinweises auf natürliche Feinde bin ich einen Schritt weiter. Eine wahrscheinliche Ursache können Trauermücken sein, die legen ihre Eier nicht direkt in den Pilz, sondern in die Erde, von wo aus die Larven die Pilze angreifen.
Die im verlinkten Artikel erwähnten natürlichen Feinde (Fadenwürmer) scheinen ganz gut zu wirken, wenn man den Rezensenten bei Amazon glauben darf.

Vielleicht ist es hilfreich, in einem ersten Schritt erst mal festzustellen, was für Geziefer da am Werk ist, in dem man Fallen aufstellt. Ich wusste bisher nicht, dass es spezialisierte Fliegenfänger für den Gebrauch im Freien gibt.

Zum Thema Trauermücken und ihrer Bekämpfung sind sich alle bisher gefundenen Ratgeber im Netz einig, drum hier exemplarisch nur eine Fundstelle.

Vielleicht noch nicht die Lösung des Problemes, aber jedenfalls ein guter Ansatz, denke ich. Danke Dir nochmal für den Hinweis auf natürliche Feinde!

 

Zitat von Ekaat
Interessiert mich auch dolle, obwohl ich damit wahrscheinlich nichta anfangen könnte, weil das Areal, auf dem sich Pilze zeigen, 450m² groß ist und die Pilze zu unterschiedlichen Zeiten (die ersten im Juni, die letzten im November - alles Champignons!) und an unterschiedlichen Plätzen auftauchen: Mal mitten im Rasen, mal unter dem Ahorn, mal unter der Eibe...
So ähnlich ist es hier auch. Deswegen blicke ich auch noch nicht richtig durch, zu welcher Zeit man welche Feinde ansiedeln sollte - möglicherweise ist hier mal eine Saison Fliegenfangen angesagt ;-) Jedenfalls scheint es spezialisierte Fadenwürmer für allerlei Fliegen zu geben, deren Larven unsere Champignons fressen. Vieleicht kommt hier ja noch jemand vorbei, der sich mit sowas schon auskennt oder eigene Erfahrung hat.

 

Wir haben keine Ahnung von Pilzen. Eigentlich schade, weil es sie hier massenhaft gibt.
Wir sammeln nur die, die wir 100% kennen. Schirmpilz und Krause Glucke. Die sind immer frei von Schädlingen. Ausserdem haben wir unter dem Flieder eine winzige Austernpilzucht auf Buchenholzstämmen - und die ist mit Fliegengaze abgedeckt.
:-)
Ich fürchte, dass die Methoden der natürlichen Schädlingsbekämpfung sich aiuf Topfpflanzen beschränken. Wenn Pilzgenuss Dir wichtig ist, würde ich an Deiner Stelle eine Stammkultur anlegen. Die ist örtlich begrenzt und kann daher leicht vor Schädlingsbefall geschützt werden. Frei wachsende Champignons zu schützen, halte ich für unmöglich.
Auf der Kuhwiese nebenan gibt es hunderte von Pilzen, die wie Champignons aussehen, aber ich trau mich nit.
;-)

 

Zitat von Heinz vom Haff
irgendwelche Insekten legen offenbar ihre Eier in die Champignons. Ich würde es mit Abdecken versuchen.
Macht natürlich nur Sinn, wenn die Champignons nur über 2 - 4 qm verteilt sind und sieht auch nicht wirklich gut aus, schmeckt aber besser.
:-)
Das ist ne gute Idee, Heinz, um an einer Stelle mal zu probieren. Verändert sich der Befall, lässt das vielleicht Rückschlüsse auf die Schädlinge zu. Flächendeckend einsetzen könnte ich das nicht, wie Du richtig erkannt hast ;-)
Danke!

 

Ekaat  
Zitat von baldwin
@Ekaat: Dank Deines Hinweises auf natürliche Feinde bin ich einen Schritt weiter. Eine wahrscheinliche Ursache können Trauermücken sein, die legen ihre Eier nicht direkt in den Pilz, sondern in die Erde, von wo aus die Larven die Pilze angreifen.
Die im verlinkten Artikel erwähnten natürlichen Feinde (Fadenwürmer) scheinen ganz gut zu wirken...
Da die Larven der Trauermücken wichtig für die Zersetzung des Laubes und anderer Totstoffe im Garten sind, werde ich sie nicht bekämpfen, auch wenn ich dadurch weniger eßbare Pilze ernte. Es ist wirklich so: Greift man an einer Stelle ein, reißt man an anderer Stelle ein Desaster auf. Wir können gut mit Ursache-Wirkung umgehen; wenn mehrere verschiedene Sachen sich gegenseitig positiv oder negativ gleichzeitig beeinflussen, sind wir Menschen hoffnungslos mit unserem ach so tollen Geist überfordert.

 

Zitat von Heinz vom Haff
Ich fürchte, dass die Methoden der natürlichen Schädlingsbekämpfung sich aiuf Topfpflanzen beschränken.
Nicht wirklich, aber ich hab noch keine Erfahrung.
Zitat von Heinz vom Haff
Wenn Pilzgenuss Dir wichtig ist, würde ich an Deiner Stelle eine Stammkultur anlegen. Die ist örtlich begrenzt und kann daher leicht vor Schädlingsbefall geschützt werden. Frei wachsende Champignons zu schützen, halte ich für unmöglich.
Auf der Kuhwiese nebenan gibt es hunderte von Pilzen, die wie Champignons aussehen, aber ich trau mich nit.
;-)
Ich mag Pilze, aber würde sie nicht extra züchten. Die Champignons im Garten werde ich sicher nicht alle retten können, aber eine produktive Ecke würd mir schon reichen für den Eigenbedarf.
Mein Vater war mit uns Kindern früher Pilze sammeln, daher hab ich noch ne gewisse Affinität zum Thema und auch Grundkenntnisse in der Erkennung/Bestimmung. Experte bin ich aber nicht. Die völlig verwurmten (ich weiß, das sind keine Würmer) Champignons im Garten tun mir einfach leid. Früher haben wir Kinder die Champignons aus den Pflanzflächen für die Straßenbäume vor unserem Wohnblock ausgebuddelt und gebraten - egal, ob da ein Hund an den Baum gepinkelt hat oder sonstwas ... ;-) Wir haben es alle vier überlebt.

@Heinz: auf der Weide können auch Pilze wachsen, die man besser nicht essen sollte - bleib bei Deiner Vorsicht.

 

Zitat von Ekaat
Da die Larven der Trauermücken wichtig für die Zersetzung des Laubes und anderer Totstoffe im Garten sind, werde ich sie nicht bekämpfen, auch wenn ich dadurch weniger eßbare Pilze ernte. Es ist wirklich so: Greift man an einer Stelle ein, reißt man an anderer Stelle ein Desaster auf. Wir können gut mit Ursache-Wirkung umgehen; wenn mehrere verschiedene Sachen sich gegenseitig positiv oder negativ gleichzeitig beeinflussen, sind wir Menschen hoffnungslos mit unserem ach so tollen Geist überfordert.
Du hast recht, Ekaat: es wäre fatal, ein Problem durch ein anderes zu ersetzen. Danke dafür!

 

Ekaat  
Zitat von Heinz vom Haff
...Auf der Kuhwiese nebenan gibt es hunderte von Pilzen, die wie Champignons aussehen, aber ich trau mich nit.;-)
Na ja - wie Champs aussehen, weißt Du ja. Dann gibt es noch zwei Besonderheiten: Die Lamellen unten müssen braun (wie Kakao-Pulver) sein. Die Sporen (leg' den Pilz auf ein weißes Blatt Papier) müssen die gleiche Farbe haben, wie die Lamellen. Dann hast Du einen Champignon vor Dir. Dasselbe gilt auch für Wald-Champs.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht