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Atemschutz - Wie lange filtert ein Kombifilter A2P2 zuverlässig Gase?

22.08.2011, 13:37
Ich besitze eine Atemschutzmaske mit der Leistungsstufe A2P2 für Gase, organische Dämpfe & Partikel. Ein Lackierer gab mit den Tipp, den Filter bei nicht gebrauch, unter Vakuum in einer Tüte zu deponieren, damit sich die Aktivkohle nicht vorzeitig sättigt.
- Wie lange halten solche Filter?
- Kann man feststellen , dass der Filter verbraucht ist?
- Wie handhabt Ihr das?
 
Atemschutz, Filter, Maske Atemschutz, Filter, Maske
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11 Antworten
Wenn die Filterkartusche aktiviert wurde ist sie nicht mehr Lagerfähig,so stehts jedenfalls in der Gebrauchsanweisung.

 

Der Tipp erscheint mir sinnvoll.

Ich habe immer mit Gasmaske DDR NVA Bestand lackiert. (auch als Wessi)
Bei Nichtgebrauch habe ich den Filter abgeschraubt, den mitgelieferten Schraubdeckel geschlossen und das Ansaugloch mit Orginal Gummi Stopfen verschlossen. Somit kann die enthaltene Aktivkohle nicht weiter verbraucht werden.

So konnte ich den Filter bei mehreren Lackierungen Auto/ Bleche/ ect. über mehrere
Jahre verwenden. Als jedoch der Geruch irgend wann doch langsam durchsickerte
habe ich mir eine neue NVA Gasmaske im Antiquariat für ganze 5.-€ gekauft.

Der Gummi der NVA Maske ist sehr lichtempfindlich ! Daher bei Lagerung immer
mit Talkum einreiben und unter Lichtabschluß lagern.

 

Das kommt immer darauf an, gegen welchen Stoff/Gas der Filter dich schützen soll.
Gucke mal beim Hersteller der Kombifilter, der gibt Auskunft über die Schutzzeit usw.

Die Angaben die du suchst, müsstest du im Technischen Datenblatt finden.

 

http://www.draeger.com/DE/de/product...nbc_filter.jsp

anbei mal die Daten von Dräger und einem ABC Schutzfilter

 

Geändert von ichmagHolz (22.08.2011 um 14:05 Uhr)
Zitat von ichmagHolz
http://www.draeger.com/DE/de/product...nbc_filter.jsp

anbei mal die Daten von Dräger und einem ABC Schutzfilter
6 Jahre laut Datenblatt hört sich lange an. Wie ist es aber wenn ich den Filter unsachgemäß neben geöffneten Lackdosen lager. Hält der Filter dann auch noch die Jahre? Schließlich würde die Aktivkohle dann ja permanet Dämpfe absorbieren?

 

Zitat von atzehb
6 Jahre laut Datenblatt hört sich lange an. Wie ist es aber wenn ich den Filter unsachgemäß neben geöffneten Lackdosen lager. Hält der Filter dann auch noch die Jahre? Schließlich würde die Aktivkohle dann ja permanet Dämpfe absorbieren?
Achtung,
die Angaben beziehen sich auf einen ungeöffneten in OVP befindlichen Filter.
Beim Auspacken des Filters beginnt die angebene Schutzzeit gg. die entsprechenden Gase usw.

Die Filter von Dräger sind in Folie versiegelt und einzeln im Pappkarton verpackt.

Deinen ausgepackten Filter würde ich nicht mehr als Schutzausrüstung einsetzen!

 

Zitat von ichmagHolz
Achtung,
die Angaben beziehen sich auf einen ungeöffneten in OVP befindlichen Filter.
Beim Auspacken des Filters beginnt die angebene Schutzzeit gg. die entsprechenden Gase usw.

Die Filter von Dräger sind in Folie versiegelt und einzeln im Pappkarton verpackt.

Deinen ausgepackten Filter würde ich nicht mehr als Schutzausrüstung einsetzen!
Ein Aktiv Kohle Filter ist nach rund 3 Wochen nach dem öffnen bei nicht verschließen
wirkungslos. Die Kohle hat dann genügend Wasser gezogen um inaktiv zu sein.

Wenn man allerdings direkt nach der Arbeit verschließt, kann der Filter geschätzt 1-3 Jahre noch verwertbar sein.

 

Zitat von Bastelfuchs
Ein Aktiv Kohle Filter ist nach rund 3 Wochen nach dem öffnen bei nicht verschließen
wirkungslos. Die Kohle hat dann genügend Wasser gezogen um inaktiv zu sein.

Wenn man allerdings direkt nach der Arbeit verschließt, kann der Filter geschätzt 1-3 Jahre noch verwertbar sein.
Wie schon gesagt es "KANN" sein das er schützt oder auch nicht! Das wäre mir persönlich zu wenig! Wer sicher auf diese Aussage stützten will...
Man hat nur eine Gesundheit, auch wenn früher alles ohne oder nur geringen Arbeitsschutz ging.

 

Zitat von ichmagHolz
Wie schon gesagt es "KANN" sein das er schützt oder auch nicht! Das wäre mir persönlich zu wenig! Wer sicher auf diese Aussage stützten will...
Man hat nur eine Gesundheit, auch wenn früher alles ohne oder nur geringen Arbeitsschutz ging.
Die Werte die ich nannte sind auch ziemlich die höchsten erreichbaren Zeitwerte.
Laut Bundeswehrausbildung ist so ein Filter nach 6-8h Betrieb vertig.

Nur wer lackiert schon 6-8h am Stück ?

Und wenn man sich die Preise für Professionelle Aktiv Kohle Filter ansieht, dann wird man schnell bei einem Mehrfacheinsatz landen.

Und als mein erster Filter vertig war, konnte man deutlich beim Lackieren riechen !

Bei funktionstüchtigem Filter riecht man bestenfalls den Gummi der Maske.

 

Stellt sich für mich die Frage: Wie Überprüfe ich eine Filterpatrone ?
Wenn man die Farbe unter der Maske riecht,wann läst vorher die Filterwirkung schon nach.Was lässt der Filter Wann durch?
Mit gebrauchten Filtern zu arbeiten wär mir zu unsicher.

 

wenn der Hersteller ein "Haltbarkeitsdatum" deklariert, so macht er dieses unter
Annahme widrigster Umstände.....kann z.B. das geöffnete Lagern neben den Lackbehältern sein ! ( wie bereits weiter oben erwähnt ) also...im Prinzip
kann ein ECHTER Aktivkohlefilter solange benutzt werden...wie derselbe
kein Eigengeruch nach Lack usw. hat ! (ein frischer AKF riecht eben wie AKF !)
lediglich die Atemluft kann durch Feuchtigkeit zur Verkeimung führen, nicht
ungefährlich, wenn mehre Personen das gleiche Gerät benutzen !
Ich kenne den Aufbau des A2P2 nicht, deshalb hierzu mal einige Unterscheidungs-
Merkmale !
Grundsätzlich ist zu beachten, ist eine Filtereinheit geöffnet worden, kann
man diese wieder verschließen, ohne Leistungsverlust ( Polybeutel z.B. )
Luftfeuchtigkeit schadet dem nur, wenn keine Imprägnierung in der AKF
integriert ist ( Silberoxidanten z.B. !) diese sollen eine Verkeimung des
Filters verhindern, das kann "REINE" AKF nicht !
1.) Ist der Kohlefilter lose geschüttet ( Körnerform- Korngrösse 1-2mm ) ist
bei "voll" gefülltem Filtergehäuse die Wirksamkeit am größten , denn beim AKF
ist es die ( unterm Mikroskop sichtbar !) riesige Oberfläche, wo Schwebe-
teilchen und Gase "hängen" bleiben ! Mehr passiert hier nicht, es werden keine
Keime getötet, solange der AKF reines Material...also ohne Impränierung
ausgerüstet ist...ähnlich ist es auch bei den Wasserfiltern !
2.) eine häufig verwendete AKF-Anwendung ist, denselben auf einer Trägermatte
zu kleben...großflächig... ( hier verwendet man sogenannte offenporige Kleber...
weil die Oberfläche des AKF's nicht zugepappt werden soll= Leistungsverlust !)
die Trägermatte ist ein grobporiger Schaumstoff ..ca. 10-20 ppi... damit die
Luft da durchströmen kann...die Schadstoffe bleiben dann zum größten Teil
im Filter haften !
Wichtig für eine optimale Filterung ist die Dicke und Dichte des Filters....
sowie die Strömungsgeschwindigkeit der Luft , weil bei hoher Strömungs-
geschwindigkeit die bereits im AKF angelagerten Partikel wieder losgerissen
werden können !
Atemmasken brauchen eine staubfreie AKF-Füllung und diverse Vorfilter (Flies)
Da bei Benutzung auch durch dieselben ausgeatmet wird...ist ohne Keimschutz-
Imprägnierung des Filters...dieser nur kurzzeitig ohne RISIKO brauchbar !!
da ist es wichtig, nach den Herstellervorgaben den Austausch zu machen !
selbst bei Bypass-Systemen wird der Filter feucht ( Profi-Masken )
Filtertechnik ist ein Thema für sich...dieses war nur ein kurzer Einblick..
Gruss von Hazett

 

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