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Arbeitsplatte für Werkbank direkt an die Wand schrauben?

11.02.2016, 08:44
Hallo erstmal! Ich bin noch relativ neu in der großen Kunst des Heimwerkens, habe aber in naher Zukunft 2-3 Projekte im Auge. Das erste wäre eine kleine Werkstatt in meiner Garage.

Die ausgeräumte Garage ist 3,25 Meter breit und ich möchte an der Stirnseite (also vor dem Pkw) eine Werkbank anbringen. Diese darf 60cm tief sein.

Mein Plan wäre jetzt, eine Arbeitsplatte über die gesamte Breite der Garage direkt an der Stirnwand festzuschrauben. Eine Konstruktion als Tisch wollte ich nicht machen, da die Platte sowieso nicht mehr bewegt wird und im Zweifel einfach von der Wand abgeschraubt werden könnte.

Als Werkplatte schwanke ich noch zwischen einer 38mm dicken Küchenarbeitsplatte, die es günstig im Baumarkt gibt, und einer 4cm dicken Multiplexplatte.

Nun habe ich mir einige Vorschläge im Internet angeschaut und es stellen sich mir einige Fragen.

1.) Ist eine Befestigung der Platte mittels Stahlkonsolen (Winkel) OHNE Beine an der Vorderseite möglich und sinnvoll?

2.) Falls ich mit Stahlkonsolen arbeite, kann man diese direkt an die Wand dübeln, oder sollte man zunächst, wie in diversen Anleitungen angegeben, 2 Kanthölzer waagerecht an die Wand schrauben, und die Konsolen daran befestigen?

3.) Falls Beine nötig sein solten, nimmt man da auch einfache Kanthölzer oder irgendwelche speziellen Beine?

Danke schon mal für eure Hilfe!

Ach ja, als Werkzeug stehen neuerdings aufgrund einer Rabattaktion folgende Boschgeräte zur Verfügung:

18v Bohrschrauber
18v Stichsäge
850 Watt Schlagbohrmaschine
18v Multischleifer

Ferner gibt es bis Freitag in einem BM meiner Wahl eine PKS 66AF für 122 Euro zu kaufen. Im Preisvergleich schint dies ein gutes Angebot zu sein. Sollte man da zuschlagen oder wäre die Säge für einen Hobbyheimwerker überdimensioniert?

In o.g. Rabattaktion gibt es auch die 18v PKS 18li für 49,99. Allerdings schreckt mich die Tatsache ab, dass das original Sägeblatt nicht im Handel zu kaufen ist...
 
Arbeitsplatte, Werkbank Arbeitsplatte, Werkbank
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19 Antworten
Herzlich willkommen Redhammer1,
Eine Werkstatt in der Garage mit 3,25 breite das ist schon mal ein sehr guter Anfang.
Als Material für die Werkbank bist Du sicher mit der Multiplexpatte am besten beraten. Beim Werkeln kommt es darauf an das man einen vernünftigen Arbeitsplatz hat. D.h. der Tisch muss stabil sein und darf nicht wackeln, Da hast Du in der Garage schon mal beste Vorraussetzungen.
hier gibt es schon einige sehr gute Projekte dazu.
Ich würde das Untergestell aus Kanthölzern 60x60 machen. mit gesamt 8 Tischbeinen, wobei ich die Tischbeine die an den Wänden sind an diesen auch verschrauben würde.
Unter der Tischbank auf der 3,25 langen Seite als Verstärkung ebenfalls 2 lange Balken unter die Multiplexplatte schrauben, über die Jahre biegt sich die durch. Auf die tischbeine ebenfalls 4 Querbalken mit 60cm legen, das Du später die Platte von oben drauflegst und verschrauben kannst.
Die Tischbeine die frei stehen mittels Winkel am Boden verschrauben.
Auch für einen ordentlichen Schraubstock hast Du dann den richtigen Unterbau.
Das wäre mal meine grobe Vorgehensweise.

 

Woody  
Bei 60cm Tiefe wird dir das nicht halten und nach vorne bei Belastung wegkippen.

Ich würde wenigstens dreieckige Verstärkungen aus Dachlatten oder Metallprofilen am Rand und in der Mitte anbringen.

 

Ich hab in der Garage einfach ein Winkeleisen 60x60x6 an die Wand gedübelt,damit hatte ich die hintere Auflage,vorne 4 Quadratrohre 40x40x4 mit Flanschplatte drunter,und als Tischplatte hab ich glücklicherweise 50 mm Multiplex zum nulltarif bekommen,8 meter lang und 70cm tief.
Die Konstruktion hält nun schon seit über 20 Jahren,und da wurden schon Motoren oder Getriebe drauf Renoviert.

 

325 cm ist ja schon eine Ansage. Mit Blick auf die Kosten würde ich die Küchen APL nehmen. Wandseitig Kantholz horizontal verdübeln und vorne Beine drunter machen. Bringt nebenbei unter der Werkbank reichlich Platz für den Du noch dankbar sein wirst.
PKS 66 halte ich nicht für überdimensioniert, wenn Du sie günstig bekommst.

 

Ich hätte als erstes ne Frage! Was genau willst du auf der Werkbank machen?
Sprich willst du schwere Motoren oder lediglich Holz da bearbeiten? Grundsätzlich würde ich nämlich immer eine sogenannte "Opferplatte" über die eigentlich Arbeitsplatte legen.
Bei jeglichen Werkeln wirst du nämlich wohl oder übel Spuren auf deiner Arbeitsplatte haben. Sei es großflächige Ölflecken, aus Versehen reingebohrte Löcher oder die Säge mal angesetzt haben. Dann kannst du einfach die Opferplatte entsorgen und ne neue draufsetzten! Hierfür eignet sich perfekt MDF. Kostengünstig und einfach zu bekommen.

Bzgl. der Unterkonstruktion würde ich auch von einer reinen Wandkonstruktion abraten. Das wird federn. Schau dir mal mein Projekt an. Da hab ich die Platte sowohl mit der Wand als auch mit Beinen an der Front verschraubt. Das hält bombenfest, da bewegt sich nichts.

 

An den drei Seiten mit Kantholt befestigen und vorne Füße anbringen.

 

Woody  
ich vermute mal, dass er vorne wegen der Autoschnauze keine Füße anbringen will?

 

Danke für die Rückmeldungen bisher! Sind ja sehr gute Ideen dabei.

Zitat von derMoeller
Ich hätte als erstes ne Frage! Was genau willst du auf der Werkbank machen?
Eigentlich nichts besonderes. Einen alten, massiver Schraubstock sowie einen Bohrständer will ich montieren. Ansonsten dient die Werkbank nur als Aufbewahrungsort meiner Werkzeuge sowie Basis für kleinere bis mittlerer Projekte.

Zitat von derMoeller
Schau dir mal mein Projekt an.
Sehr schön gemacht! So in etwa stelle ich mir das vor. Ich fasse dann mal ins Auge, 3 Kanthölzer an den 3 Wänden zu befestigen sowie 1-2 Ständer in der Mitte, leicht nach innen versetzt zu montieren.

Da ich allerdings (noch) totaler Laie in der Holzbearbeitung bin, werde ich vermutlich nicht in der Lage sein, mit Aussparungen oder Nuten zu arbeiten. Irgendwie werde ich die Ständer nur über Verschraubungen befestigen müssen. Entweder per Eisenwinkel oder z.B. eines umlaufenden Rahmens unter der Werkbank, an den ich dann die Ständer schrauben könnte...

Zitat von Woody
ich vermute mal, dass er vorne wegen der Autoschnauze keine Füße anbringen will?
Der Pkw steht ca. 70cm von der Stirnwand entfernt und stößt dort mit den Vorderrädern gegen ein montiertes Kantholz auf dem Boden. Ständer wären also möglich, da ich den Pkw sowieso ein Stück nach hinten fahren müsste um zu arbeiten.

 

Ja natürlich kannst du auch Winkel nehmen-kosten halt nur Geld
Grundsätzlich würde ich sagen, dass sich das so wie du es beschrieben hast, gut anhört.

"3 Kanthölzer an den 3 Wänden zu befestigen sowie 1-2 Ständer in der Mitte, leicht nach innen versetzt zu montieren."

Allerdings müssen die 2-3 Füße noch eine Querverbindung haben, damit die sich nicht mehr bewegen können.
Grundsätzlich könntest du nochmal drüber nachdenken ob du wirklich eine Küchenarbeitsplatte oder Multiplexplatte brauchst. Natürlich ist das die schönere Lösung aber auch die kostenintensivere! Viele von uns nutzten einen Verbund aus OSB und MDF. Günstig, einfach zu bekommen und in fast allen Maßen lieferbar!

 

Also quasi eine OSB-Platte unter der MDF? Und die beiden Platten werden dann einfach miteinander verschraubt, so das man die obere Platte im Fall der Fälle wechseln kann?

Sorry für die vielen Fragen, aber für Tipps, das Projekt möglichst günstig zu vollenden bin ich immer sehr dankbar! Denn das nächste Projekt wird der Komplettausbau unseres bisher ungenutzten Dachbodens von ca. 110qm²

 

Fürs Fragenstellen und Antworten geben sind wir ja da

Jepp genau so meinte ich das.

Wenn du noch nen Zwischenboden machst gibt das zusätzlich Stabilität und du kannst evt. auf Querstreben verzichten!

 

Hallo, da Du Laie bist, würde ich wirklich sparen, denn Du wirst mit der Erfahrung bestimmt alles ändern wollen um es für Deine Aufgaben anzupassen.

Ich finde, die Ideen von franzl und derMoeller sehr gut.
Allerdings möchte ich Dich zu einer zusätzlichen Option zu Deiner Werkbankkonstruktion anregen. Wie wäre es zusätzlich mit einem Werktisch (z.B. von Bosch). Den könntest Du (wenn das Auto raus ist) in der Mitte des Raumes stellen und etwas flexibler sein.

Wenn aus Kostengründen, so ein Tisch noch nicht in Frage kommt, solltest Du bedenken jetzt schon mal Deine Arbeitsplatte, nicht auf die ganze Breite der Garage zu bauen. Lass noch eine Ecke, wo du später diese Werkbank hinstellen kannst, sodass Du genügend Platz für das Auto hast.

Alternativ kannst Du auch auf Mobile Werkbänke setzen, wie z. B. von Bosch blau bzw. von Sortimo. Hier ein Beispiel. Das ist nicht billig, aber praktisch

 

Geändert von Der1ASchaffer (11.02.2016 um 14:37 Uhr)
Der PWB 600 von Bosch ist schon seit Dienstag bestellt . Der wandert allerdings direkt auf den Dachboden um dort als mobile Werkbank für die Zwischensparrendämmung und den Trockenbau zu dienen.

Die Werkbank in der Garage soll wirklich als Werkstatt und Aufbewahrungsort aller Werkzeuge dienen, die bisher halt irgendwo im Haus und in den insgesamt 3 Garagen rumlagen. Hab mir auch schon ne Lochwand und diverse Magnethalter für das Werkzeug bestellt.

 

Natürlich kannst die Beinkonstruktion mit Metallwinkeln verbinden. Allerdings nicht die Stuhlwinkel, die verbiegen zu leicht. Nimm kurzes und stabiles Material.
Ein Zwischenboden ist unbedingt anzuraten.

 

Meine Werkbank hat 5,5m und geht von Wand zu Wand. An den Seiten habe ich L-Profile genommen und sonst diese Konsolen. Allerdings habe ich im Netz einen besseren Preis gefunden. Mit 3-4 Konsolen bei ca 3m wird das ganze schon Stabil, wenn es die Wand zulässt.
Grund dafür war, ich wollte und mache es immer so, Rollcontainer unter die Werkbank zu stellen und bei Bedarf umzustellen oder irgendo anders in der Werkstatt zu parken.

 

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