Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Bodenplatte 4mx3mx0,15m fürs Gartenhaus

24.05.2010, 14:24
Hallo , hat schon mal jemand ne Bodenplatte mit den Aussenmass 4mx3m und 15cm Dick mit Trockenbeton hergestellt? Ich frage wegen dem Arbeitsaufwand, meine Berechnung gehen von ca 90 Sack a 40kg aus.
Ich dachte mit 2 Betonmaschinen direkt neben der Schalung müsste das doch zu schaffen sein. Hat da jemand Erfahrung von euch?
 
Bodenplatte, Gartenhaus Bodenplatte, Gartenhaus
Bewerten: Bewertung 2 Bewertungen
43 Antworten
Mit der entsprechenden Anzahl von Leuten ist das sicher zu schaffen. Aber wieso Trockenbeton, Kies und Zement einzeln gekauft und selber gemischt sollte um einiges Billiger sein. Ich würde mich auch ruhig mal beim Betonwerk erkundigen, was es kosten würde, sich 2 Kubikmeter anfahren zu lassen.

 

Das Problem sehe ich beim anliefern des Kieses, kann man den als BIB BAG bekommen, da ich Strassenseitig keinen Platz habe es abkippen zu lassen.
Beton komplett anliefern waere am besten, aber ich befürchte das ich zuviel Zeit benötige aus dem Betonmischer in den Schubkarren die Garagentreppen hinab und dann wieder zurück... alles sehr eng. Also besser find ich die Idee Trockenbeton liefern zu lassen, es durch die Garage Sackweise zu tragen um alles vor Ort neben der Schalung plazieren zu können....

 

Wenns Platzmäßig Problematisch ist, würde ich auch die Säcke nehmen.

 

@nexuusq
Ich habe zwar bisher keine Bodenplatte betoniert, dafür reichlich Streifenfundamente, Estrich im Keller und vor 3 Jahren unser Eingangspodest (~1,8 Kubikmeter). Ich habe stets Betonestrich aus dem Baumarkt benutzt (40kg Sack ca. €1,90). Zu zweit, alles von Hand mit der Schaufel in der Mörtelwanne mit Wasser angemischt. Noname Betonestrich ist vollkommen ausreichend für Deinen Zweck, lass Dir bloß nicht Beton für 4-5 €/Sack andrehen. Den Beton aus Zement und Sand selbst zu mischen lohnt sich vom Preis her nicht wirklich. Mit zwei Personen schafft Du das Betonieren locker an einem Tag, insbesondere wenn die Schalung steht. Vergiss nicht die Armierung. Grüße

 

Alles klar, dann trau ich mir das auch zu.

Gruss

 

@DocMartin
Bei der Armierung dachte ich an eine Q-Matte 181 das müsste reichen was meinst du?

 

Geändert von nexuusq (25.05.2010 um 18:52 Uhr) , Grund: Fehler bei namen
Bin zwar nicht der "Doc" aber bei 15 cm Dicke wären 2 besser. Oder zumindest unten eine Q181 und oben eine Estrichmatte. Für was ist die Bodenplatte denn eigentlich, es kommt ja auch darauf an, wie die Platte beansprucht wird.

 

Ekaat  
Trockenbeton oder aus Kies und Zement selber mischen, ist eine Kostenfrage und Ansichtssache. Trosckenbeton ist vorgemischt, man gibt nur Wasser dazu und läßt den Mischer einige Zeit laufen. Fertig. Bei der zweiten Möglichkeit besteht die Gefahr, daß man zu wenig oder zuviel Zement nimmt, wenn man sich nicht damit auskennt. Estrich ist Mischungsverhältnis (bin mir nicht gaaanz sicher) 1 Teil Zement, 4 Teile Kies.
Ich hatte mal einen Estrich in meiner Werkstatt im Souterrain geschüttet. Ein paar Jahre später war die Platte an mehreren Stellen gerissen.
Ich hätte die Platte armieren sollen, eine Bewehrung einbringen. Dabei ist folgendes zu beachten: Hat man den Grund abgetragen und schüttet auf die gewachsene Erde, sollte die Bewehrung im oberen Drittel der Platte sein, bei Materialauftrag, auch schon 5-10cm, ist eine Bewehrung im unteren Drittel gegeben. Der Betonstahl nimmt die Zugkräfte auf, die der Beton nicht aufnehmen kann (Erde arbeitet!). Am besten ist für Deine Zwecke eine Betonstahlmatte N141 oder N94 (N steht für nichtstatische Matte, die Zahl bezeichnet der durchschnittlichen Stahlquerschnitt, d. h., je höher die Zahl, desto mehr Stahl in der Matte). Sind diese Matten nicht zu erhalten, tut es auch eine Matte Q188 (Q für quadratisch). Es gibt im Handel Abstandhalter, die die Matte in richtiger Höhe halten; bei einem anderen Bau habe ich die Matte mit Holzstücken oder Stahlstücken »hochgehalten«.
Ich hatte die Versiion Kies/Zement gewählt, weil viiiiel billiger. Den Zament lagerte ich in meinem Vorgarten, den Kies ließ ich auf der Straße abkippen. Hat sich niemand beschwert, weil Bauunternehmen es ja auch so machen.
Viel Spaß bei der schweißtreibenden Arbeit!!!

 

@nexuusq
Ich weiß leider nicht für was Du die Bodenplatte brauchst, ich gehe davon aus für eine Terrasse oder ein Gartenhaus, dafür denke ich, muss es keine Q-Matte sein, ein einfaches Schweißgitter (verzinkt, Drahtstärke 3 mm, 200x100 cm) aus dem Baumarkt reicht. Bei höheren Belastung z.B. befahren mit dem Auto, sollte es schon eine Stahlmatte sein. Bei 15 cm Fundamentstärke sehe ich es wie robinson, die Drahtgitter/-matten in zwei Schichten einlegen. Denk auch an eine ausreichend tiefe Tragschicht aus Schotter, denn wen die Tragschicht nichts taugt, reißt Dir das beste Fundament trotz Stahlmatte.

 

Zitat von robinson
Bin zwar nicht der "Doc" aber bei 15 cm Dicke wären 2 besser. Oder zumindest unten eine Q181 und oben eine Estrichmatte. Für was ist die Bodenplatte denn eigentlich, es kommt ja auch darauf an, wie die Platte beansprucht wird.
Da soll ein 3x4m grosse Holzgartenhaus drauf.

 

Zitat von DocMartin
@nexuusq
Ich weiß leider nicht für was Du die Bodenplatte brauchst, ich gehe davon aus für eine Terrasse oder ein Gartenhaus, dafür denke ich, muss es keine Q-Matte sein, ein einfaches Schweißgitter (verzinkt, Drahtstärke 3 mm, 200x100 cm) aus dem Baumarkt reicht. Bei höheren Belastung z.B. befahren mit dem Auto, sollte es schon eine Stahlmatte sein. Bei 15 cm Fundamentstärke sehe ich es wie robinson, die Drahtgitter/-matten in zwei Schichten einlegen. Denk auch an eine ausreichend tiefe Tragschicht aus Schotter, denn wen die Tragschicht nichts taugt, reißt Dir das beste Fundament trotz Stahlmatte.
Ich will unter die Bodenplatte auch eine 15cm dicke Schotterschicht machen.

 

Ekaat  
Zitat von DocMartin
@nexuusq
...dafür denke ich, muss es keine Q-Matte sein, ein einfaches Schweißgitter (verzinkt, Drahtstärke 3 mm, 200x100 cm) aus dem Baumarkt reicht....
Verzinkte Matten/Schweißgitter würde ich nicht nehmen, weil sie sich mit dem Beton nicht schlüssig verbinden. Außerdem sind sie teurer, als Die N-Matten (wenn es sie noch gibt; dazu ist mein Wissensstand aus den 80ern). Es gibt aber im Stahlhandel Schweißgitter, roh, die sich ebenfalls dafür eingnen. In den Anfängen der Stahl-Armierung zu Zeiten des Herrn Monier(damals nannte man es Eisenbeton) achtete ein Eisenverleger darauf, daß die Matte schön verrostet war. Die Oberfläche ist nicht glatt, sondern rauh. Der Rost wird durch den basischen Zement reduziert, und so kommt Beton direkt auf Stahl und verbindet sich makroskopisch. -
Bei Belastungen durch PKW würde ich zu einer stärkeren Matte, als Q 188 raten. Und dann tatsächlich zwei Matten: oben und unten. So wie ich es allerdings verstanden hatte, ging es hier um den Gußboden eines Gartenhauses, auf dem punktuell keine größere Last, als 250kg, auftreten.

 

Wenn denn N-Matten, dann aber auf jeden Fall 2, Betondeckung unten nicht unter 2,5 cm. Eine vernünftige Tragschicht aus Schotter ist natürlich das optimale, schon alleine um die Feuchtigkeit von der Platte fernzuhalten. Auf festem Untergrund ("gewachsener" Boden) geht es eventuell auch so, aber dann sollte man mit der Bewehrung nicht knauserig sein und auch gut drauf achten, das der Baustahl gut eingepackt ist. Als Abstandhalter übrigens kein Holz nehmen!

 

Ekaat  
Zitat von robinson
Als Abstandhalter übrigens kein Holz nehmen!
Warum? Interessiert mich jetzt... Weil es quillt? Unten sollte das doch nichts ausmachen, oder?

 

Ich würde wie gesagt zu 2 Lagen tendieren, die N-Matten sollten dann aber reichen. Wobei man mit der Q 131 oder 188 Matte auf der ganz sicheren Seite wäre, man sollte den "punktuellen" Druck von den Wänden nicht unterschätzen. Einfach mal gucken, was da der Preisunterschied ist.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht