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CH-Stecker vs. Deutsche Stecker

16.06.2013, 21:29
Hallo zusammen

Dieser Beitrag ist multifunktional gedacht, als Lexikonauszug, Dikusiionsrunde usw. Einfach lesen und dann schauen obs was zu schreiben gibt

Es herrscht hier offenbar oft die Unkentniss unserer Schweizer Stecker, was dann bei entsprechenden Fragen Probleme aufwirft, da die Dinger vielen Deutschen (logischerweise) grösstenteil unbekannt sind.

Zuerst mal folgendes, hier bei uns gibt es wie im Deutschlang 230 und 380V Stecker. Auch in verschiedenen Ampere-Klassen.Erstmal vorweg: Eurostecker können in sämtliche Schweizer 230V Steckdosen eingesteckt werden.


230V Steckkontakte


Typ 12
Zugelassen bis 10 Ampere, zwei -oder dreipolig erhältlich. Schutzleiter-Pol (Mitte) etwas versetzt zu den anderen angeordnet. Häufig als wandbündige (nicht versenkte) Steckdose anzutreffen, mittlerweile aber wegen seitlichen Zugangs des einzuführenden Steckers verboten, neu sind T13 (versenkt) Pflicht.


Typ 23
Zugelassen bis 16 Ampere, ähnlich wie T12, allerdings mit dickerenn, viereckigen Kontakten, Dose nur als versenkte Variante erhältlich. T23s sind relativ selten, da sie noch relativ neu sind. In eine T23 dose können auch T12 Stecker eingesteckt werden.


230/380V Steckkontakte (kombiniert)

Typ 15

Stecker/Dose bis 10Ampere zugelassen, es können sowohl die dreipoligen Typ 12 Stecker, als auch die 5-poligen Typ 15 eigesteckt werden.



Typ 25

Beim Typ 25 verhält es sich wie beim yp 15, er ist eifach das 380V Pendant zum Typ 23, d.h es können hier T25, T23, T15 und T10 eingesteckt werden.




380V Steckkontakte


J 15

4 oder 5 Polig. Zugelassen bis 15 Ampere. Sozusagen das Gegenstück zum CEE 16. der J15 war lange der 380V Standard-Stecker in der Schweiz.



J25

4 oder 5 Polig. Zugelassen bis 25A. Standardstecker auf den meisten Bauernhöfen, für Heugebläse, Jaucherührer usw.


J40

4 oder 5 Polig. Zugelassen bis 40A. Speziell für grosse Motoren mit hoher Leistung und für Baustromverteiler geeignet, grössenunterschied zum J25 relativ gering.



J75

4 oder 5 poliger Steckkontakt für extreme Belastungen bis 75 A. Sehr selten, meist für Baustromverteiler oder Maschinen mit hohem Einschaltstrom (Absaugungen, oder z.B grosse Breitbandschleifmaschinen)





Grundsätzlich tönt es komplizierter als es tatsäclich ist. Die grossen J-Stecker wurden mittlerweile grösstenteil vom CEE Steckern abgelöst, ausser dem J15 werden gar keine J-Stecker mehr hergestellt.




Sind Schukos besser als Typ 12/23 ?


Ich würde sagen NEIN. Denn auf dem Platz den zwei Schukos benötigen kann man sage und Schreibe 6 Typ 12 Steckdosen anbringen, da es bei uns Dreifachdosen gibt. Darauf sind dann Drei Typ 12/23 in Form eines Dreiecks angeordnet, Die Dose hat aussen ganz normale Masse von 9x9cm. Aufgrund der Kompaktheit unsere Stecker ist es bei uns auch möglich bis zu zwei Lichtschalter und eine Steckdose auf einem quadratischen 9x9cm Feld zu haben!!



Was spricht für die Kombi-Dosen Typ 15/Typ25?



Auch für die T15/T25 Kombinationsdosen sprechen viele Argumente. So ist ist es hiermit möglich eine vollwertige 380V Dose mit der Grösse einer Schuko-Dose zu haben. Vorteilshalber können erst noch 230V Stecker und Eurostecker eingesetzt werden. So entfallen z.B für Waschmaschine oder ähnliche Geräte hässlich hervostehende und Platzraubende CEE-Dosen. Mithilfe solcher Dosen fällt auch eine 380V Dose z.B in einem Mehrzweckraum oder einem Foyer nicht auf, wo ehrlich gesagt eine leuchtend rote CEE Dose hässlich wirken würde.



Warum gibt es 10 und 16A Ausführungen?


Ja..Warum? Nun ganz einfach: Früher hatten die wenigsten Geräte mehr als 10A Leistung, wenn sie mehr hatten schloss man sie halt an einen J15 oder gan einen J25 Stecker an. In den letzten jahren treten aber immer häufiger grosse Winkelschleifer oder Kreissägen, oder aich Heizgeräte oder Kochherde auf, welche Leistungen weit über 2200 Watt auf. Also wurde T23 entworfen. Längerfristig werden wohl nur noch T23 Dosen verbaut, und auch nur noch T23 Kupplungen verkauft. Stecker wird es weiterhinals 10 oder 16A Variante geben. Hier punktet wieder der Systemgedanke. In weiser vorausicht hat man den T23 so entworfen dass er auch T12 oder Eurostecker aufnehmen kann, so dass eine Umstellung auf 16A keine Änderungen hervorrufen wird.





Ich weiss jetzt nicht ob dieser Beitrag weiterhilft, allerdings kann man sicher mal wieder darauf zurückkommen wenn Steckdosen als unbekannt (gell Danieldüsentrieb) bezeichnet werden

Etwas abgeändert ommt dieser Beitrag auch ins Wissen, damit ihn jeder finden kann.
 
Schweiz, Schweizer Stecker, Stecker Schweiz, Schweizer Stecker, Stecker
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8 Antworten
Woody  
Sehr interessant und informativ. Wollte dir eh vorschlagen, den in die Wissensdatenbank einzuspeisen.

 

Frage zu Typ 12/23:
Sind die angegeben Stromstärken (10/16A) die zugelassene Dauerlast oder die Spitzenlast?

Wikipedia listet für das System noch weitere Vor- aber auch Nachteile auf. Vielleicht kannst du das noch mit bewerten?

 

10 und 16A sind die Spitzenlast, darüber hauts die Sicherung raus (Musste ich feststelen als ich das 3,2kW Schweissgerät an einer T12 Dose einstecken wollte). Man kann die Stecker aber durchaus dauerhaft belasten, so ab 2000Watt, bzw 3500 Watt beginnen sie nach ca 2h warm zu werden.

 

Einer der wenigen Nachteile ist dass man 10A Stecker in eine 16A Dose einstecken kann, und diese Sicherungen halt erst bei 16A rausgehen, weshalb der 10A Stecker sich unbemerkt stark erwärmen kann. Allerdings ist diese Chance gering, da Geräte mit über 2300 Watt schon gar nicht mit T12 Stecker verkauft werden (ausser Importe, so eben meine Schweissanlage). Beim selber-anschliessen ist der Anschliessende sowieso verantwortlich, und muss halt imstande sein, zu entscheiden was für einen Stecker er nehmen muss.

 

Wie wird sich der Platzbedarf beim Umstieg von T12 auf T13 entwickeln? Sinkt die Packungsdichte beim Mehrfachfeldern damit? Im Netz habe ich nur Bilder von Einzeldosen gesehen.

 

Nein Grundsätzlich nicht, es wird weiterhind 3er Felder geben, egal ob T13 oder T23.



Auch Steckerleisten werden weiterhin die gewohnte Kapazität haben

 

Danke, bin auch ab und zu in der Schweiz und habe da schon öfter gerätzelt. Speziell beim Handy-Akku aufladen stellt sich das Problem schnell. Der Glue-Pen von Bosch, den ich gerade teste, hat den gleichen Stecker wie das Samsung Galaxy S. Ich glaube Nokia hat dieses Mini-USB auch schon. Versehentlich hatte ich heute schon den Glue-Pen an dem Samsung-Stecker und es lud. Offenbar Akku-Kompatibel.

 

Geändert von machs_einfach (16.06.2013 um 22:35 Uhr)
Funny08  
@ machs einfach, der Unterschied bei den "USB" Netzteilen vom Glue-Pen und den Handys ist ansich nur der Ladestrom. Zb kann man auch ein S4 (Ladegerät 2 A Ladestrom) mit einem S1 Ladegerät laden ( 0.65 A) es dauert einfach nur etwas länger.

Zum Punkt welche Stecker besser sind - als kleine Anmerkung - Schukosteckdosen haben im Vergleich zu den Eurosteckern und dem was die Schweiz da nutzt einen wesentlichen Sicherheitsvorteil bei seitlicher und normalerZugbelastung. Nicht nur das Stecker wohl leichter herausrutschen, auch die Kräfte auf die Kontakte, zumindest bei den alten Systemen ohne vertiefte Buchse sehe ich kritisch.

Mal abgesehen davon das ich einige tausend Schukosteckdosen bisher installiert habe, gefällt mir diese Optisch doch wesentlich besser als die T12 oder T23 Variante, auch wenn du beim Platz vollkommen recht hast

 

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