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Buche Leimholz verzieht sich über Nacht

27.05.2010, 22:13
Hallo,

ich baue derzeit einen Schrank aus Buche Leimholz Platten. Habe jedoch das Problem das sich mehrere Bretter über Nacht stark verzogen haben. Meine Werkstatt befindet sich in einer Doppelgarage, diese ist unbeheitzt und auch nicht ganz dicht. Was bedeutet das wenn es Regnet sich die Luftfeuchtigkeit in die Garage durchschlägt.
Was kann ich tun damit mir das nicht mehr passiert?
 
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13 Antworten
Wenn man die Garage nicht so dicht bekommt, das man Entfeuchter oder Heizung aufstellen kann, dann woanders bauen. Hat man eventuell auch zu dünnes Holz genommen, das es sich so schnell so stark verzogen hat?

 

Danke für deine Antwort.
- Woanders bauen geht leider nicht da ich keine andere möglichkeit habe.
- Zu dünnes Holz kann eigentlich nicht sein. Hatte das Problem sowohl mit mit 18mm und 30mm Platten.

Nützt es etwas das Holz über Nacht mit Decken abzudecken bzw. einzupacken?

 

Zitat von mchansy
....
Nützt es etwas das Holz über Nacht mit Decken abzudecken bzw. einzupacken?
Versuchen würde ich es zumindestens.

 

Verzieht sich das Holz auch, wenn es ganz flach gelagert wird?
Liegt meist an der Verleimung, wenn unterschiedliche Materialien aufeinandertreffen, wirkt es gegeneinander. Ich würde das Holz auf jeden Fall liegend lagern. Um Feuchtigkeit wirst du eh nie drumherumkommen, es sei denn, du lackierst die Bretter mit Bootslack

 

Zitat von Netti01
... Ich würde das Holz auf jeden Fall liegend lagern. ...
Wenn Du die Leimholzplatten liegend lagest, solltest Du sie zusätzlich noch beschweren, sonst werden sie sich bei Feuchtigkeit trotzdem verziehen.
Bei qualitativ hochwertigen Leimholzplatten sollte sich allerdings auch bei Feuchtigkeit nicht allzuviel verziehen. Ein starkes Verziehen ist meist ein Zeichen dafür, dass die einzelnen Holzstäbe nicht richtig, bzw. gewissenhaft genug gegenseitig ausgerichtet wurden, so dass sich das verschiedene Arbeiten des Holzes entsprechend ausgleicht. Vielleicht solltest Du sogar versuchen die verzogenen Platten zu reklamieren!

 

Hi mchansy!
Da Du vermutlich noch öfter in der Garage bauen wirst, lege ich Dir nahe Deine nächsten Projekte "Abdichten der Garage" und "Einbau eines Heizkörpers in Garage" in Angriff zu nehmen. Denn nur ein trockener Arbeitsplatz ermöglicht es Dir ohne weitere Materialverluste auch zukünftig gute Arbeit zu leisten.

Viele Grüße,

Sascha

 

Hallo Sascha,

ich denke ich werde das Projekt abdichten der Garagentore als nächstes angehen.

Danke an alle für Eure hilfe.

Viele Grüße
McHansy

 

@ mchansy

Ich habe mit einem Bekannten gesprochen, der sich in Holz auskennt:

Die vorhandenen Kommentare zu diesem Thema sind richtig. Die Probleme sind nur durch Änderungen des Raumklimas möglich. In einer Garage, die nicht nach Außen dicht ist und nicht beheizt wird, wird Holz immer "arbeiten". Holz ist hygroskopisch, das heißt, es nimmt aus der Umgebung Feuchtigkeit auf und gibt diese bei trockener Umgebung wieder ab. Dadurch verändert es seine Form. Es entstehen Risse, Verformungen und Spannungen im Holz.
Dies alles wird durch Leimholz zwar gemildert, aber nicht verhindert.
Besonders stark findet dieses Quellen und Schwinden bei Buche statt. Mit Decken abdecken ändert da nichts. Versiegeln mit Bootslack verringert dieses "Arbeiten" auch nur vorübergehend. Auch andere einheimische Hölzer haben, wenn auch nicht ganz so stark, die gleichen Eigenschaften. Mit Teak- und Palisanderholz könnte es eine Zeitlang klappen. Das ist aber viel zu teuer und auf Dauer treten die gleichen Probleme auf.
Das beste wäre, wie schon beschrieben, Wohnklima schaffen und die Garage heitzen. Aber das ist sehr aufwendig und im Winter durch den hohen Energieverlust sehr teuer.

Ich schätze, da hast Du den falschen Arbeitsplatz als Werkstatt ausgewählt.

 

Hi,

genau so wie es Powerheimwerker zusammengefasst hat sieht es aus, andere Alternativen bleiben eigentlich nicht.

Natürlich könnte man auch Holz kaufen, dessen Gleichgewichtsfeuchte etwa der Umgebungsfeuchte eines nicht beheizten aber überdachten Raumes entspricht. Dann hast Du beim Verarbeiten keine Probleme. Stellst Du es allerdings später in die Wohnung stehst Du wieder vor der Misère des Schwindens.

Wenn Du dich zum Thema Holzfeuchte noch weiter belesen möchtest: Wir haben einen Wissensartikel: Holzfeuchte

 

Hallo. Wenn es denn einen Schrank in der Garage geben soll und dieser nicht alternativ aus Metall oder auch Kunststoff sein kann, würde ich anstatt der Leimholzplatten Siebdruckplatten empfehlen. Dabei hlandelt es sich um Multiplexplatten, welche flächig im Siebdruckverfahren beschichtet wurden. Diese sind auch in geringer Stärke schon sehr belastbar und durch die Bschichtung wasserunempfindlich. Einzige Nachbearbeitung sollte die Versiegelung der Schnittkanten und der eventuell gesenkten Bohrlöcher sein. MfG Patrick

 

Ich danke euch für eure antworten. Der Schrank ist natürlich für die Wohnung (Wohnzimmer) gedacht. Aus diesem Grund Sind Siebdruck-platten nicht unbedingt meine erste Wahl.

Ich denke ich werde für zukünftige Projekte das Holz zwischen der Bearbeitung in der Wohnung lagern und zusätzlich meine Garagentore noch etwas mehr gegen Zugluft schützen um eventuell mit einem Elektroheizer zeitweise heizen zu können. Ich habe leider derzeit keine Möglichkeit einen beheizten Raum zu nutzen.

 

Ein Gedanke, der mir noch dazu kam: Vielleicht kannst Du deine Projekte ja irgendwie in den Sommer verschieben, dann bist Du alle Probleme los, weil deine Garage dann etwa gleiche Umgebungsverhältnisse hat wie eine gut gelüftete Wohnung. (Bei den jetzigen Temperaturen kommt das schon ganz nah ran). Natürlich ist es dann immernoch abhängig davon wie der Lieferant/Händler das Holz gelagert hat, könnte man aber in Erfahrung bringen.

Das bedeutet allerdings auch, dass man Geduld haben muss um auf die richtige Jahreszeit zu warten ;-)

 

der Thread ist zwar schon älter, aber das Thema bleibt immer aktuell:

ich habe in der Wohnung eine Garderobe gebaut, wofür mehrere Tage Buche Leimholz mit 170x40cm liegend gelagert wurden: auch das verzieht sich . Für das Projekt war es aber nicht sonderlich tragisch.
Ich wollte damit nur sagen, dass man auch beim Lagern / Bauen in der Wohnung verzogene Platten bekommen kann. Wenn ich so nachdenke kenne ich tatsächlich überhaupt keine Buche Leimholz, die sich _nicht_ mehr oder weniger verzogen hat. Als nächstes werde ich mal ein paar Tests mit Gratleisten machen.

 

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