Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Alte Tür einstellen ???

05.02.2012, 04:50
Wir sind in ein Haus gezogen, in dem die Vormieter vor über 10 Jahren die Küchentür ausbauten und auf dem Dachboden gelagert haben.
Gestern haben wir sie wieder eingebaut und festgestellt, das sie nicht schließt.
An der Seite, gegenüber der Scharniere (die "Riegelseite") stößt sie im unteren Bereich gegen die Zarge.
Kann man die Tür einstellen, so wie es mit heutigen Türen gemacht wird ???
Die Tür ist keine Vollholztür.


Hier mal ein Foto vom Scharnier.
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	DSC00761.jpg
Hits:	0
Größe:	25,9 KB
ID:	8499  
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
20 Antworten
Bei mir ging da bei der Bad Tür auch nicht einzustellen.
Darauf hin habe ich mit Anschlagleiste und Oberfräse das überzählige Holz weg gefräst. Lackierung musste eh erneuert werden.

Aber mal was ganz anderes, wäre das nicht die Aufgabe Deines Vermieters dafür zu sorgen, das die Türe vernünftig schließt ?

Als Mieter darfst Du da eigentlich nichts rum machen.
Bei mir zumindest steht es so im Vertrag.

 

Geändert von Bastelfuchs (05.02.2012 um 11:24 Uhr)
sonouno  
evtl reicht ja ne kleine Beilagscheibe in das Scharnier integriert...

 

Wenn die Türe schräg angelehnt war - wie leider meistens - wird sie sich über die 10 Jahre sehr wahrscheinlich auch verzogen haben, da wird einstellen nicht viel helfen. Bei diesen Scharnieren ist die einzige Einstellmöglichkeit die von sonouno vorgeschlagene mit den Beilagscheiben oder eben abschleifen oder abfräsen, je nachdem wieviel weg muss

 

Wie soll eine Beilagscheibe auf den Zapfen aufgelegt den Winkel oder den Abstand zur Schloßseite ändern ?

Das einlegen einer Beilagscheibe auf den Türzapfen hebt die Tür lediglich an beiden Bändern gleichmäßig in die Höhe, was beim schleifen auf dem Boden von belang wäre.

 

Wenn sie seitlich an die Zarge stößt bringt es natürlich nichts. Je nach alter des Hauses ist allerdings gelegentlich am Boden noch eine "Übergangsplatte" - keine Ahnung wie das Ding heißt und ob es zu Boden oder Zarge gehört - und wenn es da streifen sollte nutzt eine Beilagscheibe. Und den Scharniren nach scheint es auch vor 10 Jahren kein Neubau gewesen zu sein

 

Übergangsplatte ?
Meinst Du das Winkel Anschlags Profil, meist Eisen/Alu um Höhenunterschiede zwischen den Räumen auszugleichen und einen Anschlagskante zur Türfläche zu bilden ?

Die gehört eigentlich nicht zur Zarge wird aber bei z.B. Stahltüren zur Stabilisierung
mitgeliefert.
Zarge besteht aus Profil Bänder/Schließblech Seite & Oberteil.
Dazu kommen dann noch die Blenden Abdeckungen von außen.

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema.

 

Du kannst ganz einfach den Dorn des Scharniers vorsichtig mit dem Hammer in die gewünschte Richtung schlagen. Das ist bei alten Türen auch schon beim Ersteinbau so gemacht worden.

 

Übrigens bringen die Beilagscheiben wirklich nur einen höheren Ansatz der Tür. Die Scharniere passen in der Regel, auch wenn sie alt sind, sehr genau. Mein Vater hat viele alte Häuser saniert und neue Türen mit bestehenden Scharnieren verbaut. Das Anschlagen ist die einzige Möglichkeit.

 

Da fällt mir noch ein ehemaliger Fall bei einer Bekannten ein.

Da wurde die Zarge unten bei der Verlegung von Laminat abgesägt.
So wie von Bosch gezeigt. Siehe Film später.

Somit wurde die Befestigung der Zarge im Boden getrennt und der Rahmen hat sich von der Laibung weg in den Türdurchgang gelöst.
Folge war auch eine klemmende Tür.
Die Zarge wird nicht umsonst im Estrich verankert.

Deshalb sehe ich das veröffentlichte Werbe Video sehr krtisch. Link->Produktfilm dann ziemlich am Anfang Laminat&Türzarge
http://www.bosch-do-it.de/boptocs2-d...7250/index.htm

Da wird einem gezeigt, wie man es besser nicht macht.

 

Wie verankert man in einem alten Haus, wo es gar keinen Estrich gibt, beim Renovieren eine neue Zarge im Estrich?

Wie ist das bei einem neuen Haus, wenn ich eine neue Zarge möchte? Ganzen Estrich dazu rausreissen?

 

Zitat von Hobbyholzwerker
Wie verankert man in einem alten Haus, wo es gar keinen Estrich gibt, beim Renovieren eine neue Zarge im Estrich?

Wie ist das bei einem neuen Haus, wenn ich eine neue Zarge möchte? Ganzen Estrich dazu rausreissen?
Ist nicht so schwierig wie Du es denkst/darstellt.
Ganz sicher muß man nicht den ganzen Estrich dazu rausreißen !
Wenn Du möchtest darfst Du das natürlich bei Dir machen. Nötig ist es jedoch nicht.

Alte Zarge durchsägen und entfernen.
Sollten an der alten Stelle keine passenden Löcher ergeben/vorhanden sein, kann man mit Bohrmaschine und Meißel partiell ein passendes Loch ausstemmen, in dem man im Anschluß die neue Zarge reinstellt.
Nach der Ausrichtung & Fixierung mörtelt man die verbliebenen Stellen aus.

Ist doch gar nicht so schwierig, oder ?
Dafür hält es super gut, genau so wie im Neubau übich.

Alternativ kann man auch mit Fentersbauschrauben nach abziehen der Rahmendichtung dort diagonal die Zarge durchbohren und mit diesen Schrauben
den Rahmen im Mauerwerk fixieren.
Im Anschluß die Rahmendichtung wieder einlegen.
Ist somit also auch verdeckt möglich.

http://www.ebay.de/itm/Fensterbausch...item5ae26d7c96

 

Geändert von Bastelfuchs (05.02.2012 um 11:28 Uhr)
Habe das Problem bei mir auch gehabt. Zunächst habe ich mein Glück mit Scheiben versucht, aber das war nur sehr bedingt von Erfolg gekrönt.

Die Idee, den Vermieter in Beschlag zu nehmen, könnte lustig werden. Was interessiert den, wenn man die Tür einlagert, und die sich dadurch verzieht? Wäre im Extremfall wohl eher was für die Haftpflicht...

Naja, hab dann mit Schwiegervater darüber gesprochen, und der meinte, mal ein paar Tage hängen lassen, damit die Tür sich aklimatisiert. Hat ebenfalls ein klein Wenig gebracht, war aber nicht zufriedenstellen.

Dann haben wir uns zusammen angeschaut, wo die Tür genau anstösst, und kurzer Hand den Überstand mit dem Elektrohobel beseitigt.

Vor dem Hobeln mal schauen, ob eventuell Metall (Nagel oder so) die Bahn kreuzt. Mag der Hobel garnicht...

Jetzt schliesst die Tür wieder einwandfrei. Vom Malheur ist nix mehr zu sehen, die Hobelstellen weiß lackiert!

 

Zitat von Schupo01
Die Idee, den Vermieter in Beschlag zu nehmen, könnte lustig werden. Was interessiert den, wenn man die Tür einlagert, und die sich dadurch verzieht? Wäre im Extremfall wohl eher was für die Haftpflicht...
Wurde vom Vormieter eingelagert !

Nicht das Probem von Woffel72.

Türen können sich auch ohne eingelagert zu werden verziehen.

 

Geändert von Bastelfuchs (05.02.2012 um 11:17 Uhr)
Hmm, ich habe das bisher mit Montageschaum gemacht und auch schon Handwerker gesehen, die das so machen. Ist das Deiner Meinung nach so nicht ausreichend?

http://www.maxbahr.de/selbermachen/tueren/08.html

http://www.baumarkt.de/nxs/3001///ba...en-so-geht-das

 

Zitat von Hobbyholzwerker
Hmm, ich habe das bisher mit Montageschaum gemacht und auch schon Handwerker gesehen, die das so machen. Ist das Deiner Meinung nach so nicht ausreichend?
Bei der Bekannten und deren Kindern (Pubertät) ist es bei Meinungsverschiedenheiten
scheinbar "gute?" Sitte mit Türenschlagen das eigene Mißfallen auszudrücken.

Und dann hatte sich die Zarge eben an dieser Bauschaum Verklebung gelöst und wegen nicht mehr vorhandener Bodenfixierung Probleme bereitet.

Wurde von Firma so ausgeführt, die aber für Laminat die Zarge nicht abgesägt hatte.
Aber das Türenschlagen ist auch kein normaler Gebrauch.

Ich habe es kurzer Hand im Dichtungsbereich mit den Rahmenschrauben gefixt.

Daher halte ich auch Bauschaum für keine geeignete Maßnahme zur Fixierung!
Auch wenn es oftmals 10-20 Jahre lang halten wird.

Fenster werden ja auch trotz Auschäumung mit Rahmenschrauben/Rahmendübeln/
Halteklammern im Mauerwerk fixiert. Oder ?

 

Geändert von Bastelfuchs (05.02.2012 um 12:20 Uhr)
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht