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Außenputz entfernen

16.02.2012, 08:07
Hallo, guten Tag,
ich habe eine Frage. Ich habe in Brandenburg einen kleinen Hof gekauft, der ursprünglich sehr schön war, aber durch die Sanierungen nun eher häßlich dasteht. Das Wohnhaus ist mit rotem Ziegel gebaut, außen sehr schön und mit Stuck. Das Dach war mit Biberschwänzen gedeckt. Im Osten hat man das Dach nun mit Asbestzement gedeckt und die Außenwände an drei Seiten verputzt. Eine Seite ist noch "frei" und sieht wirklich wunderschön aus. Ich plane nun, den Putz an den anderen drei Seiten ebenfalls zu entfernen um das Haus wieder in den alten Zustand zu versetzen. Da ich das Haus weitestgehend in Eigenleistung bearbeiten möchte und mit Maurerarbeiten keine Erfahrung habe, meine Frage: Wie bekomme ich den Putz von den Wänden ohne die Steine zu beschädigen? Der Putz ist solide aufgetragen, fällt also nicht von alleine ab.
Ich wäre Ihnen für jeden "sachdienlichen Hinweis" sehr dankbar!
Beste Grüße,
U.S.
 
Abputzen, Fachwerk, Putz, Restaurierung, Sanierung Abputzen, Fachwerk, Putz, Restaurierung, Sanierung
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33 Antworten
Erstmal ein Herzliches Willkommen auf 1-2-do.

Bei Deiner Frage kann ich Dir leider nicht helfen. Ich habe es noch nicht probiert, glaube aber kaum, dass Du da eine Chance hast den Putz zu lösen ohne Steine zu beschädigen.

 

Hallo, danke für die nette Begrüßung! Inhaltlich macht das nicht wirklich Mut....

 

Das zerstörungsfrei und saubere entfernen des Putzes halte ich für kaum für umsetzbar.

Und dann ist der alte Zustand unter dem Putz ja auch noch unklar.
Man hat die Wand ja vermutlich nicht ohne Grund (Beschädigungen) aus Juxx und Tollerei verputzt. Wird schon seine zwingenden Gründe haben !

Wie wäre es, wenn Du eine gedämmte Vorsatzschale aufbringen würdest.
Dann hättest Du auch den gewünschten Look und zusätzlich eine weitere Dämmung.
Erscheint mir weniger Aufwand zu sein.

 

Geändert von Bastelfuchs (16.02.2012 um 09:59 Uhr)
Willkommen auf 1-2-do

Ich würde mich an deiner Stelle erst einmal um das Dach und das Asbest kümmern.

 

Unten einmal zwei Bilder. Das eine ist die unverputzte Giebelseite. Das andere die Rückseite mit Terrasse, leider nicht so gut zu erkennen die Putzwand. Ich finde, das kann man so nicht künstlich herstellen, ich bin eher ein Freund des Originalen. Aber ich sehe, Sie sehen da kaum Chancen...
Das mit der Begründung für das Verputzen sehe ich ebenso. Die Gegend war in den letzten Kriegstagen dramatisch umkämpft und der Stall, übrigens auch sehr schön, hat um seine Luken herum einiges am Einschusslöchern etc zu verzeichnen. ich denke, die Rote Armee wird auch das Wohnhaus nicht verschont haben... Jedenfalls schon mal vielen Dank für die Antworten...
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Name:	Giebel nicht verputzt.jpg
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Geändert von Schulte (16.02.2012 um 10:08 Uhr)
Doch doch. Wenn der Putz fest ist, hast du die Möglichkeit die 3 Verputzten Seiten zu Dämmen und dann kannst du Riemchen draufkleben.

 

Hallo Kamerad Schulte,
würde, wie Zeus1A , Dir schon schrieb, erst den Dachstuhl herrichten....vorne
und hinten..rundum ( Giebel) einen größeren Überstand vorsehen...damit Du hier
z.B. eine Klinkerverschalung anbringen kannst ! Wenn dazu noch eine Isolierung
verbaut wird, müsste es da auch Fördergelder, oder sehr günstige Zinsen geben !
Gruss von Hazett

 

Hallo Hazett,
danke auch Dir. Ich werde das Dach sicher machen lassen, ich habe da eine Gruppe von Zimmermännern auf Wanderschaft.... Die Biberschwänze sind großenteils auch noch vorhanden, einige müssten noch mal geputzt werden, wenn das überhaupt geht. Den Rest kaufe ich neu oder alt dazu.
Welche Schäden könnten denn schlimmstenfalls auftreten, wenn ich den Putz sensibel von einer Horde Hiwis abklopfen lasse? Ich meine, wird das dann eine Kraterlandschaft oder eher so, dass ab und an ein Ziegel angedetscht wird? Ihr seht, ich löse mich noch nicht von meiner antiquierten Idee :-)

 

Das kommt auf enen Versuch an. mit viel Glück wurde nur Kalkputz verwendet.
Wenns d_umm läuft Zementputz.

Ich denke die meisten Vorschäden an den Klinkern sind im Sockelbereich durch Feuchtigkeit & Frost zu erwarten. Also biete sich ein Test auch gerade dort an.

Aber wie sieht es mit den Sandstein Einfassungen dem Fries um den Fenstern und Türen aus?

Wurden diese vor dem verputzen evtl. abgeschlagen um den Putz plan anzubringen ?

 

Geändert von Bastelfuchs (16.02.2012 um 10:32 Uhr)
Vorsicht mit dem Dach. Da gibt es strenge Vorschriften, was den Rückbau und die Entsorgung betrifft. Zimmerleute auf Wanderschaft sind auch nicht gerade Preiswert. Außerdem kannst du später keine Ansprüche stellen wenn die Qualität der Arbeit nicht so dolle ist.
Bei den Dachziegeln, nimm dir einen und Fahre zum Händler. Die Ostziegel gibt es vielleicht nicht mehr.

 

Das mit den Sandsteinfassungen, die sind ja mit ein Hauptgrund für die Lust am Freilegen, da bin ich auch gespannt. Wenn die komplett abgeschlagen wurden ist das Projekt ohnehin gestorben denke ich. Das mit dem Sockelbereich ist ein guter Hinweise, danke ich werde dort mal einen Testschlag durchführen. Und ebenso um ein Fenster.
Das mit den Zimmermännern ist eine gute Sache, ich kenne die persönlich schon lange und die Oberaufsicht hat ein Dachdeckermeister, also, ich bin da durchaus vorsichtig. Danke aber!

 

Apropros Ostziegel. Die Ziegel sind sicher deutlich vor dem Krieg gebrannt worden, oder ? Wie oft werden die denn erneuert?

 

Das kommt auf die Qualität an. Ich kenne Häuser da sind 200 Jahre alte Ziegel drauf.
Ich meine, wegen dem Nachkaufen, sollte man schon die Form und Größe abgleichen.

Dann hast du mit den Zimmerleuten Glück.

 

Zur Asbestentsorgung, die ich im Frühjahr auch zu erledigen habe (Garagendach):
Bei meiner Gemeinde gibt es die BigPacks (3m*1,25m*0,3m) für 15.-€ im Städtischen Bauhof beim Müll Sachbearbeiter.
Dieser darf mit max. 1t beladen nach vorheriger Tel. Anmeldung an der Deponie ohne großen Verwaltungsaufwand (Privatperson) zum Preis von 80.-€/t angeliefert werden.
Muss direkt von Ladefläche herrunter zu heben sein. (Pritsche/Hänger)

Ich finde das eigentlich noch als fairen Preis.

Wesentich teurer wird der Verwaltungsakt wenn eine Firma selbiges Material entsorgt & die Kosten steigen enorm. Zumindest in meiner Gemeinde.

 

Ah, guter Hinweis. Die Platten sind alle unversehrt und insofern auch nicht so brisant. Ich denke, eine Fachfirma ist nicht unbedingt notwendig. Danke für den Tip!

 

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