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Badrenovierung

25.09.2012, 09:54
Renovieren gerade ein älteres Haus. Das Bad macht mir Kopfzerbrechen. Wir haben das alte kpl. ausgebaut, die Leitungen und Anschlüsse werden momentan verlegt. Da ein Holzfehlboden drin ist und wegen Raumvergrößerung die Wand rausgerissen wurde, stehe ich nun vor der Entscheidung welche Wand und welcher Boden Sinn macht. Hatte mir vorgestellt den Boden mit Trockenschüttung zu belegen und dann eine Pressspannplatte auf den Fehlboden zu installieren. Hoffe die Fliesen halten das aus und werden nicht irgendwann springen. Für die fehlende Wand hätte ich normale Rigipsplatten für Feuchträume vorgesehen. Welche Möglichkeiten habe ich bzw. welche Lösung wäre sinnvoll. Wer kann einem unerfahrenen Hobbyhandwerker weiterhelfen. Wie teuer kommt mir das Material für den Trockenbau bei diesem kleinen Bad mit ca. 3,5 qm (Dusche, WC und Waschbecken ohne Badewanne)? Danke im Voraus für eure Tipps
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Badrenovierung, Feuchtraum, Fliesen, Fußbodenaufbau, Trockenbau Badrenovierung, Feuchtraum, Fliesen, Fußbodenaufbau, Trockenbau
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6 Antworten
Herzlich willkommen und keine Sorge, so sah es bei mir Anfang des Jahres auch aus ;-)

Ich habe damals die alten Dielen aufgenommen (Zwischendecke war z. T. mit Schlacke gefüllt), die Hohlräume mit Klemmfilz ausgefüttert und die alten Dielen wieder aufgeschraubt. Anschließen mit Spezialgrundierung von PCI vorbearbeitet und eine zum PCI-System gehörenden Fließ-Estrich aufgebracht. Im Estrich schlummert auch noch eine elektr. Fußbodenheizung von AEG. Darauf kamen dann die Fliesen. Hält bombig, nix wackelt oder vibriert und gesprungen ist schonmal gar nichts!

Wenn du die alten Dielen nicht verwenden willst, kannst du natürlich auch OSB-Platten nehmen. Auf jeden Fall würde ich aber einen vernünftigen Estrich aufbringen - dann gibt's auch keine Probleme mit den Fliesen.

Für die Trockenbauwand bieten sich die Grennboards von Knaup (Rigips) an. Damit's stabiler ist besser doppelt beplanken.

Und ganz wichtig - bei Fragen, fragen!

Viel Erfolg

 

So ein Bad (ähh, welches Bad?) hätte mir früher auch schlaflose Nächte beschert, heute nicht mehr.
Da du viele, aus der Ferne betrachtet, gute Balken hast würde ich ebenfalls estrich nehmen. Der Raum ist relativ klein, die Arbeit somit überschaubar.
Da es aber Holzbalken sind und du sicherlich kein Statiker bist, würde ich folgendermaßen anfangen:
- Auf die Balken eine Trittschalldämmung aus Steinwolle und an den Rändern Dämmstreifen
- Darauf dann zur Gewichtsersparnis Lewis Schwalbenschwanzplatten. Die müssen mit einem Gewebeband dicht verklebt werden.
- Nun ein Estrich. Ich habe damals Fließestrich verwendet, es geht aber auch Betonestrich.

Der Vorteil dieses Bodenaufbaus ist, dass er als eine Platte, keine Risse in den Fliesen bildet.

 

Ich bin persönlich kein grosser Freund von Trockenputz. Der grosse Vorteil ist natürlich, dass die Trocknungszeiten kaum zu schlagen sind und es anschliessend sehr schnell weiter geht. Die Mauer wird mit Trockenputz aber nicht wirklich dicht (besonders bei Aussenmauern) und ich hätte zu viele Bedenken, dass sich beim Kleben mit Batzen in den entstehenden Hohlräumen etwas ansammelt was ich da gar nicht haben will. Je nach größe der Hohlräume kann es später schwieriger sein Lasten zu befestigen. Nachteil von Nassputz ist neben der Trockungszeit, dass ohne entsprechende Übung die Oberflächenqualität meist stark zu wünschen übrig lässt.

 

Für einen "normalen" Estrichaufbau sollte aber auch die Aufbauhöhe nicht vergessen werden, da ist man mit Trittschall ganz schnell mal bei 10-12 cm.
Ich habe dieses Jahr auch ein Bad in einem Fachwerkhaus grundsaniert. Da habe ich den Fußbodenaufbau folgendermaßen gemacht: Die original Holzbohlen richtig fest auf die Balken verschraubt, darauf dann eine Lage 22er OSB auch wieder gut verschraubt. Die OSB dann mit der gleichen Abdichtung gestrichen die man für die Wand im Duschbereich nimmt (Elefantenhaut). Darauf habe ich dann mit Fliesenkleber eine sogenannte Entkopplungsmatte (Schlüter) geklebt. Auf die Enkopplungsmatte sind dann ganz normal Fliesen (30x30) gelegt worden. Bis jetzt gabs noch keine Probleme.
Für die Wände würd ich auf jedenfall Rigips verwenden, geht am schnellsten. Wenn die Wände komplett gefliest werden muss man nichtmal verspachteln

 

Zitat von Stadi1
Für die Wände würd ich auf jedenfall Rigips verwenden, geht am schnellsten. Wenn die Wände komplett gefliest werden muss man nichtmal verspachteln
Na ja gerade beim verfliesen und doppelter Beplankung sollte gespachtelt werden, sowohl erste Lage sowie auch zweite, muss ja nicht so schön werden da reicht ja schnell einmal rüber und fertig.

Zumindest werde ich das tun bei uns im Bad, mag ja sein das es auch ohne geht, aber ich wills jetzt einmal richtig machen und mich nicht in zwei Jahren eventl. ärgern und wieder von neuem beginnen.

Zum Boden; Wir haben Dielenboden, darauf Sperrholzplatte und darauf bislang Fliesen, diese kommen runter und auf die Sperrholzplatte wird im Versatz zwei Lagen Fermacell aufgeschraubt und verklebt.


PS:

Kosten; Sind immer nur bedingt abschätzbar. Eine Einmann Platte Gipskarton imprägniert liegste je nach Anbieter zwischen 6~9 € ( bei uns im Hagebau 8,71 € was verdammt teuer ist ), die CW / UW Profile liegt der lfm. bei ca. 1,50 €. Eine Einmann Platte Fermacell so um die 5~7 €, Dämmung, sofern eingesetzt, kostet ne Rolle z.B. 120mm WLG 35 ca. 30,- €, dazu Dampfbremsfolie, Dichtband, Lattung etc. pp dazu Fliesen, Fliesenkleber, Fliesenschneider, Elektrik, Wasser und Abwasseranschlüsse was wahrscheinlich eine Firma übernehmen wird.

Sanitärkeramik gibts die Schüssel z.B. schon für 25,- €, Waschbecken ebenfalls, wobei das wirklich m.E. 08/15 Keramik ist. Möchtest du etwas höherwertiges, wozu ich in einem Badneubau unbedingt rate musste schon bei Keramag, Ideal Standart, V&B etc. gucken.

Soll´s z.B. ein Hänge-WC werden brauchst du auch noch das passende Unterputz Vorwandelement, kostenpunkt zwischen 150~200 €

Das sind natürlich alles nur ca. Preise.

 

Geändert von patricvogt (09.05.2013 um 13:56 Uhr)
Im Bad hat man es mit viel Feuchtigkeit zu tun. Es empfihlt sich daher, sich mit diesem Problem selber zu beschäftigen. Andere machen es sich oft sehr leicht. Es lohnt sich aber sehr, sich die kleine Mühe selber zu machen. Unter

....

gibt es eine Menge von Informationen zu diesem Thema. Das Muster für eine Wand mit Isolierung zwischen den zwei Schalen Läßt sich sehr einfach auf andere Verhältnisse abändern. Man setzt einfach nur die Werte für die anderen Materialien ein. Decken und Fußböden können nach dem gleichen Muster überprüft werden. Es ist auch zu berücksichtigen, daß im Sommer der Wasserdampfstrom oft von außen nach innen fließt. Strömt anstelle der Isolierung Luft zwischen zwei Schichten, kommen zusätzlich zwei Wärmeübergänge hinzu. Der Wärmedurchgangswiderstand für die strömende Luft wird dann vernachlässigt.

 

Geändert von [User gelöscht] (07.06.2013 um 20:44 Uhr) , Grund: Link entfernt.
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