Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Anfängerin baut Bett 140x200 - Tipps gesucht

11.01.2016, 13:38
Liebe HandwerkerInnen

Ich möchte mir ein tiefes Holzbett in Grösse 140x200 bauen, bin aber totale Anfängerin. Ich hoffe, daher dass ihr mir ein paar Tipps geben könnt bzw. mir sagen könnt, ob das Ganze so etwa Sinn macht.

Zu den Vorgaben:
Das Bett inkl. Matratzenüberstand darf nicht höher sein als 35cm (Dachschräge).
Es soll wieder auseinandernehmbar sein (also keine Verleimung des Rahmens)

Holzwahl:


  • Fichte (wird später lasiert)
  • Was ist besser 1-Schicht- oder Dreischichtholzleimplatten? (bei gleicher Stärke)
  • Spielt es eine Rolle, ob ich A- oder B-Qualität nehme?
Ich hätte lieber zu 1-Schicht gegriffen, weil man am Rahmen ja teilweise die drei Schichten sehen würde.

Dimensionen:
Der Lattenrost ist genau 139x196 cm. Daher würde ich die Innenmasse des Bettes 140x200 machen. Bzw. vielleicht ein wenig Reserve in der Breite wegen der Bettbeschläge. Konkret für den Rahmen:


  • 2x 200x20x2,7 cm (für die Seiten)
  • 2x 146,5x20x2,7 cm (für Kopf- und Fussteil): würdet ihr mehr/weniger Reserve rechnen?
  • Auflageleisten für Lattenrost: Höhe: 3,8cm, Breite: 2,8cm , Länge den Seitenteilen bzw, Kopf/Fussteilen angepasst.

Bett zusammenbauen:
Grundsätzlich sollen die Teile so verbaut werden wie in dieser Anleitung:
https://www.ktipp.ch/artikel/d/schritt-fuer-schritt-zum-selbst-gebauten-doppelbett/
(Im Artikel drin ist ein PDF mit Bildern)








  • Generelle Frage zur Holzbearbeitung. Muss man Fichte vorbohren?
  • Sind solche Bettwinkel wirklich stabil genug? Oder besser vorher die Rahmen mit Holzdübeln versehen? (wie diese hier: http://cdn.pollin.de/article/xtrabig/XA510815.JPG )
  • Wäre es bei dieser Bettgrösse auch stabil genug, von aussen zu bohren/schrauben (Stirnseiten in Seitenteile)?
  • Würden für die Lattenrostauflage auch quadratische Latten mit den Dimensionen 2,8x2,8 cm reichen. Oder ist das evtl. zu instabil?

Bettfüsse:
Ich möchte nur sehr niedrige Füsse (5cm hoch)








  • 4 Holzteile à ca. H: 5cm x L: 10cm x B: 10cm mit der Lattenrostauflage verbinden. Für die Stabilität würde ich die Füsse aber an je zwei Auflageleisten anschrauben.
  • Bringen die 5cm lüftungstechnisch überhaupt etwas oder kann ich so gerade so gut auf die Füsse verzichten und nur einen geschlossenen Bettrahmen bauen?

Alternative Zusammenbau:
Eine interessante Alternative wären diese Bettwinkel: http://www.heimwerkertools.com/Moebelbeschlaege/Verbindungsbeschlaege/Bettbeschlaege---Linsenkopfplatte/Bettwinkel-Eckverbinder--115-x-133-x-115-mm--Stahl-silbergrau.html

Damit könnte ich am Bettwinkel gleichzeitig die Füsse anbringen. Zudem dienen die Ecken als Lattenrostauflage. Das hätte den Vorteil, dass ich eine maximale Einlegetiefe für den Lattenrost hätte. Für Kopf/Fuss- und Seitenteile könnte ich dann aber nicht Holzauflageleisten nehmen, weil die dann zu hoch wären. Ich würde Alu-Winkelprofile nehmen. Denkt ihr, das ist stabil genug?

So, jetzt bin ich auf eure Antworten gespannt! Vielen Dank im Voraus.

LG, Reni
 
Bett, Bett selber bauen, Bettgestell Bett, Bett selber bauen, Bettgestell
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
11 Antworten
Bisschen viele Fragen für ein einfaches Bett aus vier Brettern :-)

Dann versuche ich mich mal.

Füße: Auf jeden Fall unten etwas offen, damit Luft zirkulieren kann. Sonst hast Du bald ein Feuchtigkeitsproblem mit Schimmel. 5 cm sind in Ordnung, wenn Dein Staubsauger da noch darunter kommt. Würde lieber 6 cm nehmen. Die Eckverbinder aus dem letzten Link sind bestimmt hilfreich. Könntest Du so verwenden - auch zusätzlich zu meiner noch folgenden Möglichkeit Stabilität ins Bett zu bekommen.

Bettmaße: Mach lieber 147 oder 147,5 cm breit, willst ja auch noch die Matratze anheben können um sie zu beziehen. Scheint mir etwas zu eng zu sein. Das Kopfteil würde ich auf jeder Seite paar Zentimeter überstehen lassen, schaut gefälliger aus. Ist aber Geschmackssache.

Die Verbindung der Ecken. Die verlinkten Winkel sind hilfreich. Du solltest es aber noch stabiler machen. Du nimmst zwei Bretter. Das eine 25 breit und 25 cm hoch, das andere 22,3 breit und 25 cm hoch. Die schneidest Du aus dem Restholz der Fuß- und Kopfteile. Ist ja eh Abfall.

Nun nimmst Du Seitenteil und Fußteil und verschraubst die Ecke von Außen. Also vom Fußteil ins Seitenteil, so wie das Bett später stehen soll. Das Ringsum. Kannst auch noch Winkel dazunehmen, aber in der Anleitungs-PDF siehst Du, dass die Winkel etwa 5 cm hoch sind, Deine Bretter aber 20 - wie soll das halten? Irgendwann ist die Fuge offen, weil sich die Bretter verwinden können ... Da Du 27er Bretter hast,kannst Du Dübel setzen und auch 5 mal 80er Schrauben verwenden. Vorbohren und Ansenken. Wenn Du den Rechteckrahmen fertig hast, drehst Du das Bett auf den Kopf und jetzt kommen die zwei Bretter ins Spiel. Diese kommen als Außenecke auf Deinen Rahmen. Du machst diese mit Schraubzwingen auf die Ecken (Bild) und verschraubst diese von innen. So sieht man keinerlei Schrauben, aber die Ecke wird mächtig stabil. Und Du kannst auch die Lattenrostauflage vom Kopf und Fußteil her verschrauben. Man sieht das hinterher nicht. Zusammen mit den Füßen auf den Winkeln wird das Bett jetzt belastbar und immer im rechten Winkel. Da kann nichts brechen oder quietschen.

Die Lattenrostauflagen. Klar genügen die 2,8 x 2,8 cm. Aber bedenke, Fichte/Tanne ist recht weich. Wenn Du die Latte aufschraubst, hast Du einen Hebel und die Schraube nur 2,5 cm im Seitenteil. Also genug Schrauben setzen. Hier würde ich eher zu einer Hartholzleiste raten - Buche. Kannst Du auch selbst machen: Buche Leimholz kaufen. in Streifen sägen, diese aufeinander leimen. Da genügt Holz das 1 m lang ist, machst Du eben 2 Leisten nebeneinander, müssen ja nicht durchgängig sein.

Zum Holz. Buche Leimholz ist nicht viel teurer, aber da hast Du dann richtige Qualität. Das kannst Du dann auch noch beizen und ölen - oder wenn Du lieber helle Farben magst, dann nimm ne weiße Holzlasur und lass das Holz etwas durchscheinen. Das Bett hält Dir ewig. Für meine Tochter habe ich so ein Bett gebaut, das Holz ist Buche 18 mm. Da ich die Ecken durch die aufgeschraubten Winkelbretter verstärkt habe genügt das vollauf!

Wichtig ist, dass Du dafür sorgst, dass die beiden Seitenteile sich nicht nach Außen drücken können. Plane also ein Querbrett ein, das von Seite zu Seite geht. Das schraubst Du einfach von unten an Deine Lattenrostauflage an. So bleibt das Bett auch in der Mitte stabil. In Deiner Anleitung sind zwei geplant mit zusätzlichem Fuß. Da Du einen einzelnen Rost hast, bringt der Fuß in der Mitte nichts. Das wäre nur wenn zwei Roste eingelegt werden.

Hast Du Möglichkeit zu fräsen? Alle Ecken mit Abrundfräser etwas brechen - macht das Bett in der Nacht und im Dunkeln beim Laufen durchs Zimmer für Zehen und Schienbeine angenehmer. Bedenke auch, wenn Du auf die Bettkante sitzt, ist eine runde Oberkante angenehmer als eine eckige. Das Bett darf sich als selbstgemachtes Massivholzmöbel durchaus von den IKEA-Pressspan-Betten abheben.
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	image.jpg
Hits:	0
Größe:	43,8 KB
ID:	38508  

 

Ich habe Eure Texte jetzt gar nicht komplett durchgelesen,
sondern nur den zweiten Link angesehen..

Ich habe solch einen ähnlichen Winkel verwendet:
http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-a...88505-242-8165
http://www.rennerich-gmbh.de/images/bettwinkel-01.jpg
Vorteil von diesen ist, dass ich einfach Linsenschrauben in das Brett schrauben
und mit dem Winkel verbinden kann. Später kann man das ganze einfach wieder ohne Schraubendreher auseinanderziehen.

 

hab so was schon einige male gebaut...
für solch ein Bett ( ist eigentlich nur für 1 Person geeignet ) ist es wichtig, daß bei Verwendung desselben auch als Stauraum für Bettauflagen, div. Kopfkissen usw.
die ges. Höhe des Rahmens berücksichtigt wird ! ohne solch eine Möglichkeit reichen die
Brettmaße in der Höhe aus....
Bei dem Lattenrost 139 x 196 cm darf max nur pro Längs- Seite 2cm Luft sein, Stirnseite kann mit der Matratze anliegen ( 2 mtr )... weil die Matratze 140 x 200 ist... gemäß der Matratzendicke sollte etwa 8 cm Überstand für die Matratze beachtet werden... sonst setzt Dich am Rand hin und bekommst Dellen am Po !.. es sei denn Du machst da geschweifte
Enden hochstehend... dann läst man die Seitenteile mit der Matratze bündig !
Ebenso möglichst kräftige Leisten befestigen... Schrauben müsste reichen.. sonst kannst Fehler nicht nachbessern... richtige Bettbeschläge könnte der Baumarkt auch haben !
wie oben schon gesagt... mittig, fast unten ein Brett zur Stabilisierung anbringen...
so was geht ordentlich mit verzinkten Winkel-Beschlägen zu Verschrauben !
Gruss....

 

Geändert von Hazett (11.01.2016 um 17:07 Uhr)
Woody  
Für eine Anfängerin bist aber mehr als präzise in der Planung, Respekt.

Aus meiner eigenen Erfahrung mit so einem Bett exakt in dieser Größe gilt es für die spätere Praxis folgendes zu bedenken: die meisten Spannleintücher sind nur für Matratzen 90x200 oder eben Doppelbett 180x200 (?) ausgelegt. Für genau 140x200 nur rel. schwer erhältlich.

Mach den Lattenrost in 2 Teilen, in der Mitte des Bettes ein Latte mit mittigem Stützfuß.

5cm Höhe vom Boden wäre mir zuwenig, allein schon wegen des Saubermachens. Aber das musst du eh selbst entscheiden.

 

häng mich nochmals eine... 140 x 200 cm ist ein gängiges Standardmaß...
übrigens.. die " Besten Betten und Unterbetten " ( schön flauschig ) gibt's bei QVC....
da kannst den Dänen und sonstige unter ferner liefen abhaken !
Gruss....

 

Die einfachste Lösung wäre ein Palettenbett. Dazu schaust dir um 8 Stk Paletten, legst die ersten 4 zu 2 und 2 über die Lange Seite dann bekommst eine Flächen von 240x160. Je mehr dass Du dann übereinander stapelst umso höher wird das ganze dann.

 

Zitat von MartinSchirghuber
Die einfachste Lösung wäre ein Palettenbett. Dazu schaust dir um 8 Stk Paletten, legst die ersten 4 zu 2 und 2 über die Lange Seite dann bekommst eine Flächen von 240x160. Je mehr dass Du dann übereinander stapelst umso höher wird das ganze dann.
Sie will ein Bett mit 140 x 200 cm. Und ich stell mir das schlimm vor. Nach 2 Jahren ist da unten Staub ohne Ende. Man braucht etwa 8 Paletten, die dann optisch gut ausschauen sollten. Und für 80 Euro brkommt man schon Buchebretter. Da spart man nichts.

Woody, das ist Standardmaß und gibt es überall zu kaufen.

Hazett, ja ein Überstand der Matratze ist hilfreich. Das ist wirklich unangenehm, wenn das Brett zu nahe an der Oberkante ist.

 

Geändert von Rainerle (11.01.2016 um 19:00 Uhr)
Wow - ihr seid ja toll. In so kurzer Zeit so viele Antworten. Ich geh jetzt mal mit euren Anregungen hinter die Bücher und dann an die Bretter! Melde mich, wenn ich ein Ergebnis hab. Im schlimmsten Fall habe ich eine neue Bettgattung erfunden: Das Schiefbett

 

Auf jeden Fall viel Spaß beim bauen. Und: Es ist noch kein Meister vom Bett gefallen. Wird schon werden

 

Ich hatte diesen Thread schon gesehen, mich aber bis jetzt rausgehalten, da Du schon relativ konkrete Vorstellungen hattes. Jetzt, nachdem auch andere Varianten ins Spiel gebracht wurden, will ich mal meine kurz erklären:

Ich habe mir auch ein Bett selbst gebaut. - Aus Buche Leimholz Arbeitsplatten, die eigentlich in Küchen verwendet werden. Die Platten gab es mal günstig im Rahmen einer Aktion im Bauhaus.
Die Platten hatten das Maß 3000 x 800 x 40 mm. Davon haben wir im Baumarkt zwei längs teilen lassen und von den nun 4 Platten

  • zwei auf die Länge von 2000mm und
  • zwei auf die Länge von 2080mm sägen lassen.
Diese Bretter habe ich stumpf verschraubt (die längeren als Stirnseiten), ein paar Kanthölzer für die Auflage der Matratzen angeschraubt; das mittlere Kantholz, auf dem beide Matratzen aufliegen, mit Mittelfuß. Fertig war das Bettgestell für ein 2 x 2 m großes Bett.
Meine Frau hat für das Bett noch eine Husse genäht, weil uns der Leimholz-Look nicht ganz so zusagte.

 

Danke kaosqlco, so habe ich das auch gemacht. An den Ecken eben die Quadrate aufgesetzt und von innen verschraubt. So hatte ich stabile Füße, stabile Ecken ohne wackeln und keine sichtbaren Schrauben. Bei meiner jüngsten Tochter habe ich das ganze dann zweimal weiß lasiert. Man sieht die Holzstruktur, aber nicht das Buchenrot. Schaut gut aus und ist schön stabil.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht