Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Carport bauen

17.06.2010, 12:55
hat jemand Erfahrung?
 
bauen, Carport, Erfahrung, Konstruktion bauen, Carport, Erfahrung, Konstruktion
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
17 Antworten
Hallo Nadin,
folgende Fragen sind zunächst zu klären:
1. Was sagt der Bebauungsplan aus. Carports, die an die Grundstücksgrenze gesetzt werden, brauchen i.d.R. die Genehmigung des Nachbars. Am besten bei der Gemeinde erkundigen.
2. Auf jeden Fall ist die Grundfläche zu berechnen, damit es keine unliebsamen Überraschungen bei der Passung des Fahrzeugs gibt.
3. Baumärkte - wie Hornbach - bieten heute eine Planungssoftware an. Dort wird checklistenartig abgefragt und Dein individueller Carport entworfen.
4. Beim Dach solltest Du, wenn es möglich ist, eine begrünte Fläche wählen, weil diese bei der Besteuerung des Grundstücks (Regenwasser) entsprechend als nicht versiegeltes Grundstück gewertet wird.
5. Wie weit Deine Fähigkeiten reichen zum Selbstaufbau ist mir nicht bekannt. Hier solltest Du ggfls. auf eine fachliche zurück greifen.
Das wären zunächst einmal, ohne Dein Projekt zu kennen, meine Hinweise.

 

Soweit ist wohl erstmal alles gesagt. Mit Carport - hat jemand Erfahrung? ist nicht viel anzufangen.

 

Ja die hab ich und davon gaaaaaaanz viel ;-)

 

Ich auch, muss demnächst aus zwei einzelnen eine individuelle Ecklösung bauen.

 

Stimme zu. Die Nadin muss doch ein wenig mehr an Einzelheiten angeben, wenn ein Ratschlag gewünscht wird.

 

Ekaat  
Eine Baugenehmigung vom Bauamt brauchst Du auch. Hatte mal ein simples Terrassendach gebaut und wurde von meiner lieben nachbarin angezeigt. 300 Mark Bußgeld für unerlaubtes Bauen. Das mit Der Bauwiche (Abstand zum Nachbarn, i. d. R. 3m) hat Powerheimwerker schon erwähnt. Diese Zustimmung ist im Grundbuch beider Partner einzutegen. Ich sag'ja: Behööööööööööörden!

 

Ob Baugenehmigung oder nicht variiert von Bundesland von Bundesland bzw ist von der Größe des Carports/Garage abhängig. Genau so die Grenzbebauung, hier in Brandenburg braucht es z.B keine Zustimmung des Nachbarn. Also einfach mal in die jeweils zutreffende Bauordnung gucken. Oder natürlich in den Bebauungsplan, sofern einer Vorhanden ist.

 

Geändert von robinson (19.06.2010 um 21:55 Uhr)
Moin Zusammen!

Die Grundsatzcheckliste von Powerheimwerker ist schonmal ein sehr guter Ansatzpunkt. Das sind erstmal die wichtigsten Dinge bevor man überhaupt an die Konstruktion gehen kann.

Dazu interessiert mich aber der Punkt "Dach als begrünte Fläche". Wie stark muss denn so eine Fläche sein? Werden da die Balken und Träger nicht überproportional groß? Hast Du damit schon Erfahrungen gemacht?

Ich habe leider bis jetzt nur ein ganz grobes Bild im Kopf ;-)

 

@ robinson: Das mit der Grenzbebauung in Brandenburg würde ich so pauschal nicht unterschreiben. Ich kenne Freunde die nur den Dachstuhl erneuern wollten und um 30cm anheben. Da musste auch ne neue Abstandsfläche beim Nachbarn ins Grundbuch eingetragen werden. Bin mir aber nicht sicher ob das für Carports auch gilt, da die ja nicht als feste Bebauung gelten.

 

Ich bezog mich jetzt rein auf den Garagen-/Carportbau. Bei Wohnhäusern gibt es noch zusätzliche Regelungen, zB. ist es auch abhängig von Größe und Höhe des Gebäudes, ob der Nachbar zustimmen muss.

 

Geändert von robinson (22.06.2010 um 09:07 Uhr)
Zitat von Christopher
Moin Zusammen!

Die Grundsatzcheckliste von Powerheimwerker ist schonmal ein sehr guter Ansatzpunkt. Das sind erstmal die wichtigsten Dinge bevor man überhaupt an die Konstruktion gehen kann.

Dazu interessiert mich aber der Punkt "Dach als begrünte Fläche". Wie stark muss denn so eine Fläche sein? Werden da die Balken und Träger nicht überproportional groß? Hast Du damit schon Erfahrungen gemacht?

Ich habe leider bis jetzt nur ein ganz grobes Bild im Kopf ;-)
Selbstverständlich muss die Konstruktion so berechnet werden, dass sie den gesamten Dachaufbau trägt. Die Last ist abhängig von der Größe des Daches. Der Tragkonstruktion folgt ein voll funktionsfähiger Dachaufbau. Den Abschluss bildet eine Abdichtung aus Kunststoffdachbahnen und die Aufbauelemete des Gründachs - Dränageplatte, Filterflies und Erdsbstrat mit eingemischtem Samen. Basis der Dachbegrünung ist die Abdichtung, die alle darunter angeordneten Schichten dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit schützen muss.
Extensivbegrünungen wiegen in der Regel 80-170 kg/m², bei Leichtbegrünung sogar nur etwa 50 kg /m². Intensive Dachbegrünungen haben eine Flächenlast von ca. 300 kg /m². Die Angaben gehen von einem wassergesättigten Zustand mit Vegatation aus. Schneelasten und möglicherweise auch Verkehrslasten sind gesondert zu berechnen. Eine Extensivbegrünung wie sie oft bei Carports und Garagen verwendet wird, wiegt etwa 120 kg/m². was einer Kiesschicht von etwa 5-6 cm entspricht.
Liebe Grüße Petra

 

Die Geschichte mit der Dachbegrünung, um einige Euro bei der Abwasserberechnungsfläche zu sparen, finde ich sehr verwegen. Um das Carport stabil genug und vor allem zum Begrünen geeignet zu bauen, werden erhebliche Mehrkosten anfallen, welche durch die Gebühren erst nach vielen Jahren erreicht werden. Außerdem muss man davon ausgehen, dass die Dachbegünung keinesweg "wartungsfrei" ist und auch immer mal wieder Kosten verursachen würde! Wenn zudem die Fläche des Carports bisher auch schon gepflastert oder betoniert ist, macht es keinen großen Unterschied. Viele Bundesländer berechnen die Abgaben schon nach jeder Fläche, die ein Versickern des Wassers ins Erdreich verhindert. Wenn da jetzt nicht Gras wächst, wird sich nicht sehr viel an den Abwasserkosten ändern. MfG Patrick

 

Geändert von derrudi79 (22.06.2010 um 14:38 Uhr) , Grund: Tippfehler
Unabhängig von der Dachbegrünung, sollte man sich schon ein paar Gedanken zum Thema Statik machen. Es soll ja auch schließlich die Schneelast getragen werden.

Da ich zu diesem Thema keine Formeln für Material & Konstuktion kenne, arbeite ich bei sochen Sachen immer nach dem Motto: Viel hilft viel
Vielleicht ist hier ja jemand im Forum, der einem fundierte Pi-mal-Daumen Werte geben kann. Das Thema Carport steht bei mir nächstes Jahr auch an, vielleicht haben wir es ja bis dahin erörtert :-)

 

Ich kann leider keine Pi-mal-Daumen Werte geben, aber ich denke reale Werte könnte man beim Zimmermann erfragen, wenn man sich denn über Maße und Material schon Gedanken gemacht hat. Es macht ja z.B. schon einen großen Unterschied ob man Dachpfannen nimmt, die etwa 70-80 kg/m² ausmachen, oder irgendeine Art Blech - oder Kunststoffdach bevorzugt.
Wenn man dann noch weiß, welche Form das Dach haben soll (Satteldach, Pultdach) usw. kann man an die Berechnung bzw. Befragung gehen.

 

Ekaat  
Leute: 14 Antworten und keine Reaktion vom Verfasser... Hä?

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht