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Arbeitsplatte, Kanten runden: Alternative zur Oberfräse?

04.04.2015, 00:53
Geändert von Kathrin (04.04.2015 um 09:19 Uhr) , Grund: Schlagworte vergeben
Hallo zusammen,
für Gelegenheits-Gästebesuche (akut: Osterbrunch) haben wir hier grade ne Leimholz-Buche Arbeitsplatte angeschafft (schraubbare Beine hatten wir noch).
Eine der 8 Kanten ist schon abgerundet. Das würde ich bei den anderen Kanten gerne "nachrüsten".
Eine Oberfräse mit einem Viertelkreisfräser wäre da vmtl das rationelle Werkzeug - wenn es denn jemand in der Bekanntschaft hätte. Kaufen (so gerne ich das tue) kommt für (3x180+4x80) cm eher nicht in Frage.
Frage daher: Was sieht der traditionelle Holzbau für sowas vor? Hobeln? Feilen? Speziele Stechbeitel? Ich bin da vor "ehrlicher Arbeit" nicht bange - hab erstmal aber keine Idee, in welche Richtung das gehen sollte.

Tipps und Google-hilfen?

Danke!
Patrick
 
Arbeitsplatte, Kanten runden Arbeitsplatte, Kanten runden
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44 Antworten
Bin gerade bei einem Projekt da habe ich eine Arbeitsplatte ( Buche) auch zugesägt und abgerundet
es ging ganz leicht mit etwas Schleifpapier in der Handfläche
die Rundung an der Arbeitsplatte hat ja kein großen Radius....
eine Oberfräse brauchst du dafür nicht extra kaufen..
wenn es etwas schneller gehen soll mit einen Hobel 2 - 3 mal drüber und den Rest mit einem Exzenter-Multi oder Schwingschleifer rund schleifen
LG TroppY

 

Geändert von TroppY777 (04.04.2015 um 01:05 Uhr)
Troppy's Idee mit dem Exzenter-Schleifer ist auf jeden Fall praktikabel (hab ich auch schon in Ermangelung einer OF) gemacht. Alternativ kannst du mit der Handkreissäge auch die Rundung absägen. Die Platte verliert dann vielleicht 2 cm - sieht dafür aber rundum identisch aus. Und es geht nochmal 'ne Ecke schneller. Ist ja schon Ostern... ;-)

 

Handschliff ist gut, der Excenter-Schleifer (wenn vorhanden) ideal. Aber auch jede andere Schleifmaschine lässt sich dafür nutzen. Dafür die Schleifmaschine ohne Druck auf die Arbeitsplatte setzen und langsam zur Kante mit Gefühl "abfallen" lassen.

Korrekturen mit Handschleifpapier vornehmen.

 

Noch geschickter ist ein Bandschleifer. Immer parallel zur Kante. Dann wird es ganz schnell rund und eben. Alle anderen Schleifer neigen zu Berg- und Talkanten.

 

Bandschleifer um Kanten zu brechen ist zu überdimensioniert. Rund wird es auch nicht sondern du bekommst eher ne Fase. Schnell hast du ne Macke drin. Ich würde es von Hand mit einem Schleifklotz oder Exzenterschleifer machen. Geht wunderbar.

 

von Hand mit Schleifklotz.. max 240er Körnung bei Radien von ca 3-4 r , sonst wird das zu grob ! ( feineres Schleifpapier dauert länger, gröberes zieht Riefen ! )
so würde ich das machen....
Gruss.....

 

Exakt. Mit dem Bandschleifer Kanten brechen wäre wie mit nem Bagger ne Prise Salz in die Suppe streuen. :-D

 

Zitat von Cib1976
Exakt. Mit dem Bandschleifer Kanten brechen wäre wie mit nem Bagger ne Prise Salz in die Suppe streuen. :-D
Was ein Vergleich...! Aber entspant ist wirklich mit Excenter oder per Hand....oder beide Varianten!

 

Hallo zusammen,
hat sich geklärt: Ein Freund hat eine Oberfräse - und hoffentlich auch einen Fräser mit einem 12,5er Radius (die Platte ist 25 dick). Oder halt ein 10er.
Hobeln und Exzenter wäre auch noch was gewesen - ein Hobel ist "unauffällig" gekauft, den Multimaster habe ich schon :-)

Danke für die Tipps

 

Manche Dinge erledigen sich von selbst. Man muss nur warten

 

Nochmals zum Bandschleifer: ihr habt das offenbar noch nie gemacht .... Das mache häufig. Feines Band - 120 - mäßige Geschwindigkeit. Zuerst Kante brechen mit hohem Abtrag. Dann die entstandenen Kanten wieder abschleifen.
Exzenterschleifer ja, aber nur wirklich sinnvoll mit einer dicken und weichen Auflage, die sich der Rundung anpasst. Ideal um die Rundung des Bandschleifers nachzubearbeiten.

Er muss 8 Laufmeter Buchenholz abrunden - es wird nichts genaues gesagt, aber bei Rundung muss man knapp nen Zentimeter an der Kante abnehmen. Insofern glaube ich kaum, dass das von Euch jemand mit der Hand macht. Da bin ich mit dem Bandschleifer sicher doppelt so schnell und weitaus exakter.

Nun denn, die Oberfräse und Nacharbeit mit Schleifpapier ist ideal.

 

@Rainerle:

In der Regel schleife ich wieder händisch. Ist zwar elendiger Staub und auch anstrengend, aber ich habe das Ergebnis quasi selber "in der Hand".

Bei einem Maschinenschliff mit meinem Festool Excenter verwackelst einmal und musst so oder so per Hand nachschleifen.

Zu Deiner Methode kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich keinen Bandschleifer besitzte. Allerdings fand ich Cibs "Vergleich" lustig, daher mein Kommentar dazu.

 

Okay, ich fasse die Problematik mal kurz zusammen:
An vorhandener Arbeitsplatte ist nur EINE KANTE abgerundet ...
... und die anderen Kanten sollen ebenfalls (nach Möglichkeit mit gleichem Radius) abgerundet werden.


Ich glaube wir sind uns einig, dass eine KANTEN- /OBERFRÄSE MIT ABRUNDFRÄSER (mit richtigem Radius) das ideale Werkzeug ist. (siehe Bild 1). Dummerweise ist so eine Fräse nicht im eigenen Bestand vorhanden (aber glücklicherweise bei einem Bekannten).

Alternative Maschinen wurden genannt und aufgezählt und da möchte ich kurz einhaken:


Zitat von Rainerle
Nochmals zum Bandschleifer: ihr habt das offenbar noch nie gemacht ....
Stimmt, ist für solche Arbeiten das am schlechtesten geeignete Gerät dafür ...



Zitat von Rainerle
...
Das mache häufig. Feines Band - 120 - mäßige Geschwindigkeit. Zuerst Kante brechen mit hohem Abtrag. Dann die entstandenen Kanten wieder abschleifen.
...
Kann ich nicht glauben das Du das HÄUFIG machst ...
... hast Du keine Oberfräse ?

Wie auch immer; Du schleifst also "... mit hohem Abtrag ..." zuerst eine Fase an die Kante und dann versuchst Du die Fase abzurunden ?

Schau Dir einfach mal die Bilder 2 & 3 an, und dann musst Du mir wirklich mal zeigen wie DU AUS EINER FASE EINE PASSENDE ABRUNDUNG machst. Zu dieser Option passt ebenso wenig das Werkzeug BANDSCHLEIFER und noch weniger HOHER ABTRAG.

Sorry, ich glaube das erst wenn ich es LIVE UND IN FARBE gesehen habe ...
... damit meine ich nicht das es grundsätzlich nicht möglich wäre, halte es aber für sehr großen Optimismus, dass die so geschliffene/gebrochene Kante auch nur annähernd eine Ähnlichkeit mit der vorhandenen, ab Werk abgerundeten Kante hat.


Zitat von Rainerle
...
Exzenterschleifer ja, aber nur wirklich sinnvoll mit einer dicken und weichen Auflage, die sich der Rundung anpasst. Ideal um die Rundung des Bandschleifers nachzubearbeiten.
...
Auch der EXZENTERSCHLEIFER ist aufgrund seiner Bewegung ein eher ungeeignetes Werkzeug das sich an den Kanten nur sehr schwer kontrollieren lässt und mehr Buckel als Rundungen erzeugt. Die Verwendungen eines weichen Tellers macht aus einer Fase auch keine Rundung, zumindest nicht an einem EXZENTERSCHLEIFER ...




Zitat von Rainerle
...
Er muss 8 Laufmeter Buchenholz abrunden - es wird nichts genaues gesagt, aber bei Rundung muss man knapp nen Zentimeter an der Kante abnehmen. Insofern glaube ich kaum, dass das von Euch jemand mit der Hand macht. Da bin ich mit dem Bandschleifer sicher doppelt so schnell und weitaus exakter.
...
Das halte ich ernsthaft für ein Gerücht ...



Nach dem idealen Werkzeug einer Kanten-/Oberfräse würde ICH entweder mit einem Schwingschleifer (noch besser: Rutscher) oder ähnlichen Werkzeugen arbeiten und wenn keine vorhanden sind:

Mit GEDULD, MUSKELSCHMALZ und GUTEM AUGE wird es mit HAND am besten ...
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Geändert von Linus1962 (05.04.2015 um 12:32 Uhr)
ich weiss nicht, ob man solche handwerklichen Praktiken auf die Goldwaage legen sollte !
als ich noch aktiv HI-FI Boxen und div. Möbel dazu konstruiert habe ( gut 40 Jahre her )
musste so etwas auch nach rationalen Gesichtspunkten gemacht werden... also, wenn
der Schreinermeister sagte, so darf das max. aussehen, gerade was HI-FI Boxen mit Softkanten betraf, dann habe ich das auch so konstruiert ... sehr beliebt waren 5er
Radien, weil hierzu der massive Viertel- Stab ( aus Eiche z.B. ) gut verleimt und anschließend mit dem Messerkopf gesoftet werden konnte ( die vielen Messer hatten natürlich geschliffene 5er Radien vom Werk )
also... eine große Arbeitsplatte wird nur mit vielen hilfreichen Händen an solch einer stationären OB- Fräse zu führen sein... ob da ein Heimwerker-Gerät noch ausreicht ?
vielleicht mit verlängerten Führungs-Schienen... und die OBF in der Hand halten ?
deshalb ist die Handarbeit ( event. vorher eine " kleine Fase" dranhobeln ) noch die sichere Arbeitsweise !
Gruss....

 

@rainerle: genau wir haben das noch nie gemacht. Richtig, weil es einfach ein zu grobes Gerät ist und ich nicht mal auf die Idee kommen würde das zu machen. wenn ich an einer Tischplatte eine kleine Fase oder Rundung machen will die ja optisch was her machen soll dann doch nicht so. Sag mir doch bitte legst du den Schleifer an die Kante und startest dann die Maschine oder gehst du mit laufender Maschine ans Werkstück? So oder so, ein gleichmässiges Ergebnis bekommst du nicht. Allein durch sein Eigengewicht nimmt der Bandschleifer zu viel weg.oder hebst du ihn an damit er leichter wird? Ich würde sagen die in dem Fall ist die Suppe versalzen.

 

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