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Bauanleitungen Treppe für Stelzenhaus

05.05.2016, 08:52
Hallo zusammen

Habe soweit Material zum Bau eines Stelzenhaus zusammen.

Zeichne und Plane alles und bräuchte noch ein paar Tipps für ne stabile Treppe

Bodenmaterial: Rasenfläche ( Betonsicherung zwecks Stabilität möglich)
Gestell: Massiv bis 300 kg Tragfähig

So stabil soll auch die Treppe werden. Liege derzeit im Krankenhaus und habe viel Zeit bekommen um die Pläne auszuarbeiten.

Danke für eure Tipps

Gruß
Frank
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8 Antworten
Hallo Franky, zunächst gute Besserung!
Und leider eine Frage vorab:

Die Treppe sollte zum Haus passen. Ist das Haus eher rustikal zusammen gezimmert oder richtig hübsch aufgepeppt?

Rustikal: Besorge Dir Pfosten. Kurze dicke. Einrammen und Baudielenstücke aufnageln. Daneben längere Pfosten für ein Geländer.

Hübsch: da würde ich ein Fundament machen, aufmauern und dann mit zum Haus passendem Holz belegen.

Aber mehr Angaben wären hilfreich: wie hoch und groß wird das Stelzenhaus? Wie breit soll die Treppe werden? 300 kg deutet darauf hin, dass man zu mehreren auch mal auf eine Stufe tritt - also breiter als 1 Meter?

Gruß Rainer

 

Gute Besserung !

 

Hallo Rainer

Es ist so geplant, dass eigentlich Kinder damit spielen sollen.

Gesamthöhe 210 cm, davon 60 cm Stelzen, sodass abzüglich der Balkenkonstrunktion 9x9cm ca. 150 Höhe für die Kinder zur Verfügung stehen werden.

Der komplette Boden wir mit vier Auflageflächen geplant, sodass eine größtmögliche Belastung gegeben ist. Zur Verwendung kommen Terassendielen Ca. 2 cm dick und 14 cm breit, also absolut stabil. Alle vier Stelzen werden mit vier Einschlaghülsen a 90 cm in den Boden getrieben und mit Beton im Boden fixiert.

Gesamtfläche Ca. 200x200 cm Nutzfläche

 

fHallo Franky,
An Beton brauchst Du nur so viel, dass die Hülsen nicht absinken können. Würde ringsum etwas aufgraben, Beton anfüllen, 10 cm Erde drauf.

Bei 60 cm brauchst Du lediglich 3 Stufen à 20 cm Höhe. Könntest Dir Granit-Palisaden kaufen und diese in jeweiliger Stufenhöhe einbetonieren. Sind in der Regel 10x10cm. Wenn Du diese Eck auf Eck stellst, sollten jeweils 2 in etwa 28cm Breite haben. Darauf dübelst Du oben zwei Terassendielenabschnitte und auf diese schraubst Du Deine Trittstufen aus dem selben Terassenholz. Wird die Treppe breiter als 50 cm mach noch eine Reihe in die Mitte. Das hält locker die angestrebten 300 kg. Meist sind längere Palisaden im Verhältnis günstiger als mehrere kurze. Kannst Du gut mit einer Steintrennscheibe ringsum einschneiden und dann brechen.

Um eine gleiche Optik zu erhalten, könntest Du auch das Stelzenhaus selbst auf 1m oder 1,20 m lange Granitstelen stellen. Diese entsprechend tief einbetonieren. Darauf die Stelzenhaus-Unterkonstruktion dübeln. Der Vorteil ist, da kann in Bodennähe nichts faulen. Stabil ist das allemal. Zur Sicherheit setzt Du einfach ein paar mehr. Preislich sollte es sich mit Holzpfosten und Hülsen die Waage halten. Die Fundamente machst Du am einfachsten mit Abflussrohren. Loch ausheben, Abflussrohr sekrecht hineinstellen, Erdfeuchten Beton einfüllen bis auf die spätere Tiefe der Granitstele. Stele rein und mit etwas feuchterem Beton auffüllen. Mit zwei in den Boden gerammten Dachlatten und etwas Schnur/Draht fixieren. Die evtl. etwas unterschiedliche Höhe der Stelen kannst Du bei der Balkenunterkonstruktion durch Unterlagen leicht ausgleichen.

Grüße Rainer

 

Ein separates Projekt kenne ich noch:
(weiß ich noch, weil der TN aus einem Stelzenhaus gefühlte 10 Projekte gemacht hat
- und trotz der ungewöhnlich hohen Anzahl alle Projekte top dokumentiert sind)
http://www.1-2-do.com/de/projekt/Tre...bauen/4001763/

 

Hallöchen,
erstmal gute Besserung!
Ich baue gerade selbst an einem Stelzenhaus - der etwas anderen Art - (Projekt kommt nach Abschluss komplett!) und stand bis zum letzten Wochenende vor der gleichen Frage.
Im Netz trifft man oft auf eine Lösung, die mir in Sachen Haltbarkeit nicht gefällt bzw. mich zweifeln lässt. Da werden zwei Wangen geschnitten und und dann Stufen einfach durch die Wangen hindurch verspaxt. Das heißt, dass die Stufen also zwischen den Wangen frei hängen und nur von den Spax (und den Kräften welche die Stufe wegen der Verschraubung seitlich an die Wangen pressen) gehalten werden.
Bei mir ging es darum eine Höhe von rund 1,30m zu überwinden. Ich habe mir also Vollholz in 60x120 besorgt und daraus die Wangen abgelängt. Da ich mich für eine kleinkindgerechte Stufenhöhe von 15cm entschieden habe und als Stufen 2,4cm dicke Douglasiendielen zur Verfügung standen, habe ich nun mit dem Zollstock entsprechende Markierungen aufgebracht. nach 15cm, weitere 2,4cm, weitere 15cm, etc.
Dann kam die erste Wange auf die Kapp- und Gehrungssäge, welche ich zuvor auf 45° eingestellt habe. Zudem habe ich die Sägetiefenbegrenzung auf rund 2cm fixiert.
Dann konnte ich somit ziemlich präzise die Bereiche jeweils zwischen den 2,4cm-Markierungen entfernen, in dem ich Schnitt neben Schnitt gesetzt habe. Das sind unzählbar viele Schnitte bei 2 Wangen und 8 Stufen, das Ergebnis für mich als Amateuer-Holzverarbeiter aber wirklich gut!
Dann habe ich noch meine 8 Stufen auf das benötigte Maß (in meinem Fall 50cm) angelängt und schon konnte die Montage beginnen. Stufen in die geschnittenen Aufnahmen geschoben, nochmal nach Wunsch ausgerichtet und dann durch die Wange von außen in die Stufen hinein verschraubt.
Die Wangen habe ich am oberen Ende mit dem vorhandenen Querbalken sowie seitlich it einem Hauptpfosten des Stelzenhauses mit mehreren 100er Spax verschraubt. Unten steht die Treppe nur auf zwei in die Wiese eingelassenen Pflastersteinen (um direkten Erdkontakt zu vermeiden). Heute und morgen kommen dann unten noch Pfosten an die Wangen, welche den Handlauf aufnehmen werden.
Auch wenn ich meinem "Projekt" nun teilweise vorgreife, habe ich mal fürs bessere Verständnis drei Fotos beigefügt.
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Name:	Treppe_2.jpg
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Name:	Treppe_3.jpg
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ID:	40591  

 

Geändert von daniels101 (06.05.2016 um 08:55 Uhr) , Grund: Fotos eingefügt
Hallo daniels,
Eine super Arbeit stellst Du uns vor. Von Nachteil ist sicher, dass die Dielen an der Stelle an der sie eingelassen sind nicht richtig trocknen können. In den Fugen sammelt sich Schmutz und dann bleibt es dort in der Regel dauerhaft feucht. Das ist über die Jahre eher schädlich, aber andererseits kann man die Treppe auch irgendwann erneuern oder das Haus ist für die Kinder dann uninteressant.
Grüße Rainer

 

Hallo Rainerle,
vielen Dank für die Blumen ;-)
An diesen Aspekt habe ich auch bei meinen Planungen gedacht, ihn dann aber für zweitrangig befunden. Denn wie Du schon sagst: Die Kleine wird so Schnell groß sein, dass ich die Treppe nicht für die Ewigkeit bauen musste. Stand heute (und für die kommenden 5 Jahre denke ich) ist sie sicher (durch die Auflageflächen). Sollte sie dann irgendwann anfangen Probleme zu machen muss man abwägen: "Weiterhin Bedarf", dann darf Papa nochmal bauen. Oder "kein Bedarf mehr", dann kommt sie weg.
Wie gesagt: das Gesamtprojekt zu dem die Treppe gehört kommt irgendwann nach Abschluß der Arbeiten als Projekt hier rein.

 

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