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Bretterzaun/Sichtschutzzaun wie am besten bauen?

26.01.2015, 17:29
Hallo, ich will ein ca, 10m langen und 2m hohen Sichtschutzzaun bauen.
Bretter senkrecht so wie bei diesem hier:

Dachte mir alle 2m einen Pfosten 8x8cm (oder besser 10x10?) mit H-Anker in kleinen Betonfundamenten befestig. Abdeckung für die Stirnseite mache ich mir aus Alu
Dazwischen 2 Querriegel (Latten) 4x6cm. Oberseite angeschrägt damit das wasser abläuft.
Und Bretter ca. 16cm Breit, unten angeschrägt. Darüber ein Brett als Dach um das Hirnholz zu schützen.
Als Material wollte ich Douglasie nehmen, und alles mit Edelstahl verschrauben.
Ist das von aufbau und dem konstruktiven Holzschutz ok?
Sind zwei Querlatten ausreichend?
Sollen die Bretter "press" verschraubt sein auf den Latten oder besser etwas Luft zwischen?
Vielen Dank für euer Hilfe.
 
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21 Antworten
Servus renovier!

Du solltest dir erst mal Gedanken über den bei dir vorherrschenden Winddruck machen.

Denn mit einem kleinen Betonfundament
Zitat von renovier
Hallo, ich will ein ca, 10m langen und 2m hohen Sichtschutzzaun bauen.
...
Dachte mir alle 2m einen Pfosten 8x8cm (oder besser 10x10?) mit H-Anker in kleinen Betonfundamenten befestig.
wirst du nicht lange Freude daran haben.

Bei mir (Allgäu, Ortsrand) kommt an der oberen Kante des Zaunes ein Winddruck von über 200kg/m² auf...

Das wiederum auf die Länge von 10m, da brauchst du schon gute Fundamente.

Dimensionier auch die Querstreben nicht zu klein. Ich habe mit Fertigelementen gearbeitet und die hat es mir schon rausgerissen - erst nach einer Verstärkung auf der Hauptwindrichtungs abgewandten Seite hält es.

Ich habe Fundamente von 80cm Tiefe und rd. 50cm im Durchmesser gegosssen.

Zu der Frage der geschlossenen oder offenen Bauweise:
wenn du Lücken lässt, hat der Wind weniger Angriffsfläche, jedoch ist dies nicht ganz Blickdicht...

Soviel fürs erste...

Gruß Dieter

 

Wichtiger Hinweis.

Zum Verschrauben. Überall wo Wasser mit Kapillarwirkung einziehen kann, kann es nur schwer abtrocknen. andererseits sind die Querriegle nicht zu breit, so dass da auch abtrocknen kann. Wenn Du gerilltes holz bekommen kannst, nimm das, dann ist etwas Luft zum Abtrocknen vorhanden.

Das Abschrägen unten - da sxheiden sich die Geister. Die einen sagen, da tropft es besser ab, da unten keine Tropfen stehen bleiben, andere sagen, dass dadurch ja die Schnittkante dadurch vergrößert wird und auf der kürzeren Seite der Tropfen nicht abtropft sondern über die Dchnittfläche laufen muss und ggf. aufgesaugt wird. Letztlich ist es vermutlich egal, wichtig ist nur, dass das Holz dann auch wieder abtrocknen kann. Bepflanzung, hohes Gras oder womöglich direkter Erdkontakt wäre mittelfristig tödlich für die Zaunlattenenden. Wenn die Luft bekommen, werden die gleich wie gesägt, lange halten. Auch die Oberkante mit einem Brett abzudecken ist fraglich. Wasser umläuft die Kante und bleibt so am Holz stehen, wird aufgesaugt und trocknet nicht rasch ab. Es ist länger feucht als trocken. Ohne Bedeckung wird Feuchtigkeit gezogen, aber auch wieder leicht abgegeben. Kannst ja mal gugeln, es gibt Stirnholzwachs, kann man oben und unten auftragen und dann hast Du vermutlich mehr erreicht. Schaut vermutlich auch besser aus.

 

Das meiste ist gesagt...
Aber ich würde die Bretter nicht direkt nebeneinander anschrauben. Holz arbeitet und dann drückt es seich ggf. irgendwann wellig. Ich würde (auch wegen der schon erwähnten Windlast) mit einem Zwischenraum arbeiten...

 

Hallo renovier,
Die Fundamente würde ich tief genug machen (min. 80cm). 8x8cm reichen. Ich habe 10x10cm genommen. Grundstück grenzt an Hauptverkehrsstraßen. 4x6cm reichen eigentlich auch. Du solltest die Querstreben aber auch "schräg" abstürzen. Sonst hängt die Konstruktion durch. Sehe ich bei meinen Nachbarn. Quer- und Schrägstreben habe ich ebenfalls 10x10cm genommen. Ich habe den Zaun aber auch von beiden Seiten mit Brettern (24x150mm) im Versatz versehen. So ist der Zaun blickdicht und luftdurchspült. Die unteren Ende habe ich auf 45° abgeschrägt. Weniger ist schlecht, da so die Gefahr besteht, das Wasser ins Stirnholz dauerhaft eindringt. Bei 2m Höhe trocknet der obere Bereich eh schneller ab. Ob da Abschlüsse drauf müssen, ist für mich reine Geschmackssache.
Ich habe den Zaun dann gestrichen (Farbe durch Bebauungsplan vorgeschrieben!). Wichtig Holzschutzgrundierung. Als Finisch habe ich Holzschutzlasur verwendet. So am Rande bemerkt, das ist jetzt 8 Jahre her. Meine Nachbarn streichen alle 3 Jahre. Ich darf diesen Sommer ran, bevor ich anfangen kann, denn Zaun auszubessern. Es lohnt sich etwas mehr für die Lasur auszugeben. Ich von Remmers die Lasur verwendet. Da ich auch kein Held am Pinsel bin, kommt mir das gelegen.
Als Holz würde ich Lärche oder Douglasie verwenden. Die sind von Natur aus wetterbeständig.

Gruß kreimue

 

Zitat von kreimue
Die Fundamente würde ich tief genug machen (min. 80cm). 8x8cm reichen. Ich habe 10x10cm genommen. Grundstück grenzt an Hauptverkehrsstraßen. 4x6cm reichen eigentlich auch.
Auf keinen Fall! Warum hast du dann 10x10 genommen? Doch sicherlich nicht wegen der Hauptverkehrsstraße... die hat schließlich keinen Einfluß auf die Stabilität.

 

Woody  
Ich würde die Spannweite zwischen den Stehern auf 1,50m verkürzen. 2m sind m.E. zu viel.

 

Woodys Ansatz ist gut.

Ich habe bei mir eine lichte Weite zwischen den Stehern von ~ 1,85m.

Um so größer die Weite, umso größer das Fundament...

 

Zum Holzschutz sollte ich erwähnen das ich es einfach vergrauen lassen wollte, also kein Lasur oder Lack. Eventuell ölen.

Das mit Spannweite und den Fundamenten macht sinn, obwol der Zaun relativ Windgeschütz steht durch das Haus meines Nachbaren.

Was ist denn halbbarer, gehobelt oder sägerauh?
Da gehen die meinungen irgendwie auseinander.

 

Hab da gerade was gefunden zu gehobelt oder sägerau:
...Unbehandelte und transparent hydrophobierte Fassaden sollten unbedingt eine gehobelte Oberfläche aufweisen. Behandelte Oberflächen sollten möglichst sägerau sein....

Das heist in meinem fall da ich nicht streichen will, gehobelt sollen es sein.

Hier nachzulesen, ganz unten.
Tips zum guten Gelingen einer Holzfassade

 

Ich würde Lärche Glattkantbretter nehmen.


4/6 bei 2m Spannweite ist defintiv zu wenig, verkürzen sieht zu gedrungen aus.
Sollen die Pfostenköpfe im Zaun verschwinden oder sichtbar sein wie im Beispiel?

Als Pfosten sehen 10/10 viel besser aus als 8/8.
Wenn du im Fachhandel kaufst sind die Preisunterschiede auch nicht so wild.

 

Ich kaufe direkt im Sägewerk, im Baumarkt bezahl man das 6fache für so einen Pfosten bei uns, und im fachhandel immerhin noch etwas mehr als das doppelt.

Optisch macht sich ein 10 bestimmt besser, was meinst du mit verschwinden? Pfosten auf die selbe höhe wie die Bretter?

 

Ja, meint er - in deinem Bild stehen die Pfosten über.

Ich würde übrigens auch 10x10er nehmen.

 

Hallo Kneippianer,

ich habe 10x10 genommen wegen der Straße. Da laufen Nacht viele angetrunkene halbstarke "Studis" und andere Halbstarke rum. Die dürfen sich ruhig wehtun, wenn die davor treten!

Schematisch habe ich den Aufbau mal gezeichnet. Siehe Anhang. So sollte jeder Zaun stabil sein. Nach dem Prinzip. Egal ob die Riegel jetzt 4x6, 8x8 oder wie auch immer sind. Durch das Versetzen der Bretter ist auch der Sichtschutz gewährleistet. Auch das Ablüften von Feuchtigkeit ist so gewährleistet.
Das stabile Dreieck, was sich dahinter versteckt, gerät leider immer mehr in Vergessenheit. Ist aber ein alt bewährtes statisches Element in der Baugeschichte.

Ich durfte durch die Vorgaben aus dem Bebauungsplan den Zaun "braun" streichen. Leider gibt es Leute die darauf achten! Egal.

Da auch dieses ein Thema war:

Unbehandeltes Holz wird mit der Zeit halt grau durch die UV-Strahlung.
Unabhängig ob das Holz geriefelt, glatt oder sägerau ist, bedarf es einer gewissen Pflege, wenn es länger halten soll.
Je nach Geschmack und Pflegeaufwand gibt es da verschiedene Möglichkeiten.
Unbehandelt sollte das Holz einmal im Jahr gereinigt werden. Also "grünspann" entfernen.
Mit Öl und Wachs eigentlich auch min. einmal im Jahr drüber mit dem Zeug. Dann hat man auch Freude am Werke.
Mit Lasur so alle 2-5 Jahre drüber.
Mit Lacken je nach Qualität 2-7 Jahre. Wobei bei farblichen Lacke die Gefahr besteht, das das Holz durch feine Risse im Lack dahinter anfangen kann weg zufaulen.
Ich bevorzuge mittelerweile Dickschichtlasur. diese vereinigt die Vorteile von Lasuren und Lacken. Je nach Qualität halten 7 Jahre und mehr ohne große Wartung. Kommt mir als Pinselquäler sehr entgegen!! Egal.
Hier entscheidet der Geschmack als erstes, danach erst die Technik!

Zum konstruktiven Holzschutz.
Richtig angewandt hervorragend, falsch angewendet eine Katastrohe. Auch hier gibt es Regel, wie das Anschrägen der Stirnseiten. Macht aber nur Sinn, wenn das Stirnholz der Wetterseite abgewandt ist (wie hier am Beispiel Zaun). Anderfalls drückt der Wind das Wasser immer wieder ins Stirnholz. Also den gesunden Menschenverstand einschalten.
Gerade bei dem vielseitigen Werkstoff Holz darf ein wenig mehr Zeit mit der Vorbereitung verbringen, dann hat man sehr viel Freude dran.

Gruß kreimue
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Zitat von kreimue
Hallo Kneippianer,

ich habe 10x10 genommen wegen der Straße. Da laufen Nacht viele angetrunkene halbstarke "Studis" und andere Halbstarke rum. Die dürfen sich ruhig wehtun, wenn die davor treten!
Hehe... bei mir haben die "Mitdenker" vom Winterdienst den Pflug auf meine Seite gerichtet - mit dem Ergebnis, dass ein Element eingedrückt wurde, die anderen haben noch nachgegeben...
Auf der anderen Straßenseite ist dafür extra ein Grünstreifen von über einem Meter Breite - auf meiner Seite sind es etwa 30cm...
Immerhin haben die Stadtwerke den Zaun anstandslos gerichtet.

Denke beim Holzschutz auch an die ganzen mitdenkenden Hundeführer, welche ihren Zamperl an jeden Zaun brunzen lassen! Die Wirkung bei vermehrtem Auftreten (wie bei mir) ist nicht zu verachten.

 

debabba  
He he kneippianer, ich bin jetzt mal böse. Zieh doch ein zwei Drähte und hänge ne Autobatterie dran. Beim nächsten Beinchen heben hast DU Spass! Gut es trifft drn falschen, da ja die Hundehalter die eigentlichen Schuldigen sind. Aber hallo, wer Tiere und oder Kinder hat, der sollte besonders dsrauf achten , dass das Eigentum anderer nicht beschädigt wird.

 

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