Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Bezahlung von Bauleistungen

19.11.2014, 12:41
Geändert von ng1987 (20.11.2014 um 07:54 Uhr)
Hallo Heimwerker,

ich habe einen kleinen Fliesenlegerbetrieb und wurde bei der Bezahlung schon zwei mal übers Ohr gehauen. Wir haben auch mit Vorauszahlungen gearbeitet, jedoch wurden dann die Abschlagsrechnungen einfach nicht mehr weiterbezahlt (da nach VOB bis zu 21 Tage für die Bezahlung Zeit besteht). Innerhalb dieser 21 Tage waren wir allerdings schon längst mit der Arbeit fertig, konnten mit den Arbeiten nicht aufhören und hatten kein Druckmittel mehr.
Nun haben wir uns entschlossen mit größeren Vorauszahlungen zu arbeiten oder gar täglichen?
Wie macht ihr das? Funktioniert tägliche Vorauszahlung oder nehmt ihr einfach 80% der Gesamtsumme?

Herzliche Grüße
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
51 Antworten
Wurdest du als Subunternehmer über das Ohr gehauhen oder bei Privatleuten?

 

Einmal von einem Bauleiter und dann von Privatpersonen

 

Janinez  
kannst Du die Leute nicht pfänden ? Bei Eigenheimbesitzern ist das nicht zuuu schwierig........

 

Das ist alles mit Kosten verbunden. Der Bauleiter erfindet Mängel, die nicht vorhanden sind...und schon müssen wir auf unsere Kosten einen Gutachter bestellen um dies zu überprüfen. Aber auch bei Privaten Leuten muss man natürlich mit Anwalt usw. in Vorleistung gehen. Ich würde das gerne vermeiden und eine tägliche Vorauszahlung + BGB Vertrag ausmachen

 

Also ich als Kunde würde niemals eine so hohe Vorauszahlung für eine Dienstleistung dulden. Es gibt ja auch andersrum evtl. Probleme und wenn das Geld erst mal weg ist, dann habe ich den schwarzen Peter.

Natürlich ist es nicht akzeptabel als Kunde keine Zahlungen zu leisten, aber das unternehmerische Risiko liegt beim Unternehmen. Ich als Kunde würde es jedenfalls nicht übernehmen wollen, egal ob die Dienstleistung im Nachhinein schlecht sein könnte oder das Unternehmen / Betrieb Insolvenz wird

 

Also du als Kunde würdest nicht jeden Tag zahlen und dann die entsprechende Leistung auch jeden Tag bekommen? wieso, das ist doch fair?
Möchtest du lieber die Leistung bekommen und dann entscheiden ob du zahlen willst oder nicht?

 

Janinez  
Ich gehe ebenfalls weder als Privatkunde noch als Geschäftskunde das Risiko ein alles kpl. zu bezahlen. Je nach Größe des Auftrages gibt es ab und zu eine Anzahlung, allerdings - wenn die Arbeit sauber erledigt wurde, bekommt der Ausführende am Tag der Rechnung sein Geld überwiesen

 

nach VOB lässt sich der Bauherr 21 Tage zeit seine Rechnung zu bezahlen. Bis dahin sind die Arbeiten allerdings schon fertig.... hmmmm was nun

 

Janinez  
wie gesagt, wenn Du ordentlich gearbeitet hast, dann bleibt Dir nur der Weg zum Anwalt - würde ihn vorher aber nochmal abmahnen und Anwalt und Gutachter androhen -

 

Zitat von ng1987
Also du als Kunde würdest nicht jeden Tag zahlen und dann die entsprechende Leistung auch jeden Tag bekommen? wieso, das ist doch fair?
Möchtest du lieber die Leistung bekommen und dann entscheiden ob du zahlen willst oder nicht?
Nein... vorallem Letzteres ist so nicht richtig. Ich möchte als Kunde (der übrigens bis jetzt auch alles bezahlt hat) eine Dienstleistung mit entsprechender Qualität. Wenn die Qualität nicht stimmt, also wenn gepfuscht wurde, nützt es mir nicht viel wenn ich drei Tage bezahlt habe und am letzten Tag funktioniert die versprochene Dienstleistung nicht. Wenn es dann zu Meinungsverschiedenheiten kommt liegt das Problem u. U. bei mir.

Ich bin gerne bereit für Leistung zu bezahlen, wenn eine Leistung in sich bis zur vertraglichen Abmachung vollbracht wurde. Übrigens ist das i. d. R. auch bei angestellten Mitarbeitern. Lohn / Gehalt gibt es am Ende des Monats.

Ich sag´s nochmal... es ist nicht fair als Kunde einen Betrieb übers Ohr zu hauen. Und es ist auch nicht fair wenn es umgekehrt passiert. Mein Auto das ich mir bei einem Händler bestelle bezahle ich wenn es da ist und ordnungsgemäß übergeben wird. Das Verlegen eines Laminates wird dann bezahlt, wenn die Abschlussleisten verlegt sind und der Laminat keinen Schaden hat.

Und da ich in meinem Fall bezahle und nicht übers Ohr haue trage ich nicht das Risiko im umgekehrten Fall. So würden jedenfalls meine Bedingungen mit einem Dienstleister ausschauen müssen. Wenn er damit nicht einverstanden ist, dann suche ich einen anderen. Bisher hat das aber immer reibungslos geklappt...

 

alles schon passiert...manche Bauherren sind darauf aus sich Bauleistungen zu erschleichen, ich habe gelesen dass manche sogar ins Gefängnis dafür gehen.
Also wenn einer nicht bezahlen möchte, dann tut er es auch nicht...auch bei ordentlicher Arbeit! Die Kosten für den Anwalt und Gutachter im Vorraus kann eine kleine Fliesenlegerfirma nicht tragen..

 

Funny08  
Nun ich seh es mal aus meiner privaten Sicht - einem Handwerker den ich kenne und dem ich Vertraue, dem würde ich das Geld auch im voraus geben - wie zB bei meiner Heizung.
Einer Firma die mir nicht näher bekannt ist, deren Leistung und Qualität ich nicht einschätzen kann, würde ich nie im Leben das Geld im voraus geben - das höchste der Gefühle wäre eine Drittelung (Auftragserteilung, Während der Ausführung und nach Abnahme).
Sollte dies der Angebot abgebenden Firma nicht passen, so steht es ihr ja frei, mich als Kunden abzulehnen.

Als Handwerker habe ich jedoch auch Verständnis für deine Lage - die Zahlungsmoral heutzutage ist unter aller S.. und die Leute versuchen oft mit allen Mitteln die Handwerker über den Tisch zu ziehen - hab es oft genug erlebt. Meist läuft es darauf hinaus, dass die Bauherren es auf einen Vergleich anlegen, bei welchem sie meist ordentlich Geld sparen, weil die Handwerker einknicken.
Uns hat mal der Steuerberater der Firma so versucht über den Tisch zu ziehen - Elektroinstallationen in seiner Bude für knapp 35.000€ (Fast alles per KNX / EIB gesteuert) und wollte nicht zahlen. Während der Verhandlung kam heraus, dass er mit jedem Gewerk das bei der Renovierung vor Ort war, das gleiche gemacht hatte...
Eine Andere Kundin lies uns eine Wohnung ihres Mietshauses renovieren, läuft dann danach frech zum Chef und sagt, die 1500€ kann sie garnicht bezahlen - und sie würde ihm 300€ anbieten, die Sache ging vor Gericht und endete in einer Monatlichen Rate von 10€ ...
Wenn man kein Geld dafür hat um was machen zu lassen, dann sollte man es einfach sein lassen!!!

 

Janinez  
Hast Du denn keine Rechtschutzversicherung?.......................... ......

 

Zitat von Frank
Nein... vorallem Letzteres ist so nicht richtig. Ich möchte als Kunde (der übrigens bis jetzt auch alles bezahlt hat) eine Dienstleistung mit entsprechender Qualität. Wenn die Qualität nicht stimmt, also wenn gepfuscht wurde, nützt es mir nicht viel wenn ich drei Tage bezahlt habe und am letzten Tag funktioniert die versprochene Dienstleistung nicht. Wenn es dann zu Meinungsverschiedenheiten kommt liegt das Problem u. U. bei mir.

Ich bin gerne bereit für Leistung zu bezahlen, wenn eine Leistung in sich bis zur vertraglichen Abmachung vollbracht wurde. Übrigens ist das i. d. R. auch bei angestellten Mitarbeitern. Lohn / Gehalt gibt es am Ende des Monats.

Ich sag´s nochmal... es ist nicht fair als Kunde einen Betrieb übers Ohr zu hauen. Und es ist auch nicht fair wenn es umgekehrt passiert. Mein Auto das ich mir bei einem Händler bestelle bezahle ich wenn es da ist und ordnungsgemäß übergeben wird. Das Verlegen eines Laminates wird dann bezahlt, wenn die Abschlussleisten verlegt sind und der Laminat keinen Schaden hat.

Und da ich in meinem Fall bezahle und nicht übers Ohr haue trage ich nicht das Risiko im umgekehrten Fall. So würden jedenfalls meine Bedingungen mit einem Dienstleister ausschauen müssen. Wenn er damit nicht einverstanden ist, dann suche ich einen anderen. Bisher hat das aber immer reibungslos geklappt...
Ok, wenn du das Auto bei Abholung und wenn alles in Ordnung damit ist bezahlt, wäre es ja auch fair das Laminat oder die Fliesen bei Nichtbezahlung wieder abzunehmen? Dabei wäre die Leistung des Verlegers ja nicht einmal inbegriffen...das ist ja eine Dienstleistung und kein Einzelhandel.

 

Unglaublich sowas!!!!



Zitat von Funny08
Nun ich seh es mal aus meiner privaten Sicht - einem Handwerker den ich kenne und dem ich Vertraue, dem würde ich das Geld auch im voraus geben - wie zB bei meiner Heizung.
Einer Firma die mir nicht näher bekannt ist, deren Leistung und Qualität ich nicht einschätzen kann, würde ich nie im Leben das Geld im voraus geben - das höchste der Gefühle wäre eine Drittelung (Auftragserteilung, Während der Ausführung und nach Abnahme).
Sollte dies der Angebot abgebenden Firma nicht passen, so steht es ihr ja frei, mich als Kunden abzulehnen.

Als Handwerker habe ich jedoch auch Verständnis für deine Lage - die Zahlungsmoral heutzutage ist unter aller S.. und die Leute versuchen oft mit allen Mitteln die Handwerker über den Tisch zu ziehen - hab es oft genug erlebt. Meist läuft es darauf hinaus, dass die Bauherren es auf einen Vergleich anlegen, bei welchem sie meist ordentlich Geld sparen, weil die Handwerker einknicken.
Uns hat mal der Steuerberater der Firma so versucht über den Tisch zu ziehen - Elektroinstallationen in seiner Bude für knapp 35.000€ (Fast alles per KNX / EIB gesteuert) und wollte nicht zahlen. Während der Verhandlung kam heraus, dass er mit jedem Gewerk das bei der Renovierung vor Ort war, das gleiche gemacht hatte...
Eine Andere Kundin lies uns eine Wohnung ihres Mietshauses renovieren, läuft dann danach frech zum Chef und sagt, die 1500€ kann sie garnicht bezahlen - und sie würde ihm 300€ anbieten, die Sache ging vor Gericht und endete in einer Monatlichen Rate von 10€ ...
Wenn man kein Geld dafür hat um was machen zu lassen, dann sollte man es einfach sein lassen!!!

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht