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Bungalow Flachdach erneuern

12.05.2010, 12:34
Hallo zusammen,

Ich brauche ein Paar Tipps von euch.

Und zwar ich habe ein Bungalow und will diesen Sommer die Dachpappe am Dach erneuern, da die alte schon ziemlich alt und rissig ist.

Habt ihr Erfahrung damit?

Mich interessiert ob ich alte Pappe vom Dach entfernen muss oder lege ich die Neue einfach drauf.

Vieviele Schichten der Dachpappe sind zu empfehlen und wie werden diese verlegt (paralell zu einander oder müssen die sich kreuzen)

Für eure Erfahrungen und Tipps wäre ich sehr dankbar
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15 Antworten
Wir haben auch ein Bungalowflachdach. Wenn wir da was erneuert haben haben wir früher immer pappe ausgetauscht, aber es ist praktischer die neue einfach draufzulegen. Doppelt hält besser!

 

Man kann sowohl als auch, aber wenn man permanent immer nur drauf haut, hat man später mehr damit zu tun die ganzen Lagen wieder abzu reißen........ nicht mehr als 3-4 Schichten drauf haben, denn die alte pappe wird ja auch vorher noch mit flüssig Bitumen
angestrichen, ist zwar nicht viel, aber auf die dauer, macht es halt die Menge....vom Zeitaufwand ist es schneller die neue auf die alte zu verlegen, von der sauberen Arbeit her gesehen, macht man die alte ab und die neue drauf......da sich danbn auch nicht unbedingt auf der neuen dann "alte" risse oder knicke bemerkbar machen.......

 

@ Harpye
danke für deine antwort.
wie habt ihr die pappe gelegt:
ich meine eine schicht nur oder zwei. Wenn zwei dann beide schichten in gleiche richtung oder zweite um 90° verdreht?

 

Bahnen immer in eine Richtung, Quer zum Gefälle. Sofern es Bitumenschweißbahnen sind und die auf die alte geklebt/geschweißt werden, reicht eine Lage. Wird die alte Pappe entfernt, eine Unterlage und eine Decklage.

 

Hallo supreme77, ein Flachdach mit neuer Dachpappe zu belegen ist zwar anspruchsvoll, aber durchaus vom Laien machbar. Zunächst zu deiner Frage, wie viel Schichten dein Dach verkraftet.

Also, ist das Holz darunter stabil (statisch belastbar) und gesund, kannst du durchaus einige Schichten Dachpappe aufeinander legen. Du solltest allerdings schauen, ob du durch das bisher schadhafte Dach Feuchtigkeit im Dachaufbau hast. Wenn ja, muss diese irgend wie raus. Also unter Umständen muss die alte Dachpappe runter, um eine mögliche Feuchtigkeit abtrocknen zu lassen. Ist das Dach nicht feucht oder kann es von unten immer gut abtrocknen und durchlüften, kannst oben neue Pappe darauf bringen.

Früher tat man das oft in zwei Lagen. Die erste genagelt, die zweite versetzt geklebt. Gerade für Laien bieten sich heute kalt selbstklebende Bitumbahnen an. Die sind sehr einfach zu verwenden, Bahn gerade anlegen, Schutzfolie ab und fertig ist die Neuverlegung. Vorteil: keine Zweilagigkeit, kein Schweißen (für Laien nicht ganz einfach) und kein Teeren. Übrigens: Wenn du nur eine oder mehrere kleine Stellen ausbessern musst, kann man das immer noch mit Teer probieren.

Aber schöner und sauberer ist natürlich die Neuverlegung mit den selbstklebenden Bahnen, allerdings gehen auch nicht selbstklebende Bahnen und ein dazu passender Kleber.

Gruß Petra

 

hmmm, also ich weiß nicht.

Bei einem Gartenhaus das Dach selber machen ... OK.

Bei einem Wohngebäude und dann auch noch ein Flachdach .... Gerade Flachdächer sind und bleiben die Problemkinder von Hausbesitzern. Ich bin der Meinung, ein Flachdach gehört von einem Fachbetrieb saniert, zumindest von einem gut versierten Handwerker, der von der Materie wenigstens ein bischen Ahnung hat. Ich will keinen Laien beleidigen, versteht das nicht falsch, ich bin, was Dachdecken betrifft auch kein Meister!
Aber man kann bei einem Flachdach so viel falsch machen und der Schaden den man davon tragen kann, kann immens sein. Oft bemerkt man eine Undichtigkeit erst viel zu spät. Wasser sucht und findet seinen Weg. Wasser im Mauerwerk kann einen sehr teuer zu stehen kommen, vor allem in einem kalten Winter kann Wasser wirken wie ein Abbruchunternehmen.
Natürlich ist man auch bei einem Profi nicht vor Folgeschäden gefeit, man kann dann aber wenigstens Schadenersatz einfordern. Wenn man als Laie ein Flachdach selber saniert, zahlt nicht mal die eigene Versicherung wenn wegen nachgewiesener, unsachgemäßer Verarbeitung Schäden enstanden sind. Hätte ich ein Flachdach, ich würde es auf keinen Fall selber sanieren, obwohl ich schon den ein- oder anderen Meter Dachpappe verlegt hab.

Wie gesagt, nichts gegen Flachdachverlege Laien und die, die sowas noch nie gemacht haben, es aber mit aller Gewalt doch selber machen möchten, man sollte sich über die eventuellen Folgen und Risiken aber im klaren sein!

 

Nachtrag:

Erschreckend finde ich folgende Statistik:

Zitat:

Glaubt man den bisher veröffentlichten Statistiken, entstehen Schäden beim Flachdach durch:

  • 45% mangelhafte Ausführung
  • 34% fehlerhafte Planung (Nichtplanung)
  • 14% Materialversagen, bzw. nicht sachgerecht eingesetzte Bahnen
  • 7% Unsachgemäße Beanspruchung während der Bauzeit



Quelle: Baunetz Wissen | Flachdach

Erschreckend deshalb, weil hier davon ausgegangen wird, dass die Arbeiten von Profis ausgeführt wurden, die ihr Handwerk eigentlich verstehen sollten!

Fällt mir eben noch so zu dem Thema ein:

Möchte man ein Flachdach sanieren, sollte man sich eventuell gleich noch über eine bessere Isolierung Gedanken machen. Unter Umständen könnte das in machen Bundesländern sogar Pflicht sein, da müßte man sich mal in den neuesten Energieeinsparungsvorschriften / gesetzen schlau machen

 

Tja... wir haben zwei Schichten verwendet... neue auf alte und was passierte einige Jahre später nach MONSUNREGen? Wasser im Wohnzimmer. Da musste alles neu gemacht werden, war ganz schöne Arbeit, aber trotzdem greifen wir heute wieder zur einfacjhsten Lösung alt auf neu, zwei Lagen, gleich aufgelegt, aber wenn eine zu kaputt ist, muss sie halt ausgewechselt werden, soooo viel Arbeit ist's nun mnal auch wieder nicht mehr als das andere. Sollte man vllt tun, aber eigentlich tut's das mit den 2 Lagen. Inzwischen hält unser Dach 6 Jahre ohne Erneuerung, mit etwas Moos drauf...

 

Das Hauptprolem ist die Ecken- und Kantenausbildung, das sollte man sich als Laie genau angucken, wie es gemacht wird bzw. wurde.

 

Zitat von bonsaijogi
hmmm, also ich weiß nicht.

Bei einem Gartenhaus das Dach selber machen ... OK.

Bei einem Wohngebäude und dann auch noch ein Flachdach .... Gerade Flachdächer sind und bleiben die Problemkinder von Hausbesitzern. Ich bin der Meinung, ein Flachdach gehört von einem Fachbetrieb saniert, zumindest von einem gut versierten Handwerker, der von der Materie wenigstens ein bischen Ahnung hat. Ich will keinen Laien beleidigen, versteht das nicht falsch, ich bin, was Dachdecken betrifft auch kein Meister!
Da stimme ich dir zu, aber ich ging davon aus, dass es sich hier um ein Gartenhäuschen/Wochenendhäuschen/Gartenlaube/Bungalow handelt und da ist das Selbermachen durchaus vertretbar. Wenn man sich gutes Material im Baumarkt kauft, das unbedingt nach Vorschrift verwendet und etwas handwerkliches Geschick besitzt, sind diese Arbeiten auf einem Bungalow-Dach realisierbar. Gruß Petra

 

Ekaat  
Ich stimme BonsaiJogi in allen Punkten zu.
Ich habe eine Terrasse auf meinem Garagendach. Ständig war es feucht an der Decke der Garage, an manchen Stellen tropfte es.
Ich fragte einen »Dachpappen«-Hersteller, den Geschäftsführer dort, mein Verwandter. Der verwies mich an seinen QM-Manager. Dieser erklärte mir, daß es nicht einfach sei, ein Flachdach dicht zu bekommen. Ich machte mich doch daran:
1. Platten abnehmen
2. die darunter befindliche Kiessschicht entfernen
3. Sperrschicht aufbringen (Bahnen punktweise an die alte Bitumenbahn anschweißen
3. Deckbahnen flächig verschweißen
4. Eckkeile aus Polyuretan an die Hauswand legen und die Schweißbahn darüber hinweglegen, ca. 5-6cm
5. an dem Stoß an der Hauswand eine Wetterschiene andübeln
6. Die Ritzen zur Wand mit Silikon ausspritzen.
7. Ein Traufblech unter die Schweißbanh zur Regenrinne hin anbringen, Stöße verfalzen
8. Die Platten mit den dafür erhlätlichen Abstandhaltern verlegen
Das war 1997, hat insgesamt 2 Wochen gedauert und ist heute noch dicht.
Wenn Du dazu die Traute hast, und Dir einen Propanbrenner nebst Gasflasche, Schlauch und Druckminderer zulegen möchtest und ein Paar (mindestens) Schuhe und eine Arbeitshose verschleißen willst, mach' es. Denke aber an die Gewährleistung. Bei meinem Garagendach wäre bei Wasserschaden nicht viel passiert. Ich pflege dort keine Polstermöbel oder Fernseher aufzubewahren. Bei einem Haus würde ich dies, trotz der Erfahrung, die ich jetzt habe, niemals machen. Dachdecker!!!

 

Meine Meinung, Dachdecker ist das die bessere Wahl. Die geben auch eine Gewährleistung und Garantie. Flachdach ist doch recht anspruchsvoll und ich als Handwerker (Zimmermann) würde es nicht selber machen, obwohl ich schon sehr oft gesehen habe wie es gemacht wird. hast du zum Beispiel an einer Stelle zu kalt angeschweißt, bilden sich unter der Pappe Blasen und im drauffolgenden Winter "können" Risse entstehen.
Man muss ein Gefühl dafür haben und zudem fundiertes Wisssen wie es richtig gemacht wird. Aber solltest du es machen, kannst du auf die Alte Bahn schweißen oder die Alte abnehmen und die Neue auf die Isolierung kleben.
Aber nehme alle Tipps die hier geschrieben wurden sehr zu Herzen!

 

Ohje, ich hätte nie gedacht, dass man da so viel falsch machen kann. Erschreckend ist ja wirklich, dass auch Profis laut Bonsaijogis Zitat nicht unbedingt alles korrekt ausführen.

Letztlich bleibt nur die Betrachtung was denn tatsächlich gedeckt werden soll - Wohnhaus oder Freizeitobjekt.

Wie weit bist Du mit einer Entscheidung, supreme77?

 

Warum so ein Aufwand??
Gibts nicht noch Alternativen?

Wenn schon selber machen, dann überlegt doch einfach mal ob Trapezblech nicht auf Dauer einfach günstiger ist! Da hat man dauerhaft Ruhe und muss nicht alle paar Jahre wieder neu abdichten usw.!
Einfach diese Bahn die wie Fußabtreter aussieht (keine Ahnung wie die heißt, aber wo es Bleche gibt, der verkauft auch die) auftackern, dann hat man direkt untendrunter ne gute Belüftung des Bleches und dann das Blech oben auf der Wellung nur verschrauben.

Die gibts in allen möglichen RAL Farben, in allen möglichen Wellungen und auch bis 8m Länge am Stück glaub ich sogar. (Diese Bleche mit denen Fabrikhallenfassaden z.b. gemacht werden) Mittlerweile gibts sogar welche die aussehen wie ein Ziegeldach! (täuschend echt!)

Also vorrausgesetzt ein bißchen Gefälle ist da. Für stehendes Gewässer natürlich ungeeignet.

Mein Nachbar quält sich auch schon seit Jahren mit Dachpappe, trotz 5% Gefälle... das werd ich glaub ich nie verstehen...

 

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einen Flüssigkunststoff gemacht, der Name Purelastik. Der ist ohne stinkende Lösemittel. Hier die Homepage des Hersteller www.my-flachdach.de die haben auch einen Shop wo man direkt kaufen kann.

Ich selber habe vor 9 Jahren eine inzwischen 40 Jahre alte sehr undichte Garage damit gemacht. Vor 3 Wochen habe ich mir das Dach angeschaut es sah immer noch so aus als wäre es gerade gemacht und natürlich ist es auch total dicht.

Der Vorteil des Flüssigkunststoffes ist das er eine nahtlose Folie bildet die fest mit den Untergrund verbunden ist und so nirgens undicht werden kann. Und das verarbeiten war auch kinderleicht, Dach mit Hochdruckreiniger säubern, etwas von den Zeug auftragen das spezielle Vlies (gibt es auch beim Hersteller) auflegen und nochmal darüber gehen mit dem Flüssigkunststoff,trocknen lassen, das wars.

Und was ich echt gut fand man muss nicht alles an einen Tag oder Wochenende machen das Zeug ist nicht Zweikomponentig und man kann immer wieder ein Stück machen bis man fertig ist

 

Geändert von Funny08 (16.04.2014 um 10:45 Uhr) , Grund: Hyperlink entfernt
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