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Alten Sandputz 1:1 ausbessern.

05.01.2016, 07:23
Hallo,

ich habe in meinem Keller Baujahr 1956 einen Sandputz 1:1 (Sand:Kalk) der mittlerweile an einigen Stellen lose war abgeklopft und möchte diesen jetzt dann ausbessern. Wer kann mir denn sagen was ich hier für ein Material nehmen soll/kann, es sollte natürlich diffusions offen sein und auch großflächig aufgetragen werden können.
Und welche Farbe bietet sich hierfür an?

Vielen Dank im voraus.
 
Kalkputz, Putz entfernen Kalkputz, Putz entfernen
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8 Antworten
Unser Haus ist Baujahr 1954 und wir hatten das gleiche Problem. Ich habe dann einfach den Putz komplett entfernt, die Fugen gesäuber und da wo erforderlich Reparaturmörtel eingesetzt. Gestrichen haben wir es dann nicht mehr denn, es ist für uns einfach ein Keller und kein Wohnraum.

 

Du hast den Sockel mit Reparaturmörtel verputzt, oder verstehe ich das falsch?

 

Nein nicht verputzt. Es waren eher die Fugen die dort wo erforderlich damit ausgebessert wurden. Ich denke nicht, dass es als großflächig als Putz geeignet wäre. Die Steine liegen jetzt einfach offen ohne Putz oder Anstrich. Es waren überwiegend die Außenwände die Betroffen waren. Die Innenwände habe ich kaum bis garnicht angetastet da diese noch in Ordnung sind.

 

Hallo,
ich kann selber nicht viel dazu beitragen, als einen Youtube Kanal zu empfehlen. Auf der Seite antik-greef aus de, wird zwar in erster Linie über Restauration von alten Möbeln gesprochen, aber auf seinem Youtube Kanal sind auch Videos über die Sanierung und den Umbau in seinem alten Haus zu sehen und erklärt. Sein Haus ist zwar viel älter, aber vielleicht kann man da trotzdem etwas für die Sanierung des Kellerputzes gebrauchen. Ich glaube schaden kann es nicht wenn man sich da so einiges mal ansieht und überlegt ob es nicht doch zu gebrauchen ist. Mich hat es zum Gebrauch von Glutenleim gebracht, verwende ihn zwar nicht oft, aber wenn möglich greife ich auf ihn zurück und muss sagen, bin immer wieder begeistert.
Nicht das jetzt jemand meint ich bekomme etwas dafür, ich kenne den Mann nicht persönlich oder bekomme auch nichts dafür, bin selber vor einiger Zeit durch Zufall auf seinen Kanal bei Youtube gestoßen.

 

Wenn Du so genau weißt, dass der abgeklopfte Putz 1:1 aus Sand und Kalk besteht und du den jetzt löchrigen nicht abgeklopften Putz ausbessern willst, warum vermengst Du dann nicht Sand und Kalk im Verhältnis 1:1, versetzt die Mischung mit Wasser bis eine Putzartige Konsistenz eingestellt ist und verputzt damit?
Sofern Du steichen willst, ich hab da mal was von Kalkfarbe gehört

 

Ich bezweifel eigentlich das Mischungsverhältnis 1:1, denn dann wäre es Minderwertiger Kalk gewesen. Und der Putz wird viel zu hart. Aber gut, möglich ist vieles.

Regional gab es da unterschiedliche Mischungsverhältnisse, jahrzentelange Erfahrung, abhängig immer vom Sand und vom Kalk sowie deren Reinheit/Nebenbestanteile.

Auf handelsüblichem Weißkalkhydrat (bei uns meist von der Firma Fels erhältlich) steht auf der Rückseite des 40kg Sackes das Mischungsverhältnis für Mörtel, ich glaube es war 1zu 3 oder 1 zu 4 , mein Testobjekt mit glaube 1:3 oder 1:4 (ich weiß es leider nicht mehr) mit Quarzsand/Spielsand liegt seit 5 Jahren im Wetter, Feuchtigkeit und Frost ausgesetzt und hält.
Wenn ich dazu sehe, was bei uns teilweise an Mörtel so in und auf den Wänden steckt, dann gehe ich von 1:2 bei gemauerten Ecken/Rundbögen aus Grauwacke/Feldstein bis zu 1:6 in Stallgebäuden und etlichen Mischungen dazwischen aus.

Die stelle wo ausgebessert wird, falls sie sandet, feucht machen und mit Kalkmilch einpinseln, das wirkt ähnlich wie Tiefengrund. Nachzulesen irgendwo bei Konrad Fischer dem Denkmalsachverständigen, da steht sowieso viel über die Verwendung von Kalk, leider aber auch zu viel sinnloser Text mit Kritik und zu weinig Ratschläge zur richtigen Verarbeitung.

 

Früher habe wurde doch vieles irgendwie gemacht, Hauptsache es tut seinen Zweck, frei nach dem Motto.

Wasser und Sand, gibt auch eine Wand

 

Ich hab hier 4 Bücher über Mauern Kalk und Putze, vorwiegend für Fachleute, ok bin ich nicht, hätte ich mir sparen können zu kaufen, denn genau das, was wichtig ist Michungsverhältnisse und Zuschlagsstoffe und Verarbeitungshinweise, da halten sich alle sehr bedeckt. Vor allem in Bezug/Vergleich zu heute handelsüblichem Kalk ist das alles keine Hilfe. In "Schule des Maurers" reprint von 1881, wird zwar gut drauf eingegangen, aber was hilft es, wenn man den Kalk nicht mehr so bekommt.

 

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