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Betonplatte für Grilltisch

14.01.2016, 20:15
RPR
Hallo,
Ich möchte mir für die Terasse eine Grilltisch bauen da 2 m x 0,8 m
Mit zwei Auschnitten für ein Waschbecken und den Grill.
Jetzt meine Frage gibt es für so was einen speziellen Beton flexibel und leichter oder ist die handelsübliche Sackware ausreichend.
Ich denke mal die Platte mache ich 3-4 cm dick und werde auch Estrichmatten reinlegen.

Über Tips und Ideen freue ich mich Danke
 
Beton, Grilltisch Beton, Grilltisch
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11 Antworten
Ich sag jetzt nix, sonst bekomme ich von redFox wieder eins drüber.....
ich kenne nur die Sackware, also normal schwer, es gibt aber so ne Mischung, da sind glaube ich Styroporkugeln oder ähnliches drinnen, damit es "leichter" wird, aber wie das heißt keine Ahnung

 

Hallo, ich bin kein Betonbauer, da wird sich bestimmt noch jemand qualifiziertes aus dem Forum melden. Also bitte etwas Geduld.

Prinzipiell würde ich sagen, die Sackware Estrichbeton ist das falsche, es gibt speziellen hitzebeständigen Beton. Das Problem ist, Beton enthält immer Feuchte und wenn es nur die Luftfeuchtigkeit ist. Wird Beton nun rasch erhitzt (Grill wird innerhalb Minuten von 20 auf 300 Grad heiß), verdunstet das Wasser nahezu explosionsartig, es kann so rasch nicht diffundieren und führt zu Sprengungen = Rissen im Beton. Deshalb kann man Beton auch spezielle Materialien beimischen, die Kapillare besitzen, die dem Wasser eine rasche Entweichungsmöglichkeit bieten. Statt Kies verwendet man durchaus auch Lytag, das ist so was wie Hydrokulturkügelchen - hoch hitzebeständig und feuchtigkeitsaufnehmend. Statt normalem Zement gibt es Hochofenzement (CEM III), der einfach mehr Hitze aushält

Estrichmatten wären mir zu schwach/unsicher und auch die 3-4 cm Stärke. Kauf Dir richtige Eisen - bedenke an den Ausschnitten hast Du auch nur zwei Streifen, die die Last des anderen Betons tragen muss. Und das über Jahre und bei wechselnden Temperaturen (-20 im Winter und stellenweise sogar hunderte Grad beim Grillen.

Ich sag mal so: Bei solch einer Platte kommt es wohl nicht darauf an, ob Du nun 20 Euro oder 100 dafür ausgibst. Wenn die Platte nach einem Jahr reisst, hast Du nichts davon. Also besser gleich richtig machen und irgendwann kommt der Tag, an dem Du merkst, dass Du genug "Qualität" in die Platte mit eingegossen hast.

Sodann würde ich die Bereiche Grill und Ausgussbecken trennen. Also zwei Platten gießen. Stell Dir vor, am Grill wird der Beton 100 Grad warm und 20 cm entfernt schüttest Du Kaltwasser in den Ausguss. Du hast hier Gestein vor Dir, das einfach Spannungen besitzt, die sich so rasch nicht auf die Umgebung anpassen können.

 

Zitat von Hoizbastla
Ich sag jetzt nix, sonst bekomme ich von redFox wieder eins drüber.....
Ich dachte es, und Du schriebst es

 

RPR
Zitat von Rainerle
Hallo, ich bin kein Betonbauer, da wird sich bestimmt noch jemand qualifiziertes aus dem Forum melden. Also bitte etwas Geduld.

Prinzipiell würde ich sagen, die Sackware Estrichbeton ist das falsche, es gibt speziellen hitzebeständigen Beton. Das Problem ist, Beton enthält immer Feuchte und wenn es nur die Luftfeuchtigkeit ist. Wird Beton nun rasch erhitzt (Grill wird innerhalb Minuten von 20 auf 300 Grad heiß), verdunstet das Wasser nahezu explosionsartig, es kann so rasch nicht diffundieren und führt zu Sprengungen = Rissen im Beton. Deshalb kann man Beton auch spezielle Materialien beimischen, die Kapillare besitzen, die dem Wasser eine rasche Entweichungsmöglichkeit bieten. Statt Kies verwendet man durchaus auch Lytag, das ist so was wie Hydrokulturkügelchen - hoch hitzebeständig und feuchtigkeitsaufnehmend. Statt normalem Zement gibt es Hochofenzement (CEM III), der einfach mehr Hitze aushält

Estrichmatten wären mir zu schwach/unsicher und auch die 3-4 cm Stärke. Kauf Dir richtige Eisen - bedenke an den Ausschnitten hast Du auch nur zwei Streifen, die die Last des anderen Betons tragen muss. Und das über Jahre und bei wechselnden Temperaturen (-20 im Winter und stellenweise sogar hunderte Grad beim Grillen.

Ich sag mal so: Bei solch einer Platte kommt es wohl nicht darauf an, ob Du nun 20 Euro oder 100 dafür ausgibst. Wenn die Platte nach einem Jahr reisst, hast Du nichts davon. Also besser gleich richtig machen und irgendwann kommt der Tag, an dem Du merkst, dass Du genug "Qualität" in die Platte mit eingegossen hast.

Sodann würde ich die Bereiche Grill und Ausgussbecken trennen. Also zwei Platten gießen. Stell Dir vor, am Grill wird der Beton 100 Grad warm und 20 cm entfernt schüttest Du Kaltwasser in den Ausguss. Du hast hier Gestein vor Dir, das einfach Spannungen besitzt, die sich so rasch nicht auf die Umgebung anpassen können.

Das mit den 2Platten ist eine gute Idee macht das Aufbauen auch leichter.
Stahl kommt eh rein.
Ich meinte ja auch nicht diese Hasendrahtmatten aus dem Baumarkt. Ich werde ne Art Matte aus Baustahl biegen.
Unter die Platten kommt dann noch ein Gerüst aus Kanthölzern damit alles gut aufliegt.

 

Kanthölzer? Ich würde es mauern. Schaut doch besser aus - oder?

 

gut also meld ich mich mal. Bei der größe - 2,00 x 0,80 - würd ich vom selbstbau abraten. Nur 3 - 4 cm dick und dann noch zwei Ausschnitte drinn ? Die bricht dir ehe du einmal gegrillt hast. Wenn schon dann 10 cm dick dann wirds aber so schwer das man es nicht mehr händeln kann. Was hält´s du vom Steinmetz ? Mal hingehen und fragen. Die bauen dir das was du willst. Aus sogenannten Kunststein in der Farbe die du möchtest. Bei der Größe würde das zweilagig ausgeführt mit einer Armierung dazwischen und mit Epox zusammengeklebt. Die machen alles. Einfach nachfragen und gemeinsam eine Lösung finden.

 

Dann melde ich mich als Laie auch mal zu Wort. Ich habe mir einen Grill selbst gebaut. Zuerst unten eine Betonplatte gegossen, dann mit Kalksandstein aufgemauert. Darauf kam dann eine ca. 6 cm (muß ich nochmal nachmessen) dicke Betonplatte mit Eisenarmierung. Der Grill ist noch mit Schamottsteinen ausgelegt. Seit nunmehr 4 Jahren hält die Betonplatte ohne einen Riss durch, obwohl sie unten so heiß wird, dass man nicht dranfassen kann. Wir grillen ca. 20 mal pro Jahr. Bis jetzt habe ich meine leichtfertige Konsruktion noch nicht bereut.

Gruß

liggle

 

RPR
Zitat von Rainerle
Kanthölzer? Ich würde es mauern. Schaut doch besser aus - oder?
geht nicht soll flexibel sein das ich auch mal unter dem Dach grillen kann

 

meines Erachtens ungeignet, Beton zieht Feuchtigkeit und bricht zu leicht

 

Ich habe nochmal nachgemessen. Es sind nur 3,5 cm Beton und keinerlei Abplatzungen oder Risse auf der Unterseite.

Gruß

liggle

 

ja liggle wenn es sich nur um eine betonplatte handelt bekommt man auch die stabilität hin. da reichen auch 3 -4 cm. sobald ich aber ausschnitte für waschbecken und grill drinn habe verändert sich alles. transportabel solls auch sein. wenn man am gewicht sparen will geht auch sogenannter leichtbeton, den gibt es fertig oder man mischt ihn selbst an. aber hier muß man wieder zugeständnisse an die festigkeit machen. die gewichtsersparniss gleicht sich mit der notwendigen Eisenarmierung wieder aus. ich bleib dabei geh zum steinmetz lass dich beraten was machbar ist und wo der preis liegt. wenn man den bau der schalung den kauf der fertigen mischung und das eventuelle fehlschlagen deiner konstruktion gegenrechnet wird das nicht viel ausmachen.

 

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