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Baumfällung trotz Gehölzsatzung - Fichteneinwuchs in Buche

08.09.2012, 11:13
Hallo Forum,

ich habe einen sehr kleinen Garten (ca. 95m2 - ca. 15 mal 7m) in Kleinmachnow bei Berlin.
In diesem kleinen Garten sind jedoch drei sehr grosse Bäume mit ca. 15-20m Höhe, die Kronen laden sicherlich ca. 15m aus.
Es handelt sich um eine wunderschöne Buche und zwei m.E. weniger schöne Fichten.
Die Fichten sind jedoch blöderweise direkt in die Buche eingewachsen, da der Stammabstand beider Fichten nur ca. 20-30cm vom Buchenstamm beträgt (s. Bild in der Anlage).

Ebenfalls gibt es blöderweise in Kleinmachnow eine Gehölzsatzung die der Baumfällung der Fichten entgegensteht. Nach der Brandenburgischen Baumsatzung wäre die Baumfällung beider Fichten möglich. Die Gehölzsatzung der Gemeinde ist jedoch vorrangig.

Auch wenn ich für die Erhaltung von Bäumen grundsätzlich positiv einstehe, bin ich der Ansicht das zum Einen für meinen kleinen Garten ein Baum (Buche) dieser Größe ausreichend ist, zum Anderen sehe ich die Buche stark beeinträchtigt durch die eingewachsenen Fichten. Auch das Wachstum der Buche ist bereits etwas unnatürlich durch diese Bedrängungen vom Fuss- bis zum Kronenbereich (s. Bild in der Anlage).

Kann mir jemand Tipps geben wie ich gegenüber der Gemeinde zur Fällung der Fichten argumentieren kann ?
Wer ist der Ansicht ich sollte die Fichten - und somit diesen nicht gerade schön anzusehenden Wuchs der drei Bäume und insbesondere dem der schönen Buche - nicht fällen ? -> mit der Bitte um Begründung und Abstimmung.

Ich bin kein Baumfachmann und der Ansicht, ich sollte der Gemeinde gegenüber sachlich und nicht nur gefühlsmäßig argumentieren.
Hat bereits jemand Erfahrung mit einem solch kniffligen Genehmigungsverfahren ?
Ich freue mich über alle Hinweise und danke euch bereits jetzt dafür.

LG die Zahnfee
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Argumente, Baumfällung, Bedränger, Buche, Einwuchs, Fällung, Fichte, Gehölzsatzung Argumente, Baumfällung, Bedränger, Buche, Einwuchs, Fällung, Fichte, Gehölzsatzung
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25 Antworten
einfachste Lösung
Bäume die stören fällen und evtl. Strafe zahlen (Dann sind sie garantiert weg)

2. Den "Baumfäller" fragen was der dazu meint.
3. Die Nachbarn fragen ob sie Dich anzeigen?
4. immer noch unsicher, dann geht auf das Amt zu und sag denen, daß Dich das Teil stört , und was sie Dir dann empfehlen.
(aber Achtung schlafende Hunde wecken, kann auch rückwärts los gehen)

5. da gibt es auch noch eine Frage nach dem Stammdurchmesser in 1m Höhe.
ist der dicker als 30 cm, kann es zu Problemen kommen.

Begründung:
Buchen haben mehr Blätter zum Reinigen der Luft als die Fichten, ergo ist der Buchenbestand schützenswerter als die 2 Fichten.

 

Geändert von Stromer (08.09.2012 um 13:39 Uhr)
Hm. Also meine Erfahrung ist aus meiner Zeit bei der FFW, dass morsche oder tote Bäume bei uns zu Übungszwecken gegen einen Kasten Bier und ne Leberkäsbrotzeit eben von der Freiwilligen Feuerwehr oder der THW-Jugend abgetragen wurden.

Die Frage, die sich stellt, wie verhält es sich mit der Gehölzsatzung bei erkrankten, angeschlagenen oder gar nichtmehr vitalen Bäumen?

 

Munze1  
Gib den Fichten genügend Kupfernägel und in 1- 2 Jahren sind sie kaputt.
Dann darfst du sie fällen oder entsorgen, stellen ja eine Gefahr dar.

 

@ Stromer
Punkt 5 stimmt so nicht

ausser der waldkiefer und der eibe dürfen alle laubbäume und nadelhölzer, die in höhe von 130 cm, weniger als 8o cm umfang haben gefällt werden
bis 30.09. darf nicht geschnitten werden
ausnahmen: kranke bäume, bäume, welche ihre ökologische funktion verloren haben, oder von welchen gefahr für personen und sachen ausgehen

zweige bis 15 cm durchmesser dürfen fachgerecht entfernt werden, wenn sie grundstücksgrenzen überragen, oder dächer o. fassaden beschädigen

 

Geändert von doityourselfgirl (08.09.2012 um 15:09 Uhr)
Hallo Forum

Erstmal vielen Dank für die Antworten, Fragen und guten Hinweise.

Zu Stromer:
Zitat von Stromer
(...) Bäume die stören fällen und evtl. Strafe zahlen (Dann sind sie garantiert weg) (...)
Die Strafe ist bei Fahrlässig- oder Vorsätzlichkeit bis zu 50 T€ und mir etwas zu teuer um fahrlässig zu handeln.

Zitat von Stromer
(...) da gibt es auch noch eine Frage nach dem Stammdurchmesser in 1m Höhe. (…)
Muss ich noch mal genau messen. Ich gehe aber bei der einen Fichte von ca. 30 cm, bei der anderen von ca. 25 cm Stammdurchmesser aus. Der Stammumfang wird demnach in 1m Höhe sicherlich mehr als 40cm betragen.

Zitat von Stromer
(...) Buchen haben mehr Blätter zum Reinigen der Luft als die Fichten, ergo ist der Buchenbestand schützenswerter (…)
Gutes Argument, danke. Dies ist m.E. ein Argument das ich dem Amt mitteilen kann.

Zitat von Stromer
(...) ausser der waldkiefer und der eibe dürfen alle laubbäume und nadelhölzer, die in höhe von 130 cm, weniger als 8o cm umfang haben gefällt werden (…)
Die gültige Gehölzschutzsatzung Kleinmachnow besagt u.a.:
$2 Schutzumfang … alle Nadelbäume … in 1m Höhe … ab 40 cm Stammumfang …
http://www.kleinmachnow.de/pics/medi...ng_2007_07.pdf

zu addinger und Munze1:
Danke für den Rat. Ich denke es geht aber in Richtung Fahrlässig- oder Vorsätzlichkeit (s.o.). Ich möchte schon sachlich argumentieren und auf die Gemeinde zugehen.
Sicherlich kommen hierbei neben den Baumfällkosten auch Gebühren für Ersatzpflanzungen auf mich zu.

Vielen Dank an euch Dreien
Ich würde mich über weitere Argumente sehr freuen

LG die Zahnfee

 

ich würde an deiner Stelle direkt zum Amt gehen. Es mag ja sein, dass die Deppen- und Volldeppendichte in Ämtern deutlich über dem deutschen Durchschnitt liegen, aber in der Regel wird man Dir wohl eher einen auf Dein Problem passenden Lösungsweg zeigen. Sollten - wider Erwarten - nur Deppen da rumsitzen, werden Dir auch die tollsten Argumente nicht helfen.


P.s. kannste gerne ausdrucken und mitnehmen
:-)

 

ich denke auch, es ist das beste du gehst direkt auf das Amt zu. Das Argument von Stromer ist nicht schlecht, würde das auch bei der Frage einer Ersatzpflanzung anbringen. Wenn die Fichten gefällt sind und die Buche fachgerecht geschnitten ist, wird sie sich wieder gut entfalten. Solltest du bei der Fällung bzw Rückschnitt Hilfe benötigen kann ich da der Richtige für dich sein, bin selbständiger Baumpfleger bzw -fäller.

Gruß der Baumschubser

 

Hatte ein ähnliches problem,im Winter ne extraportion streusalz im Wurzelbereich und der Baum sah etwas angegriffen aus im frühjahr,dann einen ast neben das Auto vom Nachbarn gelegt und schon kam nach 14 Tagen vom Amt die Anweisung den Baum zu endfernen.
Stand aber auch günstig an der Strasse und an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn.

 

... und das postest Du mit Foto im Internet? Mutig, mutig...

 

Keine Angst ist schon über 10 Jahre her und der Nachbar wohnt auch nicht mehr hier.

 

Bine  
Hallo Zahnfee

hast du dein Problem schon gelöst ?
Ich würde auch den Offiziellen Weg gehen denn alles andere kann ganz schnell nach hinten los gehen wenn du einen Nachbarn hast der dich anschwärzt wie es bei uns war .
Wir hatten auch mal so ein Problem , allerdings nicht in deiner Gemeinde sondern in Düsseldorf .
Haben wir vor 5 Jahren auf unserem heutigen Gartengelände 28 Tannen durch den THW fällen lassen .
Leider waren da 3 Nadelbäume dabei die einen deutlich dickeren Stammumfang hatten als zulässig . Hier in Düsseldorf darf man Nadelbäume fällen solange sie auf 1 Meter Stammhöhe einen Umfang von 80 cm nicht überschreiten . Diese Tannen waren zwischen 105 / 113 cm Stammumfang .
Natürlich kam es so wie es kommen musste das eine Geldstrafe von 50 000 Euro angedroht wurde .
Zum Glück hatten wir von der Industrie und Handelskammer eine Erlaubnis das der THW dden Auftrag annehmen durfte , da wurde nicht darauf geachtet und ruckzuck waren die Bäume weg .
Also wir haben sie nicht gefällt und alles ist offizell gelaufen , das war unser Glück denn so
sind wir nochmal mit einem Blauen Auge und mit einer Auflage von 5 Laubbäumen mit einem Stammumfang von 20 - 25 cm als Ersatz zu pflanzen und 200 Euro Geldstafe davon gekommen.

Wie sieht es aus wenn du sagst das die Tannen den Boden versauern ?

 

Hallo
wenn du die Fichten fällt wird die Buche sehr leiden beim fällen und die Stabiltät (im Wurzelbereich nicht benügend kraft) wird auch leiden weil die Buche bei Wind und Sturm mehr angriffsfläche hat und vllt kann es sein das die buche umkippt.

Und zu Munze1 die kupfernagel bringt überhaupt nicht ,erstens generell nicht und zweitens bei den fichten müsste man die wasserbahnen vom wurzelbereich zur krone trennen.

 

Bine  
Zitat von LieberGaertner
Hallo
wenn du die Fichten fällt wird die Buche sehr leiden beim fällen und die Stabiltät (im Wurzelbereich nicht benügend kraft) wird auch leiden weil die Buche bei Wind und Sturm mehr angriffsfläche hat und vllt kann es sein das die buche umkippt.
Hi LieberGärtner

warum sollte die Buche leiden ? Beim fällen von unseren Bäumen habe ich gesehen , das auch vorsichtig gesägt werden kann indem die ganzen Äste zuerst entfernt werden und dann der Baum von oben nach unten in mehreren kleinen Stücken abgesägt wird .

Mit der Wurzel gebe ich dir Recht , das könnte sein das die Buche wenn die Wurzeln der Fichten entfernt werden sie den Halt verliert .
Wäre es dann keine möglichkeit das die Wurzeln der Fichten im Erdreich verbleiben und einfach nur runter gefräßt werden ?
In der Zeit wie die im Erdreich verbleibenden Wurzeln brauchen um zu verrotten , kann die Buche ihre Wurzeln ausdehnen und eigenen Halt suchen .

 

Ich habe letztes Jahr auch einen Tannenbaum von kanpp 30 Meter gefällt. Das ging sehr gut. Habe halt immer als erstes alle Äste entfernt und immer so ein Meter Stück vom stehendem Stamm angeschieden.
Habe mich auch nicht um irgendwie Gesetze gekümmert.

 

Ekaat  
Zitat von Munze1
Gib den Fichten genügend Kupfernägel und in 1- 2 Jahren sind sie kaputt.
Dann darfst du sie fällen oder entsorgen, stellen ja eine Gefahr dar.
Das mit den Kupfernägeln ist ein Märchen, das sich hartnäckig hält. Hatte eine Eiche gefällt. Der Stumpf trieb immer wieder aus. Sechs 3"-Kupfernägel rein vor zehn Jahren. Stumpf treibt immer noch. Nägel sind jetzt grün

 

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