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Bohren und Dübeln in Wände, die aus "Schüttungen" bestehen?

12.06.2013, 13:57
Hat jemand Erfahrung mit Bohren und Dübeln in Altbauten (vor 1930 geb., wo Wände und Decken aus sogenannten "Schüttungen" bestehen? D.h. die Wände Decken sind so "weich", das beim Bohren ein Krater entsteht und in der Wand hält auch mit Putz, Gips, Kleber zusätzlich befüllt, kein Dübel. Es rieselt ein graues Pulver entgegen.
Wie kann ich mir abhelfen?
Bzw. wie kann ich evtl. tragende Holzbalken hinter der Decke/Wand finden?
Die Fotos zeigen, wie schon "leichte" Gardinenstangen aus der Wand ausbrechen.
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Altbau, bohren, dübeln, marodeWände, Problemwand, Schüttungen Altbau, bohren, dübeln, marodeWände, Problemwand, Schüttungen
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21 Antworten
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Linus ich möchte zwar nicht ..klugschei... aber die Dübel/Link ,die Du Ihm anbietesst ,sind eigentlich für HOHLWÄNDE geeignet Rigipsplatten und dergleichen ,denke mal nicht ,dass machs_einfach ,damit Erfolg haben wird .

Graues Pulver?? Sauerkohlplatten / Rabitzwände??? Bild wäre dienlich ,dann kann man /frau sich bestimmt mehr darunter vorstellen

 

Geändert von greypuma (12.06.2013 um 17:51 Uhr)
Woody  
Du könntest versuchen, den Dübel mit Pattex Powerknete "einzukleben".

So als Nebentip: bohre mit einer Nummer kleiner als die Dübelgröße (also 6er wenn ein 8er Dübel), da die Mauerbohrer vorne ja so eine breite ******** (arrrgh, da wird "Schn.auze zensuriert) haben und dadurch auch leicht gerade brüchiges Mauerwerk ausgeschlagen wird. Nachbohren mit einem größeren kannst dann immer noch. Vermeide die Schlagfunktion beim Bohren.

 

Zitat von greypuma
Linus ich möchte zwar nicht ..klugschei... aber die Dübel/Link ,die Du Ihm anbietesst ,sind eigentlich für HOHLWÄNDE geeignet Rigipsplatten und dergleichen ,denke mal nicht ,dass machs_einfach ,damit Erfolg haben wird .

Graues Pulver?? Sauerkohlplatten / Rabitzwände??? Bild wäre dienlich ,dann kann man /frau sich bestimmt mehr darunter vorstellen

Schon okay, vielleicht habe ich ja auch das Problem falsch verstanden oder die Fotos falsch interpretiert ...

... für mich sieht es so aus (und liest sich so), als ob zum Zimmer hin eine "Beplankung" vorhanden ist aber dahinter KEIN MAUERWERK oder ähnlich festes Material sondern nur "lose Schüttung".

Das einzige was mir zu diesem Szenario einfällt sind Hohlraumdübel ...
... denn im weitesten Sinne ist es doch auch so (zumindest wie ich das verstanden habe).



Zitat von Woodworkerin
Du könntest versuchen, den Dübel mit Pattex Powerknete "einzukleben".
...
Wenn "mein Szenario" richtig ist wird das mit Powerknete nichts werden denn die kann nirgendwo haften ...

 

Woody  
@Linus: ich glaiube machs_einfach (sollte seinen Nick in frag_einfach ändern ) hat wirklich so altes Mauerwerk, dass beim Bohren die Chance auf einen Ziegel zu treffen 1:10 Löcher sind und eben immer der gemörtelte Zwischenraum getroffen wurde. Ich kenn das von meinem Haus, stammt auch aus 1903 - ein Loch brauch ich, 10 hab ich dann

 

Zitat von Woodworkerin
@Linus: ich glaiube machs_einfach (sollte seinen Nick in frag_einfach ändern ) hat wirklich so altes Mauerwerk, dass beim Bohren die Chance auf einen Ziegel zu treffen 1:10 Löcher sind und eben immer der gemörtelte Zwischenraum getroffen wurde. Ich kenn das von meinem Haus, stammt auch aus 1903 - ein Loch brauch ich, 10 hab ich dann




... aber wenn sich Holzbalken dahinter befinden, kann man(n/frau) Messgeräte einsetzen die relativ genau auch ein Holzständerwerk treffen ...
*zumindestwennmanderwerbungglaubenkann*

 

... das ist schwer zu beschreiben, kenne das Umfeld nicht. Könnte eine Gipskartonwand sein hinter der der alte Putz bröselt und wo ein Hohlraum vorhanden ist. Bei Gipskarton gibt es die Möglichkeit sich mit "Kippdübeln" zu helfen. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht und Gardinenleisten befestigt. Ma bohrt ein Loch und der Kippdübel wird in das Loch eingeführt und im Hohlraum klappt er mittels Federkraft auf. Er hat eine kleine Gewindestange die jetzt mittels einer größeren U-Scheibe (größer wie das Loch) gegengeschraubt wird. Nun hat man eine Gewindestange die das dem Loch kommt und an der was befestigt werden kann.
Kippdübel bekommt man im Baumarkt.

 

Hab bei mir im Haus auch ähnliche Probleme; bin dann irgendwann bei Lidl über Kartuschen mit Pattex Universalspachtel gestolpert. Das Zeug wird beim Trocknen hart und durch die dünne Spitze auf der Kartusche lässt es sich prima auch in kleine Bohrlöcher drücken.
Beim Bohren ganz vorsichtig sein und wie schon geschrieben möglichst ohne Schlag und mit kleinerem Durchmesser bohren.
Dann das Bohrloch ordentlich mit dem Universalspachtel auffüllen, den Dübel reinstecken und die Schraube ein Stück weit eindrehen.

 

Hallo machs_einfach,

Ich möchte ja keine Werbung machen aber, probier doch mal von Bauhaus die Stabilit Dübel aus.
Man sollte nur darauf achten das die Schraube länger ist wie der Dübel ist, damit sich der Dübel zusammenziehen kann und vernümftig hält.

Also bei mir bekomme ich mir diesen Dübeln so gut wie alles fest.

Grüße Daniel

 

Oh, stimmt, meine Wand- und Deckendübelei. (Wenn sich was nach mehreren Versuchen nicht realisieren lässt, rückt das bei mir in Richtung= Vergessen lassen). Was das Ergebnis hat, daß die Schall- und Kältestoffgardine, die ich vor der Wohnungstür hängen hatte, mit samt Gardinenstange den Abgang gemacht hat (eine Seite ist einfach so, obgleich es vorher sogar beim Auf- und Zuziehen gehalten hat, aus der Wand gefallen und hat alles mit runtergerissen). Das gleiche ist zu befürchten bei Deckenlampen. Deswegen mache ich gerade garnicht weiter. Die Dübel, die sich "verknoten, bzw. Einwickeln" in die Wand, wenn die Schraube angezogen wird, machen das Loch nur noch grösser, wenn sie rausfallen. Die Wand und die Decke hält einfach nichts. Es ist wie dunkler Sand. Und das könnte bei diesen Schüttungen sogar sein, daß Zwischenwände und Deckenteile aus einer Mischung Astzeige, Stroh, Lehm, Sand, Steine usw. gemacht hat und das in der "verrottung" zu schwarzem Sand wird.
Ich brauche was, was in weichem Material hält und was eine tragende Verbindung (Kräfte ableiten) mit der Wand eingeht.

 

Früher hatten die Handwerker den Trick drauf, an den Stellen zum Befestigen Lattenstückchen in der Wand einzugipsen.
Ohne die Örtlichkeit zu kennen ist es nicht ganz leicht eine verbindliche Aussage zu machen.
Aus der Praxis herraus kenne ich ähnliche Schwierigkeiten. Wenn ein Halter oder was auch immer nur ein oder zwei Bohrungen hat, mache ich mir Gedanken, wie ich die Last verteilen kann. Größere Auflageplatte aus Blech, Sperrholz oder ähnlichem und diese mit 4 - 8 eingelkebten Dübeln fest gemacht. Daran mache ich dann den Halter oder Lampe usw. fest.

Häufig hat mit zum Befestigen ein 2 Kompenenten Kleber geholfen. Das ist eine spreizfreie Dübelart. In das Bohrloch kommt eine Siebstrumpfhülse, in diese wird mit der Zwangsmischerdüse der Kleber eingebracht und sofort ein Gewindebolzen eingedreht. Diese erreicht nach kurze Zeit eine enorme Anfangsfestigkeit - abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Siebhülse bewirkt, das der Kleber kontrolliert durch die Maschen austritt und wie ein Pilz aussieht. Diese Injektionankertechnik gibt es unter anderem von Fischer. Vorgesehen sind die kleinsten Ankerstangen in 8 mm, ich habe aber auch schon 6 mm Stangen eingeklebt. Auf die Siebhülse würde ich nicht verzichten, sonst presse ich zuviel Klebemörtel in das Loch.
In Härtefällen habe ich die beschriebenen Techniken auch kombiniert. 4 Klebeanker mit Grundplatte und darauf meinen eigentlichen Halter fest gemacht.
Zum Finden von Holzbalken gibt es diverse Geräte, der von Bosch funktioniert da recht gut.
Ich hatte auch schon Erfolg, das ich vorsichtig recht tief gebohrt habe, D max. 6 mm, um eventuell auf festers Material zu stossen. Normalerweise haben auch schon damals die Handwerker über dem Fenster einen Sturzbalken verbaut.
Es bleibt aber alles ein Experiment und erfordert Geduld.

 

du kannst auch heizklebe pistole nehmen oder montage kleben so das der dübel halt in der wand

 

Könnte Heraklith Sein

 

.... und wenn alles nichts hilft, dann eben ein Maueranker ! Loch durch die Wand X-Eisenkreuz davor und Langschraube durch die Wand.

 

Pedder  
Ich nehme in solchen Fällen auch gerne mal "Schwarzwälder Dübel".

ist das Bohrloch zu groß für den Dübel, die Wand brüchig, ist vielleicht sogar etwas aus der Wand herausgebrochen, schlage oder klebe ich hier ein Stück Holz ein, warte beim Kleben auf das Trocknen des Klebers und kann jetzt meine Schrauben in das Holz eindrehen. Diese Variante gab es schon zu Zeiten, als an Dübel noch nicht zu denken war.

lg von Pedder

 

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