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Arbeitsunfälle

15.03.2010, 00:52
http://www.selbst.de/bau-ideen/siche...rkstatt-143741

Wie steht ihr dem gegenüber?
Habt ihr schon mehrere Verletzungen duch unsachliche bedienung oder ähnliches erlitten?
 
Arbeitssicherheit, Erste Hilfe, Nutzung, Sicherheit Arbeitssicherheit, Erste Hilfe, Nutzung, Sicherheit
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36 Antworten
Wer kennt das nicht. Meine wohl dümmst Aktion ist noch gar nicht so lange her:

Ich habe einen neuen Fräser für die Oberfräse ausgepackt, Juhu!
Das Ding wollte aber nicht aus der Verpackung, es war mit dem Schaft einesteckt. Ich packe also fester zu und es kam, wie es kommen musste. Ich rutschte ab und hatte sowohl am Zeigefinger, als auch am Daumen eine Schnittwunde.

Ich blutete an zwei Fingern und hatte noch nichts produktives getan. Danke leiber Fräser-Verpackungsküstler! Na ja, war auch etwas meine eigene Dummheit...
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Ich glaube jeder hat schon den einen oder anderen Arbeitsunfall durch, egal ob das den Nagel (Fingernagel) auf den Kopf getroffen ist oder von der Leiter gefallen weil sie keinen sicheren Stand hatte.

Ich denke das sich viele Heimwerker einfach so mancher Gefahr die von Werkzeugen ausgehen kann nicht bewusst sind.
Gerade wenn es nur "Laien" sind die nur einmal im Jahr eine Säge oder Bohrhammer in der Hand haben kann das sicher ganz schnell gefährlich werden.
Aber nicht nur Werkzeuge bergen Ihre Gefahren!

Vieles lernt man natürlich auch durch das typische "Learning by Doing"
Also wenn man mal den Finger untern Handhobel hatte weil man einfach zu Faul war das Kantholz gut zu fixieren, dann macht man das nicht noch einmal.
Oder wenn man denkt Halsketten, irgendwelche Schals oder Bändchen an Pullover etc. muss man nicht abmachen wenn man Bohrt dann ist man selber schuld wenns einen mal die Luft nimmt.

Es gibt nicht umsonst gewisse Regeln und Vorschriften die sicher auch irgendwo ihre Berechtigung haben, nur wird das meist in der Praxis außen vor gelassen weil eben die Zeit oder einfach die Lust fehlt erst noch auf zu räumen oder sich um eine vernünftige Leiter zu kümmern. Und eine Schutzbrille setze ich sowieso nicht auf, weil diese ganz und gar nicht ***y ist.
Gehörschutz muss ich auch keinen tragen für diese zwei Minuten wo ich schnell das Winkeleisen mit der Flex abschneide.

Wenn man mal einige Unfälle gesehen hat, dann denke ich wird man auch ruhiger und arbeitet bewusster.

So werden wir Maschinisten in unserer Fa. jährlich SCC (Sicherheits Certifikat Contraktoren) geschult, ist zwar auf der einen Seite immer und immer wieder das selbe, aber es bleibt auch manches im Kopf.
Statistisch wurden dadurch auch Arbeitsunfälle bei uns in der Fa. verringert.
Natürlich bleibt dann auch so manches für den privaten Einsatz zu hause hängen wo man mal öfters einen Blick auf die Kabeltrommel wirft ob die denn noch in Ordnung ist und man Steckverbindungen manchmal zweimal kontrolliert auf richtigen Sitz.

So long
Espyce

 

Geändert von Espyce (15.03.2010 um 07:54 Uhr)
Das Thema lässt mir nun keine Ruhe, weil ich tatsächlich sehr auf Sicherheit bedacht bin, deshalb habe ich noch etwas durchs Netz geschmöckert und bin dabei auf die folgenden zwei Videos gestoßen.

Gerade beim ersten Video vielleicht etwas genauer hinsehen weil manches auf den ersten Blick gar nicht so gefährlich ist, aber auf den zweiten... Holla die Waldfee....

Glaube der eine oder andere wird sich sicher an sich selbst erinnern können und hatte eine ähnliche Situation auch schon mal.

Viel Spaß

















 

Büroarbeit ist manchmal gefährlicher als auf n Bau

 

Geändert von lexness (15.03.2010 um 09:19 Uhr)
Also Die sache mit dem Stapler, ca 20 Plaetten dann obendrauf den Korb zum Stehen hab ich leider auch schon gemacht.
Wir mussten hier im Hochregallager eine Neonleuchte austaschen.
Ich sag euch da bekommst muffensausen

Es geht aber auch brutaler

 

Geändert von lexness (15.03.2010 um 09:29 Uhr)
Da erinnere ich mich an meinen Unfall mit dem Erdbohrer der für Probenahmen im Boden gedacht ist. Da ich vor ein paar Jahren bei proben von unseren boden nehmen wollen und nach einer missglückten bohrung wollt ich den bohrer reinigen, da das ein auf der seite aufgeschnittenes rohr war und dort extrem scharf (merkte ich erst hinterher) habe ich so **** wie ich war mit den daumen statt einen Schraubenzieher reinigen wollen, was ist also passiert, ich bin mit den daumen ausgerutscht und dabei genau entlang der schnittkante entlang gerutscht und dabei denn daumen aufgeschnitten. ja das war eine erfahrung wert, seit dem staubt er in der ecke der garage vor sich hin. Oder wie ich Kirschenzweige mit der Astsäge zurechtschneiden wollte damit sie in die Vase passen, dabei ist die säge hochgesprungen und in meinen rechten zeigenfinger gelandet. Aua :-)

Lg Imker22

 

Susanne  
Auweia… und: Tolles Thema, Bob!

Eine meiner besten Freundinnen ist OP-Schwester und arbeitet in einer der bestbesuchten hiesigen Handchirurgien… Nun, die erzählt Sachen… Von gruseligen Sägeunfällen – gerade an Wochenenden – und zahlreichen anderen schlimmen Heimwerker-Miseren. Ich weiß zwar, dass sie wahre Wunder vollbringen in der Handchirurgie, aber riskieren will ich soetwas nicht.
Ich steige niemals auf Drehstühle, stelle meine Leitern fest und gerade hin, ziehe meine Kabel nicht quer durch den ganzen Raum, ziehe (wegen der Kinder) sofort den Stecker, wenn ich mit einem Gerät nicht arbeite und kurz aus dem Raum gehe und achte überhaupt ganz automatisch auf Sicherheit in jeder Hinsicht.

Nur: Selbst das hilft nicht viel, wenn man (zu) schnell einen glühend-heissen Bohrer wechseln will oder das Sägeblatt nicht anständig eingerastet ist und einem um die Ohren fliegt…
Man (frau auch) kann einfach nicht vorsichtig genug sein, und vor allen Dingen: Immer mit Ruhe und Bedacht arbeiten…

 

Brutus  
Da geht Zeit drauf wenn man sich die ganzen Videos reinzieht aber es hat sich gelohnt, schon das erste Video von Espyce, da erkenne ich so manche Situation wieder, also man kann eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln solang der noch dran ist.

Mir ist ein schiet Ding passiert als ich beim Schweißen nicht die Vorschriften beachtete, man soll seine Kleidung überall dicht schließen und ich dachte mir nur ach die paar Nähte. Das Schweißen lief soweit ganz gut aber als ich dann den Schlackehammer nahm um eben diese Schlacke abzuklopfen sprang mir davon ein glühendheißes Teil oben in den Kragen. Hätte den Tanz jemand gefilmt, ich garantiere euch ich wäre im Fernsehen gelandet. Die Schlacke brannte erst am Hals dann auf der Brust, rutschte noch tiefer zum Bauch und zum Glück war die Hose ziemlich weit mit einem großen Sprung ins Hosenbein und dann noch in den Schuh mit hohem Schaft, soviele Brandflecke hatte ich noch nie und man muss sich das mal vorstellen wie ich immer am Klopfen war und am springen und der Schuh, der war so schnell ausgezogen und flog direkt ein paar Meter weit. Seit dem, Kragen zu wenn Schlacke klopfen.

 

Brutus, in Deiner Geschichte sehe ich mich auch wieder.

Roland mag zum arbeiten diese Baumwollhemden / Holzfällerhemden.
Es war wie wir den Pferdestall gebaut haben, für die Boxen brauchten wir ewig viel Rundstahl, also alles mit der Flex geschnitten.
Klar hatte ich eine Schutzbrille auf, was auch sonst?

Aber irgendwann wurde es unerträglich warm an meiner rechten Nierengegend...
Was war passiert?
Ganz klar, der Funkenflug hat mein tolles Hemd in Brand gesetzt, wie **** war das wie die große Flex erstmal in die Ecke flog damit ich die Flammen löschen konnte welche an meiner Nierengegend zu lodern begannen.

Größeres Problem bei der Aktion war dass eine Gasflasche mit Heizer hinten stand, wo ich die Flex hin gefeuert habe...
Flex war aus, aber Gasschlauch auch ab :-) gut das der Heizer nicht in Betrieb war...

Und Brutus, mein Ziel habe ich scheinbar mit dem ersten Video erreicht, ich wollte ja das sich so mancher in den Videos wieder findet.

So long
Espyce

 

sonouno  
als kleiner Junge hat ich mal ein tolles Erlebnis das meine Sinne für Gefahr schärfte.

sollte bei nem Nachbarn der Schreiner war schnell mal Unterlegkeile holen zum Fenster setzen...machte ich dann... Der Schreiner grad bei der Arbeit, wenig zeit und so...
er also schnell die grosse Tischkreissäge angeschalten und aus Abfallholz direkt mit den Fingern an der laufenden Maschine kleine Keile gesägt...
na ja, solange bis er nen kleinen Satz machte und fluchte wie ein Rohrspatz !! dann zog er sein altes Schneutztuch raus und um den Mittelfinger gewickelt und hat die Maschine ausgeschalten...dann mit nem Keil irgendwas von der Maschine in die Sägspäne geschnippt, mir mitgeteilt ich soll die Keile einsammeln und gehn....er is dann gleich in sein Wohnhaus rüber.....
ich die Keile eingesammelt und im Sägmehl seine Fingerkuppe mit nem Stück Fingernagel drann gefunden (und beinah gek....)

na ja, ich vergeb alles an Arbeit was nur möglich is....
sonouno ;-))

 

Geändert von sonouno (15.03.2010 um 19:08 Uhr)
Ekaat  
Folgenden Schadensbericht einer privaten Krankenkasse habe ich im Original gesehen:
Verletzungen: rechte und linke Schulter gebrochen, Schädelbruch, beide Beine gebrochen, Brustkorb eingedrückt.
Der Sturm hatte mein Dach abgedeckt. Ich hatte noch Ziegel im Schuppen. Ich befestigte ein Seil am Kranbalken des Bauernhauses, band unten einen Korb dran, zog die Ziegel hoch und lud sie oben aus. Leider hatte ich zuviel Ziegel hinaufgebracht, so daß ich die nicht benötigten Ziegel in den Korb packte. Dazu band ich das Seil unten an einem Baum fest. Als der Korb voll war, ging ich nach unten und löste den Knoten am Baum. Da der Korb schwerer war, als ich, zog er mich in die Höhe. In der Mitte traf mich der Korb an der rechten Schulter. Oben knallte ich mit dem Kopf an den Kranbalken. Als der Korb auf dem Boden aufschlug, brach der Boden heraus und war dadurch leichter, als ich. Durch mein Gewicht zog ich den Korb wieder nach oben; in der Mitte traf er meine linke Schulter. Ich landete auf beiden Beinen, die brachen, fiel zur Erde und ließ das Seil los. dadurch sauste der Korb auf meine Brust.

Leider kann ich hier nur aus dem Gedächtnis zitieren; de Schreibstil des Heidebauern aus dem östlichen Niedersachsen wiederzugeben, kann ich nicht. Er ist aber für sich allein lesenswert!

 

Brutus  
Kann noch von einem beinahe Arbeitsunfall berichten, als ich noch im Stahlbau tätig war wollte ich mal ein 12 mm Stahlblech richten welches schon an eine Konstruktion verschweißt war, hat halt ein wenig gefehlt bis es passen sollte. Ich holte mit dem 5 Kg Hammer aus in Richtung Blech und kurz vor dem Auftreffen der Hammerbahn flog mir der Hammer vom Stiel in Richtung meines Arbeitskollegen und höchstens 10 cm an seinem Kopf vorbei. Er sah genau in meine Richtung und wurde leichenblass und bekam kein Wort mehr raus. Wenn ich mir vorstelle der Hammer hätte sein Gesicht getroffen, er hätte sicher die Nase im Nacken gehabt. Nach Kontrolle des hammers stellten wir dann gemeinsam fest, es fehlte der Spreizkeil oben im Schaft.

 

dumme sache...
Ich habe bei einem Rennfahrzeug das schiebedach und damit auch die dach dopplung mit einem Plasmaschneider ausgeschnitten,
einmal ringsrum und schon hatte ich die dopplung in der hand! nur leider stand noch ein ca 5 cm langer und 1cm breiter spahn von der schnittkante runter.
damit sich nieman verletzt und weil es auch besser (profesioneller) aussieht habe ich den spahn noch schön abgeschnitten, der dann zu boden viel darauf wollte ich aus dem innenraum rauskrabbeln und stützte mich mit dem handballen ab, um hoch zu kommen.
Natürlich habe ich genau in den noch heißen spahn gefasst!!!
und wie man so reflexartig handelt habe ich meine hand mit aller kraft hoch gerissen und mich selbst k.o. gehauen
Alles wurde schlagartig dunkel...
Als ich so weit war das ich herauskriechen konnte habe ich vor wut (und schmerz) feierabend gemacht
Nächsten tag habe ich für meinen vater das heu gewendet und das auf einer wiese wo es mehr fliegen und solch gesoks gibt als gras
Ich wollte mir nur eine fliege aus dem gesicht vertreiben und hab mir nochmal auf die nase gehauen

Resultat: Gebrochene Nase!
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Ekaat  
Zitat von caad10
...Resultat: Gebrochene Nase!
Ein schöner Knollen! Isser wieder gut verheilt? Oder pustest Du jetzt quer?
Mitleid--
Eckaat+++

 

Brutus  
Sieht aus wie der Bruder von Pinocchio. Hab mal versucht ne Fliege mit dem handrücken wie eine Ohrfeige zu erschlagen und dabei gegen eine Tischkante gehauen. Fliege lebt und lacht sich vermutlich heut noch eins und ich hatte Schmezze wie hund ;o(

 

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