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Brunnenbau - Wohin mit dem Hauswasserwerk/ Gartenpumpe?

27.06.2010, 20:49
Hallo,

da wir beim Hausbau aufs falsche Pferd (Zisterne) gesetzt haben und uns nun dauernd ärgern, dass diese leer ist, wenn man sie gerade braucht, wollen wir uns nun einen Brunnen bohren lassen.

Unser Problem ist: Wohin mit der Pumpe? Keller und Garage scheiden aus, da der Keller eine weiße Wanne hat (und wir diesen unter keinen Umständen anbohren wollen) und die Garage zu weit weg ist.

Unser erster Plan war es an der Stelle wo die Bohrung stattfindet einen Revisionsschachtring in den Boden einzulassen, den Boden zu betonieren und oben drauf einen wasserdichten Deckel zu setzen. Diesen dann ggf. mit Rindenmulch zu verdecken. Jetzt sind wir aber unsicher, ob die Wärmeentwicklung der Pumpe zum Problem werden kann. Liegen wir da richtig?

Habt Ihr alternative Ideen wie wir die Pumpe im Boden oder elegant und unauffällig oberirdirsch verschwinden lassen können? Unser Garten ist mediterran gestaltet und hat einen Douglasiezaun ringsrum. ;-)

Vielen Dank schonmal für Eure Tipps,
Andrea
 
Brunnen, Brunnenbau, Gartenpumpe, Hauswasserwerk, Pumpe, Zisterne Brunnen, Brunnenbau, Gartenpumpe, Hauswasserwerk, Pumpe, Zisterne
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11 Antworten
Baut doch eine kleinen Schrank wo die Pumpe rein kommt hab ich bei mir auch gemacht so steht die auch geschützt und man bekomme das Zubehör alles unter. Kann Morgen mal ein Bild schicken. Noch eine Frage nebenbei was kostet so eine Bohrung weil ich bin auch am überlegen ob ich sowas mache.

 

Susanne  
Hallo Colgata,

das hört sich nach einem schönen und sehr interessanten Projekt an.
Hast Du vielleicht ein Foto von der Stelle in Eurem Garten, damit wir noch informierter "mitdenken" können? :-)

Viele Grüße

Susanne

 

Es gibt doch sogenannte Tiefbrunnenpumpen (einfach mal googlen). Diese werden direkt in der Bohrung versenkt. Damit hättet Ihr oben gar keine Pumpe mehr.
Ich habe ein normales Hauswasserwerk. Dieses steht im Bad vom Partyraum und der Saugschlauch wurde komplett versenkt. Der ganze Saugschlauch ist vielleicht 10m. Also würde ich erstmal testen (wenn der Brunnen gebohrt ist) ob Ihr nicht doch bis in eine andere Räumlichkeit reicht.
Unser Schlauch ist übrigens tief genug und Isoliert. Wir können also auch im Winter Brunnenwasser nutzen.

 

Hallo Andrea

Die Pumpe würde ich auf jeden Fall in den Brunnen hängen. Stichwort Tiefbrunnenpumpe, da eine Saugpumpe in Keller oder Garage mit deutlich
höherem Geräuschpegel und Ineffizienter Pumpleistung arbeitet. Diese resultiert aus dem anstehenden Luftdruck (ca. 1Bar) im Zusammenhang der Ansaughöhe zusammen. So kann eine Saugpumpe nicht über 10m Ansaughöhe arbeiten. Denn
10m Wassersäule entsprechen einem Bar Druck. Also würde z.B. bei 12m Ansaughöhe ein Vakuum aufreißen und die Pumpenflügel durch Kavitationsblasen erodieren. (Implodierende Vakuumblasen, die Material aus Pumpenflügel ausreißen)

Beim Bohren auf jedenfall weg von Bauten, die nicht einsinken dürfen. (Haus/Garage/Mauer/Fundament/etc.) Beim Bohren kann niemand garantieren, das
keine Hohlräume verbleiben, die später einsacken können. Was wiederum unter einem Fundament schlecht wäre.

Hier noch nen Link zum Thema
http://www.brunnenbauanleitung.de/

Die Wärmeentwicklung bei einer Tiefbrunnenpumpe ist Irrelevant, da Diese durch umgebendes und durchströmenden Wassers sehr gut gekühlt wird.
Zu Revisionszwecken einfach am Seil hochziehen. Brunnenkopf Luftdicht ausführen, da sonst mögliches Eisen verrosten kann und dann die Verockerungen den Brunnen und den Rest beschädigen kann.

Grüße aus Oberfranken

Nicht Vergessen den Brunnen genehmigen zu lassen. Gemeinde+Untere Wasserbehörde
Der Brunnen ist natürlich nur für´s Gartengießen gedacht! Sonst wird´s komliziert und Teuer!

 

Bei solchen Erläuterungen weiß doch jeder wofür das Forum hier gut ist.

 

Wobei zu beachten ist mit jeden Meter den die Pumpe saugen oder drücken muss verringert sich die Pumpleistung. Wenn du die Ansaughöhe voll ausnutzt piselt es nur noch aus den Schlauch. Es gibt für Brunnen spezielle Pumpen die hohe Drücke haben. Mit einem Hauswasserwerk oder einer normalen Tauchpumpe kommst Du schnell an die Grenzen was die fördern können.

 

Hi,

danke schonmal euch allen für eure Antworten.

Eine Tauchpumpe kommt leider nicht in Frage, da die Bohrung nur 0,75 m Durchmesser hat und damit zu schmal für eine Tauchpumpe ist. :-(
Daher sind wir somit schon gewungen ein Hauswasserwerk zu nehmen.

@Bastelfuchs: Wie ist das denn mit der Wärmeentwicklung einer Saugpumpe? Da zirkuliert ja auch Wasser durch oder?

Eine Idee von uns war gestern noch (ähnlich wie Holzwurm8686 das vorgeschlagen hat) einen Kasten aufzustellen. Diesen ggf. sogar zu mauern und dort auch direkt drüber die Zapfstelle zu machen. Dann hätte man in einem Abstellfläche für Giesskanne o.ä. In die Mauerung könnte man dann ja bewusst auch Luftschlitze lassen, damit Luft zirkulieren kann. Was meint ihr?

@Holzwurm8686: Ein Foto wäre echt super. :-)

Viele Grüße,
Andrea

 

Colgata,
du brauchst so etwas.
http://www.brunnenpumpen.com/4-Zoll-Tiefbrunnenpumpen
http://www.brunnenpumpen.com/Tiefbru...e-4SPD2-18-075
Hier etwas Preiswerter.
http://www.profi-pumpe.de/product_in...20-2-E---.html
Nur ein Beispiel gibt bestimmt auch andere Hersteller oder Lieferanten.
Wenn dein Brunnen sehr tief wird kannst du das mit dem Hauswasserwerk und den normalen Tauchpumpen vergessen.
Wenn ihr von der Tiefe an dem maximum seid was die für das Hauswasserwerk angeben dann werdet ihr nicht glücklich werden.
Bohrt erstmal, schaut in welcher Tiefe das Wasser ist und sucht dann die passende Pumpe.

 

Hallo Andrea,

wenn ihr beim Brunnen nicht auch auf das falsche Pferd setzen wollt, dann lasst mindestens einen Brunnen mit 90 - 100 mm Ø bohren.
Zum einen passen dann schon recht praktische, preiswerte Tiefbrunnenpumpen und zum anderen immer permanent Wasser zu haben.

Sollte der Brunnen tiefer als > 7 m Wasser haben, ist das Hauswasserwerk eh nicht zu gebrauchen, weil dann seine physikalische Grenze durch noch zusätzlichen Verluste erreicht ist.

Tiefbrunnenpumpe sind selbst ansaugend, haben ein Rückschlagventil und können mit einem preiswerten Druckschalter aufgerüstet werden. Dieser bewirkt beim Öffnen eines Schlauchventils das die Pumpe Strom bekommt und Wasser liefert.
Auch haben die meisten Fabrikate einen Trockenlaufschutz, somit kann nichts passieren.

In meinem Projekt Brunnen selber bohren, kannst Du ein wenig darüber nachlesen.

Am Brunnenbohrloch ein gescheite Lösung für das Standrohr zu finden ist nicht ganz einfach.

Ich bin gerade dabei und habe im Forum auch schon hilfreichen Hinweis erhalten.

Gruß Daniel

P.S. Brunnen zu privaten Bewässerungszwecken im eigenen Grundstück sind wenigsten in Sachsen genehmigungsfrei.

Man möchte nur den Baubeginn dem zuständigen Grünamt anzeigen und auch die Fertigstellung. Mehr nicht.

 

Hallo Andrea

>Eine Tauchpumpe kommt leider nicht in Frage, da die Bohrung nur 0,75 m >Durchmesser hat und damit zu schmal für eine Tauchpumpe ist. :-(
>Daher sind wir somit schon gewungen ein Hauswasserwerk zu nehmen.

Na da passt doch locker eine Tauchpumpe mit 150mm Durchmesser rein, denn 0,75m
entsprechen in Oberfranken immerhin 750mm ;-)
Vermutlich ist das Kind bereits an dieser Stelle in den Brunnen gefallen.

Aber es wird sich vermutlich um 75mm 2"Rohr mit Schlagrohrbrunnen handeln.

>@Bastelfuchs: Wie ist das denn mit der Wärmeentwicklung einer Saugpumpe? Da >zirkuliert ja auch Wasser durch oder?

Na Hoffenlich. Jedoch nur im Pumpengehäuse. Der E-Motor ist idR. angeflanscht und mit Lüfterrad Luftgekühlt. Untendrunter meist Ausdehnungsgefäß mit Druckschalter.
Bei einer Tauchpumpe ist auch das Motorgehäuse im Wasser und somit Wärme als auch Schall Isoliert.

Sofern Ihr das Wasser nicht nur als Gartenwasser benützen möchtet, so sollte das Turbinengehäuse aus Edelstahl sein. Sonst ist das Wasser gelegentlich Rostbraun.
Kunststoff Turbinen Gehäuse ausgenommen. Aber die Halten die Belasungen eh nicht lange durch.

Die Aufstellung im Freien unter Gehäuse sehe ich sehr kritisch, da ich vermute, das im Winter auch bei Euch die Temperaturen unter 0°C fallen können. Dann neigt H2O unter Volumenausdehnung zum hart werden. Das Hart wäre nicht weiter schlimm, aber die Volumenausdehnung nimmt Pumpengehäuse und Rohre locker auseinander.

Daher lieber einmal richtig machen als ein Dauerprovisorium zu schaffen.

Ich kann Dir den Fall meines Bruders schildern. Entnahme aus Zisterne. Hauswasserstation im Heizungskeller.
1. Hauswasserwerk
Gußgehäuse (aber günstig war´s halt). Gelegentlich braune Wäsche. Genügend Krawall im Keller beim Gartengießen. Dagegen hat er einen Schallschluckkasten drumherum gebaut. Folge war fehlende Kühlung, woraus der Motor durchbrannte.
Hielt ca. 3/4 Jahr.

2. Hauswasserwerk
Edelstahl Pumpengehäuse. Wäsche nun nicht mehr Braun. Krawall der gleiche. Gerät war größer, weshalb das Schallschutzgehäuse umgebaut wurde. Auch mit Lüftungsschlitzen. Hielt ca. 3 Jahre. Dann Motor durchgebrannt. Verursacht durch defekten Druckschalter.

3. Unterwasserpumpe.
Umbau des Systems auf Unterwasserpumpe. AD-Gefäß im Keller. Nur noch Fließgeräusche im Rohr. Schallschutzkasten verworfen. Deutlich höherer Wasserdruck und Menge an Entnahmestationen. Seit ca. 6Jahren in Betrieb.

Billig Billig ist nicht immer Günstig und schon garnicht Gut.

Grüße aus Oberfranken

 

Hallo, an alle Pumpeninteressierten, vielleicht zwei kleine Bemerkungen.
1. Am elegantesten ist sicher eine unterirdische Brunnenstube, also ein Raum, der die Pumpe aufnimmt. Das spart eine Einhausung und dient sicher dem Schallschutz. Allerdings braucht das Bauwerk eine Entwässerung, denn im Winter muss die Pumpe, ja, das Wasser geht durch sie hindurch, entwässert werden und dieses Wasser muss gut abgeleitet werden, denn sonst steht die Pumpe im Wasser bzw. Eis.
2. Wir benutzen eine mobile Pumpe für so einen Zweck. Sie steht gut und sicher in einem so genannten Hausanschlussraum. Bei Bedarf fahren wir die Pumpe, sie wurde von einem Schlosser mit zwei Rädern und einen Griff versehen, wenige Meter an die Wasserquelle heran, schließen sie an und schon pumt das gute Stück so lange wir wollen. Der ganze Vorgang dauert keine 5 Minuten und ist auch von Laien einfach zu bewältigen.
Also auch eine mobile Pumpe könnte eine Alternative sein.
Liebe grüße Petra

 

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