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Blumenkübel mit Löchern im Boden oder ohne?

19.05.2014, 10:03
Hallo,
nach dem Foto möchte ich gerne zwei Pflanzkübel selbst machen. Ist ein schnelles Projekt und nicht allzu schwierig. Meine Frage hierzu nun:
Die Kübel sollen ganzjährig unter freiem Himmel stehen. Ich würde die Kübel mit Teichfolie ausschlagen und bin mir nun nicht sicher, ob ich in die Folie Löcher machen muss, damit das Wasser abfließen kann (dann ist der Holzboden vom Kübel aber immer feucht) oder keine Löcher machen, dann sammelt sich aber evtl. zuviel Regenwasser im Kübel.
Was sagt der Gärtner dazu?
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Blumenkübel, holz, Pflanzkübel Blumenkübel, holz, Pflanzkübel
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39 Antworten
Woody  
Kommt darauf an, was du da einpflanzen willst. Wenn es nur Sommerblumen sind, musst keine Löcher machen, weil die wurzeln nicht so tief, dass sie selbst bei Starkregen nasse Füße bekommen.

Du kannst zur Sicherheit noch eine Drainageschicht aus groben Schotter 3-4cm hoch unten einbringen.

Wenn die Blumenkübel auf kleinen Füßchen stehen und du Löcher in die Folie machst, kann das Wasser abfließen und sammelt sich nicht am Holz. Grundsätzlich musst du sowieso eine wiederstandsfähigere Holzart und Versiegelung nehmen.

Länger wie 10 Jahre in etwa halten solche Holzgefäße aber trotzdem nicht.

 

Zitat von Papa_von_Linus
Hallo,
nach dem Foto möchte ich gerne zwei Pflanzkübel selbst machen. Ist ein schnelles Projekt und nicht allzu schwierig. Meine Frage hierzu nun:
Die Kübel sollen ganzjährig unter freiem Himmel stehen. Ich würde die Kübel mit Teichfolie ausschlagen und bin mir nun nicht sicher, ob ich in die Folie Löcher machen muss, damit das Wasser abfließen kann (dann ist der Holzboden vom Kübel aber immer feucht) oder keine Löcher machen, dann sammelt sich aber evtl. zuviel Regenwasser im Kübel.
Was sagt der Gärtner dazu?
Teichfolie oder was ähnliches ist immer gut.

Ich habe meine Kübel 120x40x40 (Länge-Höhe-Tiefe) aus Hobelware zusammengesetzt, d.h. von unten unsichtbar mit Edelstahlschrauben und geriffelten Buchenstäben mit D = 10 mm (normale Runddübel waren mir zu kurz.

Von der letzten Renovierung hatte ich noch Glasfaser übrig, die habe ich 3-lagig (also Lage für Lage) mit elastischem Teppichkleber eingeklebt. Zuvor hatte ich mich dazu entschieden, zwei Wasserabläufe (Reststücke vom Gartenschlauch) zu instalieren, einen davon ganz unten, damit ggf. alles Restwasser abgelassen werden kann und einen zweiten eine Handbreite über dem Boden.

Den untersten Ablauf, den habe ich mit einem Stöpsel verschlossen, der andere soll als Überlauf gelten. Beim Einkleben der Glasfaser habe ich sorgfältig auf das Abdichten der Wasserabläufe geachtet.

Die Innenseite der Glasfaser habe ich 3 mal mit Acryllack gestrichen, den bekam ich preiswert beim Fachhandel aus Restbeständen.

Der nächste Schritt war die Fahrt zum Baumarkt, um zu besorgen:

  • Styropor 1 cm stark
  • Seramis Granulat
  • jede Menge Kübelerde bester Sorte.
Man sollte nicht an der Qualität der Erde sparen, denn eine Fehlinvestition in Erde vom Discounter hab ich hinter mir, vom Verlust der Bepflanzung ganz zuschweigen.

Letzter Akt:
  • Styropor zurecht schneiden und von innen gegen die Wände stellen. Das Styropor sollim Winter gegen drastischen Kälteeinbruch schützen. Der Boden benötigt keine Wärmedämmung.
  • Seramis Granulat eine Handbreit einfüllen. Wer hat, der kann darüber noch einen Vlies legen.
  • Erde eine Handbreit locker und gleichmäßig einfüllen.
  • Die Erde leicht andrücken.
  • Restliche Erde einfüllen und bepflanzen.
Ich habe jetzt die Kübel 2 Winter draußen gehabt. Bis jetzt habe ich keine Pflanzen mehr verloren.

Viel Spaß

 

Geändert von Woody (19.05.2014 um 13:11 Uhr) , Grund: Leerzeilen entfernt
Ich bekomme die vielen Leerzeilen nicht gelöscht

 

Woody  
Habs für dich gemacht....

 

Ich würde unten einige Löcher machen, sonst fault nachher das Wurzelwerk. Ist meine Meinung dazu.

 

Zitat von Woody
Habs für dich gemacht....
Danke

Zitat von Jupp00
Ich würde unten einige Löcher machen, sonst fault nachher das Wurzelwerk. Ist meine Meinung dazu.
Pflanzen sollten keine nassen Füße bekommen, daher mein Trick mit dem Tongranulat. Überschüssiges Wasser setzt sich nach unten ab, wenn es gar zu arg werden sollte, dann kommt der zweite Überlauf zum Tragen. Bisher hatte ich aber nie Probleme mit zuviel Wasser. Ich denke, dass ich mit meiner Lösung den Wasserhaushalt des Kübels kontrollieren kann und habe daher auf Löcher verzichtet.

 

Auf jeden Fall Löcher einlassen - sonst läuft der ganze Kübel bei Dauerregen über!

Als Alternative zur Teichfolie (welche ohne Frage gut geeignet ist) kannst du auch einen Mörtelkübel verwenden. Der ist etwas robuster, wenn du mal mit der Schüppe anrückst um einzupflanzen oder umzutopfen.

 

Allein wegen Frost würde ich schon Löcher rein tun! Sonst sprengt er mit den kübel !

 

Zitat von Timo1981
Allein wegen Frost würde ich schon Löcher rein tun! Sonst sprengt er mit den kübel !
Papa_von_Linus möchte doch keine Löcher machen, weil im sonst der Boden nass wird, der fault im dann an Stelle des Wurzelwerks!

Bei meiner Lösung fault gar nichts! Und einen strengen Frost können meine Kübel auch schadlos überstehen, selbst wenn etwas Wasser drin stehen sollte. Durch die Das Styropor kann sich das Eis beliebig ausdehnen, Temperaturen wie in Sibierien bekommen wir hier eh nicht. 2 cm (2 x 1 cm) Styropor sind absolut ausreichend.

Unmengen von Wasser können auch nicht drin stehen bleiben, das wird schon durch den Überlauf verhindert, der sich etwa 4 cm über dem Boden befindet.

 

Kurz mal meine Erfahrung.;Teichfolie-OK,keine Bretter als Boden und auf JEDEM FALL ein paar Löcher rein,es gibt Staunässe,ich möchte nicht jeden Tag in der Wanne stehen mit Wasser gefüllt,als Trenage nimmst du ein paar Steine oder alte Tontöpfe,Niemals eine Pflanze die draußen steht ohne ein paar Löcher hinstellen (Meine Erfahrung)

 

Die Löcher bohre ich seitlich am Rand, 2-5 cm vom Boden hoch. So habe ich gleichzeitig ein kleines Wasserreservoir im Blumentopf.

 

Zitat von RockinHorse
Danke



Pflanzen sollten keine nassen Füße bekommen, daher mein Trick mit dem Tongranulat. Überschüssiges Wasser setzt sich nach unten ab, wenn es gar zu arg werden sollte, dann kommt der zweite Überlauf zum Tragen. Bisher hatte ich aber nie Probleme mit zuviel Wasser. Ich denke, dass ich mit meiner Lösung den Wasserhaushalt des Kübels kontrollieren kann und habe daher auf Löcher verzichtet.
Dann läuft es bei dir am Überlauf raus, statt unten. Wo ist denn jetzt der Unterschied ?

 

Woody  
Zitat von Jupp00
Dann läuft es bei dir am Überlauf raus, statt unten. Wo ist denn jetzt der Unterschied ?
Das Loch unten hat er ja mit einem Stöpsel verschlossen und öffnet den nur zur gänzlichen Entleerung. Der höher gesetzte Überlauf gewährleistet zumindestens ein paar cm stehendes Wasser (sozusagen als Reservoir).

So hab ich das zumindestens verstanden.

 

Zitat von Woody
Das Loch unten hat er ja mit einem Stöpsel verschlossen und öffnet den nur zur gänzlichen Entleerung. Der höher gesetzte Überlauf gewährleistet zumindestens ein paar cm stehendes Wasser (sozusagen als Reservoir).

So hab ich das zumindestens verstanden.
Richtig! Das Reservoir wird mit dem Tongranulat aufgefüllt, was sonst auch in einer reinen Hydrokultur verwendet. Mein Kübel hat aber mit Hydrokultur nix am Hut, das Tongranulat habe ich eingefüllt, um den Wasserhaushalt im Kübel in den Griff zu bekommen. Das Granulat wird mit Vlies abgedeckt und darüber wird die Erde eingefüllt. Das Vlies darf aber nicht zu dicht sein, es soll lediglich verhindern, dass sich Erde direkt in die Granulatschicht einschlämmt.

Im Reservoir kann das Wasser bis zum Überlauf gespeichert werden, so kann ich auch einmal ein paar Tage wegfahren, ohne dass in einer Trockenperiode mir die Pflanzen verdorren. Auch wenn es nicht direkt einleuchtet, es ist genugend Kapilarwirkung vorhanden, der die Erde in einem ausreichenden Feuchtezustand hält. Auf der anderen Seite wird so auch verhindert, dass die Pflanzen "Nasse Füße" bekommen können, wenn mal zuviel Wasser von oben kommt.

Der Ablauf und der Überlauf sind natürlich so in den Kübel eingearbeitet, dass das Holz des Kübels durch die Feuchtigkeit nicht angegriffen wird. War bei mir aber kein Problem, da die Innenauskleidung aus 3 Lagen Glasfaser direkt auf das Holz geklebt wurde.

 

Geändert von RockinHorse (21.05.2014 um 01:19 Uhr)
Zitat von RockinHorse
Richtig! Das Reservoir wird mit dem Tongranulat aufgefüllt, was sonst auch in einer reinen Hydrokultur verwendet. Mein Kübel hat aber mit Hydrokultur nix am Hut, das Tongranulat habe ich eingefüllt, um den Wasserhaushalt im Kübel in den Griff zu bekommen. Das Granulat wird mit Vlies abgedeckt und darüber wird die Erde eingefüllt. Das Vlies darf aber nicht zu dicht sein, es soll lediglich verhindern, dass sich Erde direkt in die Granulatschicht einschlämmt.

Im Reservoir kann das Wasser bis zum Überlauf gespeichert werden, so kann ich auch einmal ein paar Tage wegfahren, ohne dass in einer Trockenperiode mir die Pflanzen verdorren. Auch wenn es nicht direkt einleuchtet, es ist genugend Kapilarwirkung vorhanden, der die Erde in einem ausreichenden Feuchtezustand hält. Auf der anderen Seite wird so auch verhindert, dass die Pflanzen "Nasse Füße" bekommen können, wenn mal zuviel Wasser von oben kommt.

Der Ablauf und der Überlauf sind natürlich so in den Kübel eingearbeitet, dass das Holz des Kübels durch die Feuchtigkeit nicht angegriffen wird. War bei mir aber kein Problem, da die Innenauskleidung aus 3 Lagen Glasfaser direkt auf das Holz geklebt wurde.
Hört sich Pflanzen Technisch gut an. Allerdings auch aufwendig.

 

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