Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

[Aktuelles Thema] Hochwasser - was tun ?

03.06.2013, 09:33
Funny08  
Wer in einem hochwassergefährdeten Gebiet lebt, sollte derzeit – sofern er es nicht schon getan hat, eigene Vorsorgemaßnahmen treffen. Staat und Kommunen versuchen zwar vielerorts die Schäden zu begrenzen, doch auch der Einzelne kann Schaden durch gezielte Vorbereitungen zumindest vermindern.

Generell sollte man sich, im Klaren sein, dass zB. die Strom- und Trinkwasserversorgung während und nach dem Hochwasser beeinträchtigt sein kann, oder ganz zum Erliegen kommt und auch die Lebensmittelversorgung problematisch werden kann.

Doch was sollte alles gemacht werden?

- Fenster und Türen mit geignetem Material Abdichten (zB spezielle Hochwasserschutzvorichtungen oder auch Notfalls nur Balken und Bretter, Sandsäcke) um das Eindringen von Wasser zu verringern und Druck von den Scheiben usw zu nehmen
- Tiere aus dem Gefahrenbereich bringen
- Chemikalien wie Düngemittel und andere Giftstoffe so lagern, dass sie sicher sind.
- Fahrzeuge in Sicherheit bringen, z.B. aus Tiefgaragen entfernen usw.
- Mobiliar und Kleidung in ungefährdete Räume umlagern
- Schützende Kleidung ( wie wasserdichte Hosen, Gummistiefel usw) - besorgen, Medikamente und Erste Hilfe-Kasten schützen , Akku-, Lebensmittel- und Getränkevorrat aufstocken.
-Wichtige Dokumente sichern (Versicherungsunterlagen, Kontodaten usw.)


Wenn das Wasser dann da ist gilt:

- Menschenleben vor Sachwerten
- keine Panik bekommen
- Absperrungen beachten und den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort folgen.
- Mit dem Auto nicht auf überfluteten Straßen fahren


Wir von 1-2-do drücken allen in den gefährdeten Gebieten die Daumen, dass die Auswirkungen so gering wie möglich bleiben und hoffen dass Ihr alles unbeschadet übersteht.


An die Mitglieder, wie sieht es bei euch aus? Welche Tipps habt Ihr für die Betroffenen? Habt ihr selbst schon solche Erfahrungen machen müssen? Wie kann geholfen werden?
 
Hochwasser 2013 Hochwasser 2013
Bewerten: Bewertung 3 Bewertungen
168 Antworten
Generell bei Katatstrophen ist eine gute Vorbereitung wichtig.
Alle wichtigen Dokumente sollten als Kopie (ggf, beglaubigt) in wasserdichten Hüllen aufbewahrt werden (ggf. in einen Notfallrucksack stecken). Vorräte können auch nicht schaden, besonders Trinkwasser (Ich persönlich habe luft- und wasserdicht verpackte Notfrallrationen an Lebesnmittel parat)

Fürs Hochwasser gilt immer: unterschätzt nie die Strömung!!!!!

 

Vorbereitung ist gut. Bei uns soll mehr ankommen als 2002 und hier sieht man nichs von Vorbereitung. Wenn es wirklich schlimmer wird, könnte unsere Firma unter Wasser stehen.

 

Heute früh aus dem Auto aufgenommen:

So sieht es momentan zwischen Dessau und dem Vorort in dem ich arbeite aus. Höchststand der Mulde wird aber erst in zwei drei Tagen erwartet.
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	20130603_053704-1.jpg
Hits:	0
Größe:	43,9 KB
ID:	19887  

 

Ich habe lange Zeit am Mittelrhein gelebt, dort war Anfang der 1990er ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser, da haben es sogar die EVUs nihct geschafft vorbereitet zu sein, das standen die Verteilerkästen im Wasser und es gab Tote durch Stromschlag auf der überfluteten Strasse.

Danach haben sie die Kästen höher gesetzt.

Die Gefahr im eigenen Keller durch Stromschlag verletzt oder getötet zu werden ist nihct zu unterschätzen, ist dier Stromzufürhung nicht abegschaltet bzw, ist man sich nicht sicher ob es so ist, sollter man den überfluteten Keller nihct betreten, denn Steckdosen, Schalter und auch der Hausanschluss können unter Wasser sein.

 

Funny08  
Das letzte mal wo ich wirklich mit Hochwasser zu tun hatte, war 94/95 - da war Land unter für Blieskastel(Saarland) angekündigt. Wir haben damals einige Tausend Sandsäcke gefüllt, welche dann aber zum Glück nicht benötigt wurden.

Was auch beachtet werden sollte - ist - Heizöl und Gastanks passend zu sichern und zu verankern.

 

Mir ist nicht ganz klar wie ich den Druck auf die Scheibe durch abdichten des Fensters reduziere. Der Druck ist doch erst dann weg, wenn das Wasser seinen weg ins Innere gefunden hat und ein Pegelausgleich stattgefunden hat.

 

Der Druck wird dadurch weggenommen, das man das Wasser von den Fenstern weghält, indem man einen "Kasten davorbaut, der dicht ist - hochwassererprobte haben solche Kästen aus Alu mit Gummlippen, die vor Fenster und Türen gesetzt werden (passenden Halterungen an den Wänden)

Beispiel

 

Geändert von Pfanni (03.06.2013 um 10:11 Uhr)
Funny08  
Ach wollte zuerst die Fenster mit Brettern und Balken Abdichten schreiben - damit anströmendes Wasser die SCheiben nicht eindrückt. das ist irgendwie untergengane - ich änder es - danke

 

Also zuerst wünsche ich mal allen im Hochwassergebiet einen hoffentlich (möglichst) glimpflichen Ausgang.


Als Ex-Passauer fühle ich mit.

Beim Entlasten der Fenster muss man vorsichtig sein, denn oftmals ist es tatsächlich billiger den Keller überfluten zu lassen, da dadurch der Druck vom Mauerwerk genommen wird (es kann vorkommen, das dieses auch nicht dem Druck standhält).

Ich würde auch noch eine Pumpe besorgen und bereitsstellen.
Ich gehe aber davon aus, dass die Betroffenen meist wissen was zu tun ist bzw was noch hilft.

Ich drück euch die Daumen.

 

In Koblenz gibt es eine Strasse in einem Betontrog, aber einer gewissen Höhe werden dort die Pumpen abgestellt, weil der Druck auf die Stahlbetonwände zu hoch wird.

Ein Freund hörte ein Knirschen und stellte in seinem Keller die Pumpen ab (Der Keller ist bis unter die Decke vollgelaufen) um keine Gebäudeschäden zu riskieren.

@Hermen: Leider kommt es auch häufiger zu Hochwassern, dort wo es schon länger keines mehr gab, sodass es vorallem bei Neuzugezogenen noch nicht im Kopf angekommen ist.

 

Geändert von Pfanni (03.06.2013 um 10:51 Uhr)
Funny08  
Stimmt natürlich, ab einer gewissen Wasserhöhe kann der Druck auf das Mauerwerk so hoch werden, dass überfluten besser ist.
Wer eintscheidet da eigentlich wie und ab wann man aufgeben sollte? Stehen einem da Feuerwehr und/oder Katastrophenschutz zur Seite ?

 

2002 sollte der Ort in dem ich arbeite aufgegeben werden. Es wurden dann aber Sandsäcke "besorgt" (unser Stapler war da im Einsatz) die Anwohner haben gekämpft und gewonnen.
Mal sehen, ob ich diesmal zeitig Wochenende habe.

Ist hier noch jemand akut betroffen?

 

Auch wichtig ist es, die Öltanks in den Kellern zu verschliessen und möglichst von den Zu und Ableitungsrohren zu trennen. Schwimmen die Tanks erst hoch, reissen die Rohre ab und alles liegt im Ölteppich.
Eine Absprache mit dem Nachbarn ist sehr Wichtig, hat man ein Rheihenhaus und ein Nachbar hat das Wasser im Keller, ist es Ratsam, den Nachbarkeller auf gleiches Level zu fluten um den Druck von den Wänden zu nehmen.

Ich war lange beim THW und denke da kann man auch gute Tips geben, wie die Vorbereitung in bestimmten Situationen aussehen muss. Meist gibt es sogar noch Material und praktische Hilfe.

 

Woody  
Ich lebe Gott sei Dank in keinem hochwassergefährdeten Gebiet, habe aber einige Freunde und Bekannte, welche betroffen sein werden

Ich halte allen Betroffenen die Daumen, dass es glimpflich ablaufen wird und fühle voll mit Euch. Sehe mir auch immer voller Bangen die Berichte im TV an, es ist wirklich furchtbar, was durch Wasser angerichtet wird.

Alles Gute
Woody

 

@ricc ich drücke euch mal die daumen.

wir sind vom 28.-30.06. bei euch in dessau. (Deutsche Meisterschaften Seesport).
Wenn das Wetter es zu lässt. Ich drücke die Daumen das es nicht wieder soo schlimm wird.
Ich hab noch Bilder vor Augen wie es damals war. vor 10 (11) Jahren.

Wir haben viele bekannte/ befreundete Sportclubs im Gebiet und des nicht schön anzu sehen.

Grimma z. b. ist ja , laut tv bereichten, abgesoffen..

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht