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Brauche einen oder zwei Tipps beim Brunnen bohren bzw. fachliche HIlfe

30.06.2012, 16:48
Hallo liebe Gartenfreunde,

ich brauche dringend Hilfe. Wir sind gerade dabei einen Brunnen zu bohren. Wir haben hier sehr sehr sandigen Boden. Haben bereits im Spülbohrverfahren gebohrt.
Der Bohrer an sich geht auch dank des sandigen Boden und der Wasserkraft der Pumpe runter wie durch Butter, aber das Problem ist, wir bekommen den Bohrer dann nicht wieder heraus, da sich das Erdreich über dem Bohrer durch den Sand ( und Wasser ) schlammig wie Beton um das Bohrgestänge legt.
Wir haben schon versucht ein Rohr in den Boden zu stämmen, das ist bereits 4 m im Erdreich, aber auch das Rohr bekommen wir durch Hämmern, Gewichte ect. nicht tiefer, da es zwar innen jetzt leer ist, aber außen komplett wie anbetoniert ist.

Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht ? Oder kann uns helfen ????? Wir wohnen am Niederrhein und müssen lt. Nachbarn und auch lt. Fachfirma ca. 18 m tief.

Über Antwort würde ich mich sehr freuen.

Gruß
 
bohren, Brunnenbau bohren, Brunnenbau
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8 Antworten
Ich habe vor rund 20 Jahren mal einen Brunnen gebohrt.
Wir hatten damals aber auch entsprechendes Handbohr/Pumpgerät.

Verstehe ich das richtig?
Du versuchst ein normales Rohr reinzuschlagen?

Die Rohre die ich damals nutzte hatten eine Verzahnung ineinander, mit Schlammpumpe wurde der Schlamm abgepumpt und das Rohr durch drehen tiefer gebracht.
Immer 2m Stücke, wenn ein Rohr drin war wurde das nächste aufgesetzt.
Wenn man tief genug ist wurde ein 10er Plastikrohr, unten x-mal durchlöchert und mit Gaze umwickelt, in das größere Rohr geschmissen und das große mittels Flaschenzug rausgezogen.
Ich musste nur 8m tief, ob das System auch bis 18m geht weiss ich nicht.

Aber 18m tief schlagen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

 

Hallo,

Danke für deine Antwort. wir haben zur Stabilisierung des Bodens erst mal 4 m tief die KG-rohre eingebracht ( mit Hilfe eines großen richtigen Brunnenbohrgerät. Der Bohrer befand sich bereits auf 6 m tiefe, aber die Rohre an sich gingen nur durch den schnell zulaufenden Sand nur bis 4 m tief. Wir erhoffen uns dann, dass die Seiten nicht mehr zusammenfallen, können aber auch das KG Rohr nicht weiter hinunter bringen, da es von außen komplett super feste im Erdreich sind.

Was können wir machen. ??

 

Klingt nach dem gleichen System das ich damals gemacht hab.
Aber vollkommen klar, ohne einem Rohr das dein KG Rohr umgibt wird das nicht funktionieren.

So ähnlich waren die Rohre die ich damals benutzt habe.
Die werden mittels Bohrer, und sobald man auf Wasser trifft mittels Pumpe,in den Boden gebracht, darein das KG Rohr und die Stahlrohre wieder ziehen.

 

Der Niederrhein ist groß, aber wir haben ca.8m tief gepöttert und haben eine sprudelnde Quelle

 

Hallo Hans-Joachim,

vom Grundgedanken ist das auch vollkommen klar. In das KG Rohr kann auch später dann das reguläre Brunnenrohr ( blaue ) , aber wie bekomme ich denn das KG Rohr weiter ins Erdreich ??? Es pappt jetzt ja schon bombig fest ?

wir wohnen in Wesel und haben äußerst sandigen Boden. Erst scheint eine Lehmschicht zu sein und dann Sand, es ist eine furchtbare Mischung. Es rieselt alles sofort zusammen und hält die Rohre feste, wir bekommen die einfach nicht tiefer. ????

 

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Bru...nleitung/1325/

Hallo,
ein Vorschlag vom Daniel:

Bei dem vom Gartenfreund beschrieben Boden empfehle ich Brunnenrohr zu nehmen, kein KG, das gibt es in Stücken von 1 m, 2 m und Filter auch 1 m Stücke.
Ein Ø von 200 reicht, zuerst mit einem Erdbohrer und nun den Filter von 2m zuerst in die Erde bringen und anschliessend mit einer Kiesbüchse den Brunnen fertig zu bohren.
In meinem Projekt findest Du alle Einzelheiten.
Gruß vom Daniel

 

Ich bin nicht sicher ob ich Daniel´s Anleitung richtig verstehe.
Klingt aber wieder genauso wie ich es damals gemacht habe.

Bei seinem Boden konnte er auf ein Aussenrohr verzichten, die Wände halten.
Ich habe in Kies/Sandgemisch gebohrt. Das rieselt sofort nach.
Also brauche ich Stahlrohre die ich in den Boden bringe.
Durchmesser wie erwähnt ca. 20 cm.
Durch diese Rohre, die nach und nach miteinander verbunden werden , bohre ich erst mit Spiralbohrer die trockene Masse aus.
Meist rutscht das Rohr mit dem entfernen des Aushubs von allein nach, wenn nicht hilft drehen. Dazu haben die Rohre ausparungen um eine Stange anzusetzen, von Hand dreht das keiner.
Wenn man langsam auf Grundwasser stößt, kann man durch beigabe von Wasser beschleunigen, bringt der Bohrer ja nicht mehr.
Dann kommt der von Daniel beschriebene Plunscher(ich kenns als Schlammpumpe) zum Einsatz.
In den Rohren steckt der Halbflüssige Dreck der jetzt hoch muss.
Pumpe in den Matsch, paarmal am Seil ziehen und wieder hoch. Rohre am besten drehen und Zentimeter für Zentimeter gehts abwärts.

Wenn ich ehrlich bin...
Bei 18m Bohrtiefe würd ich sparen und eine Firma beauftragen.

 

schau dich mach durch unter http://www.losmuchachos.at/category/brunnenbau/ der hat da interessantes darüber geschrieben ...

lg h.

 

Geändert von holterdipolter (02.07.2012 um 10:50 Uhr)
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