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Aus der Klärgrube einen Keller bauen?

19.07.2010, 15:03
Hallo,

die Überschrift ist mir schon schwer gefallen hier einzustellen.

Dennoch brauche ich mal Meinungen und Hinweise zu meiner Idee.

Unsere Siedlung wird in kürze an ein zentrales Abwassernetz angebunden. Ab diesem Zeitpunkt ist meine Klärgrube übrig. Ihr Ø ist 3 m und auch gut 3 m tief.
Wäre es möglich diese nach dem Abpumpen so zu reinigen, dass ich sie als Keller für Lebensmittel nutzen könnte?

Ich zähe auf eure wertvollen Hinweise und erst einmal schon Danke vom Daniel
 
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32 Antworten
Könnte schwierig werden, aber nach einer gründlichen Reinigung, trocknen lassen und (neu?) Beschichten kann es was werden. War die Grube von innen gestrichen oder nur aus WU-Beton? Fall nur aus Beton, wird es schwierig, da dann dort der Beton an der Oberfläche mit dem Abwasser vollgesogen ist.

 

Geändert von robinson (19.07.2010 um 16:26 Uhr)
Wenn du sie gut reinigst kannst du sie doch als Regenwasserzisterne nutzen nur so für den Garten und den Rasen. Für Lebensmittel weis ich leider nicht ob das möglich ist. Du brauchst dann ja auch noch einen Zugang (Treppe oder sowas).

 

Hi Danielduesentrieb!

Grundsätzlich musst Du die Klärgrube trockenlegen. Den enstehenden Raum musst Du dann ausbetonieren. Als nächstes solltest Du den Boden mit Estrich ausgießen. Ist dieser gehärtet, geht es ans Beplanken des Raumes mit Feuchtraumrigipsplatten. Diese musst Du versiegeln (und die Elektronik nicht im Vorfeld vergessen ). Um ganz sicher zu gehen, kannst Du den Raum auch noch verfliesen. Soweit meine Anregungen- für Fragen zu Details stehe ich Dir natürlich gern zur Verfügung.
Gruß,

Sascha

 

Unser Oberwasserbrunnen wurde vor vielen Jahren als Sickerschacht für die Klärgrube genutzt. So lange nichts unternommen wurde, war auch das Brunnenwasser nicht nutzbar. Vor drei Jahren haben wir dann abgepumpt, ich bin runtergestiegen und habe etliches an Sand und Kies ausgeschöpft. Danach drei Säcke neuen Kies rein und jetzt (nach vielen gepumten Lietern) haben wir absolut sauberes und geruchsfreies Wasser.

Ob das allerdings möglich ist, wenn die Ringe nicht so massig mit Wasser umspült werden bezweifle ich etwas.

 

Hallo, danielduesentrieb, du merkst schon an den Antworten, dass die Idee, die alte Abwassergrube in einen Lebensmittelkeller umzufunktionieren bei uns allen "zurückhaltend" besprochen wird. Mit einem sehr großen Aufwand, beispielsweise mit einer Verfliesung wie es Sascha vorgeschlagen hat, kannst du vielleicht den Raum so sauber bekommen, aber wird es nicht im Kopf immer die Schmutzwassergrube bleiben? Psychologisch halte ich diesen Weg für gewagt. Vielversprechend ist aber die Nutzung als Regenwasserzisterne. Das Regenwasser kann wunderbar zur Bewässerung des Gartens genutzt werden. Das spart Geld! Zurzeit ist die Zisterne bei uns sehr gefragt, weil es seit Wochen nicht geregnet hat und dadurch trotzdem Gießwasser zur Verfügung steht. Die angeschlossenen Pumpe schafft mehr Druck als jeder Wasserhahn, so dass ich in jedem Sommer dankbar bin für den Abwasseranschluss, der mir die Zisterne als Regenwasserspender beschert hat.
Grüße Petra

 

Hallo,
in der Tat merke ich schon, dass es ein sehr heißes Eisen ist, was ich da schmiede.
Zu den Einzelheiten. die Grube ist aus Betonfertigteilen gemauert, der Boden ist ungefähr 30 cm dick und mit Eisen bewehrt. Anschließend mit Kaltanstrich versehen und dann habe ich Heißkleber aufgebracht. Das war damals die Vorschrift.
Wer meine Projekte liest, weiß dass ich einen sehr gut funktionierenden Tiefbrunnen gebohrt habe und somit kein Regenwasser auffangen muss. diese werde ich in die nicht mehr benötigte Verriegelung einleiten und gut ist. Ca. 5 m³ Wasservorrat ist doch auch keine Größe. Ich begegne derzeit täglich unser Grundstück etwa
4 - 5 Stunden und je Stunde kommen 2,4 - 2,5 m³ Wasser. Das Regenwasser muss ich ja auch erst wieder aus der Grube pumpen, das fällt aus. Aber so eine 3 m tiefe Grube hat ganzjährig am Boden etwa 7 - 8 ° C und das wäre ideal für die Lagerung und Reifung der Produkte meiner Wurst - und Räucherleidenschaft. Technisch ganz einfach zu lösen, einen isolierten Deckel zum Klappen eine Leiter und schon bin ich drinn. Aber ich will vorher wissen ob ich es mit bezahlbaren Einsatz lebensmittelecht hin bekomme.
Danke an alle und einen Gruß vom Daniel

 

Geändert von danielduesentrieb (20.07.2010 um 13:32 Uhr)
Also psychologisch, wie Petra schreibt, sehe ich da weniger Probleme. Wir gießen, spritzen auch mit dem Wasser rum. Muss der Pool zu oft aufgefüllt werden, nutzen wir auch das Brunnenwasser und keiner denkt mehr daran, dass dort mal das Abwasser rein ging.
Mit Deinem sicheren Anstrich dürfte eigentlich nicht viel Geruch oder ähnliches in den Ringen gelandet sein. Um es doch nochmal gut durchzuspülen, würde ich die Grube eine zeitlang als "Wasserzwischenspeicher" nutzen. Also erst das Wasser aus dem Brunnen in die alte Grube pumpen und von dort aus als Bewässerung nutzen.

 

"Psychologisch" dürfte das ganze wohl kaum ein Problem sein ;-)
NUr die Durchführung dürfte problematisch werden...

 

Hallo,

mir gefällt außerordentlich gut wie hier doch sehr brauchbare Hinweise kommen.

Die mechanisch und chemisch gereinigte Grube mit dem Brunnenwasser füllen und damit testen ob sich eine weiter Reinigung bzw. Endausbau lohnt.
Das ist doch schon mal etwas.
Übrigens die Grube wurde seinerzeit aus vorgefertigten Betonteilen gemauert und keine Brunnenringe.
Psychologisch könnte es schon nach schwingen, was vor der Nutzung in diesem Keller ablief!!!!!!!!!
Gruß der Daniel

 

Hallo zusammen!

Meine Großeltern besaßen mal einen unterirdischen Abwassertank an ihrem Hof. Nachdem dieser überflüssig wurde (schönes Wortspiel in diesem Zusammenhang), wurde er ausgiebig gereinigt und anschließend große Teile der Kartoffelernte darin gelagert.

Meine Schwester isst seitdem dort keine Kartoffeln mehr. Ist also immer unterschiedlich, wie man mit dieser psychologischen "Belastung" umgeht. Mich stört es nicht.

Beste Grüße und viel Glück für dein Vorhaben!

Jule

 

Geändert von frauselbstgemacht (21.07.2010 um 14:50 Uhr)
Zitat von frauselbstgemacht
Meine Schwester isst seitdem dort keine Kartoffeln mehr. Ist also immer unterschiedlich, wie man mit dieser psychologischen "Belastung" umgeht.
Mich läßt diese Vorstellung auch nicht wirklich im Kreis hüpfen und kann das durchaus nachvollziehen. Gut, wenn das ordentlich gereinigt und versiegelt wurde, ist daran nichts auszusetzen, aber des Menschen Vorstellungskraft steht ihm halt manchmal selbst im Wege...

 

Wenn es eventuell noch gefliest wird, erinnert nichts mehr daran. Du sitzt ja auch auf der Schüssel, obwohl Du weißt was da durchgeht. Ich finde die Idee klasse.

 

Hallo, sollte nach der Reinigung und Befüllung mit Brunnenwasser keine Beanstandungen zu bemerken sind, dann würde ich das Projekt in Angriff nehmen.
Natürlich den Boden und auch die Wände fliesen.
Gescheite Elektrik einbauen, war hier auch ein Vorschlag.

Ich bin wirklich dankbar was hier so alles zusammen getragen wird.

Gruß vom Daniel

 

Also, ich habe jetzt mal die letzten 60 Minuten damit verbracht, einfach nur durchs Forum zu stöbern und ich muss echt sagen, es gefällt mir sehr! Daher kann ich dir, daniel, nnur zustimmen. Und wenn Ihr Fragen zu hervorragenden Reinigungsprodukte habt, dann fragt mich einfach. Ich kann bestimmt weiter helfen.


LG

Dana

 

Geändert von Putzfee (22.07.2010 um 12:34 Uhr)
Wow... das ist ja mal eine idee^^
hast du kinder? ich kann mir gut vorstellen, dass da einem die lust am genuß vergeht... nicht böse gemeint, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass der geruch geht und der geschmack bleibt :-)
trotzdem viel erfolg!

 

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