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Beton-Esstischplatte selber machen

01.06.2014, 16:37
Hallo liebe Heimwerkergemeinde,

ich möchte mir eine Beton-Esstischplatte gießen. Grundgedanken habe ich mir gemacht und Grundinformationen eingeholt. Dennoch habe ich noch weiter Fragen, die vielleicht der ein oder andere Experte von euch beantworten kann.

Ich habe vor es ähnlich wir in diesem Tutorial zu machen.



nur würde ich die Platte gerne größer und Dicker machen, da es da durch zur einer enormen Gewichtserhöhung kommen würde musste man hier ein wenig tricksen.

http://www.tischfabrik24.de/index.php?cat=BETON_TISCHPLATTE&product=IM-IMT&sidSHOP1234=52cb01d4cb99323035f597817e5ecb61

Die Idee dieses Herstellers eine Tischlerplatte zu nehmen die das Hauptvolumen der Tischplatte ein nimmt finde ich einfallsreich.
http://www.tischfabrik24.de/Media/Shop/ProductTextMedia/4cmbetonplatte_detail.jpg

Nun zu meinen Fragen:

  • Welche Tischlerplatte nehme ich am besten. Darf sie Saugfähig sein oder würde das den gleichmäßigen Trockenvorgang behindern?
  • Brauch ich dann immer noch eine Armierung und die Zugfestigkeit zu gewährleisten? Wenn ja würdet mir eine Alternative zur Baustahlmatte empfehlen? Oder eine Möglichkeit aufzeigen damit diese nicht durch die Betonschicht gedrückt wird auf der Tischfläche sichtbar wird?
  • Welchen Beton nehme ich am besten? Schnellbeton bekommt man im Baumarkt? Habe schon von Feinbeton und Leichtbeton gelesen, bekomme ich den als Privatperson oder habe noch weiter Empfehlungen?
Vielen Dank im voraus

Gruß

Ama
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34 Antworten
Bei Baustahl solltest du eine Mindestbetondeckung von ca. 4 - 5 cm (notfalls 3cm unter und über der Matte bei einer Estrichmatte - wenn sie auf der Holzplatte aufliegt nützt sie nichts) haben. Wenn die Platte 1m x 2m werden sollte kämst du auf eine Dicke von min. 6 cm, was ein Volumen von 120 l ergibt. Bei einer Rohdicht von ca. 2,4 to/m³ ergibt sich ein Gewicht von ca. 288 kg (bei 8 cm 384 kg).
Da Beton einen relativ hohen Biegezug (Belastung eines an zwei Fixpunkten aufgelegtes Betonteil mit Belastung bis zum brechen) aushält sollten zwei Auflagen genügen, allerdings hast du dann recht hohe Punktbelastungen am Boden - Stichwort Laminat, Parkett o.ä.

 

Nochmal ne Idee
Wenn du die Platte komplett auflegst besteht auch die Möglichkeit die Bewehrung (Matte) durch PP-Fasern zu ersetzen. Diese haben allerdings keine statische Anrechenbarkeit sondern dienen rein der Schwindrissminimierung. Du soltest also die Platte nicht nur punktuell auflegen sondern möglichst flächig.
Dadurch könntest du die Stärke der Platte auf ca. 5 cm senken was ein Gewicht von ca. 240 kg ergibt (immer gerechnet mit 1m x 2m).
Die Fasern können etwas aus der Platte herausstehen anfangs, was sich aber durch eine Lötlampe recht schnell beheben lässt

 

Muss es Beton sein?
Holzplatte bauen, gut verspachteln, http://www.schoener-wohnen.de/einric...on-optik-.html
Oder
http://www.brillux.de/uploads/media/...beton-look.pdf

 

Bist du dir sicher???
Die wird je nach Größe tierisch schwer. Soll der Tisch nach Draußen oder ist er für Innen? Wenn für Innen, vergiss die Statik nicht und die arme Person, die beim Putzen den Tisch verrücken muß.

 

Schon mal vielen Dank für die antworten

@Gizmo
Die Tischgröße entspricht dem was ich mir vorgestellt habe, natürlich ist das Gewicht leider noch viel zu hoch :-/
Die besagte Internetseite gibt ein qm-Gewicht von 35kg an. Spricht aber auch über einen Spezialbeton. An den kommt man als Privatperson sicherlich nicht dran. Kennt ihr Alternativen?
http://www.helpster.de/arbeitsplatte...o-geht-s_30971
Hier ist von Vergussbeton die Rede hat jemand Erfahrungen damit, sind Gewichtsangaben vllt mit bedacht nicht angegeben
Mit dem Faserbeton ist eine gute Idee, muss ich mir aber da nicht sorgen machen das wenn ich die Fasern abflamme und diese plan auf der Tischfläche liegen Löcher/ Unebenheiten enstehen.

@ Reinerle
An sich hätte ich nichts dagegen solange die Optik gegeben ist, doch mache ich mir deswegen bei den Farben sorgen. Aber vor allem soll der Esstisch auch als solche genutzt werden und dafür sind die Farben/Putze wahrscheinlich nicht gedacht da die mech. Einflüsse an einer Wand und auf einer Tischplatte ganz andere sind

@kochzeit
Verrücken muss dann meine Freundin :P Spass bei Seite, dafür habe ich dieses Thema eröffnet damit sich jemand findet der eine pfiffige Idee hat um das Gewicht möglichst gering zu halten

Edit: ist für drinnen gedacht

Edit2: hab grade den Vergussmörtel gefunden, scheint ja wie dafür gemacht?
http://www.moertelshop.com/Vergussmoertel-fuer-Betonmoebel-guenstig-kaufen
leider wird explizit ein Freifallmischer empfohlen, den habe ich natürlich nicht ...

 

Geändert von Woody (03.06.2014 um 07:51 Uhr) , Grund: Hyperlink zu Verkaufsshop entf
Das wiegt aber immer noch gewaltig ...

Ein 25 kg Sack ergibt ca. 11,5 Liter Beton. Für eine 4 cm dicke Platte der Größe 1 m x 1 m braucht man zum Beispiel 92 kg MOBY DUR®. Man berechnet das nach der Formel: 23 x Länge [m] x Breite[m] x Dicke [cm] = 92.

OK, Du nimmst ne Tischlerplatte mit rein, das reduziert ...

Im Urlaub hatten wir ein Ferienhaus. Im Garten sanden "U-Steine" als Hocker, wogen aber nur rund 5 Kilo. Der Clou: Stellenweise war Beton abgeplatzt, darunter war Glasfasermaterial und der Design-Beton nur 5 mm aufgespachtelt. Das Abplatzen war nur an den Füßen vom Herumtragen und auf Kanten stellen. Da könnte man tolle Dinge für den Garten so bauen ... Blumenkübel ... Danke für den Produktlink. Das geringere Gewicht dieser Machart ist schon ein riesiger Vorteil.

 

Ich habe zwar keine Ahnung wie dick der Beton sein muß um die nötige Stabilität zu erreichen, habe aber eine Idee aus einem anden Bereich die man mal diskutieren kann.

Ich habe vor Jahren fast lebensgroße Marionetten gebaut, Grundmaterial Styrodor und dann schlag- und stoßsicher ummantelt. War extrem leicht.

Gesetz dem Fall, Beton hält mit Styrodor zusammen, könnte man dann nicht eine dünnere Tischlerplatte nehmen, auf diese die Styrodorplatten montieren, einen etwas größeren Rahmen drumrum bauen und das ganze mit Beton ausgießen?

 

Die Palisaden für den Aussenbreiche sind teilweise innen hohl und haben im Beton Fasern bzw. Plastikteile zum stabilisieren - vielleicht wäre das ein Ansatz für eine Idee.

 

Wie wäre es denn, die Betonmischung mit etwas leichtem zu strecken? Gibt doch für GFK Arbeiten so Microballons.
http://www.harzspezialisten.de/Fuell...chtfuellstoff/

 

Ich würde ne druckfeste Dämmplatte in die mitte nehmen und dann evtl Faserbeton aber auf jedenfall Estrichmatte und dieses Kaninchendraht (feines Drahtgitter)
Oder Blähton, Verpackungschips oder Dämschüttung.

 


Zitat von Benderman
Ich würde ne druckfeste Dämmplatte in die mitte nehmen und dann evtl Faserbeton aber auf jedenfall Estrichmatte und dieses Kaninchendraht (feines Drahtgitter)
Oder Blähton, Verpackungschips oder Dämschüttung.
Meinst Du diese Art von druckfester Dämmplatte?

Sorry, das es ein Werbevideo ist, aber die Einsatzbereiche sind gut dargestellt ( Geschmäcker sind verschieden...)

 

Geändert von fingerjo1 (20.06.2014 um 12:08 Uhr)
@ Stefan, die Microballons, wie machen die sich denn wohl an den Sichtkanten bemerkbar, wenn geschliffen wird? Hat man dadurch nicht eine offenpoorige Struktur?
@ alle, wenn man in den Beton organisches Material (Holz) mit einarbeitet, sehe ich die Gefahr, das durch die Schwindung Spannungen oder Hohlräume entstehen können, oder das Holz - als tragender Kern - hängt durch (Tischlerplatten auf 2 Böcken geben auf Dauer nach).
Die weiter oben angegebene Idee mit dem Betonspachtel, evtl. aufgetragen auf die druckfeste Montageplatte wäre meine Wahl, dann sind wir aber Kilometer weg vom Klang der Platte, dem (erfolgreichen) Versuch so mit Beton zu arbeiten und der Haptik, die nur Beton hat.
Geht nix über Beton (mit Armierung) pur, oder?
Die Seite Baunetzwissen ist sehr informativ!

http://www.baunetzwissen.de/standard...on_150996.html

Ich wünsche gutes Gelingen und freue mich über die Projekt begleitende Dokumentation hier. (hoffentlich)

 

Munze1  
Wenn es für den Innenbereich wäre, würde ich zu Holzplatten mit Betonstruktur greifen. Es gibt auch Designplatten zum aufkleben, sieht täuschend echt aus, und das Gewicht ist in Verbindung mit der Holzplatte nur geringfügig höher.

 

Das ist ne gute Frage, wie das mit den Microballons aussieht. Kann da keine Praxiserfolge vorzeigen. Aber vllt kann man die an der Kante sichtbaren Ballons abflämen und dann mit Betonmasse die kleinen Löcher auffüllen, sie wie in dem ersten Video.

 

http://www.beton-campus.de/2012/12/b...-selbstgebaut/
Da gibt es interessante Ansätze, die aber für Laien kaum umsetzbar sind.

Ich verweise nochmals auf meine obigen Links zur Wandgestaltung. Da Beton letztlich nicht viel anderes ist as feines Gesteinsmehl vermischt mit Sand und Steinchen ist der Wandspachtel auf Kalk oder Marmorbasis auch nichts anderes. Die Beastungsfähigkeit ist definitiv nichrs anderes und Beton ist auch nicht resistenter gegen Feuchtigkeit oder Säuren als Marmor. Selbst bei gegossener Betonplatte mit 500 kg wird man Flecken von Orangensaft sehen. Um eine Imprägniereung zu bekommen musst Du dieses oder jenes massiv fetten, ölen der imprägnieren. Kannst ja mal googeln. Die Herstellerbezeichnungen oben und Technische Merkblätter.

Alternativen zu solchen Spachteln sehe ich leider absolut keine, denn Du willst nen "echten Beton", der für Tischplatte perfekt ist. Und den gibt es definitiv nicht. Jeder Stein saugt Flüssigkeiten auf und wird deshalb immer Flecken bekommen. Egal wie teuer die Platte ist.

Insofern hast Du aber beim Sachtel eine gute Chance: ist die Oberfläche irgendwann hässlich, kannst Du drüberspachteln. Kannst Du bei Beton naturlich auch, dann kannst Du aber auch gleich eine Multiplexplatte umspachteln.

 

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